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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CHAOSWAVE

CHAOSWAVE
Komplexer Thrash mit Anspruch
„Dead Eye Dreaming“ Will Turn Some Heads This Year!! Bei dieser Ankündigung von Steve Smyth (Ex-Nevermore, Ex-Testament), der einige Guest Leads zum neuen Album von Chaoswave beigetragen hat, hat sich meine Spannung auf den Höreindruck manifestiert. Insgesamt war ich sehr positiv überrascht, denn Chaoswave gehen musikalisch einen ziemlich eigenständigen Weg, wobei sie hörbar eine gewisse Nähe zu Nevermore aufweisen und ihr verschachtelter Thrash Metal mit progressiver Influenz von einigen auch mit Lacuna Coil verglichen wird. Dazu operiert man mit zwei Gesangsstimmen, die sich stimmig ergänzen und dem Album zusätzliche Reize spendieren. Bei diesem Ergebnis konnten wir nicht umhin und mussten ein paar O-Töne der Band einfangen, die ihr hier nachlesen könnt. Für meine Fragen standen Fronterin Giorgia Fadda sowie Sänger Fabio Carta und Gitarrist Henrik `Guf` Rangstrup Rede und Antwort.
Hallo und schön, dass ihr Zeit für meine Fragen gefunden habt Mein Höreindruck von „Dead Eye Dreaming“ war mehr als positiv und ich mag das Album sehr. Jetzt ist das Album ja schon ein paar Wochen auf dem Markt, beschreibt doch mal die Reaktionen, die euch auf die Veröffentlichung hin erreicht haben.
Fabio: >> Hi und zuallererst einmal vielen Dank! Die Reaktionen sind bis jetzt sehr gut, der größte Teil der Bewertungen ist sehr cool und dieses Mal haben wir festgestellt, dass das Album einen wirklich anderen Eindruck hinterlässt als das vorhergehende. Bei „White Noise Within" waren sich alle einig, dass war eine cooles Produkt hatten, das in der Regel eine Bewertung über 7 erzielte. Mit „Dead Eye Dreaming" haben wir auch hohe Bewertungen wie 8 oder 9 (und sogar 10er) erhalten, aber auch einige geringe Bewertungen mit 3 oder 4. Es gibt mehr gute als schlechte Bewertungen, der Durchschnitt ist ziemlich identisch, aber ich denke, es ist wirklich cool, dass wir diese Reaktionen provozieren konnten. Dieses Ergebnis bedeutet für mich so etwas wie das Ziel meiner Arbeit. <<

Wie ist dieses Album entstanden und wie lange habt ihr daran gearbeitet?
Fabio: >> Der Entstehungsprozess war sehr langsam, anstrengend und… wunderbar! Ich hatte nie ein Kind, aber ich nehme an, dass es sich so ähnlich anfühlt: fast ein Jahr im Kampf mit den anderen für alles - und manchmal auch wegen nichts... *hahahha* -, immer Versuchend, die anderen zu überzeugen, dass die eigene Idee die eigentliche wahre Idee ist, zu sehen, wie die Songs langsam Gestalt annehmen und dann kommt eines Tages der Meister aus Schweden. Und während du dir über jedes einzelne Teil Gedanken machst, was sich nicht so richtig nach deiner Zufriedenheit entwickelt, realisierst du langsam, dass da etwas entsteht, dass du liebst.
Ich weiß nicht, wie die Metalheads reagieren, wenn sie das Album hören, aber das war einer der besten Tage meines Lebens und wir sind wieder sehr stolz auf die Arbeit, die wir vollbracht haben.
<<
Wieso habt ihr das Album auf eigene Kosten produziert?
Guf: >> Vielleicht wirst du jetzt überrascht sein, aber ein großer Teil der Metal-Bands sind gezwungen, sich selbst zu finanzieren. Wenn wir mit den Aufnahmen beginnen, haben wir noch kein Label für das neue Album. Dennoch haben wir uns dafür entschieden, den perfekten Mix selbst zu finanzieren, da es so einfacher wird, einen neuen Plattenvertrag zu bekommen. In der heutigen Zeit sind Plattenfirmen sehr vorsichtig mit der Vertragsunterzeichnung bei neuen Bands und sie wollen dafür nicht zu viel Geld ausgeben. <<

„Dead Eye Dreaming“ wird von heavy Gitarren und komplexen Arrangements dominiert und man kann es vielleicht als etwas eigenwillig bezeichnen. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen ist es ein sehr interessantes Album geworden. Wie würdest du „Dead Eye Dreaming“ beschreiben und was darf der Fan erwarten?
Fabio: >> Wir lieben die Mischung von harten Parts wie bei Bands wie In Flames oder Strapping Young Lad mit melodischen Teilen von Bands wie System Of A Down oder Dream Theater, auch mit einigen Änderungen im Tempo und Stil. Vielleicht ist es nicht einfach herauszuhören, aber Qualitativ ist das die beste Mischung auf einer CD. <<

Welchen Song oder welche Songs würdet ihr hervorheben und was ist die Begründung dafür?
Michele: >> ‘A March For The Dying‘, weil dieser Song ein bisschen von allem hat. Von Doom über Death Metal hin zu Progressive... und vor allem, weil die Riffs völlig Arsch treten. <<

Fabio: >> Da rede ich wieder über Babys, ich kann wirklich keinen Song herausheben. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und Qualität. <<

Giorgia: >> Mein Favorit ist ‘Dead Eye Dream‘, ich liebe die Riffs, die Melodien, die Texte ... Ich mag einfach alles an diesem Song. Aber es gibt noch einen anderen Song auf diesem Album, der einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat: ‘Two Shadows‘. Ich habe die Lyrics zu diesem Song geschrieben und es war sehr schwer für mich, diesen Song auszunehmen. Vielleicht weißt du es nicht, aber Henrik ist der Texter für die Band. Um seine Texte zu interpretieren, muss man im Grunde die Handlung der Charakteren aus seinen Augen betrachten: Du fischst diese Emotionen aus dir selbst heraus, aber wenn der Song über die eigenen persönliche Erfahrung ist, bekommt alles eine ganz andere Bedeutung. Es ist wie das Umkrempeln deiner Seele von innen nach außen, sie liegt dann offen und nackt vor einem, für jeden gut sichtbar. <<

Euer Bonus-Track klingt, als wenn er nicht im Zusammenhang mit den anderen Songs aufgenommen wurde. Habe ich mich da verhört und falls nicht, aus welchem Fundus stammt der Song?
Giorgia: >> Nun, es ist ein etwas "jüngerer"-Song. Er gehörte ursprünglich zu unserem 2004er Demo, aber die Version, die du auf unserem Album hörst ist von den Aufnahmen zu „The White Noise Within“. Wir wollten einen Bonus Song machen, um einen Unterschied zur US-Version des Albums zu haben, das als Bonus eine Coverversion des Eurodisco-Songs ‘No Limit‘ beinhaltet. <<

Welche Ziele definiert ihr mit „Dead Eye Dreaming“?
Giorgia: >> Wir wollen mit unserer Musik so viele Menschen wie möglich erreichen und wir wollen, dass die Menschen darauf reagieren. Es ist dabei nicht entscheidend, ob es sich dabei um eine gute oder schlechte Reaktion handelt, sondern es ist immer wichtig, nicht das Publikum aus den Augen zu verlieren! <<
Inwieweit unterscheidet sich „Dead Eye Dreaming“ von eurem letzten Album?
Fabio: >> Bei „Dead Eye Dreaming“ haben wir versucht, die Musik kraftvoller zu gestalten. Wir haben auch versucht, die Gesangslinien ein wenig mehr in Einklang mit der Musik zu bekommen, nach dem Gefühl heraus, diese Übertragung so genau wie möglich in das Stück einzupassen. Du findest auch härtere und ruhigere Teile in diesem Album im Vergleich zu „White Noise Within“. Ich denke, dass wir ein abwechslungsreicheres Album gemacht haben, die Songs unterscheiden sind sehr voneinander. Auch die Produktion von Andy LaRocque hat dazu beigetragen, unseren Versuch, einen artikulierten Sound zu entwickeln, umzusetzen. <<

Könnt ihr uns ein paar Hintergründe zur Band zusammenfasen und die jetzige personelle Situation kurz schildern?
Guf: >> Ich habe die Band im Sommer 2003 gegründet. Fabio und Giorgia sind direkt mit dabei gewesen. Raphael kam nach einem Monat dazu und unser erster Bassist Marco stieß im Februar 2004 zur Band. Und seitdem hat sich die Besetzung nicht mehr großartig geändert. Erst im letzten Jahr verließ uns Marco und zog nach Dänemark, um dort mit seiner neuen Liebe zu leben. Erst kürzlich wurde dann aus unserem Session-Bassist Michele ein offizielles Mitglied von Chaoswave.
Wir haben eine Demo und zwei Alben herausgebracht, einige Konzerte in Europa gespielt sowie Festivalauftritte gehabt und wir sind weit davon entfernt, Geld zu verdienen… *hahaha* Wir lieben es, doch unser Ziel ist es, immer größer und besser zu werden.
<<

Welche Bands prägten dich musikalisch? Nevermore ist ja unverkennbar herauszuhören.
Fabio: >> Ich mag das letzte Machine Head-Album und Avenged Sevenfold „City of Evil“, ich bin sehr beeindruckt von Pain of Salvation, und ich liebe System Of A Down. <<

Gibt es Tourpläne und besucht ihr auch Deutschland?
Guf: >> Wir haben die genauen Termine noch nicht geplant, aber wir werden auch nach Deutschland kommen, ich verspreche es. Wir arbeiten derzeit an zwei Sachen. Zum einen eine kleine Tour Anfang September, die ich selbst organisiere. Zum anderen versuche ich eine Booking-Agentur so schnell wie möglich zu finden. Ich freue mich, sagen zu dürfen, dass wir uns so gut entwickelt haben, dass wir die Dinge nicht mehr selber organisieren können, sondern einen Partner finden müssen, der unsere zukünftigen Auftritte organisiert.<<

Wie würdest du die Entwicklung der Band beschreiben und was dürfen wir in der nächsten Zeit von Chaoswave erwarten?
Fabio: >> Wie ich bereits sagte, bei diesem Album haben wir versucht, etwas aggressiver, aber auch melodischer zu werden, die Entwicklung könnte also möglicherweise in diese Richtung gehen. Aber wir wollen auch neue Elemente berücksichtigen, die wir in der Regel nicht von vornherein einplanen können, da sie sich spontan entwickeln. Es bleibt also spannend zu sehen, was im Proberaum passiert und welchen Instinkten wir folgen werden. <<

Vielen Dank für eure Zeit und dieses Interview. Die letzten Worte an eure Fans gebühren selbstverständlich euch. Bitteschön!
Fabio: >> LISTEN TO IT!LISTEN TO IT!LISTEN TO IT! <<

Guf: >> And check out the oblivion.de sites, they rock!! <<
http://www.chaoswave.it
Robert Buder


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