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ATHEIST, OBSCURA, GNOSTIC, 10.08.2009 Essen - Turock


Essen - Turock

10.08.2009

Feiertag für Todesfrickel-Fans! Die Ami-Legende ATHEIST ist „unquestionably back“ (wie es die Tour-Shirts verkünden), plant für 2010 ein gänzlich neues Werk und setzte an einem Montagabend im August den einzigen Deutschland-Gig im Essener „Turock“ an. Da zudem mit Obscura und Gnostic zwei viel versprechende Tech Death-Formationen (mit überzeugenden aktuellen Alben) im Vorprogramm angekündigt waren, konnte man sich den 10.08. als Fan progressiven Todestahls fett im Kalender vermerken. Neben dem Verfasser dieser Zeilen haben dies anscheinend noch rund 250 weitere Fans gemacht, die den Club (für einen Montagabend) wirklich äußerst passabel füllten.

Deutlich weniger Supporter befanden sich jedoch noch im Auditorium, als GNOSTIC, die Zweitcombo von Atheist-Drummer Steve Flynn mitsamt weiterer aktueller Atheist-Mucker im Line-up (Soloklampfer Chris Baker und Jonathan Thompson, der hier als Bassmonster auftrat, bei Kelly Shaefers gottloser Bande jedoch die sechs Saiten bediente) den Abend eröffneten. Das Quintett konzentrierte sich logischer Weise auf das Material des taufrischen „Engineering The Rule“-Debüts und punktete nach und nach mit feisten Schwergewichten wie etwa „Wall Of Lies“. Wer Gory Blister, Theory In Practice oder Alarum mag, sollte die Jungs jedenfalls definitiv antesten. Wie sehr der variable Extrem-Gesang von Kevin Freeman, der der Formation eine eigene, recht moderne Note beschert, anstrengt bewiesen übrigens Freemans merklich angeschwollene Adern während seiner diversen Kreisch-Aktivitäten. Mit ihrem guten Gig dürften sich Gnostic jedenfalls ein paar neue Freunde bzw. „Engineering The Rule“-Käufer erspielt haben.

Merklich voller wurde es bei OBSCURA, die musikalisch noch deutlich extremer agierten und sich als tighte, spielfreudige und sympathische Einheit präsentierten. Mit Ansagen der Marke „wir sind Obscura aus Bayern. Ok, Entschuldigung“ hat man im Ruhrpott sicherlich eh gewonnen, zumal Anti-FC Bayern-Gesänge nicht lange auf sich warten ließen. Auch die durchaus lustige Widmung an die Musiker-Polizei („wer beim nächsten Song mehr als drei Fehler findet, bekommt ein Eis von mir“) oder die Entschuldigung an Atheist, dass man in der Vergangenheit mal ein Riff geklaut habe, bescherte den Süddeutschen den einen oder anderen Entertainment-Bonuspunkt. Neben Frickelkaskaden setzte das Quartett auch zwischenzeitlich auf verspielten old school Death Metal, so dass die Matten nicht nur auf der Bühne kreisten. Extrem, progressiv, anstrengend, aber jederzeit mitreißend.

Was man auch vom Headliner behaupten kann. ATHEIST spielen eh in einer eigenen Liga und haben mit ihren drei Wunderwerken echte Meilensteine erschaffen, wobei man das Schwergewicht der Setlist auf das Debüt „Piece Of Time“ legte und die beiden kongenialen, verspielteren und weniger Death-lastigen Klassiker „Unquestionable Presence“ und - vor allem - „Elements“ leider arg vernachlässigte. Mit Killern wie „On They Slay“ oder dem unverwüstlichen „Mother Man“ kann man aber eh nichts verkehrt machen, zumal sich gerade Kelly Shaefer und Basswunder Tony Choy auf den Bühnenbrettern als einnehmende, angenehme Zeitgenossen mit hohem Sympathiefaktor präsentieren. ABER – und hier kommen wir zum einzigen, aber riesengroßen Manko des Abends: eine Spielzeit von rund 45 Minuten ist absolut unwürdig für einen Headliner mit drei Alben. Der begeisterte Mob hatte definitiv mehr verdient (und hat zudem 16 € Eintritt bezahlt), so dass - trotz aller musikalischen und Song-technischen Größe sowie einer mitreißenden Performance - ein schaler Beigeschmack verbleibt…
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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