Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'C' :: CONTRADICTION

CONTRADICTION
Thrashen auch im Urlaub
So kann es einem ergehen, da bekommt man eine CD zur Besprechung und diese haut einen glatt vom Hocker. So auch im Falle der in Wuppertal beheimateten Thrasher Contradiction. Das neue Album „The Essence Of Anger“ hat es gewaltig in sich und ist Grund genug um bei Sänger/Gitarrist Oliver Lux nach dem Stand der Dinge nachzufragen.
Hallo Oliver,

hier ist Holger vom Obliveon-Magazin. Erst einmal Glückwunsch zu Eurem neuen Album „The Essence Of Anger“, tolles Album. Andererseits muss ich mich aber auch bei Euch direkt entschuldigen. Thrash-Metal ist zwar seit Mitte der Achtziger ganz klar mein Lieblingsgenre, aber bis dato habe ich echt noch nie etwas von Contradiction gehört. Außerdem liegt Wuppertal nur ca. 15 km Luftlinie von meiner Heimatstadt entfernt. Schande über mein Haupt, Sorry !! Darum möchte ich Dich zuerst bitten die Band mit einer kurzen Bandhistorie vorzustellen.

Oliver: >> Gegründet wurde die Band Anfang 1989 von Oliver Kämper und mir. Damals war noch der Lappen (Mortal Remains) am Schlagzeug dabei. Wir haben 1991 unser erstes Demo „Deadly Games“ veröffentlicht, 1992 unser zweites Demo “Old Demon“. 1993 haben wir dann in Eigenregie unsere erste CD/LP „Rules Of Peace“ an den Start gebracht. Diese VÖ hatte auch zum ersten Mal internationale Beachtung zur Folge. Auf diesen Release folgte der erste Plattenvertrag mit Strictly Stone (RIP) und der dazu gehörige Tonträger „All We Hate“. In der Folge gab es einen Besetzungswechsel am Schlagzeug und kurz darauf Ärger mit unserem Label von dem wir uns dann Anfang 1999 vor Gericht getrennt haben. Zwischenzeitlich hatten wir noch ein 5-Track Demo „Good Company“ aufgenommen und als selbst gebrannte CD verteilt. 2001 haben wir dann in Eigenregie und Vertrieb „Contraminated“ veröffentlicht, welche aber durch eine Abweichung von unserem bisherigen Stil und fürchterlichem Sound eigentlich eher ungern Erwähnung innerhalb der Band findet. Anfang 2003 entschlossen wir uns dann, die Band wieder zu forcieren und haben seitdem regelmäßig die Bühnen im In- und Ausland beackert. 2005 folgte dann „The Voice Of Hatred“, welche wir via Armageddon (Soulfood) unters Volk brachten. 2006 „The Warchitect“ und in diesem Jahr „The Essence Of Anger“. Wir haben in den Jahren 2004/2005 Contradiction sozusagen wieder neu erfunden und unseren ursprünglichen Stil wieder entdeckt und in den letzten 5 Jahren konsequent weiter entwickelt. Eine Entwickelung die letztendlich in unserem aktuellen Output mündet. <<
Was kannst Du uns denn zum Entstehungsprozess von „The Essence Of Anger“ berichten?

Oliver: >> Nun, wir haben 12 Songs geschrieben und diese im Studio aufgenommen. Genauer haben wir im bandeigenen und in meinem Studio alles in Eigenregie erstellt. Ich habe mich in den letzten Jahren in das Thema Recording und Studiotechnik eingearbeitet und seit „Contraminated“ alle CDs selber produziert. Lediglich zum Endmix haben wir einen externen Engineer konsultiert. Diesen Produktionsabschnitt habe ich dann bei „The Essence Of Anger“ auch übernommen. <<

Schreibt Ihr die Songs alle gemeinsam?

Oliver: >> Nein. Die Songs stammen von Oliver Kämper(Gitarre) und mir. Natürlich erarbeitet Christoph seine Schlagzeugsachen zu der Musik selber, was auch für die Bassparts von Westi gilt. <<

Das Album beginnt ja mit einer Ansprache des so beliebten George W. Bush. Ist er es für Euch, der die Essenz der Wut auslöst?

Oliver: >> Nein, nicht er alleine! Es gibt etliches an Ungerechtigkeiten auf diesem Planeten was mir die Zornesröte ins Gesicht treibt, aber ich hielt diesen Spruch und die darauf folgenden Samples für eine gute Einleitung zu diesen Songs, bzw. der CD. <<

Worum geht es in den Texten des Albums?

