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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DISBELIEF

DISBELIEF
Konstante auf hohem Niveau
Was fragt man bei einer Band, die seit vielen Jahren aktiv ist und bald ihr 20-jähriges Bandjubiläum angeht, musikalisch vermeintlich an der Spitze steht und jedes neue Album trotz alledem immer wieder starkes Songmaterial aufweist, als wäre das Ende der Fahnenstange immer noch nicht erreicht. Also haben wir das Thema einfach mal weitergereicht und wer wenn nicht Karsten “Jagger“ Jäger ist prädestinierter, diese Fragen zu beantworten.
Hallo Karsten, ein spätes Interview zu einem schon seit längerem veröffentlichten Album. Mein Eindruck war, dass euch mit „Protected Hell” ein sehr gutes Album gelungen ist, das eure Klasse unterstreicht. Wenn man auf dem Niveau steht, wir schwer fällt es dann, an einem neuen Album zu arbeiten? Inwieweit hemmt oder beflügelt es die Arbeit an neuen Songs?
Jagger: >> Es beflügelt mich immer an neuen Songs zu arbeiten, weil das ja auch ein sehr kreativer Prozess ist, an dem man ständig als Musiker, wie auch als Mensch wächst. Natürlich kann man nicht leugnen, dass einem manche Songs auch sehr viel Kopfzerbrechen bereiten können, weil auch uns nicht immer alles leicht von der Hand fällt. <<

Eine akustische Einleitung, betitelt als Hölle. Was habt ihr euch dabei gedacht?
Jagger: >> Das Intro dient dazu, die Hölle einzuläuten, die Beklemmtheit des Folgesongs ‘A Place To Hide‘ zu unterstützen, der zeigt, das das wahre Leben zur Hölle werden kann, wenn man einfach so aus dem Leben gerissen wird. Akustisch deshalb, weil ich akustische Intros schon immer sehr gemocht habe, weil diese eine besondere Spannung erzeugen. <<

„Protected Hell" weiß als durchgehend starkes Album zu überzeugen, Qualitativ darf sich der Fan also auf ein interessantes Erlebnis freuen. Wie würdet ihr den Fans das Album beschreiben und was darf er eurer Meinung nach erwarten?
Jagger: >> Das wir von uns behaupten können, mit dem Endresultat sehr zufrieden zu sein. Wir haben im Vorfeld der Produktion viel Zeit in den Sound investiert, den wir jetzt zu hören bekommen. Von den Songs her haben wir viel Wert darauf gelegt, das jeder Song für sich ein Hörerlebnis ist, aber auch auf der anderen Seite alle Songs als Gesamthörerlebnis nicht zu weit voneinander entfernt liegen. Das war der Auftrag, bevor wir überhaupt einen Song für „Protected Hell“ geschrieben haben, wie auch das die Gitarren zum einen vom Soundbild her viel aggressiver daherkommen sollen und auch viel präsenter im Gesamtbild vorhanden sind. <<

Mich haben einige Songs von dem Album überzeugt. Da wäre der Opener ‘A Place To Hide‘ oder mein persönlicher Favorit ‘Nemesis Rising‘, aber auch ‘The Dark Soundscapes‘ oder ‘Demon’s Entry‘. Zu welchem Song oder Songs habt ihr einen besonderen Bezug und was ist die Begründung dafür?
Jagger: >> ‘A Place To Hide, Hate/Aggression Schedule‘, ‘One Nation´s Son‘, ‘The Return Of Sin‘ und ‘The Dark Soundscapes‘ sind meine Favoriten, weil diese für mich die ausdruckstärksten und spannendsten Songs des neuen Albums geworden sind. ‘Room 309‘ ist der für mich kraftstrotzendste und persönlichste Song von ‘Protected Hell‘ geworden. <<

Welche Ziele habt ihr noch bzw. was treibt euch noch an? Könnt ihr musikalisch noch mehr erreichen oder liegt das Ziel darin, das Niveau zu halten und zu konservieren?
Jagger: >> Wir haben uns nie Gedanken darüber gemacht, ob wir ein gewisses Niveau halten können, eher danach, wie wir unseren Sound und unseren Stil verbessern können.
Was im Endeffekt dabei heraus kommt, gewinnt immer mehr Gefallen, wenn Songideen sich Schritt für Schritt im Proberaum entwickeln und sich zu richtigen mächtigen Songs entwickeln.
<<
Inwieweit unterscheidet sich „Protected Hell" von den vorhergehenden Alben?
Jagger: >> Wie gesagt, vom Soundgefüge her haben wir uns stark verbessert, die Songs sind näher beisammen als noch beim Vorgänger „Navigator“. Die Songs sind sehr authentisch geworden und was meine Vocals betrifft, habe ich wieder neue Ansätze gefunden, um diese bestmöglich zu präsentieren. Da habe ich sehr hart im Studio mit unserem Produzenten Michael Mainx daran gearbeitet, das meine Vocals verständlicher klingen als je zuvor. Dies führte auch dazu, dass die Vocals jetzt viel mehr mit dem Instrumentalen verschmolzen sind, noch mehr eine Symbiose zwischen Musik und Text stattgefunden hat. <<

Welche Genre-Kollegen beeindrucken dich heutzutage musikalisch?
Jagger: >> Bands, die mich beeindrucken sind Slayer, Rush, AC/DC, Crowbar, Bolt Thrower und Death Angel. Ich bin froh über diese individuellen Bands, von denen ich behaupten kann Fan zu sein. Diese Bands haben nichts an ihrer Magie und Authentizität verloren und haben ihr Ding durchgezogen, ohne Kompromisse. <<

Wären das dann auch Favoriten für eine gemeinsame Tour? Und ist auch eine geplant?
Jagger: >> Für Slayer haben wir schon zweimal den Support gemacht, was eine sehr große Ehre für mich und Disbelief war. Mit Death Angel wie auch Bolt Thrower waren wir schon zusammen auf Tour, was unter dem Aspekt sehr cool war, das sich die Menschen hinter der Musik auch als Menschen, als wunderbare Leute entpuppt haben. <<

Wie würdet ihr eure Entwicklung als Band und in musikalischer Hinsicht beschreiben?
Jagger: >> Das uns noch viele Wege offen stehen und wir musikalisch noch lange nicht an unsere Grenzen gestoßen sind. Es gibt noch eine Menge für uns zu entdecken, es bleibt weiterhin spannend. Wir haben einen neuen Gitarristen in der Band, der auch in der Lage ist, ein superbes Solo einzustreuen, oder auch eigene Songideen mit einbringen kann. <<

Abschließend die Frage, was die Fans von euch in den nächsten Jahren noch erwarten können?
Jagger: >> Wir werden ständig präsent sein an der Live-Front, haben vor, demnächst eine reine Cover-CD auf den Markt zu bringen, die wir selber produzieren werden. Die ersten Songs dafür gehen wir gerade an, das wird wohl eine sehr interessante Sache. Nächstes Jahr wird für Disbelief ein Jubiläumsjahr, denn für mich geht es in die 20. Runde. 20 Jahre Disbelief, eine lange und sehr intensive Zeit. Mal schauen, was wir uns dafür einfallen lassen, lasst euch überraschen. <<

Danke für deine Zeit, es war mir ein Fest. Die abschließenden Worte an die Fans gebühren dir.
Jagger: >> Vielen Dank für das Interview und vielen Dank an unsere Fans, die uns schon so lange die Stange halten. Auch ihr seid die Antriebskraft, die uns immer wieder unterstützt, auch wenn bei uns mal eine Phase eintrifft, wo es nicht ganz so gut läuft. <<
http://www.disbelief.de
Robert Buder


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