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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ARCTIC FLAME

ARCTIC FLAME
Bier und Metal - Was für eine Kombination!
Die US-Metaller von Arctic Flame machen mit ihrem neuen Album „Declaration“ enorm Reden von sich. Überall regnet es gute Kritiken. Grund genug, den Jungs aus New Jersey mal ein paar Fragen zu stellen, denn die Band gibt es immerhin schon sechs Jahre und sind auch in Deutschland nicht mehr eine ganz so unbekannte Nummer. Überraschenderweise stellte sich dann auch fast die komplette Band zum Interview zur Verfügung.
Da dies das erste Interview in unserem Magazin ist, erzählt uns doch bitte zu Beginn etwas über die Anfänge von Arctic Flame bis hin zum aktuellen Line Up.

Mike: >> Ich bin bei meiner vorherigen Band Balistik Kick ausgestiegen und wollte mit Musikern die in die gleiche Richtung gehen eine neue Band gründen. Ich habe eine Annonce im Internet platziert und Rod hat sich kurz danach darauf gemeldet. Wir haben uns getroffen und schon ging es los. Ein weiterer Gitarrist, Don Dioro, wurde ausgewählt und wenig später kam dann Dave als Sänger hinzu. Die Band rekrutierte Jeff Scott als Bassisten. Nach unserem ersten Album musste er aus persönlichen Gründen wieder aussteigen, aber er ist immer noch ein Freund der Band. Jon hat dann seinen Platz eingenommen. Don Dioro haben wir dann irgendwann gefeuert, hatten dann zwar kurzzeitig einen anderen Gitarristen, fanden dann aber Sebastian um das heutige Line-Up zu vervollständigen. <<

Dave: >> Wir hatten unser erstes komplettes Line-Up 2003, Mike und Rod haben sich zwar schon 2001 getroffen, aber bei unserem ersten Konzert waren wir direkt der Opener für Thin Lizzy. Wir wollten immer die Art von Metal spielen mit der wir aufgewachsen sind und das lieben wir auch so bei unserer eigenen Musik. Wir haben dann viel in der Gegend von New York / New Jersey gespielt und haben unser erstes Album “Primeval Aggressor” aufgenommen. Jack Frost hat es produziert und es wurde 2006 über Battle Cry Records veröffentlicht. Das Album hat es uns ermöglicht einige höherwertige Konzerte in den Staaten und auf Festivals in Europa zu spielen. Die Bassisten liefen bei uns quasi wie durch eine Drehtür bis dann Jon kurz nach dem Release von “Primeval Aggressor” bei uns eingestiegen ist. Don Dioro hat sich dann wegen musikalischer Differenzen von der Band getrennt und nachdem Steve Demalion kurze Zeit später eingestiegen ist haben wir direkt damit angefangen Songs für „Declaration“ zu schreiben. Nachdem die Aufnahmen fertig waren mussten wir das Line-Up allerdings noch einmal ändern, Sebastian Garcia ersetzte dabei Steve. <<

Dann lass uns doch auch direkt über „Declaration“ sprechen. Das Album ist ja vor ein paar Wochen veröffentlicht worden, es hat von mir eine gute Bewertung bekommen. Wie denkt Ihr denn selber über das Album. Seid Ihr mit den Reaktionen seitens der Presse und Eurer Fans zufrieden?

Jon: >> Ich denke, dass es ein starkes Album ist. Sicherlich gibt es immer Sachen die man im nach hinein noch gerne ändern könnte, aber Fakt ist das „Declaration“ die Musik repräsentiert die wir machen wollen. Ich denke, dass es auf dem Album Momente gibt die jeder Metal-Fan zu würdigen weiß. Viele Songs würde ich mir auch selber anhören, selbst wenn ich nicht in der Band wäre. Ich würde vielleicht hier und da ein paar Kleinigkeiten an meinem Bass-Sound ändern, aber die Reviews waren allesamt großartig. Ich bin zwar selbst mein größter Kritiker, aber wenn andere Leute das Album mögen, kann es so verkehrt nicht sein. <<

Rod: >> „Declaration“ ist mein favorisiertes Arctic Flame Album. Nicht nur weil ich die meisten Songs geschrieben habe, sondern auch wegen der verschiedenen Stilrichtungen die wir in den Songs spielen. Ich denke, es passt sehr zu den Sachen die mich beeinflusst haben, und es passt sehr gut zu dem Geschmack der Metal-Fans in Europa. Das ist eine Sache die wir berücksichtigt haben. Demnach kann ich den Reviews die ich gelesen habe nur zustimmen, es sieht für mich so aus, dass die Fans und die Presse glücklich mit dem Album sind. So etwas macht mich dann natürlich auch sehr glücklich. <<

Dave: >> Die meisten Reviews waren sehr positiv, sie haben bestätigt, dass wir eine solide Songstruktur und eine Weiterentwicklung in unserer Arbeit haben. Im Allgemeinen bin ich mit der Platte sehr zufrieden. Ich konnte streckenweise verschiedene Stimmlagen einbringen und somit in den Songs Emotionen darstellen. Viele Gesangs- und Gitarrenharmonien wurden erst spät hinzugefügt, das brachte zusätzliche Farbe ins Spiel und die Songs erschienen letztendlich in einem ganz anderen Licht. Was die Presse angeht, eigentlich haben wir uns nie darum gekümmert was andere Leute über uns denken, aber aus Fehlern kann man ja bekanntlich was lernen. Unsere Karriere ist ein reiner Lernprozess und die Erkenntnisse die wir daraus gewinnen steuern die Maschine vorwärts. Und unsere Fans, die sind der einzige Grund warum wir hier sind. Wir sind selber Fans dieser Musik und wollen nur die Leidenschaft der Schüler der Flamme verbreiten. <<

Mike: >> Es ist wichtiger was die Fans denken und das war positiv. Wir schenken den Leuten die die Reviews gemacht haben keine besondere Aufmerksamkeit, weil die eh alle was anderes sagen. Der eine mag die Produktion, der andere nicht. Wenn sie alle das gleiche sagen würden, dann vielleicht. Wir hören lieber das was die Fans sagen. <<
Euer letztes Album “Primeval Aggressor” wurde ja, wie schon von Euch erwähnt, von Jack Frost produziert. Wer hat das neue Album produziert?

Mike: >> Dave Manheim war der Produzent. Er hat damals auch schon das Engineering auf “Primeval Aggressor” gemacht. Er arbeitete auch schon für Symphony X und Overkill. Außerdem war er schon für den Sound bei Live-Shows von Slash und den Beach Boys verantwortlich. <<

Ich finde „Declaration“ klingt sehr unterschiedlich gegenüber dem letzten Album. Habt Ihr diesmal was anders gemacht? Erzählt doch mal was über die Studioaufnahmen.

Rod: >> Also, wie ich schon erwähnte, die Songs klingen unterschiedlich weil wir verschiedene Stilrichtungen in den Songs gespielt haben. Aber wenn Du den Sound des Albums meinst, es war einfach ein neuer Weg den wir bei den Aufnahmen eingeschlagen haben. Bei den Gitarren haben wir beispielsweise einen klaren Kanal benutzt, inklusive der Solos, die Verzerrung und andere Effekte haben wir erst später drüber gelegt. Ich muss eingestehen, dass so etwas recht merkwürdig ist, aber es war keine schlechte Idee…Ich mag es auf jeden Fall!!! <<

Dave: >> An erster Stelle wollten wir unseren Heavy-Livesound mit einbringen. Unser erstes Album hat diesen polierten 80’s Sound, wir wollten jetzt einfach dreckiger klingen. Da sind auch noch andere Dinge die wir anders gemacht haben, hinsichtlich der aktuellen Refrains und dem Verzicht auf epische Solos. Ich liebe das erste Album und es macht höllisch Spaß es zu spielen, aber wir wollten uns bei den Songs weiter entwickeln und nicht damit angeben. Ich wollte die verschieden Möglichkeiten meiner Stimme zeigen, aber wir haben ja immer noch Songs bei denen ich nur brülle und mit meiner Kopfstimme schreie. Es ist ein netter Mix aus Songs die alle wie aus einem Guss wirken. <<

Jon: >> „Declaration“ ist vielleicht ein bisschen härter. Der Klang und die Songs sind heftiger. Ich denke dass unser erstes Album gegenüber dem aktuellen für heutige Verhältnisse zu dünn klingt. Das Neue bietet vom Aufbau und der melodischen Eingängigkeit einfach wesentlich mehr. <<

Mike: >> Wir wollten aggressiver und roher klingen. Unser erstes Album klang polierter als wir es gewollt haben. Ich persönlich mag den dreckigen Sound lieber. So wie bei den ersten Alben von Iron Maiden und Mötley Crüe, ich liebe diesen Sound. Ich kenne eine Menge Leute die das nicht mögen aber ich mag das, weil es ein ehrlicher Sound ist. Vielleicht lag es ja damals auch an eingeschränkten Budgets, aber das hat den Live-Sound der Bands zu dieser Zeit erfasst. Wir haben versucht zwischen unserem Live-Sound und den Möglichkeiten im Studio eine Balance zu finden. Letztendlich denke ich dass wir das geschafft haben. <<

Wer in der Band schreibt den die Texte, wer komponiert die Musik? Oder macht Ihr das alles zusammen?

Dave: >> Mike und ich schreiben die Texte, aber wir sind sehr demokratisch mit dem was die anderen uns auf den Tisch werfen. Die Art vieler meiner Texte sind Geschichten und Gefühle in Metaphern die aus Sicht des Zuhörers mehrere Bedeutungen haben können. Mike hat die Gabe Geschichten zu schreiben und fabriziert dabei eine eigene Welt in der sich jeder frei entfalten kann. <<

Rod: >> Für „Primeval Aggressor” habe ich den Song „King Of Illusion“ komponiert und Mike und ich haben zusammen „Battle Of Heaven And Hell“ geschrieben. Jetzt für „Declaration“ habe ich fünf Songs komponiert, „Unknown God”, “Desert Moon”, “Blind Leads The Blind”, “Lord Of The Wasteland” und “Shadow Of A Broken Man“ sind die Songs, aber ich schreibe niemals irgendwelche Texte, ich bin richtig schlecht darin. *lol*<<

Mike: >> Normalerweise schreiben Dave und ich die Texte, Rod, Jon und Sebastian wollen die Musik schreiben. Aber eigentlich könnte jeder die Texte oder die Musik schreiben. Im Falle des Songs „Battle Of Heaven And Hell“ von unserem ersten Album habe ich mit Hilfe von Rod sowohl die Texte und die Musik geschrieben. Aber ich mag es eigentlich lieber wenn jeder darin involviert ist, denn das ist ja eigentlich das was eine Band ausmacht<<

Welche Bands haben Euch denn maßgebend bei Eurer Musik beeinflusst, oder gibt es vielleicht sogar einige Vorbilder?

Jon: >> Da gibt es deutliche Einflüsse, zumindest gilt das für mich. Iron Maiden, Judas Priest und Black Sabbath, aber ich denke, dass es da noch jede Menge andere Bands gibt die mich beeinflusst haben. In letzter Zeit habe ich mir viel US-Metal angehört. Manilla Road haben mich in den letzten zwei Jahren sicherlich sehr beeinflusst. Aber auch Fates Warning und andere mehr progressivere Bands aus dieser Zeit. Ich interessiere mich auch für eine Menge Doom-Metal Bands, Candlemass, Vitus oder auch Skepticism. Genau so gut aber auch von einer Menge Old-School Death-Metal Bands wie Grave, Unleashed, Obituary, Ripping Corpse. <<

Dave: >> Meine Lieblingsband ist immer noch Metallica, obwohl sie eine Menge Prügel für die Fehler und Alben nach dem schwarzen Album einstecken mussten. Als ich elf war und ihre ersten fünf Alben in kürzester Zeit hörte, war es um mich geschehen. Nachdem ich Iron Maiden, Judas Priest, King Diamond, Queensryche und viele andere Bands entdeckte, kann ich immer noch sagen, dass Rob Halford and Bruce Dickinson den größten Einfluss auf mich hatten. Aber ich kann King Diamonds Texte und einzigartigen Schreie einfach nicht vergessen. <<

Rod: >> Neben Iron Maiden sind aber noch einige andere Bands die ich berücksichtigen muss, wie zum Beispiel Firewind, Mercenary, Evergrey, Dream Theater, Helloween und Gamma Ray. Idole habe ich wirklich nicht aber ich mag die Art wie John Petrucci und Gus G Gitarre spielen. <<

Mike: >> Ich denke als Band hat man immer ersichtliche Einflüsse. Wir vermischen dreckigen amerikanischen Metal mit der Intelligenz des europäischen Metal. Meine musikalischen Vorbilder? Motörhead, Thin Lizzy, Iron Maiden, Saxon, Judas Priest, Kiss, weißt Du, die Lehrmeister, aber auch neuere Bands wie Primal Fear, Lions Share und Wolf. <<

Was können wir den von Arctic Flame in der näheren Zukunft erwarten? Vielleicht eine Tour oder einige Festival-Gigs?

Rod: >> Ich denke es wird nicht möglich sein auf Tour zu gehen, aber wir würden definitiv für ein paar Festival-Gigs kommen. <<

Mike: >> Bis jetzt hat sich allerdings noch nichts ergeben. Wir würden liebend gerne wieder nach Europa kommen. Wir hatten immer so viel Spaß, denn es ist das Land des Metals. Momentan schreiben wir schon für das nächste Album. Hoffentlich werden wir gefragt ob wir an einigen Festivals teilnehmen wollen. <<

Könnt Ihr uns denn dann mal eine typische Arctic Flame Show beschreiben?

Jon: >> Nöö, da musst Du das Publikum fragen, den die sind ja schließlich diejenigen die uns auf der Bühne sehen. Ich kann Dir aber dafür das Publikum beschreiben. Normalerweise schütteln sie ihre Köpfe und recken ihre Fäuste in die Luft. Und trinken tun sie auch …. eigentlich machen sie normalerweise eine Kombination aus trinken und Headbangen. <<

Dave: >> Die Scheinwerfer, die Bühne, unser einäugiges Maskottchen das Nebelschwaden ausspeit, die Tonnen von leeren Bierdosen Backstage. Wir bieten eine Auswahl von Songs beider Alben und versuchen die Menge mit einzubeziehen und bemühen uns, dass den Fans die Show in Erinnerung bleibt. <<

Mike: >> Unsere Shows haben eigentlich immer einen gewissen Reiz. Wir sind inzwischen als eine der energischsten Metal-Bands in der Gegend von New York / New Jersey bekannt und bringen alle Elemente die Metal haben sollte mit. Die Bühnenshow und unsere Bühnenpräsenz. Ich muss aber auch eingestehen, dass wir bei den wenigen Konzerten die wir in Europa gespielt haben, nicht in der Lage waren das alles mitzubringen. Die ersten beiden Gigs haben wir nur mit einem Gitarristen gespielt, den letzten Gig nachdem Sebastian erst kurze Zeit in der Band war. Er musste Rod direkt ersetzen. Wir konnten nur dreimal proben bevor wir in die Niederlande geflogen sind. Ich denke, wir haben uns mehr darauf konzentriert alles richtig zu spielen, als auf die Bühnenpräsenz zu achten. Das hat dann unseren visuellen Aspekt etwas kränkeln lassen. Das soll aber keine Ausrede sein, so etwas hätte nicht passieren dürfen, aber es wird auch nie wieder passieren. Der eigentliche Grund warum wir einen zweiten Gitarristen angeheuert haben ist der, dass Rod Probleme hatte überhaupt aus den USA auszureisen. Er kommt gebürtig aus Brasilien und es gab Probleme mit seiner Green-Card. Ich hoffe, dass das in Kürze alles problemlos ablaufen wird. <<
Habt Ihr noch etwas was Ihr Euren deutschen Fans mitteilen wollt?

Rod: >> Das ist für unsere deutschen Fans: THANK YOU VERY MUCH and UP THE FLAMES!!! <<

Dave: >> Danke für die Unterstützung, wir hoffen Euch auf einem der nächsten Festivals zu sehen, um Euch einiges von unserem neuen, natürlich aber auch alten, Material um die Ohren zu hauen. Ich kann es kaum abwarten einige kalte Biere mit meinen deutschen Brüdern zu vernichten. Up The Flames!! <<

Mike: >> Ich liebe euer Land. Ihr seid so begeistert von Heavy-Metal. Ich kann es kaum abwarten zurück zu kommen und mit den Metalheads einen zu trinken. Ihr Deutschen seit die Besten,….Bier und Metal, was für eine Kombination. <<
http://www.arcticflamemetal.com
Holger Fey


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