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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CIRRHA NIVA

CIRRHA NIVA
Die Wiedergeburt
Lange ist es her, dass „Liaison de la Morte“ das Licht der Welt erblickte und seitdem ist auch einiges – nicht nur in Sachen Besetzungskarussell – geschehen. Folglich ist „For Moments Never Gone“ von ganz anderen, neuen Einflüssen geprägt und auch weitere Details wie zum Beispiel das Songwriting haben sich geändert. Es ist also nicht verwunderlich, dass Cirrha Niva auch mit ihrem vierten Longplayer unser Interesse wecken, so dass wir erneut einen Statusbericht zur Band und zur neuen Scheibe eingeholt haben. Einer der neuen Bandmitglieder, Bassist Daniël Huijben, stand uns gerne Rede und Antwort.
Hallo Daniël, euer Album ist gut gelungen und ich war sehr angetan. Welche Reaktionen sind bei euch hierzu angekommen?
Daniël: >> Unser Album erschien in Europa und USA/Kanada im September. Die Reaktionen sind wirklich überwältigend. Zeitschriften aus der ganzen Welt greifen das Album auf und schreiben darüber. Fast jeder Kommentar fällt äußerst positiv aus und wir erhalten hohe Bewertungen, so auch von euch. Zurzeit sind wir fünf sehr glücklich. <<

Gebe uns doch bitte mal einen Einblick in den Entstehungsprozess des Albums.
Daniël: >> Ein Album braucht natürlich viel Zeit. Zunächst mussten wir die Songs schreiben, was innerhalb der Band ein kreativer Prozess ist, denn jeder kommt mit neuen Ideen, hier ein paar Riffs, da eine Drum-Sequenz und dort Gesang. Wir setzen für einen Song eine Grundidee und von da ab beginnt die Kreativität zu laufen...

Es dauerte ein Jahr, um die Songs zu schreiben und die Feinabstimmung zu proben, bevor wir ins Studio gegangen sind. Tommy und ich haben die Drums und den Bass in den Excess Studios in Rotterdam in zwei Tagen eingespielt. Das war zwar ziemlich anstrengend, aber ich denke, wir haben das ganz ordentlich hinbekommen. Rob und Carlo haben ihre Gitarren-Parts innerhalb von zehn Tagen aufgenommen, soweit ich mich recht erinnere. Legrand hat alle seine Gesangsparts in nur 4 Tagen aufgenommen. Dies geschah unter der Leitung von Bouke Visser, während das Album von Jochem Jacobs und Bouke Visser abgemischt wurde. Diese Jungs sind pünktlich und sehr kreativ. Wir hatten wirklich eine tolle Erfahrung mit ihnen und wir haben viel gelernt. Und das Ergebnis ist fantastisch.

Die Erstellung des Albums bis zum Endprodukt in den Plattenläden war ein Prozess, der uns mehr als ein Jahr in Anspruch genommen hat.
<<

Wie kam es zu der langen Pause zwischen diesem und dem letzten Album und was hat sich in dieser Zeit bei euch so getan?
Daniël: >> Carlo und ich traten Cirrha Niva im Jahr 2004 bei, nachdem Liselotte und Rommert die Band verließen. Es dauerte einige Zeit, bevor wir uns alle musikalisch kennenlernten. Du musst wissen, dass alle in dieser Band ihren eigenen musikalischen Hintergrund und eigene musikalische Interessen haben. Und man darf nicht vergessen, dass Cirrha Niva von einer ausgedehnten Tour kamen, bei der das „Liaison de la Morte“-Album supportet wurde.
Als wir dazu gestoßen sind begann die Band auch sofort, neue Songs zu kreieren, was auch einige Zeit ganz gut funktionierte. Wir hatten den Plan, ein Konzept-Album aufzunehmen und dafür zwölf oder dreizehn Songs zu schreiben. Währenddessen haben wir dann festgestellt, dass die Band nicht auf der gleichen kreativen Ebene Wenn wir gemeinsam Cirrha Niva, der Band begann sofort neue Songs und es funktioniert ganz gut für einige Zeit. Wir hatten diese Pläne aufnehmen, um eine neue Konzept-Album auch ans schrieb schon 12 oder 13 Songs nicht.
Während der Erstellung dieses Projektes haben wir festgestellt, dass die Band nicht auf der gleichen kreativen Ebene mit unserem ehemaligen Sänger Arnold gewesen ist. Für eine gewisse Zeit war das eine etwas unangenehme Situation, so dass er uns im Jahr 2007 verließ.

Wir suchten also einen neuen Sänger und nach zwei Monaten kontaktierte uns Legrand, wobei nach den ersten Proben schon offensichtlich war, dass er der Mann für den Job ist. Er hat uns, was die musikalische Kreativität und die Live-Performance anbelangt, auf eine höhere Ebene gebracht.
<<
Wie würdest du den Fans „For Moments Never Done" den Fans beschreiben und was dürfen sie erwarten?
Daniël: >> „For Moments Never Done" ist eine Art Achterbahnfahrt, die eine Variation von verschiedenen Emotionen mit sich bringt. Wut, Frustration, Religion und Liebe sind nur einige der Themen, die hier enthalten sind. Ich finde es eine schöne Verschmelzung zwischen energischen Riffs, stampfenden Drums und akustischen Stimmungen und atmosphärischen Gitarren-Parts.
Die Gesangsparts sind eine wirklich starke Leistung auf diesem Album. Dies ist auch das, was wir aus den Bewertungen in den verschiedenen Magazinen erfahren haben. Es gibt viel Abwechslung im Gesang und er geht vom Grunzen und Schreien bis hin zu emotional getriebenen Gesangslinien.
<<

Was ist dein Lieblingssong auf „For Moments Never Done" und was macht ihn so besonders für dich?
Daniël: >> Das ist eine echt schwierige Frage. Es hängt sehr von meiner Stimmung ab. Manchmal mag ich die stimmungsvolleren Songs, so dass ich einen Song wie ‘Running From The Source‘ oder ‘Spring Before Winter‘ höre. Aber wenn ich ein Lied mit mehr Aggression hören möchte, dann würde ich ‘Self Chosen‘, ‘Golan-Heights‘ oder ‘The Fooling‘ wählen.

Aber wenn ich wirklich ein bestimmtes Lied auswählen müsste, würde die Wahl auf ‘Running From The Source‘ fallen. Ich widmete diesen Song meinem Großvater, der vor 11 Jahren starb. Ich habe das gesamte Grundgerüst des Songs geschrieben und bin wirklich stolz drauf.
<<

Welche Ziele habt ihr für „For Moments Never Done"?
Daniël: >> Vor allem wollten wir unser großartigstes Album in unserer Karriere erschaffen und es musste viel Abwechslung enthalten. Und wir wollten die Welt wissen lassen, dass es uns wieder gibt und wir mit neuem Line-up und einer neuen CD am Start sind. Seit Erscheinen des Albums ist es toll, wieder Rezensionen aus der ganzen Welt zu erhalten die bestätigen, dass sich alle unsere Bemühungen gelohnt haben. <<

Auch wenn es für dich, weil du damals noch nicht bei der Band gewesen, schwer sein wird, diese Frage zu beantworten, aber inwieweit unterscheidet sich deiner Meinung nach „For Moments Never Done" vom letzten Album?
Daniël: >> Cirrha Niva ist 2009 eine fast ganz andere Band im Vergleich zum Line-up des Albums „Liaison de la Morte". Das ist der Hauptunterschied, den man auf dem Album heraushören wird. Carlo und ich haben eine andere, was das Songwriting anbelangt. Hinzu kommen weitere Faktoren, wie die anderen Bandmitglieder oder die vielen anderen musikalischen Einflüssen.

Die neue CD ist mehr "down to earth", denke ich. Und sie enthält eine Menge von persönlichen Fragen. Vor allem von unserem Sänger Legrand. Er singt sich von all seiner Wut und Frustration über Dinge, die durch seinen Kopf gehen, frei. Es ist sicherlich harter Stoff, aber es ist menschlich und ehrlich. Und das ist es, was du hören wirst.

Damals hatte Cirrha Niva einen Keyboarder und er brachte eine komplett andere Art des Songwritings mit. Wir wollten auch diesmal mit Keyboards arbeiten und sind sehr stolz darauf, dass Joost van den Broek (After Forever, Ayreon) einige schöne Synthesizer und Klavier-Parts beigesteuert hat und so die Räume gefüllt hat, die wir nicht mit Gitarren oder Schlagzeug und Bass ausfüllen wollten.
<<
Gibt es einige Bands, die euch musikalisch beeindrucken oder geprägt haben?
Daniël: >> Ich persönlich mag viele Stilrichtungen. Ich mag Musik aus den 60er und 70er Jahre, zum Beispiel The Doors, The Beatles, The Beach Boys, Pink Floyd, Eagles, Led Zeppelin, KISS und so weiter. Aber ich mag auch Meshuggah, Death, In Flames, Dream Theater, Opeth und viele andere. <<

Gibt es schon Tourpläne, vielleicht auch mit einem Abstecher nach Deutschland?
Daniël: >> Wir starten mit Konzerte in den Niederlanden und Belgien im November und Dezember. Darüber hinaus prüfen wir derzeit Möglichkeiten, um in anderen Ländern wie zum Beispiel in Deutschland oder Frankreich zu spielen. Wir haben viele gute Kritiken aus diesen Ländern erhalten. <<

Wenn ihr wählen könntet, mit welcher Band ihr auf Tour geht, auf wen würde eure Wahl fallen und was wäre der Grund dafür?
Daniël: >> Nun, eine Tour mit einer anderen Band ist immer eine gute Sache. Zum Beispiel wäre eine Tour mit Dream Theater toll, denn sie touren sehr viel. Und sie geben wirklich "neuen" Bands eine große Chance, ihre Musik einem größeren Publikum zu präsentieren. Aber ich schätze, das ist ein großer Traum für jede Prog Metal Band. <<

Wie beurteilst du die Entwicklung und Weiterentwicklung der Band und eurer Musik? Und was können die Fans von euch in den kommenden Jahren noch erwarten?
Daniël: >> Nun, jedes Line-up dieser Band war gut. Aber jetzt kommen wir persönlich sehr gut mit einander aus und ich glaube, dass man das in unseren Songs auch hören kann.

Musikalisch haben wir uns alle eingebracht, während die meisten Texte von Legrand geschrieben wurden. Als sie fertig waren, haben wir ihn gefragt, was die Geschichte dahinter ist. So identifizieren wir uns auch mit den Texten, denn er will mit ihnen wirklich was zum Ausdruck bringen.
<<

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hat. Okay ..., die finalen Worte gehören dir.
Daniël: >> Ich kann euch nur empfehlen, in „For Moments Never Done“ reinzuhören, und zwar mehr als einmal, denn die CD hat einiges zu bieten. Es gibt eine Menge von Emotionen zu entdecken und musikalisch hält sie einige Überraschungen bereit. Wir sind auch sehr stolz auf unsere fantastischen Gastmusiker, die sich an einigen Stellen eingebracht haben. Es sind, Joost van den Broek (After Forever, Ayreon) an den Keyboards, Manda Ophuis (Nemesea), female Vocals, Yuval Kramer (Amaseffer) für die gesprochenen Wörter in Hebräisch, Robin de Groot (Chiraw), Grunts und Screams und Bouke Visser unser Produzent, der das Saxophon spielt. Wir sind sehr gespannt, Konzerte in Deutschland und in anderen europäischen Ländern zu spielen. Ladet uns ein und wir werden kommen. <<

Vielen Dank!
http://www.cirrhaniva.nl // http://www.myspace.com/cirrhaniva
Robert Buder


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