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MAGAZIN :: Index: 'A' :: AUTUMN HOUR

AUTUMN HOUR
Mikro-Weltrekorde und das Ende der Welt…
Für mich sind Autumn Hour eine Art Bindeglied zwischen (späteren) Hades und Non-Fiction mitsamt Experimentierfreudigkeit und der Inklusion von Alternative Metal sowie rockigem Downtempo. Mit einem Alan Tecchio (Hades, Watchtower, Non-Fiction, Seven Witches, All-Time Low…) in Höchstform brillieren die vier Amis mit einem mehr als empfehlenswerten Debüt namens „Dethroned“. Grund genug mit Mr. Tecchio zu plaudern? Aber selbstredend…
Hey Alan, erzähl’ doch bitte mal wie Autumn Hour entstanden sind und beantworte mir auch die Frage warum es schon wieder eine neue Band mit Dir als Sänger gibt… ;-)

>> Nun, es war schon immer mein großes Ziel ins Guinness Buch der Rekorde zu kommen, haha. Warte nur ab, nächstes Jahr wird es noch ein neues Watchtower-Album mit mir am Mikro geben << (neues WT-Album, “Mathematics”, als ob ich diese Utopie nicht schon oft gehört hätte, und ich träume immer noch davon ;-), wenn das Realität wird starte ich ’ne private Prog Metal-Sause vom Feinsten…) - CL) >> sowie ein ungarisches Prog-Metal-Projekt namens Mind’s Mirrors mit meiner Beteiligung, also werde ich den Weltrekord als Frontmann schon bald brechen können, haha. Autumn Hour entstanden hierbei eigentlich als Akustik-Projekt, irgendwann um 2004 bildeten Gitarrist Justin Jurman und ich ein Duo. Wir schrieben rund 12 Songs und nahmen Demos hiervon auf, die wir jedoch auf Halde legten als ich das Angebot bekam bei Jack Frosts Seven Witches zu singen. Nach der zweiten von mir eingesungenen CD “Deadly Sins” konzentrierte sich Jack auf andere Projekte, u.a. mit Lizzy Borden und Joey Belladonna, was mir ein Zeitfenster eröffnete die Nummern mit Justin wieder auszubuddeln. Wir entschieden uns die Arrangements heavier zu gestalten und die Kompositionen in einen Band-Kontext zu übertragen. Justins Kumpel Arent übernahm den Bass und für die Drums konnten wir Dave Lescinsky gewinnen, der von 1998 bis 2000 bei Hades trommelte. <<

Ich habe Euren Sound grob umrissen als „Cocktail aus rockendem Downtempo, leicht progressiven Versatzstücken, Alternative Metal und einem vereinzelten Tech Thrash-Anflug“ bezeichnet. Würdest Du dem zustimmen oder wie würdest Du die musikalische Seite Autumn Hours umschreiben?

>> Ganz ehrlich, ich fühle mich an ein N.W.O.B.H.M.-Album der alten Schule erinnert. Natürlich sind wir nicht britisch, aber die großen Bands wie Judas Priest, Maiden oder gar Sabbath, gerade in ihren frühen, durchaus reichlich experimentellen Tagen, haben ihre Spuren hinterlassen. Diese Acts hatten ein unglaublich variables Songwriting, sie kreierten sanfte oder stimmungsvolle Passagen, wenn es der Song verlangte, aber gleichzeitig waren sie fähig super-heavy zu agieren und überraschende Wendungen einzubauen. Alben wie Priests “Stained Class” oder “Sin After Sin” sowie Sabbaths “Volume 4” halte ich diesbezüglich für gute Beispiele. Nicht dass “Dethroned” ähnlich legendär wie diese Werke ist, aber wir teilen die gleiche Einstellung und folgen einer eher offenen, experimentellen Strömung. Ich denke schon dass wir unseren eigenen Sound entwickelt haben, der emotional und authentisch ertönt. <<
Wieso habt ihr euch letztendlich für Ray Kurzweils Denkansätze als Basis der “Dethroned”-Lyrik entschieden?

>> Justin brachte uns alle auf Kurzweils Buch “The Singularity Is Near”, welches künstliche Intelligenzen thematisiert und die Entwicklungsdiskrepanz zwischen dem gesellschaftlichen, sozialen Fortschritt und der Technologisierung betrachtet. Der technische Fortschritt ist erheblich schneller als die Entwicklung des sozialen Miteinanders und Formen von künstlicher Intelligenz bzw. die Nanotechnologie könnten bedrohlich werden für die menschliche Existenz. Diese Theorie und mögliche Folgen inspirierten uns und ich verfasste eine Geschichte, die auf Kurzweils Annahmen basiert. <<

Inwiefern passt das Eurythmics-Cover “Here comes the rain again” in diesen konzeptionellen Rahmen?

>> An dieser Stelle des Albums steht die Welt kurz vor ihrer umfassenden Zerstörung. Der große Regen, den der Song besingt, steht somit sinnbildlich für den Anfang vom Ende der Welt, für den Beginn des Untergangs. Es ist eine traurige, triste Zeit und die Ruhe vor dem nuklearen Sturm. Ich war übrigens zunächst nicht davon überzeugt diesen Track zu integrieren, aber die anderen Jungs liebten die Idee und ich musste dann recht schnell zugeben, dass „Here comes the rain again” im Rahmen des Konzeptes eine Menge Sinn macht. <<

Welche anderen Acts würdest Du als Einfluss für “Dethroned” nennen?

>> Wahrscheinlich alles was wir in den letzten Jahren gehört haben. Dave hat eine der bestsortierten Metal-Sammlungen die ich kenne, und ist meine Quelle um neue Combos kennen zu lernen. Justin steht auf Jazz und klassische Gitarristen, natürlich auch auf Metal, aber genau wie Clint hat er einen extrem breit gefächerten Geschmack. Meine Wurzeln liegen bei Sängern wie Robert Plant, Rob Halford, Robert Smith und so ziemlich jedem der Rob heißt, haha. Als Band offenbaren wir meiner Meinung nach Einflüsse von Künstlern wie Alice in Chains, Opeth, Soundgarden, Judas Priest, Primal Fear, MSG, Katatonia oder Rainbow. <<
Euer Album ist in den Staaten ja bereits länger erhältlich, wie kam denn letztendlich der Europa-Deal mit Cyclone Empire zustande?

>> Meine Freunde im deutschen Büro von Metal Blade Records haben uns zueinander gebracht und dies war wirklich ein grandioser Vorschlag, denn das Cyclone Empire-Team hat bislang nichts anderes als fantastische Arbeit abgeliefert. Es ist also eine echte Freude mit ihnen zu kooperieren. <<

Wird euer Label es dann vielleicht gar schaffen Euch livehaftig nach Europa zu bringen?

>> Ich hoffe es, aber noch ist nichts konkret. Ein Festivalangebot wäre natürlich super, aber viele Bands sehnen sich ebenfalls danach, daher ist dieser Wettbewerb gerade für eine neuere Band wie uns recht schwierig. <<

Zum Abschluss würde ich gerne wissen, was ihr 4 in eurem alltäglichen Leben neben der Band macht?

>> Ich verkaufe Anzeigen für das Steppin’ Out, ein regionales Unterhaltungsmagazin hier in New Jersey und New York, mitunter verfasse ich hierfür auch Kolumnen oder übernehme graphische Designarbeiten. Zeitweise arbeite ich darüber hinaus als Motorradfahrlehrer an einem nahe gelegenen College. Justin ist für das ABC TV Network tätig, Clint betreibt eine Rock-bezogene Musikschule in Süd-Jersey und Dave jobbt für eine Software-Firma. <<

Möchtest Du noch etwas loswerden?

>> Vielen Dank für die Möglichkeit dieses Interview geben zu können. Ich hoffe Eure Leser geben uns eine Chance und kaufen „Dethroned“! <<

Ihr habt gehört was zu tun ist…
http://www.myspace.com/autumnhour
Christoph Lücker


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