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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANG YOUR HEA ....

BANG YOUR HEAD 2007 - Day 2
Balingen Messegekände

23.06.2007
Auf geht´s zum zweiten Tag des Fesrtivals:

ARCHER hatten an diesem Tag die Aufgabe des Weckdienstes und machten ihre Sache recht gut. Die Newcomerband aus den USA legte mit ihrem zum Teil an Black Label Society erinnernden Sound los. Der Sänger/Gitarrist Dylan erinnerte nicht nur anhand des Gitarrenspiels sondern auch durch die Art und Weise sich zu präsentieren zunehmend an einen jungen Zakk Wylde. Die Songs bildeten eine wundervolle Einheit aus roher Energie und spielerischer Perfektion. Eine Band von der man sicherlich noch einiges hören wird. (SSO)

Für mich waren MYSTIC PROPHECY die erste Band des Tages. Die Band zählte meines Erachtens immer zu den Power-Metal Combos der dritten Garde. Das muss ich zuminest für den Live-Sektor revidieren. Die deutsche Formation trieb mir mit ihren positiv angehauchten Musikmaterial und dem gekonnten Stageacting das letzte Körnchen Sand aus den verschlafenen Augen. Positiv war auch die gesamte Stimmung der Band, allen voran Fronter R.D. Liapakis., der die gesamte Zeit im Kreis lachte und somit die Massen ansteckte schon zu früher Morgenstund abzufeiern. Diese einfach gestrickte Art des Power-Metals kann mit den richtigen Ingredienzien und einigen bekannten Klischees doch schon besser zu Ohren gehen, wenn man sich nicht den ganzen Tag vor Augen hält, dass der Abend mit einem Doppel-Orgasmus in Sachen Power-Metal ausklingt. Songs wie "Masters Of Sin", "Evil Empire" und "Dark Forces" waren mir ziemlich unbekannt, gingen aber aufgrund ihrer Eingängigkeit locker ins Blut über.
(SBK)
Und wieder wurde eine Kultband der 80er ausgegraben. Als einzige Thrashband des diesjährigen Billings kann man es nicht anders sagen: sie kamen, sahen, siegten. POWERMAD standen in Originalbesetzung mit Jeff Litke (Bass), Todd Haug (Gitarre), Joel DuBay (Gesang / Gitarre) und Dodd Lowder an den Drums auf der Bühne. Songs wie „Absoulte Power“, „Slaughter House“ oder „Nice Dreams“ sorgten für den Slogan des Festivals: Bang Your Head!!! Einfach ein super Auftritt der Band bei dem alles passte, begeisterte Fans, von denen einige fast Tränen in den Augen hatten aber mit Sicherheit kräftigen Muskelkater im Nackenbereich. (HF)
MERCENARY war mir bis dato völlig unbekannt, aber sie rüttelten mich so richtig wach. Ihr Death-Metal mit konsequenten, progressiven Einschüben war das Non-Plus-Ultra des Mittagsprogramms. Dieser dänische Act fertigte sein Programm aus den beiden Alben "11 Dreams" und "The Hours That Remain", so zumindet die Information meines Kumpels zwei Schritte weiter. Zwei Werke die sich jeder Metaller und ich sowieso, demnächst zulegen sollte. Fronter und Aushängeschild Mikkel Sandager schrie melodiös was das Zeugs hielt und sah ständig aus als wenn ihm gleich die Birne platzt. Das nenne ich Einsatz. Seine klare und sehr hohe Metal-Stimme wurde noch Stunden nach dem Auftritt in lauten Tönen von mir gelobt. Ein Lob auch an alle Bandmitglieder die auf der Bühne die Bretter abrissen. Diese geballte Ladung Metall war genau das richtige Aufwärmprogramm für den Rest des Tages. Ich hoffe sehr das diese Band vom Erfolg gekrönt sein wird.
(SBK)
AMORPHIS boten den Überraschungsauftritt des Festivals. Zwar begann es kurzzeitig zu regnen, jedoch hinderte das die Menge vor der Bühne nicht daran, den nordischen Melodic Death gehörig zu feiern. Und das mit Recht. Insbesondere Neu-Sänger Tomi Joutsen ist eine echte Bereicherung und ein exzellenter Frontmann, die Stimmung auf hohem Niveau halten. konnte. Was bei Amorphis’ zum doch sehr melancholischen und zum Teil recht harten Tracks wie „Leaves Scars“, „Alone“, „Smoke“ gar nicht so einfach ist. Irgendwie erinnerte der Auftritt an Paradise Lost, nur dass AMORPHIS auch live gut sind. Natürlich wurde das folkloristisch angehauchte ‚My Kantele’ mit reichlich Jubel bedacht. Nach „Magic & Mayhem“ und “House Of Sleep“ konnten die Herren auf einen überaus gelungenen Gig zurückschauen und zufrieden die Balinger Bretter verlassen. Mehr davon.
(SBT)
Die finnischen Trolls sind ääääh … sagen wir mal: Geschmackssache, um nicht zusagen ganz bestimmt hatte nicht jeder der Anwesenden, sondern eigentlich nur eine kleine Minderheit irgendein Interesse, sich Gummiberockte, als Black Metaller getarnte Kiddies anzuschauen, die sich durch Songs bolzen, die für viele kaum verständlich sind. FINNTROLLs schwarz angehauchte Death–Folklore Tracks können unterhaltsam sein. Jedoch kamen“ Blodnatt“, “ Nedgång“ oder “ Trollhammaren“ bei weiten nicht so „fluffig“ rüber wie beim letztjährigen „Rock Hard“ Festival. Magerfrontmann Mathias Lillmans und seine Humpa-Mannen wirkten mit den Schwedischen Gröhl-Kreisch-Gerappel Tracks auf der großen Bühne weitgehend fehl am Platze. Was viele Anwesenden, nicht aber den Fans auffiel, die ihre Lieblinge anständig feierten. Wie auch immer, für die Mehrheit war der Gig nur bedingt unterhaltsam.
(SBT)
BRAINSTORM im Jahre 2007 ist weiterhin eine kompetente Live-Bank. Das Publikum, mitlerweile gut in Fahrt gebracht, bot Andy B. Franck und seine Mannen ein überschwengliches Willkommen. Obwohl, eigentlich ist die Band auf jeder Bühen zu Hause. In Balingen waren auf jeden Fall Band und Zuschauer eine eingespielte Einheit. Egal was BRAINSTORM durch die Boxen links und rechts der Bühne jagten, sei es "Tears Of Sheeva", "Inside The Monster", "Hollow Hideaway" oder, "World`s Are Coming Through", die Fans flippten völlig aus. Das wurde vom Fronter mit seinem mitlerweile, zur Tradition gereiften Bad in der Menge belohnt. Fan-Nähe par exellence. Hier ist immer noch der Spaß an erster Stelle. Das beweisen die kernige Leistung aller Musiker, die allgemein gute Laune und die stets freundlichen Kommentare zwischen den Songs wobei sich Andy wie immer freundlichst für die Huldigungen bedankt und natürlich gleich auf die baldigst erscheinen den DVD hinweist. Von dieser Art Bühnenleistung sollten sich einige andere Acts ruhig mal infizieren lassen. Diese Formation hat nichts an seiner Frische im Laufe der Jahre verloren.
(SBK)
Mit NAZARETH stand eine Band auf dem Billing die einige Skepsis bei den Besuchern hervorrief. Nach einem unbekannteren Song als Opener brach das Eis zwischen Band und Publikum aber derart schnell, dass binnen kürzester Zeit auch der härteste Metaller fröhlich bei Songs wie „Dream On“ oder „Love Hurts“ am Mitsingen waren. Zudem überraschten die alten Herren mit druckvollen Versionen ihrer Songs wie „Telegramm“ oder „This Flight Tonight“ und zeigten, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Band wie auch Publikum hatten sichtlich Spaß am Gig und am Ende waren alle glücklich, die vorherige Skepsis hatte sich in Luft aufgelöst und Nazareth hatten durchaus ihre Berechtigung beim Bang Your Head. (SSO)
W.A.S.P., eine meiner absoluten Lieblingsbands, sah ich heuer zum ersten Mal. Viel ist von der alten Formation bekanntlich nicht übriggeblieben und die damals großgeschrieben Taten während des Gigs, wie die Steaks die in die die Menge flogen sind auch passè. Was bleibt von der Kult-Band? Tja, Blackie Lawless wirkt mit seinem Outfit und der schlecht geschminkten Visage etwas peinlich. Das hätte er gleich mit an den Nagel hängen sollen. Wer knotet sich denn noch sein Hemd vor den Wanz? Und dafür das Blackie ein wahres Idol der Szene ist hält er nicht Hof. Das Publikum ist für ihn wohl "nur" da, denn bis auf den ein oder anderen Songtitel bekommