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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANG YOUR HEA ....

BANG YOUR HEAD 2001
Wie jedes Jahr war auch diesmal der Süddeutsche Teil der „Hard Union“ Festivals ein Muss auf unserem Terminkalender, wobei die „Odysee in Metal“ mehr Fans mobilisierte, denn je zuvor, um sich bei guter Musik und dem ein oder anderen Fass Bier zwei Tage die Sonne auf’s mehr oder minder wallende Haupthaar brennen zulassen. Hier nun unsere Erinnerungen, die zugegebenermaßen nicht alle Bands berücksichtigen.
BALINGEN MESSEGELÄNDE

29.06 –30.06 2001
Tierra Santa eröffneten den ersten Tag des „Bang Your Head“-Open-Airs und hatten zunächst mit dem Problem zu kämpfen, daß zahlreiche Fans auf das Gelände wollten, der zögerlich verlaufende Einlaß jedoch dafür sorgte, daß die Spanier ihren Set vor einer relativ geringen Zuschauermenge beginnen mussten. Ihr mit diversen Maiden-Zitaten gespickter Power Metal stieß allerdings auf regen Zuspruch und mit zunehmender Spieldauer füllten sich die Reihen zusehends. Für einen Opener wurden die Mannen um den amtlichen Sänger Angel wirklich erstaunlich abgefeiert, so daß man hier von einem vollen Achtungserfolg sprechen muß. Daumen hoch, aber wo war ihr Kultsong „Dracula“? (CL)
Zahlreiche in Slow Motion über das Gelände kriechende Träger von Doom-Shirts ließen erahnen, daß die Texaner Solitude Aeturnus von einem eingeschworenen Fankreis erwartet werden. Yep, und von mir wurden sie ebenfalls sehnlichst herbeigesehnt, zählen die Epic Doomer um John Perez doch definitiv zu meinen persönlichen Faves. Es wurde aber auch mal wieder Zeit, Hammer-Tracks wie „Days Of Prayer“ oder “Falling“ live dargeboten zu bekommen. Ausnahmesänger Robert Lowe rief durch seine introvertierte, abgedrehte Performance bei ’Nicht-Eingweihten’ Erstaunen hervor, überzeugte jedoch alle Anwesenden mit seinem eindringlichen, einzigartigen Organ. Doom Metal funktioniert halt auch bei Tageslicht, denn Solitude waren neben Helstar mein persönliches Highlight des Wochenendes! Wann kommt denn nur endlich die neue Platte? (CL)
Schon nicht schlecht, was die Schwabenbrüder da in der Mittagshitze auf die Bretter brachten. Kaum eröffneten sie mit ‘Crush Depth’ ihre rund vierzigminütige Show, da reagierten die aufgeweckten Metaller durchwegs positiv auf die Darbietung der Mannen um Gitarrist Todde Ihlenfeld, die sich mehr als achtbar aus der Affäre zogen. Dabei spielten Brainstorm sich quer durch die bisherigen drei Alben: ‘Holy War’, ‘Maharaja Palace’, ‘Tear Down The Walls’ und ‘Demonsion’ wurden exakt und immens spielfreudig in das Rund gedrückt, bevor die Jungs mit ‘Blind Suffering’ dem Publikum einen Track vom kommenden Album ‘Metus Mortis’ boten, der anständig aufgenommen wurde: Feuertaufe bestanden. Allen voran konnte Sänger Andy B. Frank seinen positiven Albumeindruck auch live voll bestätigen. Wie auch der Rest der Bande, die sich auch auf der ungewohnt großen Bühne sichtlich wohl fühlten und so anständigem Sound im Rücken einen tighten anerkennenswerten Gig hinlegten, für den sie lautstarken Applaus ernteten. Nachdem dann der letzte Song ‘Liar´s Edge’ den Auftritt beendet hatte, waren viele positiv überrascht oder auch nur in ihrem Fan sein bestätigt. Thumbs up für BRAINSTORM!(SBT)
Nach der enttäuschenden letzten Veröffentlichung hatte ich eigentlich keine großen Erwartungshaltungen vor dem Vicious Rumors-Gig, aber die Truppe um Bandleader Geoff Thorpe wusste definitiv zu gefallen. Die wenigen neuen Tracks der „Sadistic Symphony“-CD zeigten im Live-Gewand erheblich mehr Biß und das einstige US-Metal-Aushängeschild kramte zu dem etliche gut interpretierte Knaller der Marke „On The Edge“ und „Digital Dictator“ heraus, was ihren Auftritt zu einem echten Erfolg werden ließ. (CL)
Zu dem Auftritt der Herren Kreator sei nur soviel gesagt, hart war es. Unerwartet hart, denn nachdem vorherigen Tourdebakel war mit einer derart starken Leistung nicht zu rechnen. Die Fans bekamen was sie wollten und das war auf die Glocke Thrash. „Extreme Aggression“, „Flag Of Hate“ und sogar “Tormentor” in ansprechenden, sprich ordentlich knallenden Versionen, bei denen Mille seine Stimmbänder mal wieder richtig anstrengte. Und es kam an, so versöhnten sich wohl viele mit der Essen-Connection, die sich damit überzeugend zurückmeldete.
