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MAGAZIN :: Index: 'A' :: AMORPHIS

AMORPHIS
Tief in das Nationalepos Kalevala verwurzelt
Große Freude stellte sich ein, als mich die Information von Nuclear Blast erreichte, dass Amorphis für weitere Interviews zur Verfügung stehen. Also gleich für den 25. Juli einen Termin gebucht und gespannt auf den avisierten Anruf gewartet. Um 14.02 Uhr war es dann auch soweit, ein gut gelaunter Santeri Kallio, seines Zeichens auch Keyboarder der Band, meldete sich, um mir Rede und Antwort zu stehen.
Hi Santeri, wie geht es Dir?
Santeri: >> Danke, gut. Und selbst? <<

Ja, ich kann auch nicht klagen, zurzeit habe ich noch Urlaub. Wie lief die Promotion bisher, hattest Du viel Stress?
Santeri: >> Nein, bisher habe ich noch Zeit zum entspannen, da das Album erst Ende August erscheint und die Promotionarbeit auch dann erst so richtig Fahrt aufnimmt. Zurzeit stehen ein paar Interviews an, aber ansonsten ist es noch ruhig. <<

Dann lass uns doch mal über euer neues Album „Silent Waters“ reden. Ich war von diesem Album begeistert und finde es einen echt guten Nachfolger für „Eclipse“…
Santeri: >> Vielen Dank! Ehrlich gesagt sind wir mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden und brennen derzeit darauf zu erfahren, wie das Album von den Fans aufgenommen wird. Da das Album ja erst Ende August erscheint, müssen wir uns da noch in etwas Geduld üben, aber die bisherigen Bewertungen durch die Magazine stimmen uns da ganz positiv. <<

Ich habe „Silent Waters“ mit neun von zehn Punkten bewertet!
Santeri: >> Oh, großartig. Danke! <<

Für „Silent Waters“ habt ihr wieder einmal das Nationalepos Kalevala als Inspiration genutzt. Kannst Du uns was zur Bedeutung erzählen?
Santeri: >> Das Kalevala hat für die Finnen eine große Bedeutung und nimmt bereits in der Schule einen entsprechenden Stellenwert ein. Die Idee, das Epos als Quelle für Amorphis zu nutzen, ist bereits recht früh geboren, hierfür war es aber erforderlich, dass eine Übersetzung aus dem finnischen ins englische erfolgt, was seinerzeit ein Freund der Band übernommen hat. <<

Es haben also alle Songs mit deiner Story zu tun?
Santeri: >> Ja, richtig. Für „Silent Waters“ haben wir wieder ein Thema gewählt, was sich durch das gesamte Album zieht. Diesmal dreht sich alles um die Abenteuer, die ein Mann erlebt, wobei er einige Tiefschläge durchleben muss. <<

Es ist auffällig, dass die finnische Historie und Folklore einen großen Stellenwert bei Amorphis einnimmt. Wie sieht das bei Dir persönlich aus, interessiert es Dich gleichermaßen?
Santeri: >> Auf jeden Fall. Bereits als Kind kommt man sehr früh damit in Berührung und es ist auch interessant, über die Mythen und Heldensagen zu lesen. Die Nähe zur Musik ergibt sich zudem zwangsläufig, so dass ich mich damit auch identifizieren kann. <<

Wenn Du „Silent Waters“ mit Deinen eigenen Worten beschreiben würdest, was würdest Du sagen und was kann der Fan von diesem Album erwarten?
Santeri: >> Aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds ist „Silent Waters“ ein recht emotionales Album geworden und ich denke, diese Stimmung kommt durch unsere Musik sehr gut rüber. Wer unser letztes Album „Eclipse“ bereits kennt und mag, wird auch schnell Zugang zu „Silent Waters“ finden. <<

