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AUTUMN LEAVES ITS TRACE - Festival, 26.10.2007, Datteln - RAZ4U
THE PROPHECY / NEVER COMES SILENCE / IN AGE AND SADNESS / NIOBES IVORY DREAM

Datteln, RAZ4U

26.10.2007
The Prophecy in Deutschland – da muss man hin. Also wird der monatliche Besuch in Münster just auf das betreffende Wochenende gelegt, um den Auftritt einer DER Doom Death-Hoffnungen schlechthin nicht zu verpassen. Im RAZ4U erwartete uns gepflegte Jugendheim-Atmosphäre mit leckeren Preisen (Eintritt 5€, Pils 1€). Aufgrund der Spiegel verkehrten Wegbeschreibung des mächtigen, zimbabweschen Doomgottes trafen wir jedoch um einiges später im RAZ4U ein, so dass Niobes Ivory Dream hier keine Erwähnung finden können. Dafür ging`s mit den Holländern In Age And Sadness gleich in die Vollen. Zwar bot die etwas uncharismatische Show der Holländer wenig für`s Auge, dafür jedoch in musikalischer Hinsicht umso mehr. Ihr atmosphärisch dichter, ausladend arrangierter und dennoch federleichter Doom alterniert gekonnt zwischen melodischen Anathema-Anleihen und tiefschwarzem Death. Ihr Hauptaugenmerk legte die Band auf die etwas straffer arrangierten Kompositionen neueren Datums, etwa das tolle „White Meadows“ vom schon 2005 erschienen letzten Demo. Tight gezockt entwickelten die Nummern auch ohne actiongeladenes Stageacting eine enorme Tiefenwirkung und luden abwechselnd zu gepflegt-träumerischem Getränkegeschlabber oder aggressivem Kopfnickem ein. Schöne Show! Interessierte können unter http://www.inageandsadness.com die Demos herunterladen oder auch gegen einen schmalen Obolus von 4 Euro plus Versand ersteigern. Hoffentlich nimmt sich ein Doom-Label in Bälde den Holländern an, damit deren Album „The Fall Of Time“ irgendwann erscheinen kann. Heimspiel für Never Comes Silence. Wie zu erwarten war kam der schwer kategorisierbare Doom-Gothic-Bombast-Mix im zu Stoßzeiten mit ca. 35 Nasen gefüllten Club am besten an. Ich muss gestehen, dass ich mit den Alben „Red Ocean“ und „One Second Eternity“ im Gegensatz zu Meister Lücker so meine Probleme habe. Irgendwie konnten mich die Kompositionen auch an diesem Abend und im Livekontext nicht packen. Nett, adrett, aber gerade in der Gitarrenarbeit zu wenig zupackend (da sehr Keyboardlastig) und mit zu geringem Wiedererkennungswert ausgestattet, rockten die sechs Damen und Herren durch eine solide Stunde. Sängerin Tanja lieferte eine gute Vorstellung ab, auch ansonsten gab man sich alle Mühe, aber irgendwie wirkte die Performance etwas fade. Zudem gab`s mit (dem zugegebenermaßen sehr schön eingedoomten) „Evil Games“ vom gerade erschienen Angel Witch-Tribute, einem schicken „Solitude / At The Gallows End“-Medley und einem mir dank Demenz gerade entfallenen Stück gleich drei Coverversionen. Muss ja nicht… Naja, den restlichen Anwesenden gefiel`s offensichtlich gut.
The Prophecy waren leider ohne Rhythmusgitarristen und vor allem ohne Violinistin Katie angereist, was den Hörgenuss zwingend beinträchtigen musste, denn so verzichtete man notgedrungen auf genialische Kompositionen wie „Willow`s Hope“ oder „Odyssey“ vom letztjährigen Ohrenschmeichler „Revelations“ und konzentrierte sich auf die Death Metal-lastigeren Kompositionen des Debüts; auch die Songs von „Revelations“ knallten deutlich knackiger durch die Speaker, zudem hatte man die Arrangements für die abgespeckte Besetzung vereinfacht. Auch wenn Songs wie „Ashes“ oder das grandiose „Rivers“ überhaupt nicht abstinken können, so vermisste man die einfühlsamen Melodien Katies doch im Minutentakt. Jedoch zeigte sich die Band, allen voran Sänger Matt, der zielsicher zwischen markanten Growls und cleanem Gesang pendelte, professionell und spielgeil – reichlich Bewegung auf der Bühne inklusive. Zudem hat man mit Gitarrist Greg O`Shea ohne Zweifel einen echten Ausnahmekönner in der Band, der den Songs mit kongenial gespielten Licks und Riffs seinen Stempel aufdrückte. Der im Zugabenteil (die Spielzeit war leider arg überschaubar bemessen) vorgestellte neue Songs machte außerdem sehr viel Lust auf`s im nächsten Jahr erscheinende neue Album – großartig! Insgesamt konnten The Prophecy aufgrund der genannten widrigen Umstände jedoch nicht die Magie ihrer Alben entfachen – demnächst gibt`s also hoffentlich mal einen Gig auf einem einschlägigen deutschen Festival, der den Briten einen Auftritt in voller Mannschaftsstärke ermöglicht.
Patrick Müller - Pics: Band-Websites


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