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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CROSSWIND

CROSSWIND
Simply the best!!!
Bandleader Kyriakos Vasdokis spricht über Whisky, Bier und die geheimen Machenschaften zur Schaffung einer neuen Weltordnung!!! Wen interessieren da noch zwei der besten Demos die der traditionelle Heavy / Power Metal in den letzten Jahren hervorgebracht hat? ;-)
Gib uns doch mal bitte einen kurzen Abriss über die Historie von Crosswind!
>> Der ursprüngliche Beginn von Crosswind datiert bis zurück in das Jahr 1995 als wir alle rund 15 Jahre alt waren und unter verschiedenen Bandnamen und mit verschiedenen Line-ups musizierten. 1998 oder 1999 brachten wir, damals noch mit einem anderen Sänger, ein 4 Track-Demo heraus. Danach lösten wir uns auf, weil einige der damaligen Mitglieder einfach keinen Bock mehr hatten und ich selbst Griechenland in Richtung Schottland verließ um mich meinem Studium zu widmen. Außerdem verbrachte ich die folgenden 6 Jahre mit so wichtigen Dingen wie Whisky und Bier sammeln.
2005 haben sich aufgrund glücklicher Umstände die Wege von Vasilis (Drums) und mir erneut gekreuzt. Kurzerhand beschlossen wir etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen, da ich niemals aufgehört hatte Musik zu komponieren und Vasilis niemals in seinem Bestreben nachgelassen hatte diese Musik zu spielen.
Nachdem wir meinen guten Freund Leon an der zweiten Gitarre sowie Mr. True Metal Vasilis Kyrkos am Bass in das Line up aufgenommen hatten, war die neue Inkarnation von Crosswind geboren.
Den Rest dürftest du wissen. Das „Beyond“-Demo wurde Anfang 2008 veröffentlicht und dem folgte im letzten Monat „Opposing Forces“.
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Die Mitglieder der Band leben sowohl in Griechenland als auch dem United Kingdom. Warum das? Kompliziert das nicht die Proben, das Songwriting und die Aufnahme-Sessions enorm?

>> Ja, das ist schon eine recht schwierige Situation… Wie ich schon sagte, war ich die meiste Zeit der letzten Jahre mit meiner akademischen Ausbildung in den UK beschäftigt. Als für ein Jahr Militärdienst nach Griechenland zurückkehren musste, stellte ich fest, das ich mein Leben im Britischen Königreich doch als angenehmer fand. Natürlich abgesehen von dem beschissenen Wetter hier. Aber das ist eine andere Geschichte… Im Moment bin ich gerade dabei dauerhaft auf die Inseln zurückzukehren. Leon hat, ebenso wich ich, im UK studiert und lebt dort seit er angefangen hat als Musik-Lehrer zu arbeiten.
Die beiden Vasilis unserer Rhytmustruppe leben und arbeiten dagegen in Griechenland. Und da sie beide in meinen Augen ihre Positionen in der Band sowohl musikalisch als auch mental perfekt ausfüllen, arbeiten wir auch weiterhin zusammen und versuchen die Distanz zwischen den äußersten Punkten Europas so gut wie möglich zu überbrücken.
Was das Songwriting angeht, so sind wir eh keine dieser Bands, die ihre Ideen via E-Mail und mp3s verschicken und gegenseitig ausbauen. Normalerweise schreibe ich fast die komplette Musik sowie die gesamten Texte. Den Rest füllen die anderen Jungs mit ihren Ideen und Interpretationen auf.
Was die Praxis-Seite angeht, so treffen wir uns mit den jeweilig ausgearbeiteten und in Eigenregie geprobten Parts. Das spart uns eine Menge der sonst üblichen Proben-Arbeiten, bei denen sonst jeder bestrebt ist seine Parts in den Gesamtsong einzufügen. Wir treffen uns nur, um sicherzustellen, dass alles passt.
Später bin ich dann verantwortlich für die Aufnahme und Produktion der Songs, vor allen Dingen da die uns vorschwebende Aufnahme-Qualität einen ganzen Haufen Zeit und Geld für Studios kostet, was wir einfach nicht haben. Also finden die Aufnahmen zu jeder sich bietenden Gelegenheit und an allen Orten statt, da ich meistens mobiles Aufnahme-Equipment benutze. Die eine Hälfte wird in den UK aufgenommen, die andere Hälfte in Griechenland und den Mix und das Mastering mache ich wohl dazwischen auf der Reise, haha….
Klingt letztendlich wohl komplizierter als es tatsächlich ist. Es funktioniert auf jeden Fall. ;-)
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Mit „Opposing Forces“ habt ihr in relativ kurzer Zeit euer zweites Demo auf den Markt gebracht. Habt ihr so viele Stücke geschrieben?

