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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BURNING POINT

BURNING POINT
Power-Metal oder nicht...das ist hier die Frage
Ich finde Interviews immer uninteressanter. Keine Frage die man noch nicht gestellt hat und keine Antwort die nicht schon tausend Mal gegeben wurde. Und wenn es mal privat oder kritisch wird, weichen die meisten Interviewpartner aus oder verstricken sich in halben Wahrheiten. Kritik ertragen die wenigsten wenn man sie direkt am Hörer hat und der Emailer wird genutzt um schnell den Abwasch zu tätigen. Aber jedes Label will alle Bands interviewt haben. Und das obwohl viele der Stars ebenfalls keine Lust mehr haben Plattitüden zu dreschen. Schön das es noch Bands wie Burning Point gibt, die trotz etlicher Alben Feuer und Flamme sind wenn man sie an den Gesprächstisch bittet. Pete Ahonen, Sänger, Gitarrist und Member gleich mehrerer Bands, stellt für seine Band das aktuelle Album "Empyre" vor, das bei uns dick absahnen konnte. Für die Power-Metal-Fans wurde nicht gegeizt.
Pete, bist du einer der die Bandgeschichte parat hat ohne nach drei Sätzen bei der letzten Welt-Tournee angelangt zu sein?

>> Wir gründeten die Band 1999. Nach nur einer Demoaufnahme bekamen wir einen Deal mit dem deutschen Label LMP. Unsere erste CD "Salvation By Fire" entstand. Es gab die üblichen Gigs und 2003 stellten wir "Feeding The Flames" in die Regale der Läden. Diesmal gelang es uns sogar auf Festivals zu spielen. 2004 stieg ein fünftes Mitglied ein. Jussi Ontero verdingte sich am Keyboard, aber bis 2006 drehte sich das Personalrad nochmals. Die Aufnahmen zur dritten Scheibe wurden vom Label abgelehnt und so gingen wir erneut auf Suche, nachdem man uns doch noch behalten wollte, wir aber die Vertragsänderungen nicht akzeptierten. Wir landeten bei Metal Heaven. Die neuen Mitglieder kamen während der Aufnahmezeit im Studio dazu. Pekka Kolivuori spielte die zweite Gitarre und Jukka Jokikokko riss den Bass an sich. "Burning Down The Enemy" wurde 2007 produziert. Zwischendurch spielte ich noch mit Ghost Machinery. Jetzt wurde Skandinavien live komplett aufgerollt. Zum Auftakt des neuen Albums "Empyre" gab es wieder neue Mitglieder. Jari ging und Jussi übernahm die Drums. Pasi Hiltula (ex-Eternal Tears Of Sorrow), der auch auf den ersten beiden Werken zu hören ist, spielt jetzt die Keyboards. Zwischendurch waren wir mit Seabastian Bach unterwegs. <<

Warum hattet ihr nie ein stabiles Line-Up?

>> Keine Ahnung! Da habe ich nie drüber nachgedacht. Wir sind immer noch mit den originalen Mitgliedern befreundet. Sie wollten einfach nur etwas anderes in Angriff nehmen. Jöpe (ex-Basser) wurde damals gefragt ob er bei Catamenia mitmachen würde. Und Jukka (ex-Gitarrist) hatte Lust eine eigene Formation, NNS, zu gründen. Was solls? Das Line-Up ist zur Zeit ziemlich fest und ich bin mit den Jungs mehr als zufrieden. <<

Warten wir mal das nächste Album ab. Das wird dann auch euer härtestes. Wir haben, abgesehen vom neusten Opus, alle drei anderen Alben bewertet. Jedesmal ein anderer Mitarbeiter. Die Bewertung ist eine Berg und Talfahrt. Was meinst du, liegt es an den Alben oder am Kritiker?

>> Das kann ich mir nicht erklären, zumal ich der Hauptkomponist der Band war. Auf den ersten drei Alben bin ich für achtzig bis neunzig Prozent der Musik verantwortlich. Erst neuerdings teilen wir uns diese Aufgabe. Ich sehe uns auch nicht im Power-Metal. <<

Das war meine Frage nicht. Gibt es denn für dich Unterschiede in den Alben?

>> Ich kann nur sagen, daß die ersten drei Alben wesentlich mehr "Back To The Roots" waren, in Bezug auf meine musikalische Vergangenheit. Also eher 80er-Jahre beeinflußt. Das ist jetzt nicht mehr so. <<

Ihr habt die Titelmelodie des Films "Der Pate" metallisiert. Saubere Arbeit. Das perfekte Intro zu jedem Live-Gig. Ich kniee nieder. Wer hatte diese glorreiche Idee!

