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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BRAINSTORM

BRAINSTORM
Viele Sänger führen zum Erfolg
Die deutsche Band Brainstorm ackert schon seit über einem Jahrzehnt in europäischen Gefilden herum. Der frühe Erfolg, gekennzeichnet durch den Verkauf der ersten Demo „Hand Of Doom“ führte zur Möglichkeit, die Bühne mit so namhaften Acts wie Exciter oder Rage zu teilen. Nach den ersten Besetzungswechsel und weiteren Demoveröffentlichungen konnte man auch die Medienwelt begeistern. Ab 1997, mit dem Release ihres ersten offiziellem Album „Hungry“, gab es keinen Halt auf dem Weg nach oben. Der übliche Album/Tour Turnus stellte sich prompt ein. Als das bis dato bekannteste Mitglied, zählt wohl Henne Basse, der mittlerweile dritter Sänger der Truppe. Doch auch diese Verbindung sollte nicht von Dauer sein, da Henne bald das Line Up von Metalium komplettierte. Für das dritte Album „Ambiguity“, konnte der Symphorce Barde Andy B. Franck verdingt werden, der seitdem den Posten meistert. Heuer befindet sich mit dem starken, vierten Album „Metus Mortis“, eine weitere kompetente Rockband an der deutschen Metalfront.
Hi Andy, wie war das für dich als du Henne ausgewechselt hast, war es sehr schwierig? >> Nein, eigentlich nicht. Ich habe mir aber nie richtig Gedanken darüber gemacht, da Henne ja nie auf irgendeiner Brainstorm Platte gesungen hat, sondern nur die Band nur live vertreten hat. Ich wusste schließlich was auf mich zu kam und konnte die Sache ziemlich locker angehen. Brainstorm spielten auch nie einen Gig , wo nur altes Material aufgetischt wurde. Beim ersten Konzert haben wir schon „Ambiguity“ vorgestellt. Heutzutage haben wir höchstens vier alte Songs im Repertoire und ich musste mich nicht irgendeinem Vorgänger anpassen. Die Band in dieser Besetzung hat sich gesucht und gefunden. Wir haben die gleichen Roots und dasselbe Ziel. Das passt Alles hervorragend.<< Welches Problem besteht denn generell, wenn eine Truppe circa achthundert Sänger hatte? >> Es ist eher ein Vorteil, zumindest was mich betrifft. Ich habe mit Symphorce noch eine zweite Truppe am Start, wie du sicherlich weißt. Wenn Brainstorm mich nicht mehr haben wollen, habe ich bei den anderen immer noch ein Standbein. Aber auf der Tour haben wir festgestellt, dass wirklich etwas hinter dieser Formation steckt. Ich hatte mit meiner gebrochenen Schulter auf der Bühne zu kämpfen und konnte durchaus auf die Hilfe der restlichen Bandmitglieder zählen. Das hat bei mir das letzte Eis innerhalb der Band gebrochen.<< Und wie hat sich das auf die Band ausgewirkt? >>Die Jungs waren Anfangs sehr vorsichtig, was mich betraf und wollten sich einfach nicht zu früh festlegen. Deswegen hat zum Beispiel die Band 1999 in Wacken mit einem Ersaztsänger gespielt.Aber das war das Einzige was ich zu spüren bekam.<< Warum entscheidet man sich dann für einen Sänger, der noch eine zweite Band hat? Laufen sie nicht in Gefahr, das wenn Symphorce zufälligerweise den Jackpot knackt und zeitaufwendiger wird, du direkt wieder von dannen ziehst? >> Natürlich, klar. Im Endeffekt hatten die Jungs eine ganze Palette an Sängern aus dem In-und Ausland ausprobiert, Mike Howe (Ex-Metal Church) wurde auch kurzzeitig in Betracht gezogen, aber letztendlich hatte ihnen wohl meine Stimme am besten zugesagt. Das entschied sich gleich nach der ersten Probe. Sicherlich lag es auch daran, dass wir von Anfang an mit offenen Karten gespielt haben. Vielleicht war der Aspekt, dass ich noch anderswo shoute, vielleicht sogar besser, denn so konnten sie sicher sein, dass ich nicht nach einem halben Jahr dieses und jenes Projekt starte. Dafür hätte ich gar keine Zeit.<< Welcher Unterschied besteht für dich zwischen deine beiden Brötchengebern und wie findest du deinen Ausgleich?
>> Musikalisch ist Brainstorm wesentlich traditioneller orientiert, als Symphorce, die viel moderner sind und das betrifft nicht nur den Sound, sondern auch die Arrangements. Symphorce ist halt meine Band. Ich habe sie gegründet und ich schreibe die Lyrics und auch einen Teil der Musik. Bei Brainstorm herrscht eher eine Gemeinschaft. Wir haben eine komplette Gleichberechtigung, in die muss man erst mal hineinwachsen. Das ist mir Gott sei Dank recht schnell gelungen. Somit waren wir ziemlich schnell als Einheit miteinander verschweißt. Wir hatten letztes Jahr nur ein kleines Problem, und das war, dass die Releases beider Bands ziemlich nah aneinander lagen. Das ist diesmal anders, da wir erst mit Symphorce aufwarten, wenn Brainstorm komplett abgearbeitet wurde. Inzwischen haben wir schon angefangen neue Songs zu schreiben. Ansonsten stehen jetzt Brainstorm Promotion und die Tour an.<< Und deine Kollegen von Symphorce haben mit deiner Zweigleisigkeit auch kein Problem? >> Nö! Einer von uns spielt eh noch bei Freedom Call, haha. Wir haben in meiner Band keinen Druck in irgendeinem Zeitraum etwas abliefern zu müssen. Im April gehen wir aber ins Studio.<< Was heißt der Titel „Metus Mortis“ übersetzt und im welchen Bezug steht er zum Album und dem Cover? >> Das ist die lateinische Bezeichnung für Todesfurcht. Als ich die Texte fertig hatte, besprachen wir die allgemeine Thematik. Es ging um religiöse Themen, um psychologische Sachen. Im Prinzip dreht es sich darum, die Angst alles zu verlieren, die Angst in der Gesellschaft unterzugehen, halt der Tod in vielschichtiger Weise. So thematisieren wir nicht nur den körperlichen sondern auch den gesellschaftlichen Tod. Eine CD „Death Fear“ zu nennen, kam uns einfach unpassend vor. Die Fans wären bestimmt verwirrt, denn Brainstorm hatten bis jetzt immer diese hübschen Titel mit der Y-Endung und wir wollten uns nicht selbst limitieren. Ich kam dann auf die Cover-Idee mit dem, von innen heraus brennenden Engel mit den zugenähten Augen, der diese Angst auf seinem Gesicht wiederspiegelt. Er versucht dem Ganzen noch zu entkommen. Thorsten (g.), der an der Schule Latein hatte und damit dick auftrug, kam auf „Metus Mortis“. Wir waren schon von dem Titel beeindruckt. Er liegt auch gut auf der Zunge und ist nicht zu schwierig.<< Ihr habt jetzt schon einige Festivals hinter euch gebracht. Wie wird man denn so als relativ neue Band in Wacken behandelt? Gibt es irgendwelche grundliegende Nachteile, oder ist dabei sein alles? >> Ich empfand keinen Unterschied zwischen uns, die um 12 Uhr aufgetreten sind und irgendwelchen Bands die um 18 Uhr auf die Bretter gingen. Auf allen Festivals waren vom Veranstalter bis runter zum Roadie alle super organisiert und hilfsbereit. Für uns ist in diesem Moment eh so eine Art Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Wir haben früher so oft Fotos von den Konzerten auf Festivals gesehen, wo die Band von hinten fotografiert wird und alle Fans zu sehen sind, und jetzt geschah das Gleiche mit uns. Das war schon geil so etwas zu erleben.<< Hast du auf der Griechenlandtour Unterschiede in den Fanreaktionen zwischen deutschen und amerikanischen Bands bemerkt? >> Nicht wirklich. Armored Saint wurden frenetisch gefeiert. Das war aber das erste mal in meinem Leben das ich drei Bodyguards hatte. Die Fans sind total ausgerastet und mir durfte wegen der gebrochenen Schulter nix passieren. Die Fans die da ausflippen, tun das aber auf eine liebenswürdige Art und Weise. Sie freuen sich einfach tierisch, da nicht jede Band da unten tourt. Da macht sich auch keiner Gedanken, wenn du mal einen Ton nicht triffst, halt Spaß an der Freud. <<
Ihr seid bei Metal Blade unter Vertrag. Gibt es da schon mal Anweisungen von der Plattenfirma, da ihr im Power Metal Bereich fungiert, sich an die ein oder andere Kapelle die gerade hip ist zu orientieren, oder habt ihr da freien Lauf? >> Wir können tun und lassen was wir wollen. Ich denke das resultiert daraus, das Brainstorm sich 1989 gegründet hat, als gerade der Grunge Rock boomte, die Band aber im US Power Metal agierte und das bis heute vehement durchzieht. Es wäre natürlich ein leichtes gewesen mit neuem Sänger und neuem Label dem Trend ein bisschen hinterher zu rennen. Ein Stilwechsel wäre da die geschickteste Möglichkeit gewesen um vielleicht mit dem x-ten Helloween oder Hammerfall Klon am Geld zu schnuppern. Das ist auch der Grund, warum man von den Fans gewürdigt wird. Dass sie sich und ihrem Stil treu geblieben sind, war zumindest ein Grund warum ich dazugestoßen bin.<< Demnächst geht ihr mit Grave Digger auf Reisen, was ziemlich gut passt. Wie seid ihr zu der Tour gekommen? >> Chris Boltendahl, Kopf von Grave Digger kümmert sich um unser Management. Und das Package ,das er zusammengestellt hat mit den Spaniern Tierra Santa und uns ist echt geil. Da kauft keiner die Katze im Sack. Wir kennen uns persönlich ziemlich gut und jeder weiß, auf was er sich da einlässt. Das ist von Anfang an eine gute Vorraussetzung, um relaxt an eine Tour heranzugehen. Oft ist es ja so, dass man sich mit einer unbekannten Band erst vierzehn Tage beschnuppert und dann immer noch nicht sicher sein kann, ob es funktioniert. Wir haben alle Sachen schon im zu Beginn der Tour abgeklärt. So können wir den Fans von ersten Gig an einhundert Prozent geben. << Wen favorisierst du im Augenblick als Musiker, oder als Band? Aber jetzt nicht Grave Digger sagen. >> Im Player befindet sich zur Zeit Edguy, Angra , Kreator und ein paar alte Sachen, wie Forbidden und Kiss.<< Wohin wollt ihr mit eurer Mucke, und was meinst du wie weit ihr kommt? >> Wir haben uns am Anfang letzten Jahres noch nicht träumen lassen beide Festivals, Bang Your Head und Wacken zu spielen. Von da her ist schon einiges passiert. Dazu kommt das wir jetzt in den Blättern Heavy oder was und Rock Hard den ersten Platz abgezockt haben. Wir sind in beiden Heften Platte des Monats geworden. Das wird uns hoffentlich noch einen großen Schub in Sachen Bekanntheitsgrad einbringen. Wir würden uns einfach wünschen, so viele Fans wie möglich zu erreichen. Ich denk mal ein bisschen Erfolg haben wir uns schon verdient. <<
http://www.truemetal.org/brainstorm
Steve Burdelak


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