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MAGAZIN :: Index: 'B' :: Bethlehem - N ....

Bethlehem - Neues aus der Alexanderwelt
Bethlehem, das deutsche Aushängeschild in Sachen eigenständiger Kunstform, befinden sich wieder im Studio, um den Nachfolger der gelungenen CD-Single "Profane Fetmilch Lenzt Elf Krank" einzuspielen. Ort des Geschehens ist erneut das Klangschmiede Studio E von Produzent Markus Stock (Empyrium), welches zum hauseigenen Betrieb des Labels "Prophecy Productions" gehört.
Erste Hörproben von zwei neuen Songs überzeugen dann auch sofort mit einem druckvollen und sehr schweren Sound. Musikalisch präsentieren sich die Mannen um Mastermind Jürgen Bartsch wiederum auf neuen Pfaden. Die Nummer "Maschinensohn" offenbart ungewohnte Eingängigkeit, allerdings nicht ohne auf die bekannten außergewöhnlichen Ideen zu verweisen. Hypnotisch wirkende Basselemente bereiten eine unvergleichliche Basis für den Neuzugang an der Gitarre. So gelingt es Olaf Eckhardt den typischen Sound mit eigenen Ausführungen anzureichern. Klassische Gesänge wechseln mit aggressiven Growls, ein Novum im Klanggebilde von Bethlehem, für das Guido Meyer de Voltaire verantwortlich zeichnet. Guido kommt von der Death Metal-Band Aardvarks und wird seinen neuen Kollegen zukünftig auch live auf der Bühne zur Verfügung stehen. Neben Gründungsmitglied Jürgen sind Drummer Steve Wolz und der bisherige Soundtechniker Reiner Tiedemann (Electronics) die einzigen Verbliebenen der vormaligen Bethlehem-Familie. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es Songwriter Jürgen Bartsch gelingt, mit Hilfe eines ständig wechselnden Line-Up, dennoch jeden bisherigen Output mit einer Art roten Faden zu versehen.

Ein gemeinsamer Nenner dürfte sich aus der textlichen Beschäftigung mit seiner persönlichen Traumebene ergeben, genannt die Alexanderwelt. Das neue Album wird Bethlehem in weitere musikalische Dimensionen führen, da alle Songs in ein Hörspiel eingewoben werden. Das als Radiosendung fungierende Konzept, überzeugt mit einem hochgeistigen Fundament, wobei auch die detaillierte Ausführung keine Wünsche offen lässt. Rückwärtig gesprochene Passagen, Selbstgespräche, verwirrende Gedichte und diverse Samples sorgen für ein faszinierendes Ambiente mit einem nicht zu unterschätzenden Nachdenkeffekt. Für die Hörspielsequenzen konnten u.a. Tilmann Benninghaus von dem Berliner Black Metal-Act Drowned, sowie der aus Funk und Fernsehen bekannte Markus Johansen verpflichtet werden. Markus spielte in der TV-Produktion "Hass Im Kopf" die Hauptrolle und wirkte darüber hinaus in Serien wie "Faust" oder "Wolf´s Revier" mit. Seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Synchronisation (u.a. verlieh er seine Stimme dem Fuchs in dem Kinofilm Cap & Capper) trugen sehr zum Gelingen der gesprochenen Parts bei. Das veränderte musikalische Konterfei des kommenden Albums, von Label-Chef Martin Koller als "Suizid Rock" bezeichnet, lässt einiges erwarten. Erstmals dürfte es einer breiteren Hörerschaft gelingen, sich in die Vorstellungen der Rheinländer eindenken zu können. Die von Markus Stock sehr transparent gefahrene Produktion kommt der Allgemeinverständlichkeit sehr entgegen, wobei die einzigartige künstlerische Note endlich den Durchbruch für Bethlehem bedeuten sollte.
http://www.alexanderwelt.com
Uwe Schmidt


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