>> (lacht) Das wollten wir schon immer machen. Selbst mit dem alten Line-Up. Ist aber eben erst zustande gekommen. <<

Ihr solltet den Track singen. Es gibt doch italienische Lyrics, so weit ich weiß

>> Ja, ja. Mal sehen. VIelleicht lade ich dazu den Sänger von Rhapsody ein (lacht). <<

Du hast die Frage wann und warum der Wechsel des Labels stattgefunden hat schon beantwortet. Gibt es noch ein paar Worte dazu?

>> Tja, was soll ich sagen. Neue Bands sehen am Anfang vieles anders. Man ist leichtgläubig. Es gab schon richtig Knies im Hause Limb. Das scheint anderen Bands dort ähnlich zu gehen. <<

Stell uns mal deine Band vor?

>> Unser Basser Jukka hat in den "HelGate"-Studios bereits unser letztes und das neue Album mit dem "Engineering" betreut. Er spielt auch in meiner dritten Band Stargazery. Jussi Ontero, unser Drummer, war früher unser Keyboarder. Er ist ein Multitalent und der beste Musiker mit dem ich je zusammen gearbeitet habe. Er ist immer perfekt am Puls der Gefühle. Unser jetziger Tastenmann Pasi Hiltula hat bei Kalmah gespielt, einer ziemlich guten finnischen Band. Er ist der zurückgekehrte Sohn und jetzt ein Full-Time-Member. Pekka Kolivuori ist einer meiner längsten Freunde. Ich bin froh, daß er den Gitarristen-Part übernommen hat. <<
Ein Freund von mir schreibt seine Studienarbeit über Musik. Ein Thema behandelt wie Menschen ihre Musik sehen. Er bat mich mehreren Musikern diese Frage zu stellen. Kannst du euren Sound einem wildfremden Menschen beschreiben?

>> Man könnte sagen, wir spielen Melodic-Heavy-Metal. Wie gesagt, ich sehe uns nicht im Power Metal-Genre. Wir haben Tendenzen zum AOR. <<

Das denke ich nicht, aber wenn du das sagst. Ihr wart Teil des "Maximun-Rock"-Festival in Rumänien. Was ging dort ab. Was ist im Osten anders als bei uns?

>> Wir hatten uns auf Großes gefreut. Einige Bands waren ausgefallen und man bot uns an in die Bresche zu springen und über eine Stunde Spielzeit zu erhalten. Gerade, als wir bereit waren die Bühne zu entern, schüttete es aus allen Eimern. Die Fans sind schlichtweg ersoffen. Das wars dann für uns. Wir konnten Backstage in einem Zelt noch etwas zum Besten geben. "That`s Rock `n` Roll!" Es durften auch einige Fans nach hinten und wir konnten noch Autogramme verteilen. <<

Der zweite Teil der Frage?

>> Ääh?!? <<

Die Organisation, das Drumherum?

>> Also, ich muß gestehen, das alles, angefangen beim Catering, dem Hotel, die Mitarbeiter und die Terchniker vom Feinsten waren. Da läuft alles richtig cool ab. Das ist nicht immer selbstverständlich. Auch nicht bei uns. <<

Wie ist es Sebastian Bach mit eurer Musik, mit eurer Band zu supporten?

>> Na ja, das mit der Musik war ganz in Ordnung, besonders aus unserer Sicht der Dinge. Zudem bin ich ein großer Skid Row-Fan. Allerdings kamen die Jungs schon mal zwei Stunden zu spät zum Set. Da mußten wir den Soundcheck kürzen und anstatt acht oder neun Tracks konnten wir so eben vier spielen. Das ist kein Spaß. <<

Die limitierte Ausgabe von "Empyre" hat vier Coverversionen. Da ich keine vorliegen habe, muß du reinen Wein einschenken.

>> Wir haben in Finnland einen Superstar der heißt Kirka. Wir covern seinen Track "I`ll Be Yours", Taage (ex-Altaria) singt ihn und der alte Gitarrist von Kirka, Riku Kukkonen, spielt die Klampfe. Es ist finnische Volks-Musik. Der Track wurde sogar schon öfter im Radio gespielt. Von Q5 stammt der nächste Beitrag, "Let Go," und Jonathan K. hat ihn für mich eingesungen. Dann gibt es da noch Running Wild`s "Gods Of Iron" mit ex-Running Wild-Hexer Majk Moti und zum Schluß von The Rods "Nuclear Skies" mit David "Rock" Feinstein als Gast, der ein Solo zaubert. <<

Was liegt in baldiger Zukunft an?

>> Wir wollen mit den Schweden Cryonic Temple und der deutschen Formation Tragedian auf Tour gehen. Zum zehnjährigen Bandjubiläum soll die erste DVD von uns erscheinen. Das wird wirklich klasse. <<
http://www.burningpoint.net
Steve Burdelak


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