Was ist Dein Lieblingssong auf „Silent Waters“?
Santeri: >> Ich mag ‘Shaman’, weil es eine schöne und stimmungsvolle Ballade geworden ist. <<
In diesem Zusammenhang ist auch ‘Her Alone‘ zu erwähnen, dass mein Favorit auf dem Album ist. Da wir gerade bei diesem Thema sind: Findest Du nicht, dass das Album etwas kommerziell ausgefallen ist? Immerhin könnte man euch diesen Vorwurf machen.
Santeri: >> Ich persönlich finde nicht, dass das Album zu kommerziell ausgefallen ist, wir hatten bei der Entstehung von „Silent Waters“ zumindest nicht den kommerziellen Erfolg in den Vordergrund gestellt, sondern uns an dem Konzept orientiert. Natürlich wünscht man sich, dass das Album auf eine breite und positive Resonanz stößt und ich hoffe, dass wir unsere Fans auch mit diesem Album wieder erreichen und sie letztendlich sagen, dass wir einen guten Job gemacht haben. <<

Inwieweit unterscheidet sich „Silent Waters“ von eurem vorherigen Album?
Santeri: >> Vielleicht gar nicht mal so sehr, weil wir erstmals in der gleichen Besetzung zwei Alben hintereinander aufgenommen haben. Darüber hinaus vielleicht dahingehend, dass die Aspekte Emotionen und mehr Härte auf „Silent Waters“ mehr zur Geltung kommen. <<

Wohlwissend um eure musikalische Entwicklung hat sich mit der Zeit ein sukzessives Entfernen von euren Seath Metal Wurzeln vollzogen. Wie siehst Du das?
Santeri: >> Grundsätzlich richtig, wobei das bereits früher geschah. Musikalisch sind wir schon noch mit dem Death Metal verwurzelt, was man auch heraushören kann. Nur hat sich der Einfluss mit der Zeit immer weiter zugunsten anderer Elemente reduziert. <<

Welche Erwartungen verknüpfst Du mit diesem Album?
Santeri: >> Wie ich eben schon erwähnte, haben wir erstmals in der glichen Besetzung ein weiteres Album aufgenommen und für mich war das ein schönes Erlebnis. Ich würde mir also wünschen, dass wir in dieser Konstellation länger zusammen spielen. <<

‘Silent Waters‘ war eine Nummer 2 Single in Finnland, Gratulation. Kommt es häufiger vor, dass Amorphis im finnischen Radio gespielt wird?
Santeri: >> Vielen Dank. Ja, Metal hat in Finnland einen respektablen Stellenwert und auch wir werden immer wieder mal im Radio gespielt. <<

Jetzt habt ihr acht Studioalben raus, welche Entwicklung siehst Du für die Band in der Zukunft?
Santeri: >> Oh, das ist schwer zu sagen. Wenn wir auf der Basis, die wir bis jetzt erreicht haben, weitermachen können, wird es sicherlich weitere Entwicklungsschritte innerhalb von Amorphis geben. <<

Habt ihr Tourpläne und kommt ihr auch nach Deutschland?
Santeri: >> Ja, es gibt bereits einige Pläne bzw. definitive Termine. Wir werden einige Gigs in Russland spielen und fliegen für ein Konzert nach Japan. Zudem ist Südamerika in der Planung. Im August kommen wir zu euch nach Wacken und im November touren wir durch einige europäische Städte, dabei kommen wir für einige Konzerte auch wieder nach Deutschland. <<

Was werdet ihr spielen?
Santeri: >> Natürlich werden wir vordergründig unsere neuen Stücke präsentieren, ich bin mal gespannt, wie sie live ankommen werden. Natürlich haben wir noch ältere Stücke mit im Gepäck. <<

O. K., ich bin mit meinen Fragen durch. Möchtest Du noch ein paar Worte an eure Fans richten?
Santeri: >> Vielen Dank für das Interview. Ich hoffe, euch gefällt unser neues Album und ich freue mich, euch auf unserer Tour zu sehen. <<

Vielen Dank für Deine Zeit und alles gute für die Tour. Man sieht sich dann in Essen!
Die Tourdaten für Deutschland:


13.11.2007 - Hannover, Musikzentrum
14.11.2007 - Essen, Zeche Carl
15.11.2007 - Berlin, Columbiaclub
16.11.2007 - Glauchau, Alte Spinnerei
17.11.2007 - Lindau, Club Vaudeville
20.11.2007 - Saarbrücken, Roxy
21.11.2007 - München, Metropolis
22.11.2007 - Aschaffenburg, Colos-Saal

http://www.amorphis.net
Robert Buder


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