Oliver: >> Na, um Wut, zumindest im Großen und Ganzen. Die Songs handeln größtenteils von Dingen die einen wütend machen sollten. Sei es der frühe Tod eines Freundes oder Angehörigen (Life´s End). Oder die Tatsache, dass sich die Mächtigen dieser Welt einen Scheiß um die Belange andere kümmern (Start The Action, Walk Of Shame), oder das ewige Einerlei von Arbeiten, Funktionieren für Firma und Staat (Domesticated). Aber natürlich auch von dem Wunsch zu Strafen und der Sache ein Ende zu setzen (Commandments). <<
Ihr feiert ja aktuell Euer zwanzigjähriges Bandbestehen. Wie habt Ihr denn diese ganzen Jahre den Thrash-Metal und die dazugehörige Szene erlebt?
Kannst Du uns zu den einzelnen Jahrzehnten was erzählen, wie waren die Achtziger? Wie die Neunziger? Wie siehst Du das aktuelle Jahrzehnt?

Oliver: >> Thrash Metal ist ein Bereich innerhalb des Metalkaleidoskops. Die Szene habe ich all die Jahre als positiv erlebt und obwohl es nach dem Thrashhype der 80er und 90er eine Durststrecke gegeben haben soll, gab es immer Bands die diesen Stil gespielt haben. Einige Bands haben sich desillusioniert aufgelöst, sind aber jetzt, wo ein Thrash Revival über uns kommt wieder am Start und versuchen mit ihrem guten Namen ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Die 80er waren Metallica, Exodus, Slayer, Testament, Megadeth. Kreator, Sodom, Tankard um nur die bekanntesten Vertreter zu nennen, die ja auch allesamt noch am Start sind. In den 90er Jahren kamen dann noch Pantera, Sepultura, Machine Head und die ersten Lebenszeichen der Metalcoreszene dazu. Die meisten anderen Bands, dazu zähle ich auch Contradiction haben mehr, oder weniger erfolgreich stilistisch Ähnliches hervor gebracht. <<

Auf Eurer Myspace-Seite habe ich gelesen dass ihr eine sehr tourfreudige Band seid und im Prinzip schon fast überall in Europa gespielt habt. Letztes Jahr wart ihr in Island unterwegs und jetzt geht es in den nächsten Tagen ab in Richtung Russland. Wie kommt man auf die recht ungewöhnliche Idee gerade in diesen Ländern, besonders in Island, zu touren? Wie habt Ihr die Szene auf Island erlebt?

Oliver: >> Nun, da wir nicht von der Musik leben, sondern die Band als ernsthaftes und schönes Hobby betreiben, versuchen wir, dann und wann Bühnen zu bespielen, die uns nebenbei noch ein ungewöhnliches Reiseerlebnis bieten. Das ist Alles. Island hat eine verhältnismäßig große und gut funktionierende Metalszene und wir haben diese als sehr nett erlebt. <<

Mit wem seid Ihr denn in all den Jahren schon auf Tour gewesen und gibt es noch Wunschkandidaten mit denen Ihr gerne mal touren möchtet?

Oliver: >> Wir haben mit etlichen Bands gespielt und mit Overkill eine längere Tour gemacht. Eine konkreten Wunschkandidaten? Naja, Destruction wäre ziemlich cool, vor allem weil die Jungs sehr nett sind. Allerdings wäre eine kleine Headlinertour auch nicht zu verachten. <<

Was habt Ihr denn in der näheren Zukunft noch so geplant?

Oliver: >> Naja, reich und berühmt werden wäre ´ne coole Sache ;-)! Ansonsten ist erstmal nichts weiter geplant! <<

Die letzten Worte gehören wie immer dem Interviewpartner. Möchtest Du noch etwas an Eure Fans und unsere Leser loswerden?

Oliver: >> Ich kann an dieser Stelle nur ausdrücklich darauf hinweisen, dass es auf jeden Fall eine lohnenswerte Sache ist, sich unsere Show anzusehen. Ansonsten gebe ich mal eine Kaufempfehlung für unsere CDs ab. Und wer mag, kann auch gerne Kontakt zu uns aufnehmen, z.B. via Myspace. <<
http://www.myspace.com/contradictionmetal
Holger Fey


[ Zurück zum Index: 'C' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler