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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DREAMLORE

DREAMLORE
Quality-Metal from Central America
Bereits 2006 konnten mich die El Salvadorianer Dreamlore mit ihrer gemeinsamen Split-CD mit Symbolic, „The Artificial Acts Of Madness“, begeistern. Da auch der aktuelle Full Length-Release „Black Plague Possessed“ besten Melodic Death Metal bietet, musste auf jeden Fall ein Interview her. Schließlich weiß die Combo nicht mit ihrem Exoten-Bonus, sondern mit purer Qualität zu überzeugen. Gitarrist Manuel Revelo ließ es sich nicht nehmen unsere Fragen zu beantworten.
Da die meisten Fans hier in Europa mit dem Namen Dreamlore wahrscheinlich (noch) nicht allzu viel anfangen können, erzähl uns doch bitte zunächst einmal etwas über eure Historie.
>> Okay! Wir stammen aus San Salvador, El Salvador in Zentral-Amerika und kennen uns untereinander seit über 10 Jahren. Teilweise haben wir bereits in früheren Bands miteinander gespielt. Dreamlore wurde vor sechs Jahren gegründet, weil alle Mitglieder eine Vorliebe für extreme, intensive Sounds teilen und wir alle mit großer Leidenschaft diese Vorliebe so weit wie möglich vorantreiben möchten. Bislang haben wir zwei Alben, „Negative Specter“ (2004) und „Black Plague Possessed“ (2009) sowie eine Split-CD mit Symbolic („The Artificial Acts Of Madness“ (2006)) veröffentlicht. <<

Eure My Space-Seite listet euch als Death & Thrash Metal-Act, was im Großen und Ganzen korrekt ist, wobei ich jedoch finde Melodic Death Metal würde das weiter präzisieren. Es finden sich zu Hauf coole Riffs, tiefer roher Gesang als auch erstklassige Melodien in eurer Musik. Würdet ihr euch selbst als Vertreter der sog. Göteborg-Schule klassifizieren?
>> Wir sind große Fans dieser Szene und deshalb hat dieser Sound sicherlich einen entsprechenden Einfluss auf unsere Musik. Wir sind aber auch durch die Thrash Metal-Szene der Achtziger als auch durch American-style Death Metal beeinflusst, weshalb wir den etwas allgemeineren Terminus „Thrash/Death“ für uns selbst gewählt haben, so dass unser Publikum selbst entscheiden kann wie es uns bezeichnen will. <<

Siehst du größere Unterschiede zwischen den drei Songs eurer Split-CD und dem neueren Material auf „Black Plague Possessed“?
>> Ursprünglich sollten alle Songs der Split auch auf „BPP“ stehen. Allerdings haben die Arbeiten am neuen Album so lange gedauert, dass wir letztendlich bis dahin unseren Sound etwas verändert hatten und zwei der Tracks es deshalb nicht mehr auf die CD schafften. Wir haben das Material auf „BPP“ bewusst einfacher gehalten und die Songs sind aggressiver und garstiger geworden. Im vergleichen zu früheren Aufnahmen haben wir den Focus dieses Mal stärker auf Riffs denn auf Melodien gerichtet. <<

Neben der Musik selbst war ich insbesondere von der großartigen Produktion auf der Split als auch auf der neuen Scheibe schwer beeindruckt. War es nicht verdammt teuer einen solch transparenten und doch kraftvollen Sound hinzubekommen?
>> Um ehrlich zu sein: Teuer war in keinster Weise eine Option für uns. Unser Budget hat das einfach nicht hergegeben… Aber wir haben sehr hart an den Aufnahmen gearbeitet und wir hatten eine erstklassige Unterstützung in James Murphy und Colin Davis beim Engineering der Gitarren sowie beim Mastering. Alles andere ist das Ergebnis unseres langen Atems. <<

Irgendwo habe ich gelesen, dass die limitierte Ausgabe von „BPP“ auf dem mexikanischen Extreme Metal-Label American Line Products ein Lizenz-Deal ist und die Original-CD bereits 2008 in El Salvador als Eigenproduktion erschienen ist. Gibt es Unterschiede zwischen beiden Versionen? Und wie konntet ihr ein dermaßen gelungenes Paket ohne (finanzielle) Hilfe eines Labels produzieren?
>> Es ist insofern ein Lizenz-Deal, als dass wir die komplette Produktion selbst finanziert haben und American Line als Vertrieb fungiert. Aber wir haben die CD nicht in Eigenleistung herstellen lassen und es existiert somit nur eine einzige Version. Es war ein langer harter Weg bis zur finalen Veröffentlichung von „BPP“, bei dem wir viel aus den Fehlern unserer vorherigen Arbeiten gelernt hatten. Ich glaube, dass eine gute Produktion sehr stark von der Performance der Band abhängt, und die hat sich im Laufe der Jahre doch sehr verbessert. Und wenn wir über Soundqualitäten und Produktion reden, so gehört ein Grossteil unseres Dankes Julio (einem der beiden Gittaristen der Band – Anm. d. Verf.), der sich als Produzent sehr weiterentwickelt hat. Die Band verlässt sich absolut auf seine Fähigkeiten. <<