(SBT)
Armored Saint sind gern’ gesehene Gäste in unseren Gefilden, sind sie doch ein Garant für die absolute Vollbedienung in Sachen energischer, schweißtreibender Show, und auch in Balingen war mal wieder Verlass auf das US-Metal-Urgestein. Die Mannen um Power-Röhre John Bush und Monsterbasser Joey Vera zelebrierten einen wohldosierten Mix ihrer Veröffentlichungen und versprühten ohne Ende positive Energien. Coole Show, wie eigentlich immer! Als besonderes Highlight entpuppte sich übrigens die megamelodische Hymne „Den Of Thieves“. Fazit: Einfach nur geil! (CL)
Dreckig laut und lustig , diese drei Worte beschreiben die Australier um Angry Anderson auch im neuen Jahrtausend noch passend. Acting Ansagen und Musik passten einfach zu den lockeren Rocktracks und für manche Anwesende offenbar auch Alltime-Faves wie „Rock’n Roll Outlaw“ und „Nice Boys Don’t Play Rock’n Roll“ machten den Gig von Rose Tatoo zu einem weiteren Highlight. (SBT)
Nun ja die Frage ob sich Neuzugang Damond Jiniya bereits hier in die Savatage Rige der geilen Sänger einreihen konnte löste schwere Diskussionen aus, Zum einen dröhnten einige Sangeseinlagen merklich schief aus den Boxen, zum anderen war das Stageacting das eher zu einer LA Glamrock Band oder zu HIM gepasst hätte, denn zu den Jungs um John „Siren“ Oliva, der allerdings auch nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Andere waren angesichts solch mächtiger Songs wie „Believe“ The Hall Of The Mountain King“ “Edge Of Thorns“ restlos aus dem Häuschen und feierten die Band entsprechend ab.
Headliner des Tages eins waren niemand geringerer als Judas Priest, die nun wirklich nicht die zweite Wahl darstellten und das obwohl „Demolition“ für reichlich Gesprächsstoff im Vorfeld sorgten. Kontroverses Album und ein kontroverser Sänger namens Ripper Owens, den nur die wenigsten bereits zuvor live erlebt hatten und der dem übermächtigen Schatten eines Rob Halford nicht entkommen kann. Die Spannung war entsprechend und die Performance? Kurz wechselhaft. klang Owens bei einigen Tracks wirklich zum Stein erweichen , bzw. zum lauten Aufheulen kamen andere Songs einfach nur geil. Zumindest war die restliche Darbietung und die Setlist souverän (Metal Gods, Breaking The Law, The Green Manalishi, eine Akustikversion von „Diamonds And Rust“ Living After Midnight) vom ersten bis zum letzten Track („Hellbent For Leather“). Ja auch die beiden neuen Tracks drückten ganz ordentlich, natürlich ohne allzu euphorische Reaktionen auszulösen. Dennoch den meisten Fans hat die Show der alten Männer gefallen, besonders im Vergleich zu den letztjährigen Notheadlinern aus Hannover, die es nun wirklich nicht mehr drauf hatten.
