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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEXY CORP_

DEXY CORP_
Landschaften voller Leichen
Frankreich hat eine lange Tradition in Sachen Industrial Metal. Man denke nur einmal an Treponem Pal, ohne die diese Szene wahrscheinlich nie solch eine rasante Entwicklung genommen hätte. Neuester Hoffnungsträger dieser Musikrichtung sind die Franzosen DEXY CORP_, die mit „Fragmentation“ gerade ihr neues Album vorlegen und dabei inhaltlich kein Blatt vor den Mund nehmen, indem sie massive Kritik an der Gesellschaft üben, in der wir gezwungen sind zu leben. Dass sich hinter DEXY CORP_ dabei deutlich mehr als nur eine weitere Kombo ohne inhaltliche Aussagen versteckt, macht das nachfolgende, von Lucy für uns geführte Interview mehr als deutlich.
Gehen wir doch zurück ins Jahr 2002. In diesem habt ihr euch gegründet. Wie kam es dazu?

KRANK_: >> Wir waren damals alle Studenten an der Uni und hingen in den gleichen Bars rum. Wir kannten uns und hatten in verschiedenen Bands gespielt. AbsynthetiK und ich haben in einer verrückten Metal-Band gespielt, in der ich Gitarrist war. Ersatz_ stieg in einer anderen Metal-Band als Bassist ein. Irgendwann trennten sich diese ganzen Bands praktisch zur selben Zeit und er kam eines Tages mit einem Song vorbei, an dem er gerade arbeitete. So kam es einfach dazu, dass wir entschieden, zusammen zu spielen und eher die künstlerische Richtung zu gehen, die eh besser zu unseren persönlichen Vorlieben passte. <<

Was bedeutet der Name DEXY CORP_ für euch?

KRANK_: >> Bevor wir diesen Namen fanden, der uns wirklich liegt, hatte Mx_, unser ehemaliger Elektronikfrickler, die Idee den Namen B-Dirt Machine zu nehmen. Wir waren nie ganz damit zufrieden und haben weiter nach einem kürzeren Namen gesucht, der einprägsamer sein sollte. Einige von uns haben ab und zu Amphetamine genommen, und während wir einen coolen Abend mit hyperaktiven Freunden verbrachten und versuchten, einen Namen für deren neue Band zu finden, sagte AbsynthetiK plötzlich „DEXY“, was Slang für ein bestimmtes Produkt ist. Um dann in Einklang mit dem Cyberpunk-Konzept zu bleiben, für das ich zu dem Zeitpunkt die Musik gestaltete, schlug ich den Zusatz „CORP“ und den Unterstrich in Anlehnung an den 8bit-Computer Cursor vor, so dass wir letztlich beim Namen DEXY CORP_ gelandet sind. Und das passte eigentlich alles ziemlich zusammen, was wir machen wollten: Cyberpunk Sciene Fiction, die Gedanken über unsere Lebensbedingungen offenbart, aus der das Ganze einen Scheiß gibt, und dazu noch gewalttätiger Industrial Rock. <<

Im Jahr 2003 erschien eure Debüt-EP „Jigger“. Nun sind sechs Jahre vergangen und euer Debütalbum „Fragmentation“ erblickt das Licht der Welt. Warum habt ihr damit so lange warten lassen?

KRANK_: >> Wir hatten viele Höhen und Tiefen während der sechs Jahre. Zunächst einmal haben wir viele Songs geschrieben, aber wir behielten nur etwa die Hälfte davon aus verschiedensten Gründen. Und daneben mussten wir als kleine Band natürlich erstmal alle technischen und musikalischen Geschicklichkeiten erlernen, um ein vernünftiges Album aufnehmen zu können. Als dann die Aufnahmen abgeschlossen waren, mussten wir ein ganzes Jahr warten, um den Mix und das Mastering bei Lewsor im „What a Fate“-Studio in London fertig zu stellen. „Fragmentation“ war zunächst eine Eigenveröffentlichung, wir hatten damals noch kein Label. Also mussten wir erstmal Geld verdienen, um es herauszubringen. Wir haben auch einige Umbesetzungen gehabt, unser Gitarrist und Elektronikfrickler verließ die Band. Und so mussten wir uns auch als Live-Band umstellen. Dann haben wir mit „Underclass“ für den Vertrieb in Frankreich gearbeitet, bevor wir schließlich „Black Rain“ trafen, was eine Befreiung für uns war. „Black Rain“ gab dem Album ein Remastering und die Möglichkeit, pandemisch weltweit verbreitet zu werden (lacht)! <<

Seid ihr eurem Stil über die Jahre treu geblieben oder hat sich etwas geändert?

AbsynthetiK_: >> Ich würde sagen, es ist unterschiedlich gleich. Die Band wuchs in verschiedener Hinsicht weiter und wir lernen noch immer dazu. Die Songs sind besser ausgearbeitet in der Art, wie sie geschrieben und arrangiert sind. Unser spezieller Sound ist jetzt viel besser „designed“ als zu Zeiten der „JigGeR“-EP. Und es wird immer besser mit jedem Song, den wir schreiben. So, ja, wir machen eigentlich noch immer dasselbe Zeug, was wir vorher gemacht haben, aber es ist wie Wein der älter wird: Wir reifen und werden besser. <<

Musikalisch geht es sowohl rockig als auch elektronisch voran. Gibt es musikalische Einflüsse seitens Bands?

Ersatz_: >> Hinsichtlich unseres Sounds sind wir beeinflusst von Bands wie 16 Volt, Ministry, Nine Inch Nails oder Static-X. <<

Wie würdet ihr eure Musik mit drei Worten selbst beschreiben?

Ersatz_: >> Musik, um Euren Hass raus zu lassen. <<
AbsynthetiK_: >> Ein Herzschlag im Mixer. <<

Wer ist eure Zielgruppe? Eher die elektronische Fraktion oder doch eher die Metal-Heads?

AbsynthetiK_: >> Nun, wir fühlen uns gleichermaßen auf Gothic oder Metal-Konzerten wohl, aber auch wenn wir die Bühne mit elektronischen Bands teilen. Wir sind mit Metal aufgewachsen und fühlen uns da verwurzelt, aber wir mischen Elektronik und fette Gitarren ja nicht ohne Grund. Je älter wir werden, desto mehr hören wir auch elektronische Musik. Es stört uns eigentlich nicht, in die eine oder andere Ecke gedrängt zu werden, aber meistens findet man unsere CD in den Metal-Abteilungen, weil Rock’n’Roll nun mal an erster Stelle steht. <<

Welche CDs habt ihr euch persönlich in den letzten Monaten zugelegt?

Krank_: >> Das war bei mir ein Lamb of God-Album. <<
Ersatz_: >> Ich habe mit das Gary Newman Live-Album „The Height Of Callousness“ zugelegt. Spineshank und Pantera und ich freu mich schon auf das neue Album von A Place to bury Strangers. <<
AbsynthetiK_: >> Die letzten, die ich gekauft habe, waren Venetian Snares, „Soisong“ mit Peter Christopherson von Coil und ein Peacemaker Splitalbum. Und zu guter letzt noch Bogdan Raczynski. <<
Was bedeutet der Albumtitel „Fragmentation“ für euch und welche Message verbirgt sich dahinter?

AbsynthetiK_: >> Es kann eine Menge bedeuten, aber als wir den Titel raussuchten, waren wir durch eine Menge Scheiße gegangen, waren Leute aus der Band ausgestiegen, auch von der Crew und andere haben uns richtig angepisst. Wir hatten eine harte Zeit und wir waren im Zweifel, ob wir drei überhaupt weitermachen könnten. So war der Name für mich eigentlich zwangsläufig, so wie man auch eine Festplatte defragmentiert und man dabei die leeren Stellen einfach mit Daten füllt, um alles dicht und nah beieinander zu packen. Das ist das, was es mir bedeutet, diese Songs sind übrig gebliebenes Material einer vergangenen Epoche der Band, sie sind das, was wir einst aufgezeichnet haben, Fragmente unserer Vergangenheit. <<

Könnt ihr uns noch ein bisschen über euer Debüt erzählen, und über euer Konzept und die Hintergründe?

Ersatz_: >> Einige der Songs sind ziemlich alt und wir hatten keine spezifische Richtschnur für das Album. Es ist eher ein Flickwerk. Wir haben nur die Songs behalten, mit denen wir zufrieden waren, die effektivsten, aggressivsten, die, die ordentlich Energie geben und in sich gewalttätig sind. Wir mögen das Ergebnis unserer Auswahl. <<

Ihr seid ja bekanntlich Franzosen. Wird es auch einmal französische Texte geben oder gab es sogar schon einmal welche?

