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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DAS ICH - 04. ....

DAS ICH - 04.10.08 Herford "X"
INLINE.SEX.TERROR
BEATI MORTUI
DAS ICH

Herford, "X"

04.10.08
Nachdem wir "Das Ich" auf dem WGT dieses Jahr leider nicht gesehen haben, (Ich frage mich eigentlich immer noch nach dem warum) War es für uns eigentlich keine Frage ob wir nach Herford fahren oder nicht, trotz der Fahrt von fast 2 Stunden. Die Vorfreude war groß, einerseits weil ich Das Ich schon länger nicht mehr live gesehen hatte, zum anderen weil wir uns auch auf ein Wiedersehen mit Stefan Ackermann freuten, den wir beim diesjährigen WGT näher kennen gelernt hatten.
In Herford angekommen verzögerte sich der Einlass erstmal um einige Minuten. Warum auch immer, denn die Menge vor dem “X” war doch recht übersichtlich. So betraten wir die Konzert-Halle erst als “Inline.Sex.Terror” bereits spielten. Was für meinen Geschmack aber nicht weiter schlimm war. Geboten bekam man Industrial der eher langweiligeren Sorte, mit so stark verzerrtem Gesang, das gar nicht dran zu denken war die Texten verstehen zu können. Aber ok, dachte ich, jedem das Seine. Nur weil mir diese Art von Musik nicht unbedingt zusagt muss es nicht gleich schlecht sein. Erstmal zur Theke und nen Kaffee ordern. Hierbei musste ich dann mit erschrecken feststellen, dass es keinen Kaffee gab. Jetzt war ich echt geschockt und hoffte, dass wenigstens die zweite Vorband “Beati Mortui” meine Stimmung wieder etwas heben würde. Ich brauchte nicht lange zu warten, denn bei den Finnen muss ich gestehen war ich genötigt mich im Rhythmus zu bewegen. Schon beim Betreten der Bühne wurde mir klar, hier würde es um einiges “organischer” zugehen, immerhin befanden sich mit Gitarre und Bass Instrumente auf der Bühne. Rhythmischer Elektro-Rock erklang und wenn es ein Manko gab, dann eine vielleicht noch etwas mangelnde Bühnenpräsenz gerade bei ihrer Frontfrau die allerdings sehr beherzt zu Werke ging und immer dann den Funken kurz vorm überspringen hatte sobald die Textpassagen etwas aggressiver wurden.
Schließlich betraten dann mit etwas Verspätung die Jungs von Das Ich die Bühne. Noch beim Auftritt von “Inline.Sex.Terror” hatten wir uns mit Stefan Ackermann für nach dem Auftritt zum gemütlichen Plausch an der Theke verabredet. Beim Umbau hatte ich mich bereits gewundert, denn die gewohnten Aufbauten fehlten. Bruno und Martin mussten sich mit normalen Keyboard-Ständern begnügen. Das leider recht übersichtlich ausgefallene Publikum applaudierte brav als Stefan zum Mikro ging und die ersten Klänge von “Kannibale” erklangen. Schon jetzt muss ich sagen, nachdem ich das Vergnügen hatte den Song zwei mal live gehört zu haben, mir gefällt die Live-Version schon jetzt besser als die aus der Konserve. Ähnlich wie bei “Kindgott”, das ich für eines der besten Live-Stück der Band halte. Im weiteren Verlauf wurde ein Best-Of-Set geboten, da es ja noch kein aktuelles Album gibt. Zum Glück ist aber eines in Arbeit und wird wohl Anfang 2009 erscheinen, wie man uns im Anschluss an das Konzert mitteilte. Ebenso bekam ich eine feste Interview-Zusage von Stefan zum Album-Release. Aber weiter zum Ablauf des Abends. Es erklangen Stücke wie “Der Schrei”, “Kain und Abel”, das eben schon erwähnte “Kindgott” und vieles mehr. Stefan und seine Mitstreiter boten einen soliden Auftritt hin. Sichtlich im Bemühen die Zuschauer mitzureißen, was aber leider nicht recht gelingen wollte. Ob es nun am sprichwörtlich unterkühltem norddeutschen Gemüt lag oder daran, dass es nicht voll genug war vermag ich nicht zu sagen. An der Band lag es jedenfalls für meinen Geschmack nicht. Bei “Sodom und Gomorra” und natürlich den Klassikern wie “Gottes Tod” aber auch bei Stücken wie z. B. “Schwarzer Stern” konnte ich nicht still stehen. Stefan hat auch nach fast 20 Jahren auf der Bühne immer noch oder gerade deshalb eine beeindruckende Bühnenpräsenz zu bieten. In gewohnter Manier mit viel Gestik und vor allem Mimik bot er im Verlauf des Konzerts wieder einmal eine klasse Vorstellung. Vielleicht lag es auch daran, dass die Zuschauer sich darauf konzentrierten Stefan in seiner Darbietung zu verfolgen, dass die
Stimmung erst zum Ende hin vor allem bei “Gottes Tod” und dem Abschließenden “Destillat” wirklich gut war. Ich für meinen Teil war allerdings sehr zufrieden, zum einen da ich viele schöne Bilder bekommen hab (Danke Stefan für’s zeitweilige posieren) und zum anderen natürlich weil wir ein gutes Konzert gesehen hatten. Jetzt erstmal auf zur Theke, an der ich dann endlich auch mal meinen ersehnten Kaffee bekam. Das Publikum der Halle wechselte für die nun anstehende Partie komplett auf metallastig bis alternativ. Die schwarzen Gestalten zogen sich in eine kleinere Disco zurück in der wir schließlich auch Stefan trafen. Nach einem wieder einmal sehr erfrischenden Gespräch mit dem Frontmann machten wir uns schließlich zu doch recht später Stunde auf den Heimweg. Noch auf der Fahrt sprachen wir über das Konzert und meinten, dass sich die Band keinen Vorwurf zu machen braucht wegen der doch recht durchwachsenen Stimmung. Alles in allem hatte es sich auch dieses Mal wieder gelohnt, wie eigentlich immer bei “Das Ich”-Shows.
Ingo Bordewick - Pics: Ingo Bordewick


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