Die Rolle des Openers wurde am zweiten Tag Couragous zu Teil, die einen vom ’Heavy oder was!?’ und der ’Rockfabrik’ initiierten Wettbewerb gewonnen hatten. Die fünf Jungs aus Frankfurt standen vor dem Problem, daß der überwiegende Teil der Besucher noch in den Zelten an den alkholbedingten Wunden der letzten Nacht zu knabbern hatte oder schon wieder auf dem Camping-Areal am Promillegehalt arbeitete, so daß sich nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Freaks für ihren Sound (technisch anspruchsvoller Thrash, der sich einerseits an alten Heroen orientiert, andererseits mit zahlreichen modernen Elementen aufwarten kann) interessierte. Die Band nahm es jedoch gelassen, agierte nach dem olympischen Prinzip „Dabei sein ist alles“ und legte einen vor Spielfreude zerberstenden Hammergig auf das Parkett. Der Höhepunkt war hierbei ganz klar „Listen“, der Titelsong ihrer Debüt-CD, aber auch das neue Material machte gehörigen Appetit auf das baldig erscheinende Zweitwerk aus dem Hause Couragous. (CL)
Für die Kanadier Eidolon war dieser Auftritt die Live-Feuertaufe auf dem alten Kontinent. Das Power-Metal-Quartett konzentrierte sich in der Kürze der Zeit erwartungsgemäß auf die beiden letzten Veröffentlichungen „Hallowed Apparition“ und Nightmare World“, spielte aber auch ein Medley mit Songs der beiden nicht in Europa veröffentlichten Vorgänger-Scheiben. Aber auch wenn ich die Musik von Eidolon eigentlich sehr mag, so enttäuschte die Band in Bezug auf ihr Stageacting doch sehr, da sich die Saitenfraktion nahezu überhaupt nicht bewegte und auch nicht gerade eine üppige Spielfreude erkennen ließ. Alles in allem ein etwas zwiespältiger Gig. (CL)
„Dicker Arsch und große Fresse – so ist der Hesse“. Wer seine Plakate mit solchen Slogans verziert, der kann von mangelnden Selbstbewusstsein nicht reden. Noch dazu wenn Squealer Sänger Henner, als running Gag oder aufgrund völliger Orientierungslosigkeit, das Publikum ständig mit „Hallo Wacken“ begrüsste. Egal, das Volk nahm es mit Humor und bekam im Gegenzug eine ‘Best Off’ Setlist der beiden bisher erschienenen Alben, geboten, die Songs wie ‘The Eternity of a Day’, ‘Nowhere to Hide’, ‘Friends for Life’, ‘The Final Daylight’ und eine eigenwillige Depeche Mode Coverversion ‘Enjoy the Silence’ bot und den meisten wohl Spaß machte. Auch um 11.30 Uhr. Als Bonus der besonderen Art wurde noch der Track ‘Liar’ von dem Zweitling ‘Wrong Time, Wrong Place’ dargeboten. War im letzten Jahr noch Mike Terrana Drummer bei Squealer, so griff man diesmal auf EDGUY´s Fellgerber Felix Bohnke zurück, der seinen Job, wie der Rest der Truppe, mehr als ordentlich machte. Einzig und allein bleibt die Frage, was die Band mit dem zweiten Sänger erreichen will???
(SBT)
Helstar waren für mich der eindeutige Höhepunkt des gesamten Festivals! Die Mannen um Top-Sänger James Rivera hatten schon in der Nacht zuvor im Balinger Club WOM für absolute Begeisterungsstürme gesorgt und konnten mit ihrem komplexen US-Metal auch auf der weiträumigen Festival-Bühne und bei strahlendem Sonnenschein überzeugen. Power-Metal-Klassiker wie „Run With The Pack“, „Dracula’s castle“ oder „Evil Reign“ wurden zu Recht vollkommen abgefeiert und die sympathische Band kam aus dem Staunen hierüber kaum noch heraus. Leider fehlte mit „Remnants Of War“ der Helstar-Song schlechthin, aber zum Glück gab’s den ja bei der Club-Show um die Ohren. Jungs, kommt bald wieder! (CL)
Wow Company Of Snakes die alten Herren des Blues-Metal-Rock Sänger, rund um Berny Marsden und Micky Moody waren einfach hinreißend. Über alle Backn grinsend und sichtlich beglückt mal wieder auf einer großen Bühne zu stehen brachten sie sämtliche (ok zumindest eine Menge) alte Whitesnake-Songs relaxed und zugleich druckvoll in das tanzende Volk. Klar kann man darüber streiten, ob Gary Barden (Ex-MSG) jemals einen David Coverdale ersetzen kann, stimmlich aber war der „Jungspund“ über jede Kritik erhaben. Natürlich war alles viel zu früh vorbei, denn den hundertfach gehörten aber grandios vorgetragenen Hits
(SBT)
Als vorletzter Act erstürmten die gesammelten Timos und Anhang unter tosendem Applaus die Bühne. STRATOVARIUS brachten nicht nur die erwartete Hitsammlung , die sie technisch tadellos und mit ordentlich Druck in die Menge droschen, sondern auch die erste Pyroshow des Festivals, die diesmal ohne irgendwelche Unfälle vonstatten ging. Was ebenso dankbare Reaktionen der Fans evozierte, wie die Mischung aus Hits und neuen Songs selbst. Auch für die Fotografenschar hatten sich die STRATOVAren etwas Besonderes ausgedacht : Jeder im Fotograben wurde mit roten Clownsnasen ausgestattet, deren Tragfähigkeit allerdings gering war (das Teilchen hielt zumindest nicht auf meinem Geruchswerkzeug), na ja, mal was anderes. Die Jungs so hoch ins Billing zu setzen (nach MEGADETH) schien auf jeden Fall eine gerechtfertigte Entscheidung, denn bei praktisch jedem Track reckten sich überreichlich Hände gen Bühne, feierten die Fans und ließen sich über eine Stunde lang ordentlich in den Arsch treten. Ein würdiger Abschied für die Fünf, die vorerst eine Schaffenspause einlegen, um sich Vaterfreuden, Soloplatten und ähnlichem zu widmen.
(SBT)
Nichts gegen die Herren von JUDAS PRIEST aber auf die Frage, wer denn der Headliner des BYH war, kann es nur eine Antwort geben: Mr. DEE Fuckin SNIDER. Eben noch in New York , die gesammelten Pressefritzen mit einer Spontanpressekonferenz abgespeist, drehte die ehemalige Oberschwester derartig auf, dass es kein Halten mehr gab! Mit seiner auf den legendären TWISTED SISTER basierenden perfekten Metalshow, verwüstete Mr. Rockstar himself Balingen bis in die letzte Reihe. Bereits mit den ersten Takten des Openers ‘What You Don’t Know’ erlebte das Publikum Power pur. Nach dem Eröffnungssturm ‘The Kids Are Back’ und ‘Stay Hungry’, unterbrachen lediglich die gewohnt unterhaltsamen ‘Ansagen’ bzw. Monologe des Zeremonienmeisters die enthusiastische Massenparty. Aber egal, ob er alte Zeiten und die Zusammengehörigkeit der Metalgemeinde beschwor, ob er Songs der Marke ‘Under The Blade’ ‘I Am I’m Me’ oder ‘Burn In Hell’ ansagte oder ob er den sick Motherfuckers in der Balinger Menge huldigte, wurde abgefeiert.
Kein Wunderist er doch mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz gesegnet, die er glänzend mit der Energie eines zwanzigjährigen Newcomers zu verbinden weiß. So konnte nicht einmal der Lemmy gewidmete (und mit ihm komponierte) Desperadosong ‘Hardcore’ die euphorische TWISTED SISTER Glückseeligkeit stören. Den absoluten Höhepunkt der Show war der achtziger Jahre Hit ‘We’re Not Gonna Take It’, dessen Refrain noch aus unzähligen Kehlen wiederhallte, als der Track längst vorbei war. Solange, bis die Band endlich wieder ansetzte, was wohl selbst DEE SNIDER überraschte. Mit von der Partie, Twisted Altdrummer und Manager in allen Belangen A.J Pero, der mit der restlichen Backingband die perfekte Druckplattform für den faszinierenden Frontmann bot. Als einziges Manko der Show bleiben lediglich DEEs mangelnde Fähigkeiten als Wettergott zu bemängeln. Beim finalen ‘SMF’ goss es trotz seines gen Himmel gerichteten Flehens „Please not now!“ wie aus gewaltigen Badewannen, sodass das abschließende Feuerwerk fast absoff. Wer noch Zweifel an meiner Eingangsfeststellung hat, dem sei gesagt dass selbst die Backstage-Pressefritzen klätschnass aber glücklich noch lange ‘We’re Not Gonna Take It’ skandierten - und das wo wir sonst doch alle so verwöhnt und degeneriert sind. Respekt!!!
(SBT)
Sven Bernhardt, Christoph Lücker - Pics: Sven Bernhardt


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