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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DIES ATER

DIES ATER
Deutsche Black Metal Bands sind auf dem Vormarsch…
Nach dem großen Anklang des neuesten Outputs „Odium’ s Spring“ der Black Metaller von Dies Ater, wurde es Zeit, mal die Hintergründe der fünf Mannen näher zu beleuchten. Dass die Band schon seit 1994 ihr schwarzmetallisches Unwesen treibt und schon auf neun Veröffentlichungen zurückblicken kann, war dabei nur ein interessanter Aspekt. Dass die Jungs aber so gut wie nie zusammen proben, zeigt mal wieder, dass es in Zeiten fortschreitender Internet- und Mailnutzung mit etwas Disziplin auch anders geht….
Kannst Du uns etwas über die Geschichte von Dies Ater erzählen? Woher kennt ihr euch,
wer ist auf den Bandnamen gekommen etc.?

Impurus: >> Gegründet haben wir uns im November 1994, um nicht nur Musik zu hören, sondern auch selbst zu machen. Kennen gelernt haben wir uns auf Konzerten und es ging schnell, bis wir ein festes Line Up zusammen hatten. Die gesamte Bandgeschichte jetzt aufzurollen würde den Rahmen sprengen! Nur soviel: Bis auf daß der ehemalige Bassist Obskur nicht mehr mit dabei ist, hat sich nicht viel geändert. Die Idee des Bandnamens stammte damals von Torgrim. Dies Ater (Latein)= ein Unheil bringender, schwarzer Tag. <<

Wie seht ihr euch als Black Metal Band im Hinblick auf die harte skandinavische Konkurrenz?

Ole C: >> Was für eine "harte skandinavische Konkurrenz" meinst du denn? Vor allem Norwegen langweilt seit 1996 mit sehr durchschnittlichen Veröffentlichungen! Andere haben längst übernommen, besonders deutsche Bands sind auf dem Vormarsch und in aller Munde! Aus Schweden wiederum gibt es hin und wieder ganz gute Scheiben, von einer Vormachtstellung kann man dennoch nicht mehr sprechen, die „Kollegen“ wiederholen sich inzwischen auch zu häufig und echte Highlights sind kaum noch in der Masse der Bands auszumachen... <<

Seid ihr mit der Produktion von „Odium’s Spring“ zufrieden und was bedeutet eigentlich der
Name?

Impurus: >> Nun, "Odium´s Spring" bezeichnet das Erwachen des Hasses. Für uns auch ein programmatischer Titel, steht er doch für die Rückkehr zum extremen Metal, nachdem auf unserer letzten Mini (Out of the Dark) doch eher freundlichere Töne angespielt wurden. Mit der Produktion von "Odium´s Spring" sind wir schon sehr zu frieden. Andy Classen ist ein echter Profi mit einem feinen Händchen für harten Sound. Aber zu einer guten Produktion gehört nicht nur ein guter Sound, sondern auch ein gutes Artwork, auf welches wir an dieser Stelle einmal hinweisen wollen. Wir haben das Glück, bereits seit Jahren mit zwei wirklich talentierten Grafikern zusammen arbeiten zu können: Zum einen P.S. Neundorf, der als Künstler vor allem Kollagen anfertigt und auch schon viele Ausstellungen hatte. Er ist für unsere Cover verantwortlich. Zum anderen gibt es da noch den Razorblade von Momentum Medien Design, der die einzelnen Bilder zum druckfertigen CD Booklet zusammen fügt. Uns war die Gestaltung unserer Veröffentlichungen immer sehr wichtig, desto trauriger macht uns der Umstand, dass im MP3 Zeitalter dieser Teil einer Produktion fast gar nicht mehr gewürdigt wird. Gerade der Black Metal aber auch durch die Stimmung, die ein Booklet widerspiegeln kann! <<
Werdet ihr den eingeschlagenen musikalischen Weg so weiter gehen, oder sind auf der
nächsten Scheibe Stiländerungen geplant?

Impurus: >> Noch gibt es keine Ideen für ein neues Werk, wir werden den eingeschlagenen Weg fortführen und uns versuchen zu steigern. Das übliche also! <<

Wie lange spielt ihr schon eure Instrumente und wie oft probt ihr?

