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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CHILDREN OF B ....

CHILDREN OF BODOM
Warman und die Hellhounds
Children Of Bodom sind hierzulande Festival-Dauergäste. Und nicht nur für Deutschland gilt das. Vor vielleicht 14 Jahren hatten die Finnen ihren ersten Auftritt außerhalb von Finnland - in der Markthalle Hamburg, inzwischen aber sind die Jungs weltweit sehr gefragt. Auch im Amphitheater war man bereits, inklusive Bekanntschaft mit dem Nordsternpark in seiner Eigenschaft als Labyrinth… Nicht selten sind die Fans verwundert, wenn Alexi und Co. nicht automatisch Headliner sind. Nun, auf dem diesjährigen Rock Hard Festival führten sie den Samstag an. Rein technisch aber war es keine Selbstverständlichkeit aus Bodom-Sicht, nämlich überhaupt aufzutreten und ein Glück für alle Anwesenden. Denn aufgrund von Alexis Verletzung war kurz zuvor die US-Tour abgebrochen worden. Und am besagten Samstag finden wir uns wieder vor den so genannten Umkleiden, nehmen auf der Abgrenzung zum Kanal Platz, während auf der Vorderseite der Bühne gerade Forbidden durchthrashen. Mit uns also ein gut gelaunter Tastengott Janne „Warman“ Wirman, der über die Höhe von Kojen in Tourbussen, die Lichtverhältnisse im hohen Norden, die zukünftige Einrichtung seines Wohnzimmers und so manches mehr berichtete.
Michael: Hi Janne, wie geht´s?

Janne: >> Alles bestens, vielen Dank! <<

Michael: Hattet Ihr jetzt eigentlich Gelegenheit, hier irgendetwas anderes zu sehen, als den Flughafen, Autobahn und das Gelände?

Janne: >> Oh ja. Genau genommen sind wir schon seit gestern hier. Gestern Abend beispielsweise waren wir in einem Club nicht so weit von hier, in der Stadt Essen. War echt cool (könnte das Turock gewesen sein). Hier auf dem Gelände sind wir erst so seit ungefähr 18:00 Uhr. <<

Christina: Aha, also, wie geht es denn Alexi soweit, hat er noch immer Probleme mit seiner Verletzung?

Janne: >> Ja, seine Schulter ist soweit verheilt, aber er hat noch Schwierigkeiten mit seinen gebrochenen Rippen. Das braucht eine Menge Zeit, bis so etwas verheilt ist, aber seine Schulter sollte OK sein. <<

Christina: Und wie ist das eigentlich passiert?

Janne: >> Er war einfach total sturzbesoffen und ist aus seiner Koje in dem Torbus gefallen. Weißt Du, die oberen Nischen sind ziemlich hoch. Wenn Du da raus fällst kannst Du direkt ohnmächtig sein, wenn nicht schlimmer… also, das ist, was einfach passiert ist, haha. <<

Christina: Wie war denn die US-Tour einmal davon abgesehen?

Janne: >> Oh, es war einfach toll. Wir sind inzwischen gut befreundet mit Lamb Of God, wir sind jetzt viel zusammen mit denen getourt… auch all die anderen auf der Tour, all die anderen Bands, As I Lay Dying, God Forbid und Municipal Waste. Das war einfach wie eine große Gruppe Freunde auf Reisen, wir hatten viel Spaß. Und die Shows in Kanada waren fantastisch. Also hatten wir eine echt gute Zeit. Und natürlich waren wir in Kanada möglicherweise eine Art Headliner mit diesem Album. Also, es war toll. <<
Christina: Was haltet Ihr hier von dem Amphitheater? Manche Leute sagen, dass das die schönste Festival-Location in Deutschland ist. Wie denkst Du darüber?

Janne: >> Ja klar, also, das ist schon echt nett hier. Ich mag auch den Fluss hier (Rhein-Herne-Kanal), den Park, ja, sehr schön. *lacht* << (Deutet auf die Leute auf der anderen Seite.)

Christina: Was macht für Euch den Unterschied zwischen Festivals und anderen Gigs aus? Was findest Du vielleicht besser?

Janne: >> Tja, weißt Du, Festivals und Club-Gigs sind schon sehr verschieden… wenn Du Festivals mit Clubs vergleichst… <<

Michael: Wie z.B. die Markthalle in Hamburg…

Janne: >> Ja, oooh Mann *Allgemeines Gelächter*

Der Hauptunterschied ist natürlich die wesentlich größere Crowd, wohingegen es in Clubs natürlich intimer ist, die Interaktion mit dem Publikum. Natürlich sind auch Festivals unterschiedlich groß. Nimm einmal das Wacken. Also… was wollte ich noch sagen? Oh, ich bin zu nüchtern, um vernünftig zu antworten… hahaha. <<


Christina: Eure Fans erwarten normalerweise von Euch, dass Ihr automatisch Headliner seid, was natürlich nicht immer der Fall ist. Macht das für Euch einen Unterschied?

