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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLACK SYMPHON ....

BLACK SYMPHONY
Vom Eishockeyprofi zum Rock `n` Roll Star
Als Eishockeyprofi dürfte Black Symphony´s Gitarrist Rick Plester wohl kaum an eine Rock´n´ Roll Karriere gedacht haben. Doch dann passierte diese Verletzung am Knie und er musste nach einem weiteren kurzen Versuch den Sport an den Nagel hängen. Danach geschah alles relativ flott. Rick zog nach L.A., formierte eine Band und den Rest werdet ihr beim Weiterlesen erfahren. Das Echo auf den Beitrag vom ersten Rock Hard "Unerhört"-Sampler war enorm und so wurde dieser zum besten Track der CD gewählt. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahre 1998 erntete man tonnenweise höchste Platzierungen. Die üblichen Festivals wurden abgegrast und schließlich landete man den Supportslot bei Dio. Letztendlich mußten aus verschiedenen Gründen der Sänger und Drummerposten neu besetzt werden. Nachdem Ric Plamondon als Shouter und Pete Holmes (ehemals Black´n´ Blue und Ted Nugent) verpflichtet werden konnten, nahm man den Zweitling "Tears Of Blood" in Angriff. Alles Weitere jetzt von Rick himself.
Erzähl uns doch mal die Geschichte eurer Band.
>> Ich spielte Eishockey in der zweiten Liga von Calgary, Kanada. Nach einer Verletzung
konzentrierte ich mich mehr auf mein Gitarrenspiel, das bis dato einfach nur Hobby war. Ich wollte eigentlich zur Überbrückung, also bis zur Genesung, ein paar Clubs beackern und dann wieder in die Mannschaft einsteigen. Doch alles kam anders. Ich gründete die Band in Kanada mit Rhett Forrester (ex-Riot, mittlerweile verstorben) als ersten Sänger. Wir spielten im ganzen Westen vor 1500 Gästen pro Nacht und konnten keinen Plattendeal ergattern. Das war erstaunlich und ich dachte, ich wäre am falschen Ende der Welt. Dann machte uns eine Company aus New York ein Angebot. Das Dumme war nur, daß Rhett tierische Drogenprobleme hatte und sogar Leute hinter ihm her waren. Wir wollten und mussten uns von ihm trennen. Ich hatte die Mafia und die Hell`s Angels an meiner Tür, die nach ihm suchten. Das war nicht auszuhalten. Also ließen wir ihm gehen. Er zog nach Atlanta, wo er eigentlich herkam. Meine Schwester war sogar seine Freundin. Sechs Monate später wurde er ermordet. Es ist noch immer ein offener Fall, da niemand etwas Genaues weiß. Hierauf kam ein neuer Sänger, aber mir war klar, daß wir hier raus mussten. Eine kurze Zeit machte ich mit Hockey weiter, ging nach Kalifornien und ließ dort die Band wieder aufleben. Alles dauerte jedoch Jahre. Das war so 1996 bis 1997. Ich trieb ein paar Investoren auf und wir gingen ins Studio und machte eine CD. So erschien unser Debüt. Sie lief ganz gut und kam sogar in manchen Ländern in die Charts. In den Staaten brachten wir das Werk selber auf den Markt. Dann hatten wir die Gelegenheit unsere Aufnahmen bei dieser "Pro Beach Hockey"-Sendung vorzustellen, die Millionen von Menschen erreicht und die Verkäufe auf unserer Webseite schossen in die Höhe. Aber die danach angebotenen Verträge verschiedener Labels waren nicht so toll. Jetzt, wo es diese Sendung beim Release unserer neuen Scheibe nicht mehr gibt, bräuchten wir professionelle Promotion. <<

Ihr könntet doch zu der Oprah Winfrey-Show gehen.
>> Ha ha, gute Idee. Um die richtige Magie in der Band zu erreichen musste ich jedoch einige Mitglieder austauschen, wie du weißt. <<
Ihr musstet den Veröffentlichungstermin des aktuellen Albums des öfteren verlegen. Was gab es diesbezüglich für Probleme?