>> Die Zeit hat gereicht muss ich ehrlicherweise zugeben. Mir fällt halt ständig was Neues ein und vieles davon ist noch immer unaufgenommen.
Wenn die Muse zuschlägt, dann halt richtig, haha. Ich habe gerade erst die Vocal-Tracks für einen neuen Song fertig gestellt und habe schon wieder weitere vier Stücke, die in Reihe stehen für die nächste Aufnahmegelegenheit.
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Wie waren denn die Reaktionen von Fans, Presse und Industrie bislang auf die beiden Releases? Gab es vielleicht sogar schon Angebote?

>> Ich kann mit echtem Stolz verkünden, dass die Rückäußerungen auf allen Ebenen unsere Erwartungen bei weitem übertroffen haben. Die Besprechungen von „Beyond“ und insbesondere „Opposing Forces“ waren ausnahmslos exzellent und verkaufen sich auch für eine Eigen-Veröffentlichung ohne die entsprechende Promotion wie geschnitten Brot. Nur durch Mundpropaganda und das Internet. Sehr viele Leute schreiben uns ein paar positive Zeilen zu unserer Arbeit und all das macht die Anstrengungen, die endlosen Stunden des Aufnehmens, des Komponierens und der Versuche ein nettes Paket echten Metals zu fabrizieren und zu promoten wirklich wett. Ja, einige Firmens haben tatsächlich Interesse bekundet. Zumeist Indie Labels, die über unsere My Space-Seite gestolpert sind. Die großen Major-Firmen haben wir derzeit noch nicht kontaktiert, was wir aber in Bälde nachholen werden. Wünsch uns also Glück!
Ein Angebot werden wir allerdings nur akzeptieren, solange uns dieses fair erscheint und das Label echtes Interesse daran hat uns zu unterstützen und in die Band zu investieren. Und zwar mehr als wir selbst dies derzeit schon tun. Wir haben keinen Traum um jeden Preis Rockstars zu werden.
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Ich würde euch grundsätzlich als traditionelle Heavy Metal-Kapelle klassifizieren, wenngleich andere Leute eventuell den Begriff Power Metal vorziehen würden. Wo seht ihr eure Roots und welche Musik und ggf. Bands würdest du als Einfluss benennen. Ich persönlich vermeine eine Menge Iron Maiden und auch zahlreiche Jag Panzer-Einflüsse zu hören. Stimmst du dem zu?

>> Definitiv! Iron Maiden sind Götter! Ein riesiger Einfluss, und das auf mehreren Ebenen! Musikalisch, Arbeits-Ethos, sich selbst treu bleiben… Jag Panzer sind auf jeden Fall auch eine großartige Band. Ich habe jede Menge Rezensionen gelesen, nach denen ich angeblich etwas nach Harry Conklin klinge, darin mag vielleicht der Knackpunkt in Bezug auf die Panzer-Einflüsse liegen. Ich hab zwar keinerlei Vorstellung, ob davon etwas wahr ist, aber für mich ist es sicherlich ein echtes Kompliment.
Unsere Wurzeln als Band und Metal-Fans liegen in den Achtzigern und Neunzigern sowohl des europäischen als auch des US-Metals. Maiden, Priest, Saxon, Helloween, Accept, Running Wild, Manowar, Crimson Glory, Queensryche, Riot, Titan Force, Virgin Steele: Das alles sind Bands, die wir schon seit Jahren lieben. Es wäre schön, wenn unsere Musik all diese Einflüsse in einer eigenen Identität destilliert.
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Siehst du selbst Differenzen zwischen „Beyond“ und „Opposing Forces“?

>> Ja, absolut! „Beyond“ ist ein wesentlich aggressiveres und roheres Werk. Nicht so ausgearbeitet in Bezug auf Arrangements und Produktion, dafür mit echter „Balls To The Wall“-Leidenschaft. Was wir bei „Opposing Forces“ versucht haben – und es schaut auch so aus, als ob wir unser Ziel erreicht hätten – war, all die Energie einzufangen und in ausgearbeitetere Arrangements zu kanalisieren; die Gitarren-Parts besser aufeinander abzustimmen; Gesang und Gesangs-Arrangements zu optimieren sowie die Produktion mehr auszubalancieren.
Ich halte „Opposing Forces“ für die logische Weiterentwicklung von „Beyond“.
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Wovon handeln deine Texte? Schreibst du mehr die genre-typischen Fantasie-Lyrics oder bevorzugst du den Bezug zum wirklichen Leben?

>> Ich bevorzuge die Balance zwischen genau diesen beiden Bezugspunkten. Ich würde lügen, würde ich sagen, dass ich keinen Spaß an dem Fantasie-Image des Genres hätte, allerdings wäre es auch gelogen, würde ich behaupten ich fände diese stumpfsinnigen „Prinz erschlägt Drachen, rettet die Jungfrau und wird König“-Texte toll. Was ich also versuche, ist über Dinge des Weltgeschehens durch Allegorien von erfundenen Charakteren und Begebenheiten zu schildern. So basieren beispielsweise alle Songs von „Opposing Forces“ auf einem größeren Konzept, an dem ich arbeite und das sich inhaltlich mit der neuen Weltordnung beschäftigt, dem (geplanten?) Zusammenbruch der westlichen Ökonomie und Zivilisation und dem Versuch einer Gruppe von Leuten, die im Verborgenen arbeiten, nach der Weltherrschaft zu greifen! Es gibt jede Menge von Symbolismus zu entdecken, sowohl in den Texten als auch in den Coverartworks. All das weist eine Verbindung auf, für Leute die gerne auch mal hinter das Geschehen blicken. Aber sie sehen natürlich selbst auf einen schnellen Blick einfach cool aus! Haha! <<

Beide CDs haben wirklich wundervolle Cover-Artworks, die vom bulgarischen Künstler Dimitar Nikolov stammen. Wie seid ihr mit ihm in Kontakt gekommen?

>> Wir sind über die wundervolle Welt des Internets zusammen gekommen. Ein Freund von uns hat uns auf ihn aufmerksam gemacht, wir haben den Kontakt gesucht und die Dinge nahmen ihren Lauf. Dimitar ist wirklich unglaublich gut in dem was er tut. Er hat es tatsächlich geschafft die Texte und die Musik, welche wir ihm zuvor geschickt hatten, zu visualisieren und hat sich dabei als äußerst professioneller Partner erwiesen. Außerdem sind wir absolut begeistert davon, dass seine Arbeiten nicht der übliche Computer-generierte Stoff ist, der möglichst düster rüberkommt. Er schafft Kunstwerke, die außergewöhnlich sind und jede Menge Inhalt haben und das alles auf dem altmodischen Weg! Mit Hand und Herz! Großartiger Kerl, dem wir nur das Beste wünschen! <<

Welches sind eure Zukunftspläne für und mit Crosswind?

>> Well, wir werden auch weiterhin tun was wir derzeit tun: Heavy Metal spielen und komponieren! Es wird mit Sicherheit also noch mehr Musik kommen!
Falls es ein Label gibt, dass bereit ist uns zu unterstützen und auf den nächsten Level zu bringen – ohne dabei zu versuchen uns über den Leisten zu ziehen – dann sind wir auch bereit! Ansonsten dürft ihr aber erwarten, dass wir unseren eingeschlagenen Weg der Eigenveröffentlichungen weiterverfolgen, die Musik spielend, für die wir leben!
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Gibt es etwas, was du noch loswerden möchtest?

>> Dir und dem Obliveon ein dickes Dankeschön Stephan für die Unterstützung. Und ein ebenso großes Dankeschön an alle echten Metalheads da draußen, die unsere Musik mögen und die Flamme sichern und lebendig halten! <<
http://www.myspace.com/crosswindmetal
Stephan Becker


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