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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ANATHEMA & DE ....

ANATHEMA & DEMIANS, 13.10.2008, Bochum – Matrix


Bochum – Matrix

13.10.2008
Anathema-Gigs sind mitunter reines Glücksspiel. Ich habe die Engländer schon häufig in absolut bestechender Form gesehen (z.B. Graspop 2000), genauso kann es aber auch passieren, dass sie die Fans mit echten Trauerspielen maßlos enttäuschen (z.B. ProgPower 2001), was in der Vergangenheit in derartigen Fällen vor allem auf den Gebrauch verschiedenster Substanzen (inklusive Alk) zurückzuführen war und die Performance dann zu lustlosen und wenig authentischen, schlichtweg unpassenden Darbietungen degradierte.

Bevor die rund 300 Fans die Tagesform der Briten überprüfen konnten, enterten jedoch zunächst die Franzosen von DEMIANS die Bühne der Bochumer "Matrix". Oder vielleicht doch nicht, denn der Einstieg mit einem krachenden Riff-Rocker passte so gar nicht zum Material des "Building An Empire"-Albums. Mit einem brandneuen Track mit harter Indie-Gitarrenrock-Schlagseite und knalligem Groove überrascht Nicolas Chapel zumindest jene Leute, die die Kompositionen seines Art Rock-Debüts mit Affinitäten zu Porcupine Tree, Oceansize, The Pineapple Thief, Gazpacho oder Blackfield bereits verinnerlicht haben. Im Anschluss widmete sich Chapel, der sein Projekt ’on stage’ mit Unterstützung eines Drummers und Bassisten sowie mit permanent integrierten Samples und Sequenzern darbot, allerdings "Building An Empire" und verwöhnte die Anwesenden mit melancholischem, rockig-melodischem ’new Artrock’ und Songperlen wie „Sand“, „The Perfect Symmetry“ oder „Temple“. Die Kommunikation mit dem Publikum beschränkte sich zwar - quasi typisch französisch - auf das Notwendigste (dezente “Danke schön“-Bekundigungen), aber insgesamt konnten Demians diesen hervorragenden Gig als vollen Erfolg verbuchen.

Bereits beim eröffnenden Trio „Deep“, „Closer“ und „Far Away“ wurde offensichtlich, dass ANATHEMA und speziell die beiden Galionsfiguren der Briten (Vincent und Daniel Cavanagh) Bock auf den Gig haben, denn gleich zu Beginn wurde – Melancholie hin oder her – gelöst losgerockt. Einen semiakustischen Gig im Fahrwasser des „Hindsight“-Werkes sollte es also nicht geben, wobei die Anathema-Kompositionen ja wahrlich genügend besinnliche Momente mit Gänsehautatmosphäre garantieren. Und so zählte die Keyboards/Vocals-only Darbietung von „Flying“ auch zu den ganz großen Momenten eines Auftritts, der hinsichtlich seiner Setlist mit rund 20 Tracks, vom ’Oldie’ „Sleepless“ bis hin zu neuen, noch unveröffentlichten Songs vom kommenden Album wie z.B. „A Simple Mistake“ oder „Angels Walk Among Us“, als durchaus üppig bezeichnet werden konnte. Etwas Kritik muss dann aber dennoch erlaubt sein: erstens lag Drummer John Douglas mehrfach deutlich daneben (und wurde dafür von Danny gesondert vorgestellt…;-)), zweitens war Vincents Gitarre mitunter derart leise (und somit quasi unhörbar) abgemischt, dass er sie auch gern’ hätte backstage lassen können, und drittens ging der Timing-Gaul gerade bei den schnelleren Passagen deutlich durch (will sagen: zu schnell, schraddelig und im Anschluss extrem holprig bei den Übergängen zu verringerten Tempi). Trotz dieser kleinen Nörgeleien bot der Spätherbstabend den angereisten Fans (nebst dem Obliveon-Gesandten) allerdings ein wahrhaft schönes Konzerterlebnis…
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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