>> Die normalen Sachen, die bei jeder Plattenfirma passieren. Leider dauerten diese Dinge zwei Jahre, die wir mit Meinungsverschiedenheiten verbrachten. Nach dem ersten Album gingen wir mit Dio auf Tour, bestritten einige Festivals und wollten natürlich so weiter machen. Wer weiß wo wir heute wären. Durch die Verspätung hätte es auch passieren können, daß wir weg vom Fenster wären. Komischerweise wurden wir jedoch bekannter. Keine Ahnung wie das passiert ist, denn wir taten überhaupt nichts, außer das wir versucht haben, aus unserem Vertrag rauszukommen. Na ja, jetzt arbeiten wir sogar schon am dritten Album. <<
Man sagt das eine Band mit ihrem Sänger steht oder fällt. Wieso warst du mit eurem alten Fronter unzufrieden?
>> Als wir von der Dio-Tour nach Hause kamen guckte ich mir jeden Abend Videos von jeder gottverdammten Show an. Ich kam zu dem Entschluss das wir zwar einen guten Sänger hatten, aber einen Superstar brauchten. Mike und ich sind immer noch gute Freunde und ich werde wahrscheinlich seine neue Scheibe abmischen, aber ich hatte eine Vision von dem neuen Material, das ich schrieb, und dachte, daß er einfach nicht der richtige Mann dafür ist. Selbstverständlich läuft man Gefahr dadurch Fans zu verlieren, aber unsere Fans mögen die Band an sich und nicht die einzelnen Musiker. Sie waren aber nicht enttäuscht und mögen das neue Line-Up. Eigentlich mögen die alten Fans beide Alben. Es ist nur so, daß wir jetzt auch viele andere Fans haben und das uns die Medien mögen. Jeff, unser ehemaliger Drummer, war zwar auch sehr gut, aber ich wollte jemanden, der bösartiger zur Sache geht, so wie Tommy Aldridge. <<
Du willst mir doch nicht weismachen, daß Mr. Aldridge ein aggressiver Schlagzeuger ist?
>> Also, ich habe ihn vor einem Monat live gesehen und er war großartig. Er hat auf jeden Fall eine Menge Energie. Ich wollte also jemanden mit seiner Power. Pete Holmes, unser aktueller Kesselflicker, ist absolut mein Mann. <<
Aber irgendwie ist es für die meisten Bands schon zur Normalität geworden nach jedem Album Mitglieder zu wechseln, oder?
>> Ich hoffe, daß das nie auf uns zutreffen wird. Ich kann schon fast garantieren, daß wir zwischen dem aktuellen Werk und dem Nächsten keinen Wechsel in der Besetzung haben werden, da wir schon am neuen Material arbeiten. <<
Jaaa, aber das muss mal gar nichts heißen.
>> Na gut, ich werde das im Auge behalten. Wir besprechen das im nächsten Interview und wenn du recht hast, werde ich der erste sein, der das zugibt. <<
Wirst du auch müssen, denn ich behalte die Tapes dieses Interviews.
>> Wir sind ja nicht nur eine Band, sondern auch ein Team. Wenn ich eins beim Hockey gelernt habe, dann ist es das, daß Erfolg nur an der Stärke des Teams definiert werden kann. Als ich Mitglieder austauschte gab es keinen Streit. Vielleicht etwas Enttäuschung, aber wir sind nach wie vor Freunde. Ich habe alle Lieder geschrieben und bin so gesehen der Fahrer, aber wir sind eine Band und nicht die "Rick Plester-Show". <<
Ihr habt eine Bonus-CD mit Coversongs zur aktuellen CD beigepackt. Kann jeder Fan eine erwerben, oder ist die Auflage limitiert?
>> Limitiert ist es auf jeden Fall, aber leg mich bitte nicht auf die Anzahl fest, da könnte ich dir beim besten Willen keine Auskunft geben. Da macht das Label, was es will. Ich wollte es anders. <<
Wie kamen die Ideen zu den Songs zustande?
>> "Zero The Hero" von Black Sabbath und "Deliverance" von Queensryche wurden extra für Tribute-Alben aufgenommen. Ich habe mein eigenes Studio, also brauchten wir dafür nicht allzu viel Geld. "Blue Eyes" von The Who wollte ich schon immer mal machen. Das war eine Menge Spaß. Unsere Version ist halt etwas symphonischer. "Smoke On The Water" von Deep Purple spielten wir öfter auf der Dio-Tour. Diese unterschiedliche Version ließ die Zuschauer direkt ausflippen. <<
"Blue Eyes" ist der beste Coversong und wahrscheinlich gleichzeitig der unbekannteste für
Deutschland. Wie steht es für Bands wie The Who oder Grateful Dead in den Staaten und in
Kanada mittlerweile, denn hier scheint sich kein Arsch mehr für sie zu interessieren?
>> Diese Bands kriegen immer noch massig "Airplay" im Radio und erfreuen sich nach wie vor einer extrem großen Fangemeinde. Aber die eigentliche Radiosituation in Amerika ist grauenvoll, denn einige wenige entscheiden, was die ganze Nation zu hören hat. <<
Aber das ist doch in jedem Land so, genau wie in Deutschland, oder meinst du, ich kriege hier Poison im Radio zu hören? (Steeeeeve!!!!!, MK)
>> Poison, ah ja! << (Danke Rick, MK)
Mir ist bei den Keyboardelementen und einigen Gitarrenriffs aufgefallen, daß sich eine gewisse Ähnlichkeit zu Rammstein nicht verleugnen läßt.
>> Ich mag Rammstein und bin auch ein Fan. Und Rammstein mögen Black Symphony. Das hat zumindest mein Kollege behauptet, der als "Gitarrentechniker" für sie gearbeitet hat. Aber diese Ideen stammen aus der Zeit, bevor ich überhaupt von Rammstein gehört hatte. Eigentlich habe ich Keyboards früher echt gehasst, aber dann dachte ich mir, daß man sie ziemlich cool einsetzen kann. <<
In Deutschland sind seit Jahren viele Metalbands angesagt, die es im Rest der Welt ziemlich
schwierig haben. Wie erklärst du dir euren Erfolg hier?
>> Ich glaube, das Beste war der Rock Hard-Sampler. Danach sollte man noch die
Berichterstattung der Magazine erwähnen. Die Tour mit Dio kam auf den letzten Drücker
zustande und wir hatten nicht ausreichend Zeit für eine vernünftige Promotionarbeit, aber das Feedback auf der Tour war stets ziemlich gut. <<

Inwiefern ist das Debütalbum anders als die aktuelle Scheibe "Tears Of Blood"?
>> Zuallererst ist die Produktion auf unserer neuen Scheibe stärker. Dafür sind unsere Konten jetzt überzogen. Durch den Sängerwechsel ist ein gewisses dunkles Flair im Gesang verschwunden, obwohl die dunkle Seite auch von den Texten erreicht werden kann. Du kannst, musikalisch betrachtet, auf beiden Werken Black Symphony erkennen, aber ich denke, das erste Album war schon progressiver. Man sollte eben nicht die gleiche Platte zweimal machen. <<
Du hast vorhin ja schon erwähnt, daß ihr neue Songs vorbereitet. Beeinflusst dich das Geschehen in der USA in Bezug auf die Milzbrandattacken oder die Bekämpfung des Terrorrissmus?
>> Zumindest hat es mich noch nicht bewusst beeinflusst. Ich habe aber auch noch keine Texte geschrieben. Es ist natürlich schwer, nicht davon betroffen zu sein. Außerdem macht das im Moment wohl jeder. Man wird auf dem Thema so lange rumreiten, bis es ausgelaugt ist. Es gibt nämlich generellere Themen, die ebenfalls Erwähnung finden sollten. Diese Themen sind sicherlich artverwandt. <<
Ich weiß was du meinst. Das gleiche hatten wir schon mal zum "Millennium"-Thema. Wie würdest du jemanden eure Mucke beschreiben?
>> Als Musikfan habe ich diese Lieder kreiert um mir das zu geben, was mir in meiner Sammlung fehlte. Ich habe versucht verschiedene Elemente miteinander zu verbinden. Obwohl die traditionelle Rockmusik schon die beste ist, die jemals geschrieben wurde. Ich meine Bands wie The Beatles, Jimi Hendrix, The Who oder Led Zeppelin haben mit Sicherheit fast jeden Musiker beeinflusst. Dazu kommen für mich neue Sachen wie Rammstein, Nine Inch Nails oder Ministry. Ansonsten gibt es für mich zu viele Kategorien. Wir sind nur eine Rock´n´ Roll Band. Und ich möchte allen Fans danken, die so lange auf das neue Album gewartet haben. Das neue ist schneller fertig, versprochen. <<
http://www.blacksymphony.com
Steve Burdelak / Michael Kuhlen


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