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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CRIPPER

CRIPPER
EIN ILLUSTRER COCKTAIL AUS HANNOVER
Mit ihrem neuen Album „Devil Reveals“ hat die Thrash-Combo Cripper ein mehr als heißes Eisen im Feuer. Grund genug um einmal bei der Band nach dem Stand der Dinge nachzufragen. Sängerin Britta Görtz und Gitarrist Christian Bröhenhorst lieferten die recht amüsanten Antworten auf meine Fragen.
Hallo, hier ist Holger vom Obliveon, wie geht’s Euch so?

Christian: >> Moinsen Holger! Soweit ist’s aalglatt bei uns im cripperalen Camp, danke. <<

Da dieses unser erstes Interview mit Euch ist und ich davon ausgehe, dass sicherlich bis jetzt noch nicht viele Leser unseres Magazins Cripper kennen, was wir aber schnellstens ändern sollten, könntet Ihr einen kleinen Abriss Eurer Bandgeschichte abgeben.

Christian: >> OK, starten wir den „Änderungsprozess“ der unbekannten Vögel… Der Herr Cripper ist eigentlich ein recht entspannter Typus, auch wenn er meist unter einer kräftigen Rock’n’Roll Dröhnung wandelt und dementsprechend permanent unter Strom steht. Aus Hannover kommt er, der arme Irre. Mag’s gern laut, tofte und knorke. Musikalisch hat er einen miserablen Geschmack und fühlt sich ausgerechnet im Thrash Metal zu Hause. Augenmerk liegt hierbei vor allem auf der Bay Area (Testament, Exodus,…) und so mancher moderner europäischer Vertreter (The Haunted,…). Die gute alte Ruhrpottkeule wird selten geschwungen, dafür ein illustrer Cocktail aus dreckigsten Zutaten gebraut, der auch schon mal Todesblei-Zitate enthalten darf. Der feine Herr liebt den Antrieb von Liedgut oberhalb von flotten 200 beats per minute ebenso wie den Midtempo-Groove für’s Windmühlen-Gemoshe. Genug des Fachvokabulars. Partymusik mit Kreissäge und Dampfwalze, gepaart mit Schweiß, Herzblut, akuter Mikrosabberei und unkontrolliertem Spucke-Auswurf. Wen das verwirrt, der sollte zu einer Show kommen und mit der Truppe die Kuh fliegen lassen. <<

Eine spezielle Frage hätte ich da noch an Britta. Wie kommt man als Frau an so eine Stimme, die mich persönlich ein bisschen an Chuck Billy von Testament erinnert?

Britta: >> Tjoa, üben :-) Saufen hilft übrigens überhaupt nicht... leider. Freut mich, dass du da Parallelen zu Chuck hörst, ich mag seine Stimme sehr gern und kann sagen, dass er was Thrash Stimmen angeht, zu einem meiner Favoriten gehört. <<

Ihr habt ja in den letzten zwei Jahren so einiges erlebt, oder? Wenn ich nur an Euer Debüt „Freak Inside“ denke, das ja 2007 erst als Eigenproduktion heraus kam, dann 2008 durch SAOL / H’ART lizenziert wurde. Wie kamt Ihr denn letztendlich zu diesem Deal?

Christian: >> Der Deal lag buchstäblich vor unserer Haustür. Saol – ein Service von der CMM marketing – kreuchen und fleuchen durch unsere direkte Nachbarschaft in Hannover. Nichts „lag uns näher“, als uns an den local dealer zu verhuren, der obendrein ein vernünftiges Angebot auf Tasche hatte. In Wahrheit behalten wir in dieser Zusammenarbeit aber die Zügel in der Hand und versuchen den Kahn weiterhin möglichst selbstständig durch’s teils tosende Gewässer des Business zu steuern. Klingt sehr abenteuerlich… manchmal ist es das auch. Vor allem, was die Rechnungen angeht, die uns ab und an durch den Maschinenraum flattern. Aber nur, weil wieder mal Backbord mit Mehrwertsteuerbord verwechselt wurde. <<
Jetzt aktuell habt Ihr Euer Nachfolge-Album „Devil Reveals“ in die Läden gebracht, wie sind denn bisher die Reaktion seitens der Presse und Eurer Fans?

Christian: >> Bis auf wenige Ausnahmen gibt’s gute bis überschwänglich großartige Resonanzen auf die Scheiblette, was uns natürlich sehr freut. Haben versucht, alles zu geben, das Teufelswerk so rot wie nur möglich zu machen. Dem Metal Hammer war der Spaß sogar ´nen schmucken 5. Platz in der Richterskala wert! Von Seiten des „Endverbrauchers“ (gar „Fan“) haben wir bislang noch keine Prügel einstecken müssen. Ein dankbarer und überaus intelligenter Mensch, der durchschnittliche Cripper-Interessent ;-) <<

Mir ist nach erstmaligem durchhören der neuen Songs aufgefallen, dass Ihr kompakter und wesentlich vielseitiger gegenüber den Songs von „Freak Inside“ agiert. Seid Ihr dieses mal anders an das Schreiben der Stücke herangegangen oder hat sich das einfach so ergeben?

Christian: >> Cool, dass Du das so siehst. Man glaubt’s kaum aber die ausgebaute Vielseitigkeit ist tatsächlich Absicht. Das Album soll einfach möglichst lange gehört werden können ohne in Monotonie zu verfallen. Langweilen sollte man den metallischen Zuhörer lieber nicht. Sonst bekommt man schnell eins mit einem Conan-Schwert über die Rübe und muss den Prügel schmecken ;-) <<

Hattet Ihr das Gefühl dieses Mal mehr unter Druck zu stehen als bei „Freak Inside“?

Christian: >> Hm, nicht merklich. Wenn, dann entsteht der Druck eher intern. Aus dem Anspruch an uns selbst heraus. Möchten halt immer möglichst alles rausholen was geht. Wir machen nichts schlechter als wir es können. Zumindest haben wir uns das mal fest vorgenommen und dieser Leitspruch gilt weiterhin. So wird das Songmaterial oft lange hin und her gewurschtelt bis alles sitzt und wir ruhig schlafen können. Aber nicht zu lange, denn auch morgen muss wieder einiges erarbeitet werden! <<

Was hat es denn mit dem Albumtitel „Devil Reveals“ auf sich, steht da eine Message hinter?

Britta: >> Nicht direkt eine Message würde ich sagen, vielmehr spiegelt es persönliche Erfahrungen der einzelnen Crippanten wider und auch solche, die wir mit Cripper erlebt haben. Vieles, was auf den ersten Blick heile, schön und unkompliziert erscheint, birgt auch so seine Tücken. Da offenbart sich der Teufel eben erst nach einer Zeit. Während des letzten Jahres haben wir alle solche Erfahrungen gemacht, mal mehr und mal weniger bedeutend. <<

Ihr habt ja gerade vor ein paar Wochen auf den Wacken Sea- und Southside Festivals gespielt. Was könnt Ihr uns denn von der Festival-Front erzählen? Wie war es denn so? Habt ihr Euch denn auch selbst andere Bands ansehen können?

Christian: >> Hatten neben der Zeit auf den Events auch einiges auf den Autobahnen zu verbringen. Am gleichen Wochenende auf zwei Hochzeiten zu tanzen, da wird es hier und da halt ein bisschen eng. Aber das ging schon. Vor allem, weil nicht irgendwer zum Tanz geladen hat. So wurd’s dann auch dufte angenommen, haben durch die Bank sehr gutes Feedback bekommen, auch von interessierten Zuschauern, die uns bisher nicht kannten und von dem einen oder anderen Musiker. Der Besuch der Festivals aus Besucher-Sicht: Ich persönlich fand die Leistung von Trommeltier Dave Lombardo beim Slayer-Auftritt in „South“ beeindruckend. <<

Habt Ihr denn diesen Herbst noch weitere Liveauftritte geplant, vielleicht sogar eine Tour?

Christian: >> Es stehen ein paar leckere Dates an: Am 10. Oktober werden wir mit Doro und Holy Moses in der Live Music Hall zu Köln zocken. Freuen uns schon mächtig auf diesen Gig, der den krönenden Abschluss des mehrtägigen „Heavy Metal & Gender“ – Kongress’ der Musikhochschule Köln bildet. Hier wird Britta neben Doro, Sabina Classen und Angela Gossow auf einer Podiumsdiskussion zum Thema der Frauenrolle im Metal allerhand erzählen. Die Elchkuh auf dem Sockel solltet ihr nicht verpassen! Auch werbetechnisch bedeutet dieses Event der Band recht viel. Schließlich sind viele Vertreter der wichtigen und internationalen Presse vor Ort und werden über Cripper stolpern ;-). Außerdem werden wir am 11.12. eine gute Position auf dem „Blitz & Donner Festival“ in Braunschweig bekommen, um vor den mächtigen Entombed, Merauder und Hail Of Bullets alles abzufeuern, was die Rohre hergeben. Auch das „Metal X-Mas Meeting“ in Bamberg (u.a. Pentacle, Cliteater uvm.) sollte man nicht verpassen. Moers und Schüttorf werden neben hoffentlich noch weiteren Terminen, ebenfalls beschengelt. Ihr seht, da geht was! <<

Was dürfen wir in näherer Zukunft von Cripper noch erwarten?

Christian: >> Nach der abgeschlossenen Sommerfestival-Saison werden wir uns jetzt wieder den Kreativprozessen widmen. Nach der VÖ ist vor der VÖ: Auch wenn (zum Glück) noch einiges an Luft bleibt, bis an ein Nachfolge-Album zu denken ist, wird schon jetzt am neuen Material geschmiedet, zwischendrin einige interessante Gigs gespielt (s.o.) und wo noch Platz bleibt, wird ebenfalls an allen Ecken gerockt und geknötert. <<

Gibt es noch was das ihr unseren Lesern oder Euren Fans mitteilen möchtet?

Christian: >> Kauft mehr Otternasen, Lerchenzungen, Zaunköniglebern, Buchfinkenhirne, gefüllte Jaguarohrläppchen und Wolfzitzen-Chips! <<

Britta: >>... und gebt mal "Drecksloch" bei der Google Bildsuche ein und staunt, was da auf dem ersten Platz ist... :-D. <<
http://www.cripper.de
Holger Fey


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