AbsynthetiK_: >> Das Problem mit dem Französischen Gesang ist, dass man schnell blöd klingt, während man mit dem noch so beschissensten Englisch doch irgendwie noch cool rüberkommt. Es ist weniger gefährlich! Vielleicht probieren wir mal einen Song auf französisch irgendwann, aber der Text muss dann schon arschgeil sein! Die einzigen, die das so hinbekommen haben, sind für mich die Young Gods mit ihrer Punk-Lyrik. <<

Auf dem Album befinden sich elf Tracks. Wie hängen die Songs miteinander zusammen?

AbsynthetiK_: >> Diese Songs sind miteinander mit einer Art Fiberoptik-Technologie verbunden. So machen wir das halt (lacht). <<

Welchen Zweck muss Musik heutzutage in der Welt und Gesellschaft erfüllen?

AbynthetiK_: >> Ich denke, Musik kann helfen, geradlinig zu sein und helfen, dem zu entkommen, was „vorgegebenermaßen“ sein soll. Ich meine, wir werden andauernd belogen und betrogen in jedweder Hinsicht in unserer „heutigen Welt“, und ich finde unsere Gesellschaft so böse und schlecht, dass man sich kaum noch vorstellen kann, dass es jemals besser werden kann. Ich höre eine Menge verschiedener Musik, fast die ganze Zeit über, und es hilft mir auch kreativ zu sein – in vielerlei Hinsicht erhöht es meine Empfindsamkeit. Aber nicht zu letzt: Was wären Parties ohne Rock’n’Roll. <<

Der Pressetext beginnt mit folgenden Worten: "Download pain, it´s time to plug my hate". Welche Message streut ihr damit an die Audienz?

Krank_: >> Der Satz ist aus dem Song „Fight O’Clock“ unserer ersten EP „JigGeR“. Den kann man in vielerlei Hinsicht verstehen. Er bezieht sich auf Zeiten als ich noch Teenager war und oft von anderen Jungs verdroschen wurde: Die Tatsache, dass mir das oft passiert ist und die Krankenhausaufenthalte obendrein, waren eine riesige Quelle von Schmerz in mir, bis zu dem Tag, an dem ich mich in eine aggressive Person verwandelte. Dann habe ich das Problem mit diesen Typen gelöst. Ich war bis dato eine ziemlich nette Person, aber danach sind die Dinge anders gelaufen.
Generell kann man das so verstehen, dass man Dinge, die man meint ändern zu müssen, weil die Zeit zu handeln gekommen ist und man an dem Punkt angekommen ist, wo man ihnen gegenübersteht und weiß, das Abwarten falsch ist, dann sollte man es nicht länger hinnehmen. Wenn ich diesen Satz umschreiben müsste aus heutiger Sicht, würde ich das Wort „Hass“ gegen „Wut“ austauschen, weil es effektiver ist: Wut ist genauso stark, aber weniger selbstzerstörerisch. <<


Gehen wir doch einmal ein wenig auf ein paar einzelne Tracks ein. Schon der Opener „Overlord“ zeugt von Power und Dynamik. Teilweise kommt er sehr aggressiv rüber. Wem ist dieser Track gewidmet?

Krank_: >> Die Lyrics sind ein Statement über die Welt im letzten Jahrhundert und sagt aus, dass die Atombombe eine neue Ära eingeläutet hat, genannt das Reich der Neuen Sonne (New Sun Empire). Ein Reich, in dem Technologie-Priester, also die(Wissenschaftler, die Gott gegen Technologie oben im Himmel ausgetauscht haben, und die Leute an der Kathodenpforte gerichtet werden (TV) und der Pixelreligion folgen. Sie marschieren stolz für die Wiedererrichtung einer Welt, die implodieren wird. Der Song ist definitiv dem 20. Jahrhundert gewidmet. <<
Der Track „Proselytes“ ist am Ende sehr abgehackt, so als würde die CD springen. Ist dies bewusst geschehen oder ein Fehler vom Presswerk?

Ersatz_: > Das ist Lewsor, der Big Beat und Digital Hardcore-Meister, der unser Album gemischt hat. Und wir mochten diese Idee total. Da ist keine direkte Beziehung zwischen der Aussage des Songs und dem musikalischen Arrangement, vielleicht abgesehen von der Ironie. Der Song beschäftigt sich mit einem Fließband, an dem Proselyten (Fremde) gemacht werden: „Hier stellen wir gute Fremde her“. Das funktioniert praktisch so, dass es niemals aufhören kann, weil da ein binärer Rhythmus läuft, bis schließlich das ganze Fließband durch einen großen Knall am Ende des Songs zerstört wird. <<

Noch härter und brachialer geht es bei „A Needle In Each Arm“ voran. Was wollt ihr uns mit diesem Song vermitteln?

Krank_: >> Die Lyrik dieses Songs ist eine Abrechnung mit der Todesstrafe mittels Spritze wie sie in den USA besteht. Ich hatte die Idee dazu beim Sehen einer TV-Dokumentation darüber. Der Song erzählt die Geschichte eines Verurteilten während der letzten Minuten seines Lebens, von seiner Zelle bis zur Injektion. Was mich in der Doku beeindruckt hatte, war die Parallele von Tod und Religion: Der Verurteilte sitzt in seiner Zelle und wartet auf den Ton des Schlüssels im Schloss der Zellentür: „Jangling of lock told the knell“. Er läuft die Halle hinunter, barfuss, in Richtung Hinrichtungsraum, wo er einen Tisch in der Form eines Kreuzes sieht. „Is time for God to give up the cross of his own son“. Dann legt er sich hin, wird auf dem Kreuztisch festgeschnallt während ihm jemand Nadeln in beide Arme legt, als wären das die Nägel für Christus. Er kann nichts tun, als auf die Injektion zu warten. Es ist kein Song über Drogen, wie viele Leute denken. <<
AbynthetiK_: >> Und der Song ist cool live zu spielen. <<

„Anhedomie“ hingegen ist eher ruhig und schafft Abwechslung. Worum geht es bei diesem Track genau?

Krank_: >> Das ist einer der auf uns selbst bezogenen Songs von DEXY CORP_. Er beschäftigt sich mit Teilen meines Lebens: Nachdem ich eine Überdosis genommen hatte, hatte ich ein psychisches Problem, dass man „Anhedonie“ nennt. Das ist sein sehr spezieller und sehr beunruhigender Zustand. Für mehr als ein Jahr konnte ich keine positive Energie fühlen, während alle negativen Emotionen mehr und mehr Raum in meinem Leben griffen. Für jemanden wie mich, der eigentlich eine Frohnatur war, war das die Hölle. Ich lebte in einer unendlichen Gleichgültigkeit gegenüber Spaß, als ob ich mich nie wieder freuen können würde. Ich wollte den Text nicht über die Gründe für die Anhedonie schreiben, über Drogen und das ganze Zeug, weil das in meinen Augen uninteressant ist. Deshalb fokussiert sich der Text auf einen zufälligen Tag der Anhedonie, auf das, was ich da fühlte in diesen Momenten, wenn keiner den emotionalen Zustand verstehen kann, in dem man sich befindet, geschweige denn dir jemand helfen kann. In Momenten wie diesen ist man dem Wahnsinn nah. <<

„DarkBliss“ kommt gänzlich ohne Text aus. Welche Bedeutung hat dieser Track für euch? Was vermittelt er uns?

Ersatz_: >> Das ist ein Song, der einen kleinen Moment der Ruhe inmitten einer quasi ununterbrochenen Gewaltorgie darstellen soll. Es wird langsamer, man kann Luft holen. Aber keine Chance zu gewinnen, Mann! Ich mag diese schräge und düstere Atmosphäre, die dieser Song verbreitet. Es ist wie die Fortsetzung von „Faceless“. <<

„Lie is Life“ – ein schönes Wortspiel. Wer kam auf die Idee?

Krank_: >> Dieser Song beschäftigt sich mit den Medien. Die Grundzüge sind einfach, es ist eine Wiederholung von Worten, die sich auf Gefühle oder wiederkehrende Themen beziehen, die man beim Fernsehen erlebt: Verliebt sein, Hass, Verlangen, Krieg und Religion. Das Ziel war es, herauszustellen, wie Themen oder Ereignisse im TV verarbeitet werden oder in den Nachrichten – wie in einem großen Theater. So ist die Idee dahinter, dass, falls das Leben sein soll, dann das meiste davon Lügen sind in Hinsicht auf den Fakt, dass Informationen Tatsachen und nicht Meinungen sind. Nur sind heutzutage mehr Meinungen als Tatsachen in den Nachrichten. Wenn wir den Song live spielen, dass mach ich mir einen Spaß daraus, den Text an die aktuellen News anzupassen, die mir beim Singen grad so einfallen. <<

Glaubt ihr, dass Lügen eine unumgängliche Sache im Leben sind, wenn man heutzutage Erfolg haben will?

AbynthetiK_: >> Ich bin mir nicht sicher, ob es unumgänglich ist, aber es ist eine Tatsache, dass das System, in dem wir leben, regelrecht möchte, dass wir lügen, um ein Teil davon zu sein. Wenn man z. B. das Beispiel Vorstellungsgespräch nimmt, dann packst du dich selbst ja auch in den besten Anzug, dein Lebenslauf enthält vielleicht ein paar Erfahrungen, die du nie gemacht hast und du musst dich dem Arbeitgeber gut verkaufen, weil es eben so läuft. Obwohl du weder dein bester Anzug noch diese falschen Referenzen bist. Frankreich ist besonders hinterwäldlerisch in dieser Hinsicht. <<

„Incandescent World“ ist ebenfalls ein sehr druckvoller und lautstarker Track. Wen wollt ihr damit „erleuchten“?

Ersatz_: >> Und mal wieder spielt die Ironie bei einem Song eine wichtige Rolle... Dieser ist sowohl krachig als auch einprägsam, hat melodiöse Vocals im Refrain, aber furchtbaren Text. Krank_ spricht über apokalyptische Landschaften, düstere Visionen – während die Musik recht unbeschwert ist. Die ambientartige Bridge im Song symbolisiert die Nachdenklichkeit, von der man bei der Betrachtung dieser leichengefüllten Landschaft erfasst wird. Hübsch, nicht war? <<

Der letzte Track der Scheibe heißt „Death Plastic Surgery“. Er sticht vom Stil her ein wenig vom Rest des Albums ab, was meiner Meinung nach an den eingängigen Keyboards liegt. Wie ist dieser Song entstanden?

Ersatz_: >> Nun, ich kann verstehen, dass der Song für die Leute doch recht heraus fällt aus dem Schema der Platte, die DEXY CORP_ jetzt erst für sich entdecken, aber er ist doch Teil von dem, was wir schon immer gemacht haben. Wir hatten einen anderen ähnlichen Song früher, wie „B-Models“, der ein früher Live-Hit war. Die Mischung von Techno-Beats, sägenden Gitarren und Keyboards ist nichts Neues, „Death Plastic Surgery“ kommt quasi aus der selben Fabrik, wir wollten diesen Teil unserer Attitüde auch auf diesem Album bewahren, weil es auch cool ist, ein paar Songs mit Hardcore-Dancefloor-Charakter zu spielen. <<

Ihr gebt ein paar Konzerte in Frankreich. Werden wir euch auch einmal in anderen Ländern zu Gesicht bekommen?

>> Oh ja, wir haben keine professionelle Booking-Agentur im Moment, aber wir können es kaum erwarten, endlich mal in Deutschland zum Wave Gotik Treffen, in Belgien und der Schweiz zu spielen. Das ist, was wir in den nächsten Monaten vorhaben. Das ist, warum wir Musik machen – um sie auf die Bühne zu bringen. Deswegen sind wir auch immer voll dabei, wenn ihr Leute zu unserem Zeug headbangen. <<

Wie schaut es allgemein in eurer Zukunft aus?

AbynthetiK_: >> Totales Chaos auf dem Planeten E. Und ein Haufen Konzerte, wo immer wir können! <<

Vielen Dank für das Beantworten unserer Fragen! Ihr habt doch mit Sicherheit noch ein paar abschließende Worte für eure Fans da draußen?

AbynthetiK_: >> Hört auf nur rumzuhängen, schafft was! <<
http://www.myspace.com/dexycorp
Lucy von Leibnitz (www.promofabrik.de)


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