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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BURGFOLK 2008 ....

BURGFOLK 2008 - 16.08.2008, Mülheim, Schloss Broich
Mülheim, Schloss Broich

16.08.2008
Zum siebten Male fand in diesem Jahr im Schloss Broich, zu Mühlheim an der Ruhr, das Burgfolk–Festival statt. Der Wettergott zeigte sich an diesem Nachmittag gnädig und so strömten ca.1800 Fans der folkigen Klänge in den Innenhof der spätkarolingischen Burganlage.
Den Anfang an diesem sonnigen Tage machte die Formation NACHTGESCHREI. Eine sympathische Band aus Frankfurt, welche mit urtümlichem, melodischem Mittelalterrock aufwarteten. Die siebenköpfige Band begeisterte das Publikum mit Titeln wie „Windstill“ und „Der Meister“ aus ihrem diesjährigem Debütalbum "Hoffnungsschimmer" und sorgte für einen stimmungsvollen Auftakt des Festivals. Einziges Manko: die Abmischung des Sounds war nicht optimal und viel zu laut, so dass man einzelne Instrumente nicht differenzieren konnte. NACHTGESCHREI gelang es dennoch, das Publikum mitzureißen und als Opener zu überzeugen.
Gegen 14 Uhr betraten nun GALAHAD die Bühne. RABENSCHREY - Frontman Donar von Rabenschrey, welcher als Conferencier durch das Festival begleitete, kündigte Grosses an, denn die folgende Band hatte 2007 den Rock-Pop-Preis als beste Folkrockband erhalten. So konnte man gespannt sein, was nun folgen würde .Die Dinslakener begannen mit dem Song „Sir Lancelot“ und man merkte recht schnell, dass es sich wieder einmal um eine Mixtur aus Rock, keltischem Folk und Jethro Tull-Elementen handelte. Dieser doch schon recht ausgetretene Pfad ist zwar gut begehbar, doch bietet er keinen neuen, faszinierenden Ausdruck, der das Publikum fesselte und noch Tage später ins Schwelgen versetzt. Vom Musikalischen her ist bei GALAHAD eigentlich nicht viel auszusetzen; der Gesang von Tina Schreiber besitzt jedoch zu wenig Durchhaltevermögen und Stimmkraft und ein leicht nasaler Unterton wirkt nicht gerade harmonisch. So beschlossen viele Besucher im angrenzenden Schlosspark die Zeit für ein Sonnenbad zu nutzen und sich die Zeit bis zum nächsten Auftritt der Combo PUKE zu vertreiben.
Die Irish-Rock Combo PUKE aus Innsbruck / Österreich brachte frischen Wind ins Festival und begeisterten mit Songs in Anlehnung an The Pogues und The Levellers. Die Band, welche schon 1997 aus der Taufe gehoben wurde, begeisterte das Folkvolk mit Eigenkompositionen, vermischt mit ein paar irischen, schottischen sowie mittelalterlichen Traditionals, die neu arrangiert wurden. Die, in unseren Breiten, noch nicht so bekannte Band wird sicherlich den einen oder anderen Fan durch ihre Spielfreude erobert haben und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, diese erfrischende Band auf einem Festival in Deutschland wiederzusehen.
Nun sollte die Celticband CLANROCK die Bühne entern. Eine mystische Gestalt a la Darth Vader im dunklen Umhang betrat den Schauplatz zu einem schaurig- schönem Intro. Nur leider wurden die Erwartungen dieses spektakulären Gebarens enttäuscht. Die musikalische Darbietung der recht schrägen Luxemburger erinnerte an den Rock der 70er Jahre, was man gleich optisch mit den Verstärkern der Marke „Orange“ und akustisch anhand der Keyboard- Klänge in Uriah Heep-Manier assoziieren konnte. Musikalisch gewürzt mit folkigen Klängen begeisterte die Band wenig und der Gesang von Änder Frings erschien recht gewöhnungsbedürftig und teilweise anstrengend. Facettenreich gestaltete sich nur die Gesangsdarbietung von CLANROCK, die ihre Songs in englischer, lateinischer, deutscher und luxemburgerischer Sprache zum Besten gaben. Fazit: ein ziemlicher Reinfall.
Doch nun sollte der „heimliche“ Headliner des Tages erscheinen: FAUN & OMNIA.
In dieser Formation sind die wohl bedeutendsten Pagan Folk-Bands in Deutschland noch nicht zusammen aufgetreten. Doch gab es in der Vergangenheit immer wieder einmal gemeinsame Auftritte z.B. in den Niederlanden, welche frenetisch gefeiert wurden. Nun also die Premiere in Mühlheim. Der Burghof des Schlosses füllte sich rasch und schon begann ein bunter Reigen der grössten Songs beider Bands.Das Publikum wogte hin und her zu „Rosmarin“, „Entrezomp“ , „Dil gaya“ und „WytchesBrew“. Die beiden heidnisch- inspirierten Bands sprühten nur so vor Spielfreude, dass wirklich kein Fuss stillstand. Höhepunkt: das gemeinsam intonierte Stück „Auto Luonto“, ein finnischer Chant zur Anrufung der Naturkräfte. Musikalisch kompetent, mit ungewöhnlichen und exotischen Instrumenten im Gepäck, Spiellaune und wunderschönem wechelseitigen Satzgesang wurde dieser Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis und bescherte dieser Formation sicherlich viele, neue Freunde. Damit hatte man eine fantastische Reise durch die keltische Anderswelt der Mythen und Legenden erlebt, von der nicht nur ich mich umarmen ließ. Die Münchener FAUNE und die holländischen OMNIA,ein musikalischer Doppelpack, der sich sehen und hören lassen kann.
FIDDLER´S GREEN , die sich selbst als Irish Independant Speedfolk-Band bezeichnen, lieferten den Zuschauern den nächsten Höhepunkt des Festivals. Die seit 1990 bestehende Band heizte die Stimmung mit Songs wie „Folks Not Dead“ ein und dies merkte man auch dem Publikum an. Folk ist noch lange nicht tot! FIDDLER`S GREEN heizte der Menge tüchtig ein und verwandelte den Schlossinnenhof in einen brodelnden Hexenkessel. Man merkt der Band an, dass sie an ihrem Motto festhält Spaß zu haben. Zum Glück hielt die Bühne der Performance stand, denn mir ist zu Ohren gekommen, dass bereits dreimal bei einem Gig der Speedfolk-Band die Bühne zusammengebrochen ist.
2006 das letzte Mal zu Gast in Mühlheim, gaben sich SALTATIO MORTIS ein erneutes Stelldichein als Headliner und Abrissbirne des Burgfolks 2008. Alea, der Bescheidene und seine Spielmannen rockten mit einer einstündigen, frenetisch gefeierten Show der SALTAIO-Gemeinde das Haus, sprich den Burghof. Die Betonung liegt auf SALTATIO- Gemeinde, da ich mich nicht zu den Anhängern dieser, für mich, eher drittklassigen Spielmannsgruppe zähle. Die Stimmung der eingefleischten Fans war sehr gut und die Songauswahl ein Querschnitt aus den bisher erschienen Alben. Höhepunkt meinerseits war das Stück „Falsche Freunde“, das ich textlich ganz okay finde. Die Professionalität der Musiker sei hier noch zu erwähnen, aber ansonsten konnte ich dem Auftritt nichts abgewinnen.
Fazit zum Burgfolk 2008:
Auch das siebte „Burgfolk“-Festival war rundherum ein gelungenes Event, auch wenn man in diesem Jahr leider ein paar Abstriche bei den Bands machen musste. Wie immer lockte die einmalige, intime Atmosphäre rund um Schloss Broich, die fairen Preise für Eintritt, Speisen und Getränke.
Ein Festival zum Wohlfühlen. Wir freuen uns schon auf Ausgabe Nr. 8…

Weitere Fotos findet Ihr bei den Galerien.
Petra Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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