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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CHRIS CAFFERY

CHRIS CAFFERY
Zuflucht im Solo-Himmel
Was macht ein gefragter Musiker, wenn seine Stammband seit acht Jahren brach liegt und sein zweites Standbein ebenfalls seit fünf Jahren keinen Mucks von sich gegeben hat? Genau, ein Solo-Album. Für den Savatage-Gitarristen und Mitglied des Trans-Siberian Orchestra ist "House Of Insanity" das mittlerweile sechste Album, wenn man die beiden ersten EP`s "The Mold" und "Music Man" mit in Betracht zieht. Das neue Werk konnte mich persönlich nicht ganz vom Hocker hauen, während der eigentlich "echte" Fan anscheinend zufrieden ist. Auch unser drittes Interview mit Chris ging locker-flockig und gemächlich über die Bühne.
Du bist immer noch auf Solo-Pfaden. Was ist los?

>> Nach der Veröffentlichung vom Savatage-Album "Poets And Madmen" im Jahr 2001 passierte das Attentat vom 11. September. Daraufhin sagten wir die Europa-Tour ab. Im Januar 2002 wollten wir die Konzerte nachholen, aber alles ging mit der Band den Bach runter. Während ich auf neue Recordings mit Jon Oliva wartete, schrieb ich viele Songs und experimentierte mit meinem eigenen Gesang. Mittlerweile komme ich auf vier komplette Werke. Ich war öfter mal Gastmusiker bei Eidolon, Circle II Circle und auf Tour mit Doro. Und das Trans-Siberian Orchestra ist jedes Jahr auf Tour. Um ehrlich zu sein, ich bin echt beschäftigt und es gefällt mir. Ich wäre gerne öfter in Europa, aber das klappt halt nicht immer. Zudem halten mich etliche andere Projekte wirklich auf Trab. <<

Würdest du nicht mal gerne mit Jon Oliva`s Pain auftreten. Die spielen doch eh nur Savatage Songs?

>> Ich denke, Jon hält uns ganz bewußt von Pain fern. Das ist sein Ding. Ich meine, Jon und ich sind für das Doctor Butcher-Album verantwortlich. Aber eine neue Liaison stand nicht zur Debatte. <<

Dann könntest du aber öfter hier sein.

>> Ja, ich weiß. Aber es ist wie es ist. <<

Was kannst du dir mit deinen Solo-Veröffentlichungen erfüllen, was mit Savatage nicht möglich ist?

>> Ich kann musikalisch und textlich einfach machen was ich will. Es gibt keine Diskussionen. Auch geschäftlich ist Savatage viel komplizierter als meine Solo-Karriere. Ich gehe raus und spiele für meine Fans wann es mir passt. Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt und tue es immer noch. Ich kann mit verschiedenen Künstlern arbeiten, da ich in keine anderen Formation fest einsteigen kann. Dafür fehlt mit wegen meiner Arbeit mit dem Trans-Siberian Orchestra einfach die Zeit. Zudem denke ich, dass Savatage nächstes Jahr wieder durchstartet. <<

Ist die Arbeit an einem Soloalbum anders als die Arbeit für ein Bandalbum?

>> Das aktuelle Album war wirklich anders vom Aufwand her, denn ich habe fast alles im Alleingang gemacht. Ich habe alles selber geschrieben, getextet, aufgenommen, abgemischt und gemastered. Selbst bei den Instrumenten gab ich keine Ruhe. Zudem erbrachte ich die Vocals. Ich war einfach eine zeitlang verschwunden und wollte mich um nichts in der Welt scheren. Es gab keine Uhr, keinen Druck vom Label oder nervende Mitarbeiter, gar nichts. <<
Laß uns mal konkrteter auf das neue Album eingehen. Gibt es eine Besonderheit, die du ausprobiert hast?

>> Ich denke, das Besondere an diesem Album ist gerade die Situation, daß ich alles selbst in Angriff genommen habe. Ich denke nicht, daß ich irgendetwas übertrieben habe oder über das Ziel hinausgeschossen bin. Es war halt eine sehr persönliche Erfahrung. Ich wollte nur ein Album kreieren das geradeaus geht, ohne Kompromisse. Und ich denke, dass meine Fans aus der Vergangenheit, als auch aus der Gegenwart, meinen Geschmack teilen werden. "Pins And Needles" war ein cooler Vorgänger und verstehe mich nicht falsch, aber es gab schon negative Stimmen. Dennoch hat mich das nicht so sehr belastet. Eher die Tatsache, dass das Label nicht so mitspielte wie ich es wollte. <<

Du bist also darauf aus den Savatage-Fan mit einzutüten, ja?

>> Eigentlich kommen meine Fans aus allen Bereichen in denen ich tätig bin. Ich schreibe jedoch für mich selbst als Fan meiner eigenen Musik. Ich gehe einfach davon aus, daß der Fan diese Musik dann auch akzeptiert und mag. <<

Hat denn abgesehen von dir noch jemand an dem Album teilgenommen?

>> John Macaluso (ex-Ark, Ex-TNT, ex-Yngwie J. Malmsteen, ex-Riot) hat das Gros der Drumarbeit übernommen. Lonnie, der Mitstreiter von John West, hat einiges an der Drum-Produktion geleistet und steuerte einige Keyboards bei. Zak Stevens hat mit mir gesungen, der Bassist von Doctor Butcher hat einige Sachen übernommen und Paul, der Keyboarder der Solo-Band, hat einiges eingespielt. <<

Wirst du dieses Album auf die Bühne bringen und wenn ja, wer wird mit dir rocken?

>> Es werden auf jeden Fall einige Konzerte hier in der USA stattfinden und das bevor Trans-Siberian Orchestra zur Weihnachtszeit loslegen. Ob ich es im Januar oder Februar nach Europa schaffe, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich muß erst mal herausfinden ob John Macaluso beschäftigt sein wird, oder ob er mitkommen kann. Ich habe auf jeden fall ein paar Freunde die mir aushelfen werden. Zum Beispiel Mark Scott, der Drummer von Trixter. <<

Die Poser aus New Jersey! Hatte das Album gerade vor circa zwei Stunden laufen.

>> Haha, genau. Ein guter Freund von mit. Er hat hier in der Gegend eine Bar/Restaurant und da bin ich ständig. Wir jammen immer hinten im Laden. Wir haben eine Coverband. <<

Würdest du gerne etwas über das Artwork des Albums erzählen?

>> Es ist so ungefähr so wie das innere meines Schädels zum Zeitpunkt der Aufnahmen. Als ich an dem Album arbeitete, drehte ich auch manchmal durch. Meine eigene Hütte wurde zur Klapsmühle...Jesus(lacht). Ich hatte erst eine andere Version vom Cover, aber als mir dieses geschickt wurde, fühlte ich die Verbindung zum kürzlich erlebten. Das jetzige Artwork ist persönlicher. Es sieht auf dem ersten Blick simpel aus, aber bei näherer Betrachtung sieht man genau an welchem Punkt ich mich befand. <<

Kannst du uns in irgendeiner Form näheres von Savatage berichten?

>> Ich wünschte ich könnte, aber jedes Mal, wenn ich das Orakel spielte, ging es in die Hose. Es muß jetzt einfach was passieren. Die Fans machen mächtig Druck und die einzelnen Bandmitglieder reden ständig miteinander über das Thema. Wir müssen es nur richtig timen. Wenn wir erst mal zugange sind wird es ein Selbstläufer. <<

Was steht auf der Menükarte für die nächsten Monate?

> Ich bin schon wieder dabei das neue Material zu schreiben, denn ich weiß ja nie, wann ich die nächste Freizeit habe. Bob Kulick (alter Gitarrist von Meat Loaf, Anm.d.Verf.) hat mich nach Kalifornien gebeten, da er dort rockende Zwillinge produziert, die ich mit meinen Soli etwas pushen soll. Das wird "funny". <<
http://www.chriscaffery.com
Steve Burdelak


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