Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'B' :: BRILLIG

BRILLIG
SUIZID-BALLADEN
Brillig sind eine atmosphärisch sehr dichte Band, die beim Anhören zum Träumen einladen. Melodische Gesänge werden auf akustische Weise instrumental begleitet und sind ein absoluter Genuss für jeden Folk–Anhänger.
Brillig, diesen Namen kann ich immer noch keine Bedeutung zuordnen. Was bedeutet er und wie seid ihr auf den Namen gekommen?

>> Den Namen haben wir aus Lewis Carroll´s „Through The Looking Glasses“ entnommen, dem Folgeband von „Alice im Wunderland“. Das Wort Brillig kommt in dem unsinnigen Stück „Jabberwocky“ vor, welches ja schon eine Art Kultgedicht ist. Wir möchten unsere Musik mit Phantasie und Intrige verbinden, so dass man den Namen Brillig als ein Tribut an Carrolls Arbeiten sehen kann. <<

Euer neues Album „The Red Coats“ klingt sehr ausgereift. Wie lange habt ihr daran eigentlich gearbeitet?

>> Im Endeffekt haben wir das erste halbe Jahr von 2008 mit Schreiben und die andere Hälfte mit Aufnehmen verbracht. Der erste niedergeschriebene Song war „Jack Davey , und eben während der Arbeit an diesem Stück wussten wir, dass das Endziel ein melancholisches, akustisches Gothic Folk Album war. <<

Ihr kommt aus Australien und seid dort auch nicht wenig auf Tour gewesen. Habt ihr dort schon euren Status als herausragende Band erlangt oder würdet ihr euch als einen Geheimtipp bezeichnen?

>> Musikalisch gesehen ist Australien sehr auf Rock und unrebellischen sanften akustischen Stilen fokussiert, so dass Brillig nie den Mainstream gekreuzt hat. Desweiteren sind wir auch viel mehr daran interessiert, Themen wir den Tod, Sorgen und solche Dinge zu erörtern, als zu beschreiben, wie man Tee kocht oder T-Shirts wäscht. So denke ich, wir geniessen eher einen Kultstatus als irgendeine richtig in die Öffentlichkeit gerichtete Aufmerksamkeit. <<

Ihr habt auch schon eine menge Bands supportet. Welche Tour hat euch am meisten Spass gemacht? Gibt es Anekdoten?

>> Unser bevorzugtes Tourerlebnis bisher war es, in Deutschland und Tschechien zu spielen, Anfang diesen Jahres. Wir haben so viele tolle Menschen getroffen und waren sehr beeindruckt davon, wie die Hörerschaft auf unsere neuen Songs angesprungen sind. Das Highlight der Tour war das Konzert im Schauspielhaus in Zusammenhang mit dem WGT. Es ist so ein schöner Ort gewesen, absolut perfekt für unsere Musik. Die Songs kommen einfach am besten rüber, wenn die Räume mit einer guten Akustik gesegnet sind, Orte, die die Musik in den Raum tragen und vermitteln können und desweiteren beitragen, die Stimmen und die Texte klar und stark herauszuheben. Auf der WGT Show haben wir ein Publikum gefunden, das zum großen Teil ruhig und aufmerksam war, und unsere Musik begrüßt und verstanden hat. Das hat uns alles sehr geholfen, eine gute Performance hinzulegen. <<

Eure Texte sind sehr vielseitig. Manches ist eher tragisch, aber es sind auch viele Geschichten auf dem Album enthalten. Habt ihr auch Sagen oder Legenden vertont?

>> Für das „Red Coats“ Album wollten wir bewusst nur Geschichten verwenden, die alle möglichen Facetten von Verlust, Schönheit und Tod beschreiben. Manche basieren auf wirklichen Geschichten, jedoch wurde viel Phantasie mit eingebracht. Weiterhin sind wir durch manche Themen aus Australiens Geschichte beeinflusst, obwohl die CD ein ziemliches Südamerika – Feeling in sich trägt, vermischt mit einer rauchigen Londoner Hafentavernenstimmung. <<
Man vergleicht euch mit Künstlern wie Neil Young oder Nick Cave, was einen gewissen Anspruch vorgibt. Würdet ihr diese Künstler zu euren bedeutenden Einflüssen zählen?

>> Künstler wie Nick Cave, Leonard Cohen und Neil Young übten schon immer einen gewissen Einfluss auf die Band aus, in Hinblick sowohl auf den "Sound" als auch auf den Textinhalt der Lieder; dennoch wurden diese Einflüsse für den Zuhörer erst offenkundig, als wir uns entschieden haben, ein komplett akustisches Album zu erstellen. <<

Aus was entstand der Wunsch, Musik zu machen? wie sah der Weg bis zu Brillig aus?

>> Anfänglich entstand Brillig aus dem Bedürfnis, eine Art von Musik zu kreieren, die sich ein bisschen anhört wie eine Kombination aus The Cure und Nine Inch Nails, was wir auch eine Weile umsetzten, bevor wir dann etwas stärker von David Bowie beeinflusst wurden, was heissen soll, dass unser Sound etwas Pop-lastiger wurde. Ein ausschlaggebender Moment in der Kreationsphase von Brilligs neuem Akustik-Sound, als wir Johnny Cash´s Version von Trent Reznor´s „Hurt“ hörten. Beim ersten bewussten Hören war mir klar, dass wir Musik machen sollten, die von einer ähnlichen Kraft aus Einfachheit durchzogen war.

„Bird From The Ashes“ ist ein wunderschöner Song. Der Phönix aus der Asche ist ein wunderbares, viel geliebtes Sinnbild, was wolltet ihr mit dem Song zum Ausdruck bringen?

>> Um bei den oben genannten Themen für dieses Album zu bleiben, wollte ich einen Song schreiben, der die südlich gelegenen United States im 19. Jahrhundert wieder wachruft, und dieser einsame Kampf eines jungen Mädchens, die niemanden hat, an den sie sich wenden kann. Der zentrale Charakter „Nelly Jones“ hat etwas, das man heutzutage als eine Schizophrenie diagnostizieren würde, aber in diesen vergangenen Zeiten ist es einfach, als würde niemand verstehen, was nicht mit ihr stimmt, am letzten Nelly selbst. Es ist eine „Suizid-Ballade“, und Nellys Gebrauch von Feuer als eine willkommene Ablenkung von ihren Problemen gibt ihr eine Vorstellung ihrer eigenen Kraft – auf eine sehr traurige Art und Weise, die ich niemals befürworten würde! Das Phoenix – Symbol hat mich im allgemeinen schon immer fasziniert und bewegt, und so hoffte ich, noch ein bittersüsses Element in diese sehr tragische Geschichte einbringen zu können. <<

Wie geht es für euch weiter? Mit dem neuen Album und dem WGT als Auftakt stehen doch sicher noch einige Aktionen im Haus. Sieht man euch vielleicht in absehbarer Zeit noch einmal in Deutschland?

>> Wir sind sehr dankbar, dass Black Rain „The Red Coats“ releast hat, und wertschätzen dieses Label auch sehr für ihre Hilfe bei unserer letzten Tour. Wir hoffen, dass wir Anfang 2010 wieder nach Deutschland und Europa zurückkehren können, für mehr Shows mit neuem Material. Dieses Album ist in Australien noch nicht veröffentlicht worden, so dass wir für dieses Jahr noch etwas zu tun haben, wie natürlich auch eine begleitende Tour. <<
http://www.brillig.com.au
Ramona Richard


[ Zurück zum Index: 'B' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler