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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ASPHIXIATION

ASPHIXIATION
In der Ruhe liegt die (Ur)Kraft
Da wohnt man nun fast sieben Jahre in Bottrop und wird plötzlich aus dem Nichts von einer hier ansässigen Death-Metal-Walze überrollt. Die Rede ist von Asphixation, die mit ihrer „Promo 2007“ CD (Review siehe Eigenpressungen) und den vier darauf enthaltenen Songs den Underground erschüttern. Die Jungs mögen zwar noch nicht jedem Extrem-Metaller ein Begriff sein, aber ihre internationale Qualität wird noch so manchen Anhänger von Bands wie Morbid Angel oder Cannibal Corpse in den Wahnsinn treiben. Wer verbirgt sich hinter dieser mittlerweile zum Quintett angewachsenen Formation, woher stammt dieses hohe musikalische und kompositorische Niveau, und was steht für die Zukunft an? Fragen über Fragen, denen sich freundlicherweise der sympathische Sänger Henry Mann stellte, der per E-Mail einige interessante Dinge zu berichten wusste.
Gleich zu Beginn interessiert es mich, seit wann Asphixation bestehen und ob neben der bereits erwähnten CD „Promo 2007“ noch andere Veröffentlichungen existieren.

>>> Band existiert seit 2006. Bis jetzt gibt es kein weiteres Material von uns. Wir hatten zwar schon ein paar Labelangebote, allerdings wären die Kosten für uns als Band so hoch gewesen, da hätten wir das dann auch gleich wieder selbst finanzieren können. Zudem sind wir nicht die schnellsten, was das Songschreiben betrifft und haben kein Problem damit, mit neuen Aufnahmen zu warten. <<

Gab es denn einen besonderen Anlass für die Bandgründung und was verbindet ihr mit dem Namen „Asphixation?

>>> Der Anlass zur Bandgründung bestand darin, dass alle Mitglieder eine Liebe zum dunklen, boshaften Death Metal mit dem gewissen alten Vibe hegen. Wir wollten genau diesen Stil pflegen und unsere klangliche Vision davon umsetzen. Dem entspricht natürlich auch unser Name, der ebenfalls diesen älteren Geist in sich trägt und für uns nichts anderes bedeutet, als die soundgewordene Beendigung allen menschlichen Lebens und das Feiern der Wiederkehr der uralten Kräfte. <<

Wie habt ihr in eurer jetzigen Besetzung zusammen gefunden?

>> Begonnen hatte das wie so oft als namenloses Projekt unseres Gitarristen (Ralf Kantel) und unseres Drummers (Kai Bracht). Da ich zu der Zeit in keiner anderen Band war und mich selbst sehr für dieses Projekt interessierte, habe ich angefragt ob ich die Vocals beisteuern dürfte. Einen zweiten Gitarristen (Michael Bohn) hatte man schon rekrutiert. Nur einen Bassisten (Diego Di Bartolo) konnten wir erst später finden. Die Auswahl an Leuten, die wissen, wie unser Sound zu klingen hat, die nötigen Fähigkeiten besitzen und zudem charakterlich keine Spinner sind, sind meiner Einschätzung nach schwer zu finden. <<

Neben der Urgewalt der Songs auf „Promo 2007“ beeindrucken sofort die enormen musikalischen Fähigkeiten aller beteiligten Protagonisten. Habt ihr vorher in anderen Bands Erfahrungen sammeln können?

>> Ob unsere musikalischen Fähigkeiten enorm sind, wie du es bezeichnest, überlasse ich anderen zu beurteilen. Sicherlich sind wir auf einem gewissen Level, das uns ermöglicht, Ideen auch umzusetzen. Aber man kann sich immer noch verbessern. Wir waren vorher alle in anderen Bands tätig und haben da zu großen Teilen auch schon zusammen Musik kreiert. Man kennt sich also. Unsere Stadt ist nicht so groß - da läuft man sich zwangsläufig über den Weg. <<

Wie oft probt ihr um eure Fertigkeiten zu konservieren oder gar noch auszubauen?

>> Nicht all zu oft. Wir haben schließlich alle noch ein Leben neben der Band. Das verhindert meistens ein regelmäßiges Proben, so dass es sein kann, dass mal für einen Monat oder zwei gar nichts passiert. Wir wissen, wie schnell man in Vergessenheit gerät, wenn man nicht ständig mit neuem Material präsent ist. Aber unsere persönlichen Umstände zwingen uns diesbezüglich leider zu einer gewissen Langsamkeit. Wir machen uns da aber keinen Druck, sondern wir sind der Meinung, wenn es länger dauert, ist es besser gute Songs zu haben, hinter denen wir stehen können. Sich Zeit zu lassen ist besser als vielleicht etwas zu erzwingen und halb gares zu fabrizieren, nur damit wir ein paar Nummern mehr live spielen können. <<
Lassen denn die eben erwähnten persönlichen Umstände eventuell dennoch zu, in anderen Bands aktiv zu sein?

>> Für uns reicht es nur für Asphixation aktiv zu sein, mit Ausnahme unseres Drummers. Der ist eigentlich immer noch mit zwei anderen Sachen beschäftigt. Die eine Band spielt eine Mischung aus Hardcore und Death Metal und sein anderes Projekt ist dem moderneren Death Metal gewidmet. Beides ist nicht mein Gebiet, aber ihm ist es wichtig noch andere Sachen zu probieren. (Eine der genannten Bands ist Phobiatic – Review folgt, der Verf.) <<

Du erwähntest eben die Live Situation für Asphixation. Wie sieht es mit der Erfahrung auf der Bühne aus? Konntet ihr da schon einige Konzerte oder gar eine Tour spielen?

>> Einige Auftritte haben wir schon spielen können (u.a. mit Hate Eternal, Misery Index oder Beneath The Massacre, der Verf.), was nicht schlecht für eine Band mit nur einer Vier-Song Promo ist. Wir reißen uns aber auch nicht sonderlich darum überall spielen zu können. Wenn etwas Gutes dabei ist, machen wir es. Ob wir mal eine Tour spielen werden, steht in den Sternen. In einem Transporter zu sitzen, ungeduscht und verkatert, kann bei langen Strecken sehr anstrengend werden. Da geht man sich schnell gegenseitig auf den Geist. Uns ist es wichtiger gute Musik zu schreiben und eine vernünftige Aufnahme zustande zu bringen. Von daher machen wir uns über eine Tour keine großen Gedanken. <<

Wie kommt ihr an diese Gigs?

>> Bis jetzt wurden wir immer gefragt, ob wir spielen wollen. Besonderen Dank gilt hier der “NRW Death-Crew” und dem “Mountains of Death-Team”. <<

Prägen eventuelle Live-Erfahrungen euer musikalisches Verständnis oder folgt ihr z.B. beim Songwriting doch eher vorhandenen Vorbildern?

>> Wenn uns Bands interessieren, schauen wir die uns natürlich gerne an. Das hat aber keinen großen Einfluss auf unser Songwriting, sondern uns ist wichtiger, wie die Bands ihr Material auf der Bühne umsetzen. Jeder in der Band hat auch seine musikalischen Vorlieben, aber beim Schreiben versuchen wir das außen vor zu lassen. Wenn wir selbst auf der Bühne stehen, ist uns nur wichtig unser Material überzeugend rüberzubringen. <<

Mit Asphixation seid ihr fest im Death Metal der alten Schule verankert. Eigene Ideen treffen auf Vorlieben für Cannibal Corpse, Suffocation oder Morbid Angel. Was bedeutet euch der Begriff „Death Metal“ oder “Metal” im Allgemeinen?

>> Metal und speziell Death Metal, ist die Musikrichtung mit der wir aufgewachsen sind und der wir sicherlich treu bleiben werden. Egal ob wir auch noch andere Musikarten schätzen. Death Metal bedeutet immer noch Rebellion, Dunkelheit und Tod - das Ausreizen von Extremen, musikalisch wie lyrisch. <<

Wie beurteilst du die momentane Metal-Szene in Deutschland?

>> Ehrlich gesagt, beschäftige ich mich nicht großartig mit der Szene. Wir machen unseren Sound, und es kümmert uns wenig, was außerhalb von Asphixation geschieht. <<

Kannst du Dich trotzdem mit dem Underground identifizieren?

>> Wir sind sicherlich ein Teil des Undergrounds. Unser Beitrag beschränkt sich aber auf das Musik machen und ab und zu live zu spielen. Ich habe allerdings Respekt für die Leute, die sich engagieren und Konzerte organisieren. Da steckt oft viel Arbeit dahinter, und mancher setzt sein sauer verdientes Geld ein, um den Bands Auftritte zu ermöglichen oder einen Schlafplatz zu bieten etc. Sicherlich sind wir auch ein Teil des Undergrounds. Man trifft oft interessante Leute, aber es laufen - wie in jeder anderen Szene auch - genug Idioten rum, auf die ich persönlich gut verzichten kann. <<
Habt ihr denn Kontakte zu anderen Bands und wie ist der Umgang untereinander?

>> Der Kontakt zu anderen Bands beschränkt sich bei uns meist darauf, dass man sich bei Auftritten sieht und redet, oder man mailt sich über Myspace - und das mit dem nötigen Respekt voreinander. Trottel werden hingegen einfach ignoriert. <<

Lass uns nochmal zurück zu eurer Musik kommen. Ist es vom kompositorischen Standpunkt aus gesehen schwierig, ein hohes technisches Level mit der ungeheuren Brutalität in euren Songs zu verbinden?

>> Darüber denken wir beim Schreiben von Songs nicht nach. Es passiert einfach. Es wäre hinderlich, wenn man sagen würde:” Der Part ist komplex, nun müssen wir noch schauen, dass er brutaler wirkt.” Wir verwerfen eher das, was nicht richtig in den Fluss eines Songs passen will und bauen umgekehrt anderes ein. Das ergibt sich dann einfach. Sicherlich werden wir unserem Stil treu bleiben, aber die Möglichkeit besteht durchaus, atmosphärischer oder noch extremer in den Geschwindigkeiten zu werden. Wir setzen es um, wenn wir der Meinung sind, das es zu Asphixation passt. <<

Worüber sprecht ihr in Euren Texten und wer von euch ist für die Lyrics verantwortlich? Worin liegt die Inspiration für eure Worte?

>> Für die Lyrics bin ich verantwortlich. Inhaltlich geht es um Rebellion gegen die Schöpferreligionen und die kosmische Ordnung, sowie das Leben als Mensch in den Fesseln des Demiurgen. Als Quellen der Inspiration dienen mir die vergangenen alten Kulturen, wie zum Beispiel die der Sumerer, das Universum Lovecrafts; aber auch Bücher, welche sich mit der Philosophie der Schattenseite der Schöpfung beschäftigen. <<

Wie entstehen in diesem Zusammenhang eure Songs? Entwickelt ihr Musik und Texte gleichzeitig?

>> Zuerst ist der Song weitestgehend fertig und ich höre mir das dann an. Ich schreibe meinen Text aufgrund der Stimmung, die das Stück transportiert. Es kann sein, das dann noch einzelne Parts abgeändert werden. Meistens betrifft das nur die Längen. Natürlich kann es auch zum Kürzen von Zeilen kommen, je nach dem, was songdienlicher ist. <<

Abschließend sollte es an der Zeit sein, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Habt ihr in der Zwischenzeit schon neues Material entwickelt?

>> Ja, ein paar Stücke sind fertig. Ich würde sagen, sie hören sich nach Asphixation an. Es besteht also kein riesiger Unterschied zu den älteren Songs. Uns ist wichtig, Abwechslung in den Songs zu haben, das Tempo zu variieren und eine bestimmte Stimmung zu erschaffen. Moderne Parts oder ein Gravityblast werden in unserem Sound allerdings so schnell nicht zu finden sein. <<

Habt ihr ein bestimmtes Einvernehmen darüber, was ihr mit Asphixation erreichen wollt?

>> Nun, wir wollen mit dieser Band einfach unsere musikalischen Visionen umsetzen, natürlich auch was die textliche Seite betrifft. Es wird sicherlich auch ein Album von uns geben, wenn es soweit ist. Das wird hoffentlich nichts anderes als brutalen, boshaften Death Metal enthalten. <<

Zum Abschluss hätte ich gerne deine „Top 5“ Lieblingsscheiben gewusst!

>> Es ist schwierig einzelne Scheiben zu nennen. Das ändert sich bisweilen. Immer wieder angehört werden auf jeden Fall die erste Deicide, Immolation, Morbid Angel, Necros Christos oder auch die Holländer Nox. Daneben beeindruckt mich aber auch die erste Esoteric sowie dunkle rituelle Musik. <<

Hast Du ein paar letzte persönliche Worte für unsere Leser parat?

>> Besucht uns bei Myspace und unterstützt Asphixation, 333! <<
http://www.myspace.com/asphixation
Uwe Schmidt


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