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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DAWN OF WINTE ....

DAWN OF WINTER
Doom ist die Seele des Metal
„Doom is the soul of Metal“ singt Gerrit Mutz inbrünstig im Opener des neuen Dawn Of Winter-Albums „The Peaceful Dead“. Die Schwaben, die ihr eigenes Ding seit langen Jahren kompromisslos durchziehen und sich einen Dreck um Szene-Erwartungen oder Business-Kram scheren, lieben und leben den Doom Metal in einer äußerst intensiven Art und Weise. Da das neue Langeisen wiederum die eine oder andere Gänsehaut hervorrufen konnte (und mit „The Music Of Despair“ zudem eine echte Doom-Hymne für die Ewigkeit beinhaltet), klingelte obliveon.de für ein Kurzinterview bei besagtem Herrn Mutz an…
Gerrit, welche Acts oder Ereignisse haben euch beim Songwriting zu „The peaceful dead“ inspiriert und benötigt ihr eine spezielle Stimmung um Ideen für’s Songwritig zu entwickeln?

>> Unsere Einflüsse sind seit nahezu 20 Jahren die gleichen geblieben: Candlemass, Saint Vitus, Pentagram, Manilla Road, Cirith Ungol, Black Sabbath, alte Judas Priest, ganz alte Manowar, Angel Witch, Trouble und Witchfinder General. Ich persönlich brauche hierbei definitiv eine bestimmte Stimmung um einen Doom-Song schreiben zu können. Am Besten gelingt mir das, wenn mein Hirn komplett frei ist, ich sehr entspannt bin und komplett Ruhe habe. <<

Kommentiere doch bitte die einzelnen Songs eures neuen Albums aus deiner persönlichen Sicht!

>> “The Music Of Despair“ ist eine Art Liebeslied an den Doom Metal an sich, der mir durch viele schwere Zeiten geholfen hat. Ebenso ein Dankeschön an Reverend Bizarre für die Erwähnung Dawn of Winters in ihrem Song „Goddess Of Doom“. “A Lovelorn Traveller“ beschreibt meine seit Jahren vorherrschende Gefühlslage, an der sich wohl so schnell nichts mehr ändern wird. „Mourner“ greift exakt das gleiche Thema auf, ist allerdings musikalisch deutlich rockiger angelegt. “Holy Blood“ behandelt dann die wunderbare, blasphemische Theorie, auf der das Buch ’Holy Blood, Holy Grail’ basiert und auf die sich auch Dan Brown im ’Da Vinci Code’ stützt. Der Song ist mein ganz persönlicher Beitrag zum Album, da ich hierfür nicht nur den Text, sondern auch die Musik verfasst habe. „The Oath Of The Witch“ ist der heftigste Song dieser Scheibe mit fetten Riffs und aggressivem Gesang. „Throne Of Isolation“ ist genau wie „Burn Another Sinner“ von unserem Drummer Dennis geschrieben. „Throne“ ist eine Power-Ballade und „Burn“ das schnellste Lied auf dem Album. Der Titelsong ist extrem langsam und mein Fave in unserer Diskographie bislang. „Anthem Of Doom“ ist keine Hymne an den Doom, sondern handelt von Selbsttötung. „All the gods you worship“ ist ein Monolith aus einfachen, effektiven Riffs und religionskritischer Grundaussage. <<

Welche Alben würdest Du eigentlich als Deine persönlichen, fünf grandiosesten Doom-Alben überhaupt bezeichnen?

>> Das kann ich so nicht beantworten – ich versuche es mal in dieser Form:

1. Saint Vitus - alles mit Scott Reagers
2. Black Sabbath - die ersten 6 Alben
3. Witchfinder General - alles außer Music und I lost you
4. Candlemass - Epicus... und Nightfall
5. Pentagram - Relentless und Day of Reckoning
<<
Welche Künstler haben Dich denn in der letzten Zeit beeindrucken können?

>> The Devils Blood, Jex Thoth, Blood Ceremony und Wino. <<

Ihr seid seit Jahren im Underground aktiv und zieht kompromisslos euer Ding durch. Wie wichtig sind Dir bzw. Euch diese Underground- bzw. Szene-Kontakte?

>> Es ist wunderbar, dass wir nicht alleine mit unserer Doom-Mission sind. Es gibt viele großartige Doom-Bands, mit denen wir schon seit vielen, vielen Jahren befreundet sind. Als wir starteten war ich nur im Kontakt mit Solitude Aeturnus, Revelation und Mirror Of Deception. Dann folgten Solstice, Cathedral, Naevus, Warning, Blessed Realm, Worship, Forlorn und viele weitere. In den letzten 10 Jahren kamen noch viele tolle Bands und Kontakte hinzu. Echt schön, dass die Szene lebt, atmet und sich in den Grenzen des Genres eine enorme Vielfalt entwickelt hat. <<

Die nachfolgende kritische Frage sei mir bitte auch erlaubt ;-). Euer Schaffen baut stark auf Emotionen auf, beim Doom shall rise-Gig (2006) wirkte euer Basser doch eher lethargisch und emotionslos. Wie passt das in den eigentlich leidenschaftlichen Kontext eures intensiven Sounds? Eine wilde Bühnenshow erwartet ja niemand, aber das wirkte gelangweilt und somit auch langweilig?

>> Nun, Bolle ist halt ein extrem ruhiger Zeitgenosse. Wenn sich aber sein rechtes Knie bewegt, dann geht er voll ab und gibt quasi alles! Und beim DSR hat sich sein Knie die ganze Zeit bewegt, haha!! Bolle ist so, wie er ist, wir können gut damit leben. Gelangweilt war er jedenfalls nicht, nur so wie immer. Ungekünstelt und halt etwas lethargisch. <<

Werden wir denn überhaupt Gigs zum neuen Album sehen können?

>> Das ist eher unwahrscheinlich, da wir so selten Zeit zum Proben finden. Wenn sich aber was ergeben sollte und wir die Zeit hätten, würden wir das auch versuchen zu realisieren. Es gibt aber keine konkreten Pläne. <<

Willst Du zum Abschluss noch was loswerden?

>> Danke für das nette Interview! Keep it slow! <<
http://www.dawnofwinter.de
Christoph Lücker


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