Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'C' :: CENTHRON

CENTHRON
Sternhagel
Centhron haben fast im Alleingang sämtliche Medien, national und international, auf sich aufmerksam gemacht und seid 2001 eine große Fangemeinde geschaffen. Das dritte Album der Bremer, „Roter Stern“, erschien am 29.05. Wie es zum Labelwechsel kam, was es mit den Songs auf „Roter Stern“ auf sich hat und was der „Rote Stern“ bedeutet, könnt ihr im folgenden Interview erfahren, welches Lucy von der Promofabrik mit Elmar dieser Tage via e-Mail führte.
Wie lange gibt es Centhron eigentlich schon und habt ihr bereits vorher Musik gemacht?

>> Centhron gibt es seit dem Winter 2001. Jörg hat vorher schon mit Synthetic Twins Musik gemacht und war viel als DJ unterwegs. Ich habe mit Death Metal angefangen und in der Zeit bei Execution gespielt. Später in diversen Metal-, Hardcore- und Rockbands, sowie dem Elektro-Projekt Das Werk, bevor ich mich dann mit Jörg zusammen gefunden habe, um Centhron zu gründen. <<

Der Bandname klingt sehr spannend. Wie seid ihr denn darauf gekommen und was bedeutet er für euch?

>> Die Herkunft bleibt ein Geheimnis denke ich, bedeuten tut er sehr viel für uns, für mich in jedem Fall. Er steht für ein gemeinsames Werk, ein gemeinsames Tun, das sich stetig weiterentwickelt. Er ist wie eine Basis von der aus wir arbeiten können. <<

Am Anfang im Jahre 2001 bestand Centhron ja nur aus euch beiden, also aus Elmar und Jörg. Hattet ihr damals schon vor, aus dem Projekt eine Live-Band zu machen?

>> Anfangs war das noch nicht ganz klar, aber da wir die Chance hatten, live mit Feindflug zu spielen, haben wir das schnell entschieden. Von da an haben wir ständig am Livebild gebastelt, bis es nun endlich die jetzige Formation hatte. <<

Wie kann man sich einen Live-Auftritt von euch vorstellen? Was bekommt man da auf’s Auge?

>> Wir haben choreographische Elemente in unserer Show. Im Gegensatz zu anderen Electro-Acts benehmen wir uns eher wie eine Metal-Band mit gezielten Showansätzen. Auf YouTube gibt es das ein oder andere Beispiel zu sehen. Bei uns ist nicht die recht gängige „Pyramiden Formation“ auf der Bühne. Also zwei hinten am Keyboard oder Drums und der Sänger vorne. Wir sind zu viert, bei uns ist nur der Synthie hinten, wir anderen wechseln uns vorne gerne mal ab um ein anderes Bühnenbild entstehen zu lassen. <<

Wie hat man sich kennen gelernt und wer zeichnet sich für welche Aufgabe innerhalb der Band verantwortlich?

>> Zum einen ist meine Schwester Anette mit in der Band, wir haben uns zu ihrer Geburt kennen gelernt. Jörg und ich haben uns in einer Disco getroffen, ebenso wie Stefan und Melly. Stefan ist ein langjähriger Freund von mir und ist quer eingestiegen, nachdem unser alter Bassist Marco nach Australien ausgewandert ist. Der musikalische Part wird vorwiegend von Jörg und mir begleitet, Texte schreibe ich. Bühnenmäßig, Artwork oder sonstiges entwickeln wir oft gemeinsam, wobei ich mir immer das letzte Wort vorbehalte. <<

Du hattest es eben schon kurz angesprochen: 2002 habt ihr eure Demo „Melek Taus“ produziert, weil ihr als Vorgruppe von Feindflug nicht ohne CD erscheinen wolltet. Wie kamt ihr denn zu der Ehre Feindflug zu supporten und wann und wo war das genau?

>> Das war im „Fiz Oblon“. Jörg hatte gute Kontakte dahin und irgendwie ist es dann einfach geschehen. <<

Darauf folgte das erste Album „Lichtsucher“ und das bescherte euch ziemlich gute Platzierungen in den DAC, einen Samplerbeitrag auf dem „Zillo“-Sampler und viele Konzertanfragen. Und das alles ohne ein Label! Was meint ihr, hat euch zu diesen Erfolgen verholfen?

>> „Lichtsucher“ ist von Mund zu Ohr gewandert wie stille Post. Es hat alles länger gedauert, so aber einen sehr interessierten Kreis getroffen. Centhron wurde also nicht von außen aufgesetzt, sondern weiterempfohlen von Leuten mit ähnlichem Musikgeschmack. Dass wir da überhaupt auf Sampler gekommen sind, ist Sven von „Bassstadt“ bzw. „Headshock“ zu verdanken. Er hat sich da für uns eingesetzt. Auch bei Konzerten hat er uns stets unterstützt. <<

Mit dem zweiten Album „Gottwerk“ seid ihr dann bei dem Label „Final Dusk“ untergekommen. Wie kam es dazu?

>> Ebenfalls über Sven. Das Label war gerade neu, kam auf uns zu da wir im westfälischen Raum schon einen kleinen Namen hatten, denke ich. Da „Final Dusk“ von dort kamen, war es für sie vermutlich eine sicherere Investition mit uns zu beginnen, als mit einer Band von Null anzufangen. <<
Durch „Gottwerk“ habt ihr euren Bekanntheitsgrad über den europäischen Raum hinaus erweitert. Was meint ihr, hat dazu beigetragen?

>> Ich denke, es gibt einen großen Markt für aggressive Musik, wir haben da gut rein gepasst. Zusammen mit unserer Live Performance haben wir immer sehr gute Kritiken bekommen. Das scheint sich rum gesprochen zu haben. Sicherlich hat uns letztendlich auch MySpace weitergebracht, das ist ja ein Riesenforum! <<

Ihr seid eine Band mit viel Selbstinitiative. Was macht ihr so alles, um „bekannt“ zu werden?

Kontakte über MySpace knüpfen und live spielen wo es geht. Vieles geht mittlerweile automatisch über das Internet. Mund-zu-Mund-Propaganda usw. <<

Ihr seid bereits schon mit sehr bekannten Acts wie Suicide Commando, SITD, Kiew, Agonoize und Grendel aufgetreten, um nur mal ein paar herauszupicken. Sind das Bands, zu denen ihr aufschaut oder gar eure Einflüsse?

>> Die ersten drei Bands gibt es ja schon sehr lange und haben uns bestimmt auch beeinflusst. Ich habe die Bands jedenfalls immer sehr gemocht, da bleibt ein Einfluss vermutlich nicht aus. Agonoize und Grendel gibt es noch gar nicht so lange wie uns, glaube ich, trotzdem haben sie die Szene natürlich extrem geprägt und insbesondere Agonoize haben uns sehr weitergeholfen. Wir stehen in sehr gutem Kontakt und erfahren stets Rat und Unterstützung. Aufblicken hat ja immer etwas unterwürfiges, so sind wir nicht. <<

Kommen wir zum dritten Album: „Roter Stern“. Wofür steht der Rote Stern?

>> Zum einen, um nicht wieder falsch verstanden zu werden. Wir wollen unter keinen Umständen wieder in die rechte Ecke gedrängt werden! Anders als in Zeitschriften zu lesen ist, ist mir bei diesem Album nicht bekannt, dass es Probleme bei der Pressung gab. Das müssen sehr alte Berichte gewesen sein! Dieses Album ist absichtlich eher in die linke Ecke geschlagen, dafür steht auch der rote Stern. <<

Mit diesem Album seid ihr nun bei Scanner untergekommen. Warum ein Labelwechsel?

>> Mit dem alten haben wir nicht gut zusammengepasst. Mit Frank zu arbeiten ist ein großer Schritt nach vorne für uns. Wir haben hier ganz andere Möglichkeiten zu arbeiten und Unterstützung zu erfahren. <<

Hat sich für euch seit dem Wechsel etwas geändert? Wenn ja, dann was?

>> Ja, hat es. Es gibt eine ausführliche Promotion für das neue Album, Frank setzt sich sehr für seine Bands ein. Er hat gute Ratschläge für uns, die uns im Gesamten voran bringen. <<

Das Coverartwork sieht genial aus. Wer hat es gemacht?

>> Für das Cover ist immer Claudi Corsten (indivisuell.cc) bei uns zuständig. http://www.myspace.com/ccoregraphics <<

Inwieweit habt ihr Einfluss auf das Artwork? Kommen die Ideen von euch oder lasst ihr Claudi Corsten da freien Lauf?

>> Ich gebe Claudi immer eine Idee mit auf den Weg. Sie weiß dann schon, was sie macht. Am Ende sehen wir gemeinsam drüber und ändern was noch zu ändern ist. Meistens ist aber alles schon gut wie sie es gemacht hat. Manchmal glaube ich fast, sie liest meine Gedanken. <<

Wie sieht der typische Centhron -Fan aus?

>> Ca. zwei Meter groß, ein Hüne von einem Mann, aggressiv bis ins Mark, zerschlägt nach jedem Konzert mindestens einen Schädel. Frauen sehen durchweg attraktiv, bildhübsch aber nicht minder aggressiv aus! <<
Kommen wir einmal zur Musik der neuen Scheibe. Eines ist ganz klar. Das Ziel sind die Tanztempel, richtig?

>> Richtig. <<

Wie ist es für euch, wenn ihr mal unterwegs seid und euren eigenen Song im Club hört?

>> Das ist toll. Ich freue mich immer, wenn Leute zu unserer Musik tanzen und feiern können! Ich sehe mir das im Normalfall gerne von außen an. <<

Ok, zurück zu „Roter Stern“. Welche Unterschiede könnt ihr uns zu „Lichtsucher“ und „Gottwerk“ nennen?

>> Am markantesten ist wohl die Klangqualität. Durch Jan (X-Fusion) hat das Album einen besonders fetten Klang erhalten. „Roter Stern“ hat eine drückendere Stimmung, nicht ganz so offene oder freie Melodien. Es ist rundum etwas finsterer gestaltet. <<

Stehen die drei Alben in einem Zusammenhang oder spricht jedes Werk für sich?

>> Jedes steht für sich alleine. Sie sind recht unterschiedlich, einzig die Entwicklung der Band ist zu sehen. Ich habe einige Stimmen gehört, die die seichteren Melodien vermissen auf „Roter Stern“ bzw. die Abwechslung auf dem Album. Bei Lichtsucher hieß es noch, es wäre keine Linie zu finden. In Ansätzen kann ich das aber nachvollziehen und die Stücke, die nun schon für ein viertes Album geschrieben werden, sollen diese gegensätzlichen Alben in Einklang bringen. <<

Es lässt sich nicht wirklich leugnen, dass eure Musik sehr technolastig klingt. Was meint ihr, sind die Unterschiede zwischen dem heutigen Industrial und der Sparte des Techno?

>> Ich denke, das ist absolut gemischt. Ich kenne ebenso Techno-Songs, die mittlerweile echt industriallastig daher marschieren. Ich mag einige Hardstyle-Stücke sehr gerne, das geht eben gut ab. Centhron hat die Absicht Feierlaune auf Tanzflächen zu bringen, der erhöhte Puls ist dazu gut geeignet. Das hat man beim Techno schon früh erkannt. Es ist eine Entwicklung in der Schwarzen Szene, die einige Leute herbeisehnen und andere vermutlich als zu kommerziell abtun. Ich steh drauf. <<

Welche Themen verarbeitet ihr auf „Roter Stern“, sei es in textlicher oder auch in musikalischer Weise?

>> Sehr mannigfaltig dieses mal. Von allgemein Krieg, über Sex, zu Psychiatrie oder „Fluch der Karibik“ bis hin zur RAF. <<

Wie sieht es mit dem Songentstehungskonzept aus?

>> Die Songs schreibe vorwiegend ich, ebenso die Texte. Jörg bastelt anschließend einige fette Sounds, die mit in den Song integriert werden. Dann hören es sich die anderen an und gegebenenfalls ändern wir dann, was nicht so positiv aufgefallen ist. <<

Was meint ihr mit „Sphären von Ost“?

>> Das ist der Teil „Psychiatrie“. In Bremen gibt es eine Psychiatrie im Krankenhaus Bremen Ost. Um diesen Teil geht es dabei. <<

Warum wurde ausgerechnet „Cleopatra“ ein Song gewidmet? Was fasziniert euch so an ihr?

>> Sie ist ein Symbol für Schönheit. Die Melodie vom Song hatte etwas orientalisches, da lag die Verbindung nah. <<

Könntet ihr euch vorstellen auch einmal anderen Personen einen Song zu widmen? Wenn ja, wem?

>> Klar, grundsätzlich solchen Personen, die mich oder ein anderes Bandmitglied persönlich sehr berührt haben. <<

„Seelenflug im Rotbereich“ – der Titel klingt interessant. Was könnt ihr uns zu diesem Track berichten?

>> Das ist eine Kriegsthematik. Der Titel bedeutet, dass bei einem Massensterben so viele Seelen nach oben streben wie z.B. Dampf bei Überdruck. Dann steht die Nadel schnell im Rotbereich. <<

Wie ist es für euch nach drei Jahren nun euer drittes Album in den Händen zu halten?

>> Ein sehr schönes Gefühl. Es wird mit Sicherheit nicht das letzte sein! <<

Gibt es schon erste Feedbacks?

>> In den GEWC-Charts sind wir auf Platz 3 eingestiegen, das ist schon mal sehr gut. Ansonsten haben wir viele nette Mails bekommen. Einziger Kritikpunkt am Album schien bei einigen die Abwechslung zu sein. Aber damit kann ich gut leben. Ansonsten vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen an dieser Stelle! <<

Das Jahr 2009 geht auf die Halbzeit zu. Was steht für euch dieses Jahr noch auf dem Plan?

>> Wir hoffen Ende des Jahres einige Live-Gigs zu spielen. Es ist jedenfalls einiges in Planung. <<I

Vielen Dank für eure Antworten. Habt ihr vielleicht zum Abschluss noch ein paar Worte für unsere Leser parat?

>> Ich bedanke mich, auch im Namen der anderen Bandmitglieder, für die große Unterstützung! <<
http://www.centhron.com
Lucy von Leibnitz (www.promofabrik.de)


[ Zurück zum Index: 'C' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler