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MAGAZIN :: Index: 'J' :: JÄNNERWEIN

JÄNNERWEIN
Unpolitische Kunstschaffende
Jännerwein zählen zur neuen, mittlerweile dritten Generation deutscher Neofolk-Bands, die sich anschicken die Welt mit ihren naturromantischen und akustischen Klängen zu bereichern. Und das gelingt der Band aus der Nähe von Salzburg, die im übrigen aus dem Projekt Neuland hervorgegangen ist und die manch ein Leser vielleicht bereits von Myspace kennen dürfte, ganz hervorragend. „Abendläuten“ ist der Name des Debüts, das auf dem Heimatfolk-Label veröffentlicht wurde und sich musikalisch viel mehr dem traditionellen Neofolk verpflichtet fühlt als dem alpinen Folk, mit dem das Album beworben wird. Dies macht bereits die Vertonung eines Textes von Douglas Pearce deutlich, wobei neben einer ganzen Reihe von Fremdtexten auch eigene Texte zum Einsatz kommen, politische Themen auf „Abendläuten“ vollkommen aussen vor bleiben. Neben Traum’er Leben und Falkenstein, die mit ihren Alben bereits auf sich aufmerksam machen konnten, zählen Jännerwein zu den besten neuen Neofolk-Bands. Zeit also, die Band selbst zu Wort kommen und uns ein paar Hintergrundinformationen zuteil werden zu lassen.
Wann habt ihr begonnen Songs zu schreiben und generell Musik zu machen und wer waren und sind eure musikalischen Vorbilder?

>> Wir haben schon vor unserem gemeinsamen Projekt jeder für sich einzelne Lieder geschrieben bzw. Musik gemacht. Jännerwein formierte sich dann erstmals im Herbst 2007. Unsere musikalischen Vorbilder sind für jeden unterschiedlich: Max KTG ist dabei der dem klassischen Neofolk am nächsten Stehende, Peter Feldl hat seine musikalischen Wurzeln in traditioneller Volks- bzw. Bordunmusik, während Benjamin Sperling aus dem Punk-Bereich kommt. <<

Ihr habt euch von Neuland zu Jännerwein umbenannt. Warum diese Umbenennung?

>> „Neuland“ war ein Soloprojekt von Max, das vor allem neoklassizistisch orientiert war und einen eher martialischen Stil verfolgte. Die Richtungsänderung zum Neofolk bzw. klassischen Folk zusammen mit der Tatsache, dass es viele Bands mit dem Namen „Neuland“ gibt, war dann der Auslöser für unsere Umbenennung. <<

Habt ihr vorher mit Neuland bereits etwas veröffentlicht? Gibt es weitere Projekte, bei denen ihr neben Jännerwein mitgewirkt habt oder noch aktiv seid?

>> Nein, da Neuland bereits vor unserer ersten Veröffentlichung in Jännerwein übergeführt worden war. Abgesehen von diesem Projekt sind wir derzeit nicht in anderen aktiv. <<

„Abendläuten“ ist eure erste Veröffentlichung mit Jännerwein. Welche älteren, noch aus Neuland-Tagen stammende Songs haben es auf das Album geschafft?

>> „Abendgebet“ ist das einzige Lied, das unverändert übernommen wurde. „Klage“ und „Sturm“ gehen aber auf Entwürfe aus der Neuland-Zeit zurück. <<

Warum habt Ihr Euer Debüt „Abendläuten“ genannt? Nehmt Ihr mit dem Titel Bezug auf das Buch Hansjakobs und seiner Landschaftsschilderungen des Schwarzwalds? Wenn ja, was hat euch an diesem Buch und den Beschreibungen so fasziniert?

>> „Abendläuten“ bezieht sich auf das erste Wort, das auf der CD zu hören ist. Das erwähnte Buch ist uns nicht bekannt. <<

Ihr verwendet in erster Line Fremdtexte und kaum einmal eigene Texte. Betrachtet ihr euch selbst als schlechte Textschreiber?

>> Keineswegs! Wir haben auch auf der aktuellen Veröffentlichung einige selbst geschriebene Texte, unser Fokus lag am Beginn unseres Projektes aber hauptsächlich auf dem Finden eines gemeinsamen musikalischen Stils. <<

Wie und nach welchen Kriterien wählt ihr diese zu vertonenden Texte und Gedichte aus?

>> Die deutsche Romantik ist unser ästhetischer Kern, dabei ist uns auch ein potentiell aktueller Anspruch wichtig. <<

Mit „The Grass Is Always Browner“ habt ihr eine Death in June Coverversion eingespielt. Warum fiel eure Wahl ausgerechnet auf diesen Titel?

>> Es handelt sich dabei nicht um eine Coverversion, sondern um die Vertonung eines Textes, den Douglas Pearce geschrieben und mit der Aufforderung zur Interpretation online gestellt hat. <<
Gibt es eine Reaktion von Douglas Pearce auf diese Vertonung seines Textes oder habt ihr euch um eine Reaktion bemüht?

>> Ad beide Fragen: Bis jetzt noch nicht. <<

Was ist eure Erwartung an die Veröffentlichung von „Abendläuten“?

>> Wir hoffen mit dieser unserer ersten Veröffentlichung nicht nur das klassische Neofolkpublikum zu erreichen, sondern auch eine Brücke zu anderen Hörerschichten jenseits subkultureller Schranken zu schlagen. <<

Neofolk, da erzähle ich euch nichts neues, wird leider immer wieder mit Vorurteilen überhäuft und mit Argusaugen beobachtet. Was sind eure Erfahrungen mit der Antifa und der Ausgrenzung einer gesamten Szene? Habt ihr bereits irgendwelche Erfahrungen mit der Zensur machen müssen?

>> Bis jetzt haben wir als Band von keiner Seite negative oder feindliche Reaktionen bekommen. Wir fühlen uns auch nicht als Träger einer wie auch immer gearteten politischen Botschaft, sondern ausschließlich als Kunstschaffende. <<

So, wie ich das bislang beurteilen kann, konzentriert ihr euch mit den Texten und euren Songs um eine deutliche Distanzierung zu politischen Themen. Ist dies eine bewusste Entscheidung darauf zu verzichten oder könnt ihr euch vorstellen zukünftig auch politische Themen aufzugreifen?

>> Es ist eine bewusste Entscheidung, da wir drei Menschen mit durchaus unterschiedlichen politischen Ansichten sind. Was man sicherlich heraushören kann, ist so etwas wie ein kleinster gemeinsamer kulturphilosophischer Nenner. <<

Ihr habt bei „Heimatfolk“ unterschrieben, einem neuen Label und Ableger von Steinklang, das sich bislang mit seinen Veröffentlichungen vornehmlich auf deutschsprachigen Neofolk konzentriert. Was hat den Ausschlag gegeben gerade bei ihnen zu unterschreiben?

>> Max P. (Steinklang) ist ja schon fast ein Nachbar von uns – es war daher sowohl naheliegend wie auch erfreulich, dass er auf uns zugekommen ist. <<

Ihr habt beim gemeinsamen Konzert mit Cawatana und Sturmast euer Live-Debüt gegeben. Wie habt Ihr diesen Auftritt empfunden? Was ist Eure Erwartung im Hinblick auf den anstehende Auftritt mit :Of The Wand And The Moon:?

>> Nun, es war ein klassisches erstes Konzert, bei dem nicht alles nach Plan verlief, aber das Publikum hat gnädig darüber hinweggesehen und uns sehr viel positive Rückmeldung gegeben – wir freuen uns also auf das anstehende Konzert. <<

Was sind, abgesehen von dem bereits erwähnten Konzert mit :Of The Wand And The Moon:, eure nächsten Pläne mit „Jännerwein“?

>> Wir haben bereits viele neue Ideen und Konzepte und arbeiten schon an neuem Material – wir werden sehen, wo es uns hinführt. <<
http://www.myspace.com/neulandmusik
Michael Kuhlen


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