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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CANDLEMASS, P ....

CANDLEMASS, POWERWOLF, OFFICIUM TRISTE, 07.09.2007 Eindhoven (NL) - Dynamo Club


Eindhoven (NL) - Dynamo Club

07.09.2007


Gegenüber den regulären deutschen Shows hatten die lokalen Veranstalter in Eindhoven ein fetteres Paket geschnürt, und schickten neben den Headlinern Candlemass und dem Tour-Support Powerwolf zusätzlich noch die beiden holländischen Doomsters von Officium Triste und In Age And Sandness auf die Bretter. Da dieses Mini-Festival für einen Freitag angesetzt war, gaben wir diesem Gig den Vorrang vor der Turock-Show in Essen. Als wir zur - auf der homepage angegebenen - Showzeit von 20:00 Uhr den Hallenkomplex betraten, hatten IN AGE AND SADNESS jedoch leider schon gespielt. OFFICIUM TRISTE durften ebenfalls nur für 4 Songs auf die Bühne, wodurch sich die Frage stellt, ob der tolle Ansatz, dem Fan viel für sein Geld zu bieten, nicht schon wieder durch eine derartige praktische Umsetzung ad absurdum geführt wird. Die holländische Doom-Institution überzeugte in diesen 25 Minuten aber wie gewohnt mit exzellentem, tieftraurigen Doom mit dezenten Death-Einsprengseln. Wer auf alte Anathema, Shape Of Despair oder Saturnus steht, muss diese Formation einfach mögen. Und auch das Auditorium im Dynamo-Club ließ sich von Kompositionen wie dem beschwingt im 3/4 Takt doomenden „My Charcoal Heart“ oder dem heimlichen Band-Klassiker „This Is Goodbye“ in Mark und Bein durchdringen. Aber kaum waren die Motoren von Band und Fans warm gelaufen, musste die Bühne auch schon wieder geräumt werden… (CL)
Dann waren POWERWOLF an der Reihe, deren höchst eingängiger Heavy Metal nicht so ganz in den doomigen Kontext passte. Ich habe selten eine dermaßen theatralisch auftretende Band erlebt. Die Jungs waren - auf Teufel komm raus - im typischen Vampir-Stil geschminkt und auch so gekleidet, was der „rumänisch“ / deutschen Band wohl den Bezug zu ihren Karpaten sichern sollte. Zudem habe ich selten gesehen, dass dem Gitarristen und Bassisten über einen Ventilator dermaßen Luft zugepustet wird, damit die Fönwellen auch ja effektvoll wirken. Na ja, zumindest können die Wölfe auf zwei CDs voller eingängiger Hymnen zurückgreifen, was natürlich dazu führt, dass bei einem nur fünf Songs kurzen Set kein Ausfall zu vermelden ist. Highlights waren dennoch „Mr. Sinister“ und „Saturday Satan“, während ich persönlich doch „Kiss Of The Cobra King“ vermisste.

Die Bühne war nun bereit für CANDLEMASS, die Götter des epischen Doom. Im Vorfeld hatte ich doch einige Zweifel, war bzw. bin ich doch ein großer Fan des dicken Mönches. Wie würde sich Robert Lowe (Solitude Aeturnus) bei den alten Songs schlagen? Nach einem Pannen behafteten, mehrfach unterbrochenen Intro kamen die Mannen um Leif Edling auf die Bühne und begannen, wohl um auch den letzten Zweifler zu überzeugen, gleich mit einem Dreierschlag alter Songs in Form von „The Well Of Souls“, „At The Gallows End“ und „Solitude“. Und siehe da, die Songs funktionieren auch mit Herrn Lowe, der eine – schon von Solitude bekannte – starke Bühnenpräsenz zeigte, auch wenn er sich bei Candlemass deutlich mehr bewegt und kommuniziert als bei Solitude. Dass die neuen Songs mit Rob funktionieren, hat die Tonkonserve „King Of The Grey Islands“ schon bewiesen, und auch die weiteren ’Messiah Songs’ in Form von „Mirror, Mirror“, „Under The Oak“ oder „Black Dwarf“ klangen gut, der Oldie „A Sorcerer’s Pledge“ ebenso. Warum es aber ein Profi wie Robert Lowe nicht schafft, sich in der ganzen Zeit, die er jetzt schon bei Candlemass involviert ist, den Text des Über-Klassikers „Samarithan“ zu merken und mit seinen Textaussetzern somit gerade bei der finalen Zugabe einen schalen Beigeschmack vermittelt, will mir nicht in den Kopf. Alles in allem aber ein guter Auftritt der Skandinavier, der ruhig etwas länger hätte ausfallen dürfen… (LL)
Ludwig Lücker, Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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