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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANGKOKK, POW ....

BANGKOKK, POWERBALL, SIXX TIMES SLASH, 03.09.09, Sounds - Essen


Sounds - Essen

03.09.09
Endlich gibt es, abgesehen von den beiden Baller-Schuppen, dem Helvete in Oberhausen und dem Turock in Essen, einen kleinen Club für die moderateren Töne. Sounds Music Hall in Essen, direkt neben dem coolen "American Essen" Diner. Im Sounds dürften wohl über fünfhundert Leute Platz finden, auch wenn der Underground-Abend etwas spärlich, mit knappen fünfzig Gästen, besucht war. Bangkokk, die Glam-Band aus Bochum, hatte geladen, da man auf Demon Doll Records endlich das wohlverdiente Debütwerk "Sleaze Rock" veröffentlichen konnte.

Im Gepäck hatte man zwei völlig unbekannte Opener, von denen Sixx Times Slash, vielversprechender Poser-Name dem die Jungs leider nicht gerecht wurden, als erstes auf die Bühne kamen. Leider bewahrheitet es sich immer häufiger, dass der Nachwuchs eher eine lahme Show aufs Parkett legt. Bis auf den ausdrucksstarken aber stimmlich eher schwachen Fronter Vivian C.L. McHaze kam showmäßig nicht viel rüber. Das ist eigentlich sehr schade. Es wurde doch gerockt und kein Pop-Konzert gegeben. Am liebsten würde man gerne den verlorenen Posten von Guns `n` Roses einnehmen. Aber...ohne weitere Worte. Man dümpelte eine halbe Stunde vor sich hin und schritt gemächlich die Bühne von links nach rechts ab. Tja, Leute das Outfit alleine macht keinen Rock `n` Roll, oder?

Als nächste Überraschung, die keine war, vollführten die härteren Jungs von Powerball ihren Akt. Mit viel Lobhudelei im Vorfeld, von ex-The Traceelords Andy Brings, kamen die Jungs um einen Musiker weiniger und deutlich geschwächt ins Musizieren. Die Band ohne Label aus Bochum wird einen harten Kampf überstehen müssen, falls man einen Vertrag ergattern will.
Sänger Ingo ist showmäßig für mich der absolute Anti-Poser. Er hält wahrlich die hohen Töne, flaniert aber die musikalische Meile meistens im unteren Spektrum seiner stimmlichen Gesangsbreite und nervt dort ungemein. Auch dem lupenreinen 80erJahre-Metal mit neuen Einflüssen konnte ich nichts abgewinnen. Und wenn wirklich ein Mann fehlt, sollte man sich überlegen, ob man wirklich auftritt, wenn der Effekt so gravierend negativ auffällt. Die halbe Stunde hätte man sich schenken können.

Dem Himmel sei Dank, dass Bangkokk ein ganz anderes Kaliber auffuhren. Natürlich gibt es auch bei den Jungs noch einiges zu feilen, aber was man an Stageacting auf die Bretter zaubert ist schon recht professionell. Kontakt zum Publikum und den Mitmusikern. Leute, das ist nicht schwer (nur so ein Tipp am Rande für die beiden Opener). Derweil erinnert mich Frontsau Markk mit seinen Bewegungen stets an den Sänger von Depeche Mode. Die vier Bochumer legen live Protokoll ab, was sie auf Demon Doll Records fabriziert haben. Und das ist bei weitem besser als was auf dem Demo war (wobei jenes schon recht gut war). Natürlich bekamen wir diese Tracks live serviert, inklusive meines Lieblingstracks "Never Break Away", der in diesem Genre fast als Ballade gelten darf. Nein, wirklich. Hier stimmt alles, Feeling, Tempo, Text und der Gesamteindruck. Ein Chartbreaker. "Anybody Out There" ist ein fetter Rocker vor dem Herrn und heizt die Front so reichtig ein. Es gab einen Misfits-Cover-Track, dessen Titel mir leider entfallen ist aber für ordentlich Partystimmung gesorgt hat. So einfach kann es sein. Der Bass-lastige neue Stampfer "Girls Gone Wild" ließ kein Auge trocken. Posers never die ;-). Das war mal ein schönes Vor-Ort-Erlebnis.
Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


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