Auf der 2006er Split-CD war Julio (jetzt einer der beiden Gitarristen) noch Bassist, während der Original-Klampfer Rex A. Fernandez euch verlassen hat und nun in der el salvadorianischen Combo Dismal Gale spielt. Was ist passiert?
>> Wir hatten einfach andere Vorstellungen über die Zukunft der Band, man könnte es also die üblichen „musikalischen Differenzen“ nennen. Aber wir sind nach wie vor mit Alex befreundet. Er hatte noch sein Black/Death Metal-Projekt auf der Pfanne und widmet sich total Dismal Gale. Seinen Melodic Death Metal-Quest verfolgt er mit seiner neuen Band Lux Mortis weiter. <<
Auf der Seite Encyclopaedia Metallum (www.metal-archives.com) habe ich bei meiner Recherche gesehen, dass fast alle eure Mitglieder in mindestens zwei Bands spielen und die Mitglieder von Dreamlore, Symbolic und Dismal Gale sich überschneiden. Wie funktioniert das? Außerdem heißt nicht nur Julio, sondern auch die Drummer der Bands Dreamlore (Boris) und Symbolic (Cesar) mit Nachnamen Rodas. Seid ihr alle miteinander verwandt?
>> Der einzige der momentan noch in zwei Bands spielt ist Julio, der sowohl in Dreamlore als auch in Symbolic Gitarre spielt. Bis jetzt klappt das ohne Probleme. Ja, Cesar, Boris und Julio sind Brüder. Cesar ist der Älteste und Julio der Jüngste. Ich glaube, Musik liegt der Familie im Blut…. <<

Wenn ich die ökonomische und politische Situation in El Salvador betrachte, so vermute ich, dass es relativ hart ist in einer Metal Band zu spielen, oder? Gibt es eine richtige Metal Szene in El Salvador? Versuch doch mal den musikalischen Zustand in deinem Heimatland zu beschreiben. Kannst du ggf. andere Bands empfehlen?
>> Es ist hart. Und ich vermute, es ist in den meisten Ländern der Welt schwer in einer Metal Band zu spielen, da Metal nun mal nicht das kommerziell erfolgreichste Genre ist. Die ökonomische Situation in El Salvador ist da sicherlich keine große Hilfe. Nichtsdestotrotz ist die Metal-Szene in meiner Heimat in den letzten zwei Dekaden stark gewachsen, was sicherlich an dem totalen Enthusiasmus der Fans liegt als auch der Tatsache, dass – warum auch immer – unsere lokale Szene sehr gut organisiert ist und immer mehr Bands hervorbringt. Somit dürften wir eine wachsende Musik-Szene haben. Es ist sicherlich noch ein harter, steiniger Weg, aber wir sind auf der richtigen Spur. Check mal Tiara, Gaia Metal und Berserk. <<

Zurück zu Dreamlore: Wovon handeln eure Texte? Kannst du ein paar Beispiele geben?
>> Sie handeln hauptsächlich von persönlichen Emotionen wie Frustration, Entfremdung, Wut, Apathie, Dekadenz, Betrug und Furcht (nichts was jetzt allzu Ernst genommen werden sollte). Einige von ihnen, wie etwa „Invoking The Dead Back To Life“, sind durch Horror-Filme inspiriert. (Ich bezeichne mich selbst als großen Fan und Sammler.) Andere wie „Mindslayer“ und „Death By Corrosion“ handeln von Religion und Gehirnwäsche. <<

Habt ihr jemals außerhalb von El Salvador gespielt oder bekanntere Acts supportet? Mit welcher Band würdet ihr gerne einmal auftreten?
>> Bislang haben wir in Panama, Nicaragua, Costa Rica, Guatemala und Honduras getourt. Als Opener haben wir schon für Dismember, Sepultura, Malevolent Creation, Mystic Circle, Pandemia und Masacre fungiert. Wir würden gerne einmal mit Carcass auftreten, aber unser absoluter Traum wäre eine Tour im Vorprogramm von Slayer und Judas Priest. <<

Was sind eure Zukunftspläne hinsichtlich Dreamlore?
>> Im Moment touren wir wie die Hölle in Zentral Amerika und Ende des Monats (August) steht eine 3-wöchige Mexiko-Tour an. Unser ultimatives Ziel ist es einen Major-Deal zu erlangen, der es uns erlauben würde Europa, Nordamerika und am besten den ganzen Rest der Welt zu betouren und neue Alben für den Rest unseres Lebens zu produzieren. <<

Möchtest du noch etwas ergänzen?
>> „Horns up!“ an alle Metal-Heads in Deutschland. Wir hoffen, euch bald einmal besuchen zu können! <<

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten.
>> Wir danken dir für diese Möglichkeit! Wir bleiben in Kontakt! <<
http://www.myspace.com/dreamlore
Stephan Becker


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