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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANG YOUR HEA ....

BANG YOUR HEAD 2009-WARM UP SHOW
KREATOR
JON OLIVA´S PAIN
EVILE
SNAKE RIDE RODEO

Messehalle-Balingen

25.06.2009
Nach den üblichen Autobahn-Querelen, in unserem Hotel in Bodelshausen angekommen, gab es nach dem Kaffee zum Verschnaufen, die direkte Fahrt nach Balingen. Pässe abholen war angesagt. Wie immer traf man die guten, alten Bekannten, denen man nur ein oder zweimal im Jahr begegnet und hielt etwas Small-Talk ab. Dann der Anruf an einen netten Mitarbeiter der Bang Your Head Festival-Crew, der uns durch etliche Abbiegungen in die Messehalle schleuste, damit wir das anliegende Konzert bestaunen konnten. Vielen Dank mein Freund. Das erste Mal fand die Warm Up Show in dieser recht großen Messehalle statt, die nicht ansatzweise voll war. Geraucht wurde draußen aber dafür gab es feine Toiletten inside. Alles war da, das Essen und Trinken, die Merchandise-Stände und der Metal-Markt. Die Stimmung war eher locker-flockig, die Atmosphäre freundlich und wie gesagt, kein Gedränge. Ich denke die Halle fasst wohl bis zu dreitausend Leute.

Die erste Band war aufgrund der langen Reise schon verpasst und alles wartete auf Evile, die sofort meine Sympathie erweckten als sie die Bühne betraten, da ihr Basser ein cooles Toronto Maple Leafs Eishockey-Top trug. Musikalisch waren mir die Jungs völlig fremd. Es gab wohl Thrash-Metal der sehr stark von Slayer beeinflusst ist. Der Kenner konnte natürlich auch Exodus aus ihren Kompositionen raushören. Das Quartett stammt aus Groß-Britannien und spielte selbstredend die meisten Tracks von ihrer Debüt-CD "Enter The Grave", die bereits im Jahr 2007 eingespielt wurde. Hierauf war die Band konstant auf Trab und beweis dies mit einem tighten Live-Set. Was jetzt nicht heißen soll, dass man es nicht besser hätte machen könne, denn ein paar Showeinlagen haben doch gefehlt. Zumindest war man spielerisch sehr professionell. Die Meute vor der Bühne hatte auf jeden Fall Spaß.
Jon Oliva`s Pain ist eigentlich immer eine sichere Bank. Egal ob als Headliner, Opener, im kleinen Club oder auf einer Festival-Bühne. Jon ist immer einer der charmantesten Musiker aus der Metal-Szene und schafft es stets eine private Atmosphäre zu kreieren. Das einzige Problem, dass ich mit dieser Formation habe ist, dass sie eigentlich ständig Savatage-Songs spielen, anstatt das eigene Material. Das ist nämlich großartig. Aber das Volk will es so!!! Pain dienen halt, solange Savatage auf Eis liegen als Ersatz. Die Band, die Jon um sich scharte ist die Circle II Circle Besetzung von Zak Stevens, der ja bekanntlich Fronter bei Savatage war. Jon ist leider nicht mehr der fiteste und hat es sich deshalb öfters im Sitzen am Keyboard bequem gemacht, während seine Truppe ihn kräftig mit Headbanging und weiteren Aktionen unterstützte. Zwar ist der Meister noch nicht ganz auf dem Höhepunkt, seitdem seine Stimme schwer gelitten hat, aber man verspürte jede Menge Energie wenn Songs wie "Hall Of The Mountain King", "Jesus Saves", das unverzichtbare "Gutter Ballet", „Edge Of Thorns", "Sirens" oder gar "Believe", das für Gänsehaut sorgte. Man sang lauthals mit, lag sich in den Armen und empfing den Segen von Jon Oliva mit einem teuflischen Grinsen. Nur wenn Jon zu den eigenen Songs sang wurde es merklich ruhiger. Wirklich schade.
Bei Kreator, die ich ebenfalls zu meiner Schande, noch nie live erlebt hatte, fing die Halle an zu beben. Man fing mit einem Barbaren-Film-Ausschnitt im Hintergrund an und erzeugte sofort eine gewaltige Stimmung. "Hordes Of Chaos" tat dann seinen Rest um die mittlerweile stark angetrunkenen Fans, die aber noch immer lieb blieben, zu begeistern. Kreator lieben das Farbenspiel mit der Beleuchtung, was nicht nur für edle Atmosphäre sorgte, sondern mir ein paar wirklich gelungene Pics bescherte. Übrigens konnte man sowieso die ganze Zeit fotografieren wie man wollte. Herzlichen Dank. Den bösen Ansagen von Mille sollte man mit einem Schmunzeln begegnen, zumindest wenn man in meinem Alter ist. Mit reichlich Alben im Sack konnte die Band aus dem Ruhrgebiet aus dem Vollen schöpfen und gab älteres Material wie "Pleasure To Kill", „Phobia" und "Enemies Of God" ebenso preis wie die neueren Tracks a la "Voices Of The Dead". Gebangt wurde bis die Schwarte krachte und kein Auge trocken blieb. Ein Fan hat mir gesteckt, dass er wüsste, dass Mille gerne mal etwas anderes machen würde. Bitte nicht. Auf diesen Brettern ist der Mann zu Hause und seine Fans huldigten der Band noch lange nachdem sie Backstage, zu einem wohlverdienten Feierabend, verschwunden war. Ein gelungener Einstand für das Festival.
Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


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