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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CAGE

CAGE
Ein Metal-Hero rettet die Welt
Cage gehören sicherlich nicht zu den Top-Acts der Power-Metal-Szene, halten die Fans aber permanent bei der Stange. Gerade ist ihr neues Album "Hell Destroyers" nach satten vier Jahren Wartezeit auf dem Markt erschienen und wurde mit viel Furore in der Presse gefeiert. Ob das Konzept und die ausgeübten Klischees bei den Fans einschlagen werden, wird sich in nächster Zeit zeigen. Cage, die sich 1992 formierten, zu einer Zeit, als der Grunge im Überfluss grassierte, zogen aus um den Metal-Markt mit 80er-Jahre-amerikanischen-Power-Metal zu erobern. Da ihnen das mit dem vierten Werk nur bedingt gelungen ist, wird es immer schwieriger bei der starken Konkurrenz Fuß zu fassen. Wir wollen hoffen, dass das Melodic-Label MTM für den Vertrag mit den fünf Mitgliedern, Sean Robert Livingston Peck (Vocals), Michael Gioradano (Bass), Anthony Wayne McGinnis (Lead-Guitar), Dave Garcia (Lead-Guitar/Keyboard) und Mikey Neal (Drums) belohnt wird. Sänger Sean gab mir die Antworten auf meine Fragen.
Erzähle uns mal eure Bandgeschichte.

>> In den frühen 90ern ging es los, als hierzulande eine völlig andere Musikrichtung gefragt war. Wir hielten die Flagge des amerikanischen Power-Metal zum unpopulärsten Moment aufrecht. Drei von uns sind originale Mitglieder. Mikey spielt seit zehn Jahren bei uns und Anthony ist seit sechs Jahren dabei. Eigentlich sprechen wir eine ganze Menge Fans an und haben uns zu keiner Zeit dem Mainstream angebiedert. <<

Es benötigte einen „Def Leppard“-Zeitrahmen, vier Jahre um euer neues Album auf den Markt zu bringen. Was war passiert?

>> Wir mussten Massacre-Records verklagen und sie vor Gericht auseinander nehmen. Wir mussten uns von ihrem Bullshit befreien. Unsere CD hat eine Spieldauer von fast zwei Longplayern und das Artwork von drei Alben, haha. Das brauchte seine Zeit. Der Songwriting-Prozess wurde ständig verfeinert, damit die Tracks mit denen vom Vorgänger „Darker Than Black“ konkurrieren konnten. Wir haben noch so viel Material über, dass die nächste Scheibe in null Komma nix auf dem Markt sein dürfte. <<

Eure Band hat nie den großen Durchbruch erreicht. Dies sollte normalerweise, wenn möglich, spätestens mit dem dritten Album klappen. Hast du Gründe?

>> Da spielt der Tour-Faktor eine erhebliche Rolle. Wir sollten echt öfter in Europa auf den Brettern stehen, schafften es aber gerade Mal für eine handvoll Gigs. In der Zwischenzeit bin ich mit dem Verkauf von Immobilien reich geworden. Ha! Somit kann ich mich völlig darauf konzentrieren Rock Star zu werden. Wir sind wirklich eine Live-Band. Das ist unser großer Bonus. Jeder, der uns gesehen hat, wird dir bestätigen, dass unser Metal ein Killer ist. Wir haben hier schon mit einigen Größen gespielt und etliche Sachen angetestet. Aber um den Markt aufzurollen müssen wir über den Teich. Wir haben mit dem neuen Album schon viel erreicht, werden zwei Videos veröffentlichen, die später mit Tour-Material, alten Sachen und einer Menge Extras auf DVD zu bekommen sein werden. Unsere Releases haben immer bei den Kritikern bestanden. Es ist an der Zeit, dass wir unser Können auf euren Bühnen beweisen. Vielleicht wird der Release der DVD dabei behilflich sein. <<

Sean, du bist ein kraftvoller Sänger und du erreichst eine hohe Stimme. Allerdings fand ich die Vocals auf „Hell Destroyers“ etwas weniger abwechslungsreich als auf anderen Metal-Releases. Du nutzt deine Range zu wenig und somit bleibt die Stimme auf einem Punkt. Das hat das Hörvergnügen deutlich geschmälert. Da ich selber Shouter war hoffe ich, dass ich qualifiziert bin, dir diese Frage so zu stellen. Kannst du meine Meinung ansatzweise nachvollziehen?

>> Das verstehe ich nicht. Ich habe mit Richard Carr aufgenommen, der mit Rob Halford (Judas Priest) und Bruce Dickinson (Iron Maiden) gearbeitet hat. Er ist der Meinung, dass meine Stimme mit etlichen Sängern konkurrieren kann. Ich bekomme eine Menge Zuspruch von den Fans und Kritikern, also verstehe ich deinen Ansatz nicht. Ich habe viele Stimmen auf diesem Album benutzt, ohne doppelt einzusingen. Ich benutze gerade mal Echo und Hall. Auf mindestens drei Songs singe ich hohe Falsettos und auf „Rise Of The Beast“ benutze ich Six Feet Under-Vocals, die ohne Effekte unter dem Hauptgesang liegen. Mir fällt gerade keine CD ein, die einen Sänger präsentiert, der Death, Black und Power Metal-Stimmen mit etlichen Falsettos auf so viele verschiedenen Arten kombiniert. Du musst mir eins von deinen Bändern schicken, damit ich von dir lernen kann. (gut gekontert, MK) <<
Was steckt hinter eurem Album-Konzept?

>> Im Grunde behandelt das Thema die Offenbarung des Johannes (auch Johannes-Apokalypse genannt, Anmk. d. Verf.). Dazu kommen noch einige Verschwörungstheorien und Comic-Ideen. Wir wollten ein Bild kreieren, wie es sein würde, wenn die Welt zu Ende geht. Es ist eine detaillierte Darstellung der Welt nach dem Jahr 2000. Viele Bands haben über Armageddon und Doomsday geschrieben. Wir wollten etwas völlig anderes machen. Wir wollten das Thema komplett abdecken. Der Hauptcharakter namens Hell Destroyer attackiert nach dem Tod von Satan die Stadt Hell City und bereitet sich auf den Kampf für die Wiederauferstehung des Metal-Teufels vor. <<

Warum habt ihr euch für einen King Diamond Bonus-Track entschieden?

>> Wir hatten diesen Track zuerst fertig und eigentlich wollte ich wie King Diamond singen. Vielleicht hätte das mein Range erweitert, heh? Aber dann beschlossen wir den Song "King Diamond" zu nennen. Wir sind alle große Fans seiner Musik und wollten den Song nutzen um ihn als Referenz seines Schaffens zu verwenden. Der Song kommt prächtig live. <<

Wie kam es dazu, dass ihr auf ein Soft-Rock-Label gelandet seid?

>> Die Menschen bei MTM mögen uns und viele andere Labels lehnten unser Album ab. Die Verhandlungen und Bedingen waren kaum zu toppen und wir sind sehr zufrieden mit dem, was das Label bis dato geleistet hat. <<

Euer Artwork hat sich ordentlich verbessert. Ist das ein wichtiger Teil euch auszudrücken?

>> Ich finde es äußerst wichtig, dass die Musik sich im Cover wiederfindet. Killer-Cover sind immer ein Garant für gute Musik. (Äh, nein! Auf keinen Fall kann ich das so stehen lassen. Anmk. d. Verf.) Marc Sasso, der auch für DIO und Rob Halford Großartiges geleistet hat, hat für uns den Wahnsinn erarbeitet. Für mich gehört es zu einem der besten Cover, die jemals erschienen sind. Das Booklet hat Forrest Butler bearbeitet und ich denke, dass wir damit den ersten Heavy-Metal-Graphic-Novel überhaupt präsentieren. Wir wollten, dass die optische Darstellung so aggressiv wie die musikalische ist. <<

Was haben deine Boys vorher gemacht?

>> Dave war bei einer Band, die sich Crusher nennt. Gerade wurde auf i-tunes einiges unter "Cage The Crusher"-Tapes veröffentlicht. Anthony war Gitarrist bei Circus Of Tears, Mikey war bei Catharsis und Mike und ich spielten bei Nomad. Dieses Material wird ebenfalls bei i-tunes unter dem Namen Cage veröffentlicht. <<

Was habt ihr demnächst noch alles auf dem Programm?

>> Wir haben uns gerade mit einem Booking-Agenten getroffen der für Europa zuständig ist. Es kann sein, dass wir Ende des Jahres bei euch aufschlagen. Ich arbeite schon an dem neuen Album, das die Metal-Welt auf den Kopf stellen wird, sollte ich den legalen Teil fertig kriegen. <<

Ok?!? Viel Glück.
http://www.cageheavymetal.com
Steve Burdelak


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