Ole C: >> Geprobt wird so gut wir gar nicht. Höchstens vor Konzerten. Das liegt daran, dass wir keine Berufsmusiker sind und auch geographisch so zerstreut leben, dass „mal eben im Proberaum treffen“ nicht möglich ist. Als wir 2005 unser letztes Konzert in Franken spielten, hatte jeder nur für sich geübt- Keine Generalprobe o.ä. Das klappte einigermaßen gut. Für die kommenden Gigs werden wir uns aber besser vorbereiten, dass macht dann auch allen Beteiligten mehr Spaß, da man sich so mehr auf die Show und weniger aufs Spielen konzentrieren kann. <<

Ihr kommt ja aus Berlin. Seid ihr alle gebürtige Berliner und könntet ihr euch vorstellen,
irgendwo anders zu leben und zu musizieren?

Ole C: >< Der Kern der Band besteht aus waschechten Berlinern. Dennoch leben nicht mehr alle Mitglieder in der Hauptstadt. Ole C ist vor einigen Jahren zum Studieren nach Würzburg in Franken gezogen und kommt dort auch ganz gut zurecht. Natürlich ist er von einer Metropole wie Berlin andere Standards gewöhnt und klagt des Öfteren über die Provinz-Mentalität seiner Mitmenschen. Die kennen halt vieles auch nicht anders… Dies Aters Session Gitarrist Ebonizer ist im Übrigen kein Berliner. Er ist in Aachen geboren und lebt zurzeit ebenfalls in Würzburg. <<

Wie ist die Berliner Metal Szene? Habt ihr Beziehungen zu anderen Metal Bands?

Impurus: >> In letzter Zeit hat man das Gefühl, dass es wieder ein bisschen bergauf geht. Das war aber auch bitter nötig, denn die Berliner Metal-Gemeinde drohte zur langweiligen Kneipensitzrunde zu verkommen. Es gibt inzwischen wieder so einige Konzerte und auch Nachwuchs, der sich z.T. sehen lassen kann. Unsere persönlichen Beziehungen zu anderen Berliner Bands waren nie besonders ausgeprägt, da es viele der alten Freunde auch einfach nicht mehr gibt (Cryogenic, Drowned, Nox Intempesta..). Andere BM Bands aus Berlin sind viel jünger als wir und gehen auch andere, meist angepasstere Wege. Man kennt sich, hat aber nicht viel miteinander zu tun. <<
Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade probt, auftretet oder tourt?

Impurus: >> Saufen, Kloppen, etc. Was sonst? Und natürlich Arbeiten. <<

Habt ihr irgendwelche musikalischen Vorbilder?

Ole C: >> Die hat jeder. Allerdings will niemand gerne mit anderen verglichen werden. Es wechselt auch ständig, Black Metal ist allerdings für uns heutzutage der geringste Einfluss. Wir hören auch viel normalen Metal. <<

Mit wem würdet ihr mal gern auf Tour gehen?

Impurus: >> Hier stellt sich für uns eher die Frage, welcher Headliner Zeit hat und nicht übertrieben viel Kohle haben möchte. Was viele Metal-Fans nicht wissen, ist, dass man als Band im Vorprogramm für den Headliner einer Tour Tausende von Euros zahlen muss, um mitspielen zu dürfen. Das finden wir pervers, denn schließlich hat man auch als „kleinere“ Band genug Arbeit auf so einer Tour. Auch wenn den Tourzuschuss in der Regel dass Label zahlt, sind die Summen, die da über den Tisch gehen derart hoch, dass sich Twilight für uns keine bekannte Hauptband leisten konnten und eine geplante Tour leider ins Wasser viel. Stattdessen machen wir im kommenden Jahr einige kleinere Konzerte und Festivals mit. Das ist für uns auch weniger anstrengend und macht auch mehr Spass, da man sich so richtig gehen lassen kann, wenn man am folgenden Tag ausschlafen kann und nicht schon wieder auf die Bühne muss… <<

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Impurus: >> Wir planen die Zukunft nicht sonderlich. Ihr könnt Dies Ater aber live an folgenden Terminen sehen.
08.März 2008 Blood and Flames Festival in der Mainhalle (Würzburg, Bayern)
05.Juni 2008 Interregnum Festival inKranichshof bei Gnoien, (Mecklenburg-Vorpommern)
05.Sep. 2008 Wolfszeit Festival (Franken)

Weitere Termine sind in Planung! <<


Habt ihr noch eine Message für eure Fans? Dann los ….

Impurus: >> Frohe Arschnachten, ihr Weihnlöcher! Danke fürs Interview. <<

Vielen Dank fürs Interview!
http://www.diesater.de
Ursula Kohl


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