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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CROM

CROM
Auf des Feuers Flügeln
Als Vinking-Metal würde Walter „Crom“ Grosse sein Ein-Mann-Projekt gar nicht bezeichnen, sondern sich inhaltlich lieber im Bereich des Epic Metals ansiedeln lassen. Kein Grund zur Bescheidenheit, denn was der Einzelkämpfer mit starken Bathory-Einflüssen nun nach ein paar Jahren Solopfad als Debüt auf die Beine gestellt hat, kann sich in jeder Krieger-Halle richtig gut sehen lassen. Dabei war es für den Barden alles andere als ein einfacher Weg, bis das Stück Erz in jenes hymnische Langeisen geschmiedet war, das sich heute „Vengeance“ nennt. Mit diesem ersten Schritt aus den Underground-Kreisen heraus, gibt es bei Crom inzwischen Raum für weitere, feste Band-Mitglieder, um in Zukunft auch Live angemessen präsent zu sein.
Hi, Walter! Zunächst einmal Glückwunsch zu Deinem ersten Album! „Vengeance“ markiert ja den vorläufigen Meilenstein Deines so um 2000 eingeschlagenen Solopfades. Wie kam es eigentlich dazu?

>> Danke Dir, ja ich bin selber sehr froh, dass Vengeance endlich nach so langer Zeit veröffentlicht ist. Ich habe aber bereits Ende 1997 mit meinen ersten Songs für Crom angefangen. Ich war damals noch festes Mitglied bei den Landshuter Black Metallern Dark Fortress und spielte dort Gitarre und war auf Dauer ein wenig unglücklich darüber nicht mehr singen zu können. Denn bei meiner ersten Band "Tears of Time" war ich Sänger und Gitarrist. Das Singen fehlte mir halt schon sehr und darum gründete ich Crom. Musikalisch war ich zu dieser Zeit bereits ein sehr großer Bathory-Fan, und diese Einflüsse wollte ich mit Crom umsetzen. <<

Stehst Du mit Deinen Bandkollegen von damals noch in Kontakt?

>> Ich habe nach wie vor guten Kontakt zu Mitgliedern und Ex-Mitgliedern von Dark Fortress. Mit Seraph am Schlagzeug und Santura am Mischpult waren ja auch direkt zwei Mitglieder an Vengeance mit beteiligt. Asvargr und Draug halfen mir bei meinen ersten Konzerten Live aus und zu Azathoth (Ex-Sänger) verbindet mich privat seit vielen Jahren eine sehr enge Freundschaft. <<

Bis Dein Debüt aufgenommen war, hat es etwa sieben Jahre gedauert, wenn ich richtig nachrechne. Warum die lange Zeitspanne?

>> Das größte Problem war natürlich das Geld! Wenn man eine Ein-Mann-Band hat, muss man natürlich auch alles aus dem eigenen Geldbeutel vorfinanzieren. Und wer schon einmal CDs aufgenommen hat, hat auch ungefähr eine Ahnung, wie viel Geld dazu benötigt wird. Auch beim Songwriting kann man, wenn man alleine arbeitet, sich nicht jeden Tag die absoluten Hammerriffs aus dem Ärmel zaubern. Ich habe allerdings in der Zwischenzeit viele Songs geschrieben und deshalb auch gleich mit Vengenace gemeinsam das zweite Album mit aufgenommen. Ebenfalls ein bisschen zeitraubend für Crom war mein Black Metal Projekt mit Azathoth das wir Sindecade nannten. Da habe ich sehr viel Zeit und Geld investiert, das sich leider nie richtig rechnete. Wir haben die Mini-CD "Terrorcrowned" über mein eigenes Label veröffentlicht und leider keinen Vertrieb dafür gefunden. Und ohne Vertrieb schaut es mit dem Verkauf recht schlecht aus. Aber es war eine wichtige Erfahrung für mich! Ab jetzt werde ich mich sowohl finanziell als auch zeitlich gesehen nur noch um Crom kümmern. <<

Welcher Weg führte dich dann zu Pure Steel?

>> Pure Steel war eines der ersten Labels das mich kontaktiert hat und ernsthaftes Interesse gezeigt hat. Ich habe aber zu der Zeit noch einige andere Anfragen gehabt und mir deshalb mit meiner Entscheidung viel Zeit gelassen. Bei den meisten Labels war das Interesse oder die Ernsthaftigkeit oft sehr fragwürdig und natürlich waren auch eine Menge unseriöse Labels dabei. Pure Steel hingegen waren mir gegenüber immer sehr ehrlich im Bezug darauf was geht, bzw. was halt auch nicht geht. Diese Ehrlichkeit und das dauerhafte Interesse an Crom waren für mich auch der Ausschlag dafür, mich für sie zu entscheiden, und ich bin mir sicher, dass diese Entscheidung auch die Richtige war. <<
Stilistisch hast Du Dich weit von den schwarzmetallischen Wurzeln entfernt, hin zu einem eher True Metal-lastigen Stil. Was hat dazu geführt?

>> Kann ich dir gar nicht genau sagen!! Ich wollte natürlich von Beginn an Bathory-orientierte Musik machen und das finde ich, ist mir mit Vengeance auch gelungen. Alle anderen Einflüsse, die man auf Vengeance hören kann, basieren natürlich irgendwie auf allen Bands, die ich auch privat gerne höre und die zwangsläufig Dein Songwriting beeinflussen. Ich habe mich allerdings nie vom Black Metal distanziert! Ich habe aber selber lange genug Black Metal gespielt und wollte mein Hauptaugenmerk einfach auf eine andere Art Musik legen. Jeder Musiker will sich frei entfalten können und das kann ich bei Crom definitiv mehr, als ich es bei Dark Fortress jemals konnte. <<

Die Geister fachsimpeln, ob es sich bei Crom um Viking- oder Epic-Metal oder beides handelt. Wie würdest Du selbst Deinem Stil beschreiben?

>> Also ich würde Crom nie als Viking Metal bezeichnen!! Diesen Stempel verdienen andere Bands deutlich mehr als Crom, denn für mich gehören zum Viking Metal auch ganz klar die Viking-typischen Texte. Die findet man bei Crom ja nun wirklich nicht. Meine Texte sind nun doch mehr in der Sword & Sorcery-Ecke anzusiedeln und mir fehlt es auch an dem notwendigen Grundwissen über das man verfügen sollte, um ernsthafte Viking-Texte schreiben zu können. Also würde ich sagen, dass Epic Metal doch am ehesten als mein derzeitiger Stil bezeichnet werden kann. <<

Worum dreht es sich in Deinen Songs? Wie sieht bei Dir der Songwriting-Prozess aus?

>> Meine Texte Handeln zumeist von Kriegern, gestürzten Königen, heroischen Schlachten etc., also das ganz normale Epic-Programm. Allerdings versuche ich eigentlich immer, Themen die mich privat bewegen in meinen Texten zu verarbeiten. Ich versuche meine Gedanken und Gefühle in diese meist heroischen Texte einfließen zu lassen und in diese Zeit zu transferieren. Es würde mir nicht reichen, "nur" über epische Themen zu schreiben, ohne damit einen etwas mehr tiefgründigen Inhalt vermitteln zu können. Ich muss aber zugeben, dass es natürlich viele Texter gibt, die deutlich mehr auf dem Kasten haben als ich!! Ich habe schon immer mehr Wert auf Details in der Musik gelegt als bei meinen Texten. Es ist auch oft sehr schwer für mich, gute Texte auf einen Song "draufzuschreiben", da bei mir eigentlich immer zuerst die Riffs bzw. die Songs im Gesamten stehen. Ich war schon immer mehr Musiker als Texter!!! <<

Welche Eindrücke hast Du aus den Aufnahmen zu „Vengeance“ mitgenommen. Mit wem hast Du zusammengearbeitet?

>> Die gesamte Aufnahmezeit war sehr relaxt und auch eine gute Erfahrung für mich!! Ich habe mit V. Santura als Recording Engineer und mit Seraph als Sessiondrummer zusammengearbeitet (beide Dark Fortress). Ich kann auch im Nachhinein keinen einzigen negativen Punkt finden, der mich in der Aufnahmezeit gestört hätte. Wir hatten genügend Zeit für Recording und Mix und ich musste Santura auch keine großartigen Vorschläge für den Sound machen. Er hat im Endeffekt die Sounds vom Grunde her schon so eingestellt wie ich es im Kopf hatte. Santura hat auch einige Stimmen bei den Chören hinzugefügt um den Gesamtsound nicht zu steril klingen zu lassen und hat auch bei den Lead Guitars einige Parts hinzugefügt. Also durch und durch ein schönes Arbeiten mit durchaus annehmbaren Endergebnis. <<

„Vengeance“ dürfte im Endeffekt bzgl. Sound und Musik einen großen Entwicklungsschritt im Vergleich zu der „Fallen Beauty“ E.P. darstellen. Wie denkst Du über das Ergebnis? Wo siehst Du noch Raum nach oben?

>> Wie gesagt, ich bin mit dem Endergebnis sehr zufrieden!! Ein paar kleine Unsauberheiten im Gitarrenspiel fallen mir natürlich schon auf, aber insgesamt bin ich total zufrieden. Besonders stolz bin ich über die Entwicklung der Lead Gitarren und sämtlicher Gesänge. Gerade auf "The Fallen Beauty E.P." waren diese beiden Punkte meiner Meinung nach das große Manko!! Ich mag zwar die Songs der E.P. nach wie vor, würde sie aber gerne in einem besseren Soundgewand und besser eingespielt hören. Wir hatten bei den Aufnahmen zu Vengeance noch etwas Zeit übrig und ich habe mich dann dazu entschlossen eine neue Version von "The Fallen Beauty" aufzunehmen. Ich mag diese neue Version sehr gerne, weil sie so klingt, wie ich sie damals schon gerne gehört hätte.
Raum nach oben hat jede Band ihre ganze Karriere lang! Es wird immer Möglichkeiten geben eine CD besser zu machen als die Vorherige, und jeder Musiker wird sich individuell weiterentwickeln. Ich hoffe, dass ich da nicht dir krönende Ausnahme bin ;) <<
Die musikalische Nähe Deiner Musik zu Bathory scheint unverkennbar. Wie denkst Du darüber? Welche weiteren Einflüsse gibt es bei Dir?

>> Natürlich klingt Vengeance in manchen Parts schon stark nach Bathory, aber das war ja auch von Anfang an meine Profession. Ich glaube aber, dass man trotz der starken Bathory- Einflüsse auch eine große Portion Crom heraushören kann und spätestens auf dem nächsten Longplayer wird man deutlich mehr über die Band Crom als über Bathory sprechen. Ich habe kein Problem damit, mit Bathory verglichen zu werden, weil es ja natürlich auch eine gewisse Ehre für mich ist. Allerdings wäre ich froh wenn dies beim Erscheinen der nächsten CD nicht mehr so ausgeprägt der Fall ist. <<

Es mag schon eine ganze Weile her sein, und es heißt, „Crom“ sei eine vorchristliche, irische Gottheit. Aber ich erinnere mich an „Crom“ im Zusammenhang mit den Conan-Filmen…? Und inwiefern hat auch der Fantasy-Bereich einen Einfluss auf Deine Musik?

>> Der Fantasy-Bereich spielte besonders bei der Vengeance-Saga eine große Rolle, denn sie basiert ja auch auf der Grundidee der Conan Filme. Die beiden Texte hat jedoch ein alter Bekannter für mich geschrieben und sind somit die einzigen Texte die nicht aus meiner Feder stammen. Alle anderen Texte sind meiner Meinung nach deutlich weniger Fantasy geprägt und zukunftsweisender. Auf der nächsten CD wird es textlich in eine andere Richtung gehen. <<

Was bedeutet die Musik insgesamt für Dich? Inwieweit findest Du Dich selbst in Crom wider?

>> Musik ist mein Leben!!! Obwohl man leider mit jedem Jahr ein Stück davon abgeben muss, weil natürlich Arbeit und Privatleben mit steigendem Alter einen höheren Stellenwert bekommen müssen! Es geht allerdings sehr vielen meiner Freunde und befreundeten Musikern so. Mit 18 habe ich jeden Tag 5 Stunden Gitarre gespielt und gesungen. Heute komme ich erst mal nach 9 Stunden Arbeit nach Hause, bin fix und fertig und kümmere mich danach lieber um die Belange meiner Freunde als um die Seitenpflege meiner ESP. Trotzdem werde ich nie ohne Musik leben können. Denn meine Musik ist mein Ventil und wenn’s dieses Ventil meiner Gefühle mal nicht mehr geben sollte, würde mir sehr viel fehlen. <<

Das Material drängt geradezu darauf, Live performed zu werden. Wie sieht´s mit Dir an der Live-Front aus?

>> Also ich habe bisher mit Crom drei Live Auftritte performed, werde aber in der nahen Zukunft wahrscheinlich keine Gigs spielen. Ich habe noch immer das Problem mit einem festen Line-Up und habe auch ehrlich gesagt die Schnauze voll, ewig Session-Mitglieder zu suchen und darum zu betteln, bei Crom zu performen. Ich spiele schon gerne live, aber möchte auch nur wirkliche gute Gigs zeigen. Dies ist mit einer ständig wechselnden Besetzung allerdings kaum möglich. Darum habe ich mich entschlossen eben vorübergehend keine Gigs mehr zu spielen, würde dabei lediglich für sehr verlockende Angebote eine Ausnahme machen. Also, wenn jemand ernsthaft Bock darauf hat, bei Crom einzusteigen, kann man sich gerne bei mir per E-Mail melden. <<

Ein paar Schlussworte von Dir an Fans und Szene:

>> Ich möchte wieder einmal allen danken die mich seit der Fallen Beauty E.P. kennen, unterstützen und auch mal eine längere Wartezeit bei Crom in Kauf nehmen!!! <<
http://www.croms-revenge.de
Michael Gorray


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