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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DIARY OF DREA ....

DIARY OF DREAMS - 10.02.2008, Essen Weststadthalle
DIARY OF DREAMS
NOYCE TM


Essen Weststadthalle

10.02.2008
Tourfinale des ersten Teils der Diary of Dreams Tour in Essen, und was für eines. Nachdem die Band um Adrian Hates in den letzten Jahren stets in der altehrwürdigen „Zeche Carl“ ihr Gastspiel gegeben hatte, fand die Show diesmal erstmalig in der Weststadthalle direkt neben dem „Colosseum“-Theater statt, was sich trotz der ungewöhnlichen Positionierung der Bühne an der Längsseite der Halle als wahrer Glücksgriff erweisen sollte, vor allem in klangtechnischer Hinsicht. So dynamisch und so transparent hat man Diary of Dreams in der „Zeche Carl“ in Sachen Sound jedenfalls nie erleben dürfen, ganz zu schweigen von der wirklich fetten und eindrucksvollen Lightshow, die im positivsten Sinne alle Dimensionen sprengte, die man bislang von der Band gewohnt war. Etwas enttäuschend war sicher der Zuschauerzuspruch, denn die Empore blieb für den Publikumsverkehr gleich ganz geschlossen und auch so konnte man sich problemlos in der Halle bewegen und bis nahe an die Bühne herantreten. Vielleicht hatte der Auftritt in Köln wenige Wochen zuvor hier doch einige Zuschauer gekostet. Dies beeinträchtigte die Show jedenfalls nicht, denn Diary of Dreams agierten im ersten Drittel der Show mit zwei Gitarristen, Gaun:A und Adrian, wirklich als Rock-Band im wahrsten Sinne des Wortes und dabei ungewöhnlich hart, wobei die Songs wieder einmal einer Frischzellenkur unterzogen und teils in neuen Versionen präsentiert wurden. Die mystische Aura, die Diary of Dreams umgibt, wurde gleich zu Beginn showtechnisch brillant umgesetzt, denn in Mönchskutten gewandet, betraten die Musiker nacheinander die Bühne um dann mit einem Kanon-artigen Vortrag einen grandiosen Konzertabend zu eröffnen. Dass Diary of Dreams in Sachen Show auf kleine Detailveränderungen setzen, zeigte der neue, aus Ästen und Baumwurzeln gewundene Mikroständer Adrians. Ohne Torben Wendt, der, wie sich im Laufe des Sets zeigen sollte, hervorragend vertreten wurde, boten Diary of Dreams einen Querschnitt ihrer Veröffentlichungen und vor allem ihrer mittlerweile zahlreichen Hits, wobei man sich mit zunehmender Spieldauer fragen musste, was noch im Zugabenblock kommen sollte, denn mit „Chemicals“, „Butterfly Dance“ oder „Traumtänzer“, um nur einige zu nennen, wurden alle vermeintlichen Highlights bereits während des regulären Sets gespielt und begeistert empfangen. Vor allem „Traumtänzer“ wurde enthusiastisch gefeiert und mitgesungen, wobei die stimmungsvoll Illumination der Bühne durch Hunderte von Lichtern gleich einem glitzernden Sternenmeer bei allen Anwesenden für Gänsehaut pur sorgte.
Nach gut anderthalb Stunden war der reguläre Set beendet und was nun folgte, war der Triumphzug zweiter Teil, denn kaum jemand hatte wohl damit gerechnet, dass als Zugabe nun noch ein Akustikblock gespielt wurde, darunter erneut „Chemicals“. Nach diesem drei Stücke umfassenden Akustikblock folgte ein weiterer Song, bevor sich die gesamte Crew samt Vorband Noyce TM ein letztes Mal gemeinsam und mit gebührendem Dank gerührt vom Publikum verabschiedete. Nach mittlerweile ungezählten Konzerten, die ich von Diary of Dreams gesehen habe, war dies sicherlich eins der besten.

Den Auftakt zum Konzertabend bestritten Noyce TM, langjährige musikalische Weggefährten Diary of Dreams’, die in Florian Fischer einen agilen und stimmlich erstklassigen Sänger in ihren Reihen haben, aber nie aus dem Schatten des Undergroundes heraustreten konnten. Warum dies bislang nicht gelungen ist, wurde dann im Verlauf des Sets recht deutlich, denn songschreiberisch fehlt bei den Düsseldorfern einfach die Klasse und der Wiedererkennungswert, der die Spreu vom Weizen trennt. So engagiert die Band sich neben Florian mit ihrem Live-Schlagzeuger und dem Keyboarder auch gibt, die Songs versickern meist, ohne dass sich mal eine Melodie im Ohr festsetzt oder songschreiberisch ein Überraschungsmoment wirklich aufhorchen lässt. So bleibt ausser einem freundlichen Höflichkeitsapplaus für einen engagierten Auftritt keine grosse Erinnerung an Noyce TM. Schade, denn nach so vielen Jahren Szenezugehörigkeit würde man sich mehr für die Band wünschen.
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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