Janne: >> Nein, eigentlich nicht. Aber es ist schon prima, wenn man auf manchen Festivals der Headliner ist. Ich verstehe die Fans. Letztes Mal waren wir ein Headliner auf dem Wacken… glaube ich… möglicherweise… Ja, das ist auf jeden Fall toll. Aber weißt Du, wir spielen auch auf vielen Festivals, so wie diesen Sommer, wo wir das nicht sind. Manchmal besteht der Unterschied darin, dass Du auf einer besseren Bühne spielst, wenn es mehrere gibt… Ich würde auch nicht gerne die Band sein wollen, die um 3 Uhr morgens irgendwo spielt. Andererseits, je weiter man nördlich geht, umso später wird es im Sommer dunkel. Du trittst also spät auf mit dem ganzen Pyro, und es ist trotzdem hell. Die Leute können das und die Lightshow also gar nicht richtig sehen, obwohl es schon spät ist. Also macht das auch keinen Unterschied. Ich glaube es ist von der Situation abhängig, ob das wirklich einen Unterschied macht. <<
Christina: Wo spielt Ihr denn diesen Sommer noch? Das ist sicher eine Menge…

Janne: >> Wir haben drei Shows in Finnland, eine in Schweden, eine in Spanien und dann ist da das Graspop in Holland, nein - Belgien, das sind die nächsten, und nach Moskau geht´s auch noch. <<

Christina: Was würdest Du sagen waren die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte von CBO?

Janne: >> Hm, die Leute haben das Release des letzten Albums, zu einer großen Sache werden lassen, in vielen Ländern kam es zu Chartplatzierungen, sogar in den USA. <<

Michael: Sogar in den USA – wie hoch ging es denn ´rauf?

Janne: >> Das ging rauf bis 22! Weißt Du, zu der Zeit fühlte sich das für mich gar nicht so besonders an, aber jeder sprach die ganze Zeit darüber… Eigentlich war das schon faszinierend, ein echter Erfolg, also… war das 21 oder 22? Ach, das macht auch nichts, hehe. Irgendwas in der Art

*lacht*

Ja, ich nehme an, das war eine Art Meilenstein. Was noch… wir habe das finnische Äquivalent der Grammy-Awards gewonnen, und zur gleichen Zeit erfuhren wir, dass wir über eine Million Alben verkauft hatten. Ich war echt überrascht, das zu hören…*lacht* ich denke auch das war ein echter Meilenstein, das heißt dass wir vielleicht mindestens eine Million Fans da draußen haben, hehe. <<


Christina: Ihr seid auch was Eure Website angeht ganz vorne bei Bands, die das konstant nutzen, um mit ihren Fans zu kommunizieren. In wieweit bist Du da auch involviert? Z.B. bei den Spots und so?

Janne: >> Oh, ja… hm, ich muss sagen ich selbst bin ein wenig faul, wenn es darum geht, das zu updaten. Henkka macht da, denke ich, mehr. Ich denke, wir alle könnten noch mehr dazu beitragen. Die Fans erkennen das an. Gerade wenn wir so etwas wie diese TV-Spots machen. Wir sollten wirklich noch mehr Zeit damit verbringen, weil das Internet die Art ist, wie Leute heute kommunizieren und ihre Informationen bekommen, weißt Du… ich könnte also echt mehr machen. <<
Christina: Also bist du involviert, aber noch nicht mehr…

Janne: >> Ja, genau so… *lacht* <<

Christina: Hm, es ist ja schon eine Zeit her, seit Blooddrunk herauskam. Wenn Du zurückschaust, was macht die Platte einzigartig. Und bist Du noch 100% zufrieden damit, wie die Platte wurde?

Janne: >> Also, klar, ich bin noch immer voll zufrieden. Aber einzigartig… Was es auf jeden Fall besser macht als den Vorgänger, also, wenn ich zurückschaue ist auf jeden Fall der Sound viel besser als auf Are You Dead Yet. Dort war am Ende der Sound überhaupt nicht so, wie ich ihn mir gewünscht hätte. Blooddrunk ist wesentlich besser geworden. Dieser Sound ist sehr in der Art wie ich ihn einfach mag. Wenn ich also etwas ändern sollte, würde ich zurück gehen und Are You Dead Yet ein wenig ändern, da gäbe es einiges an Arbeit. *Gelächter* Aber mit Blooddrunk bin ich ganz sicher zufrieden. <<

Christina: Wo wir gerade beim Verändern sind – gibt es Dinge an COB, die sich niemals verändern werden, oder gibt es vielleicht auch Dinge, die sich kaum ändern?

Janne: >> Hah, wenn Du mich das vor sechs Monaten gefragt hättest, dann hätte ich auf jeden Fall gesagt, das ist der Song Downfall am Ende des Sets. Er hatte dort seinen Platz seit 11 Jahren oder so. Aber in diesem Jahr haben wir damit angefangen, ein wenig zu experimentieren, und wir haben ein paar Gigs gespielt, wo Downfall nicht der letzte Song war. Es gab ein paar Änderungen hinsichtlich des Materials von Are You Dead Yet.

Hm… Dinge, die sich nie ändern…. *überlegt*…Ähm, wir werden niemals female Vocals haben… ich glaube es ist noch viel zu früh für ein solch tief greifendes Gespräch, hehe...*lacht* <<


Christina: Und was würdest Du vielleicht gerne zu den Fans sagen, worüber wir bisher nicht gesprochen haben? Berühmte letzte Worte vielleicht, hehe…
Janne: >> Tja, das wird man gegen Ende eines Interviews oft gefragt und weiß dann nicht so richtig, was man antworten sollte… Ich denke, das Wichtigste überhaupt ist - ich möchte mich auf jeden Fall bei allen bedanken, die unsere Alben kaufen und zu unseren Shows kommen, denn das ist, was uns am Leben hält! <<

Christina: Arbeitet Ihr eigentlich bereits an neuem Material?

Janne: >> Das lässt sich kurz halten: Nach den Sommer-Shows werden wir eine kleine Pause haben, können ein wenig Urlaub machen. Und am Ende des Jahres haben wir eine große Welt-Tournee. Ich weiß gar nicht, ob die Info zu diesem Zeitpunkt offiziell ist, aber ich sag´s trotzdem, hehe. Wir werden ein paar Shows in Südamerika spielen, Nordamerika wieder, Japan, Russland, alles eigentlich eine große Tour, und die geht bis Ende des Jahres. Und erst nach diesem Zyklus können wir eigentlich ernsthaft über neues Material schwatzen. <<

Christina: Cool. Dann besten Dank für das Interview!

Janne: >> Danke auch an Euch! <<

(Wir machen uns auch den Rückweg und plaudern noch ein wenig, während die untergehende Sonne Amphitheater und Bühne in ein hübsches Licht tauchen…)

Janne: >> Wirklich ein sehr schöner Ort… <<

Michael: Ja, in der Tat…

Würde gerne einmal wissen, ob Du noch dazu kommst, Jazz zu spielen.

Janne: >> Ach ja… also, da komm´ ich eigentlich schon seit Jahren nicht mehr ernsthaft zu, aber das ist glücklicherweise etwas, was man nicht verlernt. Insgesamt spiele ich ja eine Menge anderer Sachen. <<

Michael: Hab´ selber eine Weile Klavier gespielt, ein paar Jahre bis zum Abitur, auch Blues und Jazz. Aber inzwischen dürfte ich es vollständig verlernt haben, die Hände rosten mit der Zeit sozusagen ein… ich glaube auch nicht das ich das Instrument jemals wirklich beherrscht hab. Irgendwie war es eher umgekehrt.
Janne: >> Ja, es macht auch einen großen Unterschied, wenn man bereits als kleines Kind anfängt. <<

Michael: Wie eine Sprache zu lernen oder so.

Janne: >> Ja, genau. Dann beherrscht man eine Instrument viel schneller oder besser, je nachdem, wie man es ausdrücken will. Meine Eltern haben mich in den Musikunterricht gesteckt, als ich noch Kleinkind war. <<

Michael: Tja, der Unterschied ist offensichtlich…

*Gelächter*

Janne: >> Weißt Du, ich habe ein kleines Klavier, aber wenn ich mir das leisten kann, dann will ich mir einmal einen richtigen Flügel in mein Wohnzimmer stellen. Das ist so ein Traum von mir! <<

Michael: Hm, wer sich mit Instrumenten ein wenig auskennt, kommt da wohl locker auf den Preis eines Oberklasse-Wagens…

Janne: >> Das ist es ja, hehe. <<

Christina: Und, ein wenig nervös?

Janne: >> Na ja, vor Shows gibt es immer ein wenig Anspannung. Das hängt aber auch von der Größe ab. Vor dem letzten Wacken Festival beispielsweise waren wir ziemlich nervös. Große Show, viele Special Effects, da ist man schon eher so drauf, hehe. <<

Christina: Kann ich verstehen, wir standen ja ganz vorne.

Janne: >> Ja, oh, wirklich! Coole Sache! So viele Menschen… <<

Michael: OK, dann nochmals vielen Dank für das Interview und viel Glück für die Show!

Janne: >> Vielen Dank, bye bye! <<
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Christina Gorray


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