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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLACKFIELD FE ....

BLACKFIELD FESTIVAL 2008, 04.07.2008 – 06.07.2008, Tag 1
Amphi-Theater, Gelsenkirchen

04.07.08
Die schwarze Szene hat ein neues Festival. Am 04.07.08 öffnete im Gelsenkirchener Amphitheater das erste Blackfield Festival seine Pforten. Das Motto des Festivals lautete: „von der Szene… für die Szene, Blackfield Festival“. Die Veranstalter rund um die Bochumer Szenedisco Matrix hatten ein vielseitiges Programm für die folgenden drei Tage auf die Beine gestellt, so dass fast alle Facetten musikalisch abgedeckt waren. Für uns hieß das: ein entspanntes Wochenende mit der Musik quasi vor der Haustür, kein Zelten, kein Hotel, keine langen Anfahrtswege, sondern schön in heimischen Gefilden feiern. So konnten wir am Freitag den Feierabend kaum abwarten und machten uns gut gelaunt bei bestem Festivalwetter auf zum Gelände am Rhein-Herne-Kanal. Die Location ist ja schon durch das RockHard Festival und das erste Amphi-Festival bestens bekannt und einfach unschlagbar. Egal wo man steht oder sitzt, man kann immer gut sehen und hören was gerade auf der Bühne los ist. Besser geht es einfach nicht. Am Gelände angekommen waren noch viele Fans mit dem Auspacken ihrer Autos beschäftigt, um auf dem kleinen Campinggelände ihre Zelte aufzuschlagen. Die Bändchenausgabe verlief reibungslos ohne lange Wartezeiten. Die Security am Eingang, und auch später die Mitarbeiter auf dem Gelände, waren alle sehr nett und zuvorkommend. So was erlebt man doch eher selten. Auch alte bekannte Gesichter sah man in Form des älteren Ehepaares, welches sich schon bei anderen o. g. Festivals immer super um die Toilettensituation kümmerte. Auch dieses Wochenende waren die Beiden wieder unschlagbar, so dass immer saubere WCs, Toilettenpapier, Seife etc. vorhanden waren. Dieses ist einfach auch ein Pluspunkt für ein gut organisiertes Festival. Aufgrund unserer bescheidenen Arbeitszeiten, ließen wir dann die Fress- und Einkaufsmeile erstmal links liegen, da Pink Turns Blue schon spielten und wir somit nur die letzten Songs sehen konnten. Leider waren wir nicht die Einzigen, die den Auftritt der Wave-Formation nicht ganz mitbekamen. Die Stimmung vor der Bühne war noch recht verhalten, sicherlich aus dem Grunde, dass viele es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf das Gelände geschafft hatten und noch das Campinggelände oder die überfüllten Autobahnen des Ruhrgebiets bevölkerten.
Nach einer kurzen Umbaupause erschien dann mit Stromkern die zweite Band des Tages auf der Kanalbühne. Leider war es immer noch nicht viel voller auf den Tribünen des Amphitheaters. Mit ihrer Mischung aus Industrial, Rock und HipHop konnten aber auch die Amis noch nicht ganz überzeugen. Die Songs des Sets waren doch recht kontrovers zueinander, so dass letztendlich erst bei „Heretic“, dem wohl bekanntesten Song der Band aus Chicago, die ersten Leute das Tanzbein schwangen und zur Musik mitgingen und nicht nur den Höflichkeitsapplaus von sich gaben.
Gegen 19 Uhr begann sich dann langsam der Bereich vor der Bühne etwas mehr zu füllen und als Icon Of Coil mit ihrem Gig begannen herrschte zum ersten Mal Stimmung von Anfang an. Die Future Pop Band aus Norwegen mixte gekonnte ihre Hitsingles wie „Existence In Progress“, „Dead Enough For Life“ oder „Regret“. Man konnte Andy LaPlegua und seinen Mitstreitern förmlich ansehen, dass sie richtig Spaß an ihrem Auftritt hatten. Es passte aber auch wirklich alles, bomben Sound und super Songauswahl, einfach ein tolles Konzert, was mit 45 Minuten leider viel zu kurz war. Einen kleinen Gimmick erlaubten sich noch Ronan Harris und Mark Jackson von VNV Nation, als sie während des laufenden Sets den Jungs von Icon Of Coil ein frisches Bier servierten und von den tanzenden Fans vor der Bühne dafür bejubelt wurden.
Nun war der erste Höhepunkt des Festivals angesagt. Nachdem die letztjährigen Auftritte der eigentlich aufgelösten Band Dreadful Shadows auf so viel Resonanz und positive Reaktionen gestoßen waren, haben sich die Mitglieder um Sänger Sven Friedrich auch dieses Jahr wieder für einen exklusiven Gig zusammengefunden. Und genau wie letztes Jahr beim Amphi-Festival in Köln sprang bei den ersten Takten sofort der Funke auf das Publikum über. Alle Songs der Gothic-Rock-Formation wie „New Day“, „Dead Can Wait”, „Chains”, „Burning The Shrouds“ oder „The Drowning Sun“, nur um einige zu nennen, wurden lauthals mitgesungen und am Ende gebührend bejubelt. Als Coverversion wurde dieses Mal nicht das sonst meist zelebrierte „Twist In My Sobriety“ gespielt, sondern „True Faith“, was dann auch Menschen, die sich nicht zu eingefleischten Fans der Dreadful Shadows zählten, dazu veranlasste sich mal zu bewegen oder gar mitzusingen. Auch die Ränge des Amphitheaters hatten sich nun doch gut gefüllt und die Stimmung war einfach toll. Als dann nach 60 Minuten die Band die Bühne verließ konnte man es gar nicht fassen, dass es schon wieder zu Ende sein sollte. Einen Trost hatte man allerdings: den charismatischen Sänger mit seiner tollen unverkennbaren Stimme sollten wir ja morgen mit seinem anderen Projekt wiedersehen und vor allem hören dürfen.
Als Headliner des Abends stand Blutengel auf dem Programm. Was soll man zu Chris Pohl und seinem Projekt noch großartig schreiben? Dem Publikum wurde wieder einmal eine großartige Bühnenshow geboten, die nicht nur Fans der Musik vor der Bühne hielt. Videoleinwand, Tänzerinnen und Pyrotechnik sind Standard bei einem Blutengelauftritt und bilden zusammen mit der poporientierten Melancholie der Songs ein nettes Gesamtbild. Auch die beiden weiteren Mitglieder der Formation, die Sängerinnen Constance und Ulrike, boten wieder ein schönes Gegenspiel zu Frontmann Chris. Allerdings verstehe ich den Status dieser Band nicht wirklich, lag man doch gesanglich und musikalisch hinter den bis dato aufgetretenen Bands zurück und nur um ein Feuerwerk auf einer Bühne zu sehen muss es musikalisch nun nicht wirklich Blutengel sein, die einen zum Verweilen einladen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so. Somit verlebten wir einen schönen ersten Blackfield-Tag und als um 23 Uhr die Musik verstummte konnte man doch viele glückliche Gesichter zum Partyzelt gehen sehen.
Susanne Soer / Holger Fey - Pics: Susanne Soer / Holger Fey


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