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MAGAZIN :: Index: 'J' :: JIMI JAMISON

JIMI JAMISON
Name: Unbekannt! Songs: Weltstatus!
Ja, die Überschrift suggeriert schon irgendwie das Jimi-Jamison-Syndrom in Deutschland. Beim Namen kennt ihn kaum jemand, aber sagt man der Survivor-Sänger, dann heißt es: "Ach ja!". Oder der Sänger des Baywatch-Titelliedes "I`m Always Here"/"Baywatch", und wieder: "Ach ja!". Um Euch den genialen Sänger, der mich persönlich über Jahre hinweg mit seiner Musik begleitet hat, etwas näher zu bringen, habe ich diesen Monat mal etwas mehr Arbeit geleistet. Nachdem Jimi mit den Bands Target und Cobra einigen Erfolg einheimsen konnte, landete er bei Survivor, die kurz nach ihrem Erfolg mit dem Hit "Eye Of The Tiger" dringend einen Sänger benötigten. Das brachte Jimi Weltruhm. Zwischendurch gab es Solo-Werke und 2006 das letzte Album der Band Survivor. Jetzt stellt der Shouter sein aktuelles Solo-Werk "Crossroads Moments" vor, das mehr nach Survivor klingt als je zuvor.
Jimi, dies ist dein erstes Interview für das Obliveon Webzine. Schaffst du es die signifikantesten Momente deiner Karriere darzulegen?

>> Der erste einschneidende Augenblick war wohl das Bandgefüge mit Target, die es bei A&M Records auf zwei Alben brachten. Danach gab es eine Zeit bei der schweizerisch/amerikanischen Band Cobra, mit denen ich auf Epic-Records landete. Der Welterfolg kam natürlich mit Survivor, mit denen ich einige TOP 10 und etliche TOP 20-Hits hatte. Es gab einige Bands bei denen ich Backing-Vocals oder mit denen ich Duette gesungen habe, so wie ZZ Top, Jeff Healy, Molly Hatchet, George Thorogood und vielen mehr. Dazu kommen meine beiden bisher veröffentlichten Solo-Alben "When Love Comes Down" und "Empires". <<

Weshalb bist du bei Survivor ausgestiegen?

>> Well, eigentlich habe ich in diesen Jahren sehr hart malocht. Ich war zudem oft von zu Hause weg und sah kaum etwas, das mir zurückgegeben wurde. Außer vielleicht Popularität. Aber die kannst du nur schlecht essen, oder? Eine Menge Leute machten eine Menge Geld, außer mir. Das war mir nicht mehr recht. <<

Nun, das scheint mir eine etwas ehrlichere Antwort als die, die auf MySpace steht. Dort ist man der Meinung dass es kein Sinn machte, nachdem das Macher-Team Peterik/Jamison/Sullivan nicht mehr zusammen arbeitete. Jimi, bevor ich las, hörte ich schon, daß die ganze Musik die Handschrift deines ehemaligen Survivor-Kollegen und Gitarrist Jim Peterik trägt. Eine Mixtur aus Survivor und Pride Of Lions. Wann stand für dich der Entschluß fest diese Richtung einzuschlagen anstatt etwas komplett anderes zu machen? Verstehe mich nicht falsch, ich liebe diese Mucke die total nach Survivor klingt.

>> Wenn Jim und ich zusammen komponieren und dann noch meine Vocals auf CD gebannt werden, kommt natürlich etwas Survivor-ähnliches raus. Ich wollte, dass "Crossroads Moments" eine großartige CD wird und aufgrund meiner langjährigen Freundschaft mit Jim war dies die einzige Möglichkeit um beinahe eine Garantie für diesen Fall auszusprechen. Ich wollte nicht experimentieren und ewig Zeit mit der Produktion verschwenden. Es ist wirklich schwierig für mich konzentriert über einen längeren Zeitraum im Studio zu verbringen. Da stehe ich lieber auf der Bühne. <<

Du hast ein Hommage an die goldenen 80er-Jahre geschrieben Die war natürlich so aus deiner Sicht. Was war denn so gravierend anders außer der Musikrichtung, die die meisten Kids gehört haben?

>> "Rock was King in the 80´s!" Heutzutage ist es schwierig herauszufinden welcher Musik du gerade lauscht. Ist es Pop oder Country, Grunge oder Rock, Hip Hop oder Rap? Die 80er-Jahre waren eine Dekade in der die Musik eine Art Chronik der Zeit und der Ereignisse darstellte. Viele Bands aus der damaligen Zeit schafften es die vorhandenen Genres zu definieren. Ihr Einfluß ist bis heute spürbar. Viele Musiker der 80er-Jahre haben bleibende, kraftvolle Eindrücke hinterlassen und sind selbst heute noch intensiv dabei. Musik hatte mehr Herz auch wenn es zu Wohltätigkeits-Konzerten kam. Sie waren in dieser Zeit einfach populärer. Wie "Live Aid 1985". Die Welt interessierte sich für ihre Probleme, besonders wenn sie sozial-politischer Natur waren. Und die Musik reagierte dementsprechend. Als Ergebnis dazu wurden viele Millionen Dollar eingenommen um diese Mißstände zu bekämpfen. "USA For Africa" ist wahrscheinlich das Ereignis, das am meisten bei den Menschen in Erinnerung geblieben ist. Eine riesige Anzahl von Künstlern und der Track "We Are The World" halfen Millionen für Äthiopien zu sammeln. Band Aid war ein ähnliches Projekt um die Menschen für Aids zu sensibilisieren. (Obwohl viele der Gelder von "Live Aid" in dunklen Kanälen verschwanden und mit "Toronto Rocks" gab es 2003 eins der größten Benefiz-Konzerte mit ca. 490.000 Zuschauern. Gespendet wurde den Menschen, die mit der Sars-Krise beschäftigt waren und einigen anderen, Anm. d. Verf.) <<

War es damals einfacher die Freundschaften aufrecht zu erhalten? Wenn ich den Track "When Rock Was King" betrachte und die Anzahl derer, die sich beteiligt haben, könnte man meinen, dass dem so wäre. Oder steckt auch Marketing dahinter?

>> Kann sein, daß es für die Geschäftsleute Marketing ist, aber für die Entertainer ist es purer Spaß. Eine Fraternisierung, eine Bruderschaft. Wenn wir zusammen Musik machen ist es ein Gefühl der totalen Unterstützung. Dann sind wir alle im gleichen Team. Irgendwie befinden wir uns dann auf einem Feldzug in Richting Radiosender um zu zeigen, dass die klassischen Bands oder Musiker von früher neue Musik auf den Markt bringen. Wir sind immer noch dabei und produzieren immer noch großartige Musik. <<
Es gibt einen Bonus-Track auf der europäischen Ausgabe der CD, genannt "Alive". Der ist auf meiner Promo-Ausgabe wie immer nicht drauf gewesen. Also worum gehts?

>> Wow! Du mußt diesen Song einfach hören. Er hat so eine simple Message, aber eine, bei der wir beide einer Meinung sind. Es ist so gut am Leben zu sein. Die Idee dazu kam mir als Jim auf einem Flug war, von dem jeder meinte, daß er abstürzen würde. Die komplette Elektronik hatte Feuer gefangen und das Flugzeug verlor schnell an Höhe. Durch ein Wunder landeten sie sicher. Es war gut am Leben zu sein. <<

Es gibt zwei Musiker die an deinem neuen Album mitgewirkt haben, ohne dass sie auf dem Back-Cover erwähnt werden. Erzähle uns über Tommy Denander auf "Battersea" und Kelly Keagy auf "Make Me A Believer".

>> Es ist mir wirklich peinlich, daß ihre Namen nicht erwähnt wurden. Ich weiß nicht wie das bei der Korrekturlesung übergangen werden konnte. Um ehrlich zu sein ist es das erste Mal, dass ich höre, dass Kelly nicht erwähnt wurde. Ich wußte seit gestern nur von Tommy. Er besorgte die faszinierende Gitarrenarbeit auf "Battersea". Kelly kesselte die derbsten Drums seit langem auf "Make Me A Believer". Ich bin beiden sehr dankbar. Und das andere ist halt dumm gelaufen und tut mir total leid. <<

Ich bin zeitweise in Toronto, Kanada aufgewachsen und natürlich ein risieger Fan von Mike Reno. Wo hast du ihn aufgetrieben und bitte sag mir, dass er ein neues Loverboy-Album in Angriff nimmt?

>> Mike ist einer meiner besten Freunde. Wir sind wie Brüder. Und rate mal...er hat gerade ein neues Album im Kasten. Und es ist nicht von dieser Welt. Ich bin überrascht, dass du noch nichts davon gehört hast. Es wird landesweit im Walmart verkauft. <<

Tja, wir haben leider kein Walmart in Deutschland.

>> Mickey Thomas, Bobby Kimball, John Cafferty und ich waren die Gründer der Band, die viele berühmte Sänger aus anderen Formationen in einer formierte. Wir nannten es "The Voices Of Rock". Wir waren vier Shouter und benötigten einen weiteren. Wen anders als Mike hätte ich fragen können. Viele andere sind unserem Beispiel gefolgt. <<

Es wird ein Video für "When Rock Was King" geben. Dazu bitte mehr Information.

>> Das ist richtig und du kannst es dir auf Youtube ansehen. <<

Was war dein persönliches Highlight zur Erstellung dieses Albums, das die Fans mit Sicherheit vergöttern werden?

>> Ich denke mal, die Gelegenheit zu haben diese Songs so zu interpretieren war eine tolle Sache. Und natürlich, dass so viele Freunde mitgewirkt haben und das ganz ohne Bezahlung, haha. <<

Bitte erlaube mir einige Fragen zu Survivor. Es gab eine Zeit wo zwei Acts unter diesem Namen fungierten. Wie kam es dazu und was ist das Ende der Geschichte?

>> Nach dem Album "Too Hot To Sleep", das vom Label ad acta gelegt wurde, wollten alle außer mir Survivor ruhen lassen. So gab es tatsächlich einige Jahre wo Survivor brach lag. Ich spielte die Hits der Band unter meinem eigenen Namen. Mein damaliger Agent schloß einfach Verträge für meine Band, in der auch Frank Sullivan spielte, unter dem Banner Survivor ab. Ich war eigentlich dagegen, aber das Publikum akzeptierte und unterstützte diese Handlung und freute sich. Das war die Zeit, wo die anderen wieder auf die Bühne und ein Teil der Band sein wollten. Also überlappte sich das ganze für eine geraume Zeit. Es gab Survivor und Jimi Jamison`s Survivor. Bevor ich mich versah waren wir bis auf Jim Peterik wieder zusammen, der kurz vor meinem Einstieg die Band verlassen hatte. <<

Du hast den Titelsong der Jahrhundert-Serie "Baywatch" eingesungen. Hat das deiner Karriere einen besonderen Schub gegeben? Hast du Pamela Anderson kennen gelernt? Du weißt sicherlich, dass die Canadian Chicks die besten sind, haha?

>> Yep! Pam ist eine absolute Zuckerschnecke. Ein "Sweetheart of a Lady", wie wir sagen. Natürlich hat diese Aufgabe meine Karriere etwas gepusht. Aber wichtiger ist, dass dieser Song mich durch die dünnen Jahre gerettet hat. <<

Survivor Reunion?

>> Nein! <<

Was hast du dann vor?

>> Auftreten, auftreten, auftreten und ein paar weitere coole Alben.
http://www.jimijamison.com
Steve Burdelak


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