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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DREAMTIDE

DREAMTIDE
Die hohe Kunst der Musik
Nein, es ist nicht nötig amerikanische Wurzeln zu haben um ordentlichen Melodic Rock abzuliefern. Ab und an versteht auch eine deutsche Formation die hohe Kunst der feinsten Musik. Schon der Vorgänger "Dreams For The Daring" erntete bei meinem damaligen Kollegen Thorsten Knafla eine fast volle Punktzahl. Dies schaffen die fünf Recken, die sich mit Francis Buchholz den ex-Scorpions Bassisten ins Boot holten, mit dem aktuellen Silberling "Dream And Deliver" ohne mit der Wimper zu zucken. Mit Olaf Senkbeil, der ehemals bei Uli Jon Roth (ex-Scorpions) in Lohn und Brot stand, haben die Jungs aber auch den besten Sänger seit langem in ihren Reihen. Sollte das dritte "Make-It-Or-Break-It"-Album nicht den schieren Wahn in Germanys Melodic-Gemeinde lostreten, fresse ich die Chucks vom Christoph (Kauf dir selber welche zum Verspeisen! - CL). So! Helge Engelke, seines Zeichens Gitarrist par exellence, stand mir Rede und Antwort. Mit Genuss musste ich beim Lesen feststellen wie blöd so manche obligatorische Frage klingt, wenn sie mit viel Humor beantwortet wird. Man lernt halt nie aus. Vielen Dank, Helge.
Hallo Helge. Ich hätte gerne die Bandgeschichte kurz in eigenen Worten zusammengerafft.

>> Es war einmal, im letzten Jahrhundert, da mühte sich redlich eine kleine Band mit Namen Fair Warning. Als nun die Jahrtausendwende nahte, schwand des Sangesbarden Freude an dem Unternehmen. Auch war die Zahl der Kumpane vorher schon geschrumpft. So waren es am Ende nur noch zwei, die wacker die Stellung hielten. Einen überkam ob des Verlusts des Sangesbarden große Müdigkeit und es dürstete ihn nach Rast. Der Andere fand sich plötzlich allein und musste sehen: “Es ist an der Zeit sich nach neuen Gefährten umzusehen”. So ward nun geboren eine Flut von neuen Träumen und gefunden wurden vier weitere Recken von gar trefflicher Fertigkeit, die erst mit “Hier kommt die Flut” und später mit “Träume für die Wagemutigen” auszogen die vornehmsten ihrer Künste dem Volke darzubieten. <<

Wie ist das Gefühl wenn man ein solches Album fertiggestellt hat? Weiß man, dass es perfekt ist oder hadert ihr wie andere auch?

>> Nein, wir hadern nicht. Vielleicht kommt das noch, aber bisher sind wir mit “Dream and Deliver” recht zufrieden. <<

Wieviel Arbeit steckt in den Chören von "Same Star" oder war das eine Initialzündung? Obwohl ich gestehen muss, dass der Track mir etwas bekannt vorkommt, aber ich kam nicht drauf woher...

>> Es steckt schon sehr viel Arbeit in allen Details der Platte, aber die Arbeit daran hat sehr viel Spaß gemacht. <<

Ihr habt viel Ähnlichkeit mit der spanischen Formation Hardreams. Ist euch das bewusst?

>> Nein, nie gehört. <<

Warum stieg euer Basser Ole aus einer gewinnbringenden Band aus?

>> Ole hatte sich seit 2004 zunehmend anderen Aufgaben zugewendet und da hatte der Tag dann doch zu wenig Stunden. Streit und Stress gab es nicht. Prima Typ, super Musiker. <<

Wie kam es zum Beschluss Francis Buchhloz ins Boot zu nehmen und was hat er in den letzten Jahren getrieben?

>> Im November 2006 fingen Olaf und ich an erste Demos für das neue Album aufzunehmen. Über einen neuen Bassisten hatten wir uns noch keine Gedanken gemacht. Anfang 2007 traf ich Francis auf einer Party. Er war gerade mit Uli Roth und Olaf auf Tour gewesen und Olaf hatte ihm unsere ersten beiden CDs vorgespielt. Für Gesprächsstoff war also gesorgt. Francis fragte mich nach neuem Material. Natürlich ist es immer hilfreich Kommentare aus berufenem Munde zu hören und so schickte ich Francis unsere Demos. Francis rief zurück und sagte er habe die eine oder andere Idee.
Daraufhin verabredeten wir uns und dann geschah etwas Merkwürdiges. Unter den ersten vier Songs befand sich auch “The Vow”. Unser zukünftiger Bassist, noch in seiner Eigenschaft als Berater, sagte so etwas Ähnliches wie “guter Song, aber da und dort stimmt etwas nicht”. Witzigerweise war das nun genau eine Stelle an der Olaf und ich lange gearbeitet hatten und uns nicht für eine von zwei Versionen entscheiden konnten. Francis legte aber sofort den Finger darauf und wollte, ohne sie zu kennen, die Version wie sie ursprünglich gedacht war. Da merkten wir sofort, dass wir die selbe Sprache sprechen. Es waren keine zehn Minuten vergangen und wir waren mitten in der Arrangierarbeit. So geschah es auch mit den anderen Songs und die Arbeit ging einfach super von der Hand. Eigentlich war es dann schnell nichts anderes als logisch, dass Francis auch den Basspart übernahm. Seine Musikalität, Erfahrung und Übersicht haben großen Einfluss auf das Album gehabt. <<
Ist seine Mitgliedschaft bei den Scorpions mit einem Augenzwinkern von Vorteil für euch?

>> Ob das, worauf die Frage abzielt, so ist weiß ich nicht. Sicherlich hätte der Scorpions-Fanclub ohne Francis nicht nach einem Interview gefragt.
Es natürlich von großem Vorteil jemanden dabei zu haben der über viel Erfahrung verfügt. <<


In den goldenen 80er-Jahren hätte man euch zu Königen gekrönt. Wie sieht es heutzutage mit den Lorbeeren für euren Sound aus?

>> Also ich war dabei und die Hosen haben echt gekniffen, Haarspray, was nicht wie bei Oma riecht, gibt´s bis heute nicht. Richtige Männer trugen viel Schminke, Deutschland war klein, das Vaterland zerrissen, der König ein Kohlkopf. Der Kommunismus stand vor den Toren, äh, worum ging´s ? Ach, so ja, neue deutsche Welle fand ich Mist und CC Catch auch. So golden war das alles nicht. Allerdings, Musik wurde gekauft und nicht in erster Linie geklaut.
Zu den Lorbeeren: "Dream And Deliver" hat durchweg gute Kritiken bekommen. <<


Seid ihr zufrieden mit dem Live-Sektor und wie groß ist der Grad zwischen Liveauftritt und Konserve?

>> Der Live-Sektor ist optimierungswürdig. <<

Ihr seid im Rahmen eurer beiden letzten CDs in Sachen Spielzeit eurer Konkurrenz um Längen voraus. Und das mit Qualität. Wie wichtig ist euch das Konzept "Value For Money"?

>> Da gibt es kein Konzept. Eigentlich war das immer eher ein Unfall, da wir uns nicht dazu durchringen konnten Songs, die wir alle gut finden wegzulassen, nur weil irgendwer irgendwo sagt, eine CD sollte höchstens zehn oder elf Songs haben. Manchmal hören wir: "Eure CDs sind zu lang". Das verstehe ich dann immer nicht. Da gibt´s doch diese kleinen handlichen Knöppe wo "Next", "Stop" oder "Morgen Weiter" draufsteht. Der An-Schalter war doch auch zu finden. Aber "Value For Money" ist auch gut, das merke ich mir. <<

Mein Kollege schrieb zur letzten CD, dass, abgesehen von Gesang und Soli-Gitarre, der Rest der Band nach hinten gemixt wurde. Das hat sich auf der aktuellen CD nicht mehr herauskristallisiert. Ist euch das selber aufgefallen oder wie kam es zu dieser Änderung?

>> Name und Anschrift des Kollegen bitte, da müssen wir wohl mal jemanden vorbeischicken und beim Hören helfen. Na, jetzt mal ohne Zicken, nee, war mir nicht bewusst und habe ich auch von keinem anderen aus der Band gehört. CC, unser Schlagzeuger, war auch zufrieden. Sicherlich gibt es Platten bei denen das Schlagzeug lauter ist als der Gesang, das verbuche ich dann unter “Mixfehler”. Was allerdings, hoffentlich, Tatsache ist: „Dream and Deliver“ klingt einfach besser als der Vorgänger. <<

Was ist in Sachen Zukunft geplant?

>> Mehr Musik. <<
http://www.dreamtide.de
Steve Burdelak


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