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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BACIO DI TOSC ....

BACIO DI TOSCA
Von Liebe und Tod
Nachdem Dörthe Flemming, ehemals Charitona, nun schon ihr zweites Album heraus gebracht hat, wurde es Zeit für ein paar Fragen zu ihrer Schaffenspause, der Gegenwart und der Zukunft. Das Ergebnis könnt ihr nun hier lesen.
Jens: Wie entstand Bacio di Tosca und wie hat dich die Babypause künstlerisch beeinflusst? Vor der Pause warst du ja mit Charitona unterwegs. Was hast du eigentlich sonst noch gemacht?

Dörthe Flemming: >> Vor der Babypause war ich ja am Theater in Rostock engagiert. Meine Arbeit dort war auch der Grund für die Auflösung des Projektes Charitona, denn sie hatte zunächst höhere Priorität da ich große Erwartungen an die Theaterwelt hegte, die aber leider schnell in Ernüchterung umschlugen. Die Babypause bot mir dann wieder etwas mehr Abstand und so wuchs der Wunsch meine Kreativität, die im Theaterbetrieb leider auf der Strecke blieb, wieder in einem eigenen Projekt auszuleben. So entstand Bacio di Tosca. <<

Jens: Was inspiriert dich? Und wie bist du auf die Idee gekommen mit den Texten klassischer Dichter zu arbeiten, das ist ja nicht alltäglich.

Dörthe Flemming: >> Meine größte Inspiration ist wohl das „Kunstlied“, das sich insbesondere in der Romantik großer Beliebtheit erfreute. Das Kunstlied ist im Gegensatz zum Volkslied nicht im „Volksmund“ entstanden sondern hier ließen sich namhafte Komponisten wie z. B. Schubert, Schumann oder Brahms von Gedichten bekannter Autoren inspirieren. Demnach sind diese Vertonungen auch sehr anspruchsvoll und können eigentlich nur von ausgebildeten Sängern vorgetragen werden. Während meiner klassischen Ausbildung habe ich diese Kunstform kennen und lieben gelernt. Bacio di Tosca ist meine Hommage an das deutsche Kunstlied. <<

Jens: Wie kommst du auf das Thema eines Albums und wie triffst du die textliche Auswahl? Wenn du einen Text gefunden hast, wie lange brauchst du zum vertonen oder geht das mal schneller mal langsamer. Gibt es vielleicht sogar Autoren, die man recht schnell vertonen kann?

Dörthe Flemming: >> Die jeweiligen Themen des Albums bietet schon das Leben selbst und Musik zu machen ist für mich eine Möglichkeit die Dinge, die einem im Leben passieren, zu verarbeiten. So handelte das Debüt-Album ja von Tod und Vergänglichkeit und im aktuellen Album dreht sich alles um die Liebe. Das sind nicht zuletzt auch Themen, mit denen sich wohl jeder Mensch auseinander setzen muss. Dies bietet dem Hörer die Möglichkeit sich mit meiner Musik zu identifizieren und von ihr berührt zu werden. Was das Vertonen der jeweiligen Gedichte angeht, so ist das ganz unterschiedlich und es gibt auch keine Dichter, die es einem besonders leicht oder schwer machen. Es gibt da eigentlich keine Faktoren, an denen ich das festmachen könnte, lediglich bei dem Lied „Tu was du willst“ gab es einen Grund, warum die Vertonung verhältnismäßig lange dauerte. Es handelt sich um einen Text aus „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende und da ich dieses Buch sehr liebe und einen großen Respekt vor dem Autor habe, war ich zunächst etwas gehemmt. Denn es war mir sehr wichtig mit der Vertonung die Aussage dieses Buches zu transportieren. <<
Jens: Wie sieht es mit eigenen Texten aus. Wird da mehr kommen?

Dörthe Flemming: >> Ich habe noch so viele Texte und Gedichte bekannter Autoren die mir sehr am Herzen liegen und die es mich zu vertonen drängt – da wird wohl vorläufig nicht mit eigenen Texten zu rechnen sein. <<

Jens: Wie bist du eigentlich darauf gekommen in Mezzosopran zu singen bzw. allgemein zum singen? Eventuell der bekannte Weg über Kirchenchor usw. oder ein ganz anderer Weg?
Dörthe Flemming: >> Nein es war kein Kirchenchor, sondern die Mozart-Oper „Don Giovanni“, bei der mir mit einem Mal ganz klar war, dass ich klassischen Gesang studieren will. Was ich dann auch getan habe. Die Stimmlage, wie in meinem Fall Mezzosopran, kann man sich nicht aussuchen. Das ist einfach eine Veranlagung und hat manchmal auch mehr mit der Stimmfarbe als mit dem Stimmumfang zu tun. <<

Jens: Und welche Instrumente beherrschst du, abgesehen von deiner Stimme. Und seit wann spielst du Sie?

Dörthe Flemming: >> Mit sechs Jahren habe ich mit Geigenunterricht begonnen. Später – so etwa mit Vierzehn - kamen dann klassischer Gesangsunterricht und Klavier als Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule hinzu. <<

Jens: Was hörst du eigentlich zum entspannen an Musik und welche Leichen liegen da im Keller? Hörst du auch viel Klassische Musik und welcher Komponist ist eigentlich dein Liebling, wenn es denn einen gibt?

Dörthe Flemming: >> Zum
Entspannen höre ich gern klassische Musik, aber auch sehr gern Dead Can Dance, Loreena Mc Kennit oder Filmmusik. Es gibt einige Komponisten die ich sehr gern höre, wie z. B. Brahms, Grieg, Puccini, Mozart, Bach – einen einzelnen Favoriten gibt es nicht. <<


Jens: Auf Youtube und ähnlichen Plattformen findet sich inzwischen auch das eine und das andere Musikvideo von dir. Ist in Zukunft geplant, in dieser Richtung auch mehr zu machen?

Dörthe Flemming: >> Auf jeden Fall! Mehr wird aber nicht verraten - schaut einfach ab und an mal auf Youtube rein! <<

Jens: Apropos Zukunft, wie sieht es da aus? Was ist geplant und wann sieht man dich mal wieder auf der Bühne?

Dörthe Flemming: >> Geplant ist eine kleine Tour im Frühjahr. Die genauen Termine kann man bald auf meiner Homepage http://www.bacio-di-tosca.de oder meinem Myspaceprofil erfahren. Eine weitere Möglichkeit ist es sich auf meiner Homepage in den Bacio di Tosca Newsletter einzutragen, dann bekommt man alle Infos frei Haus! <<

Jens: Wenn man sich heute so umschaut, dann sinkt das Niveau der Musik immer mehr. Da gibt es Casting-Shows in denen Retorten-Bands zusammengeschustert werden, die nach einem Album wieder von der Bühne verschwinden. In der schwarzen Szene hört es sich teilweise auch recht düster bzw. eintönig an. Wie siehst du das?

Dörthe Flemming: >> Man kann ja glücklicherweise immer noch selbst entscheiden was man hört. Radio und Castingshows kann man abschalten und sich lieber auf die guten Bands konzentrieren die es immer noch gibt! Da finde ich, bietet das Internet eine große Chance gerade für unbekannte Bands ihre Musik zu vermarkten. Das Angebot wächst also eher, da man heute viel leichter Zugang zu diesen Bands findet als noch zu Zeiten wo Radiostationen den Geschmack diktiert haben. <<

Vielen Dank für deine Zeit und das ausführliche Beantworten der Fragen und viel Erfolg für die Zukunft.
http://www.bacio-di-tosca.de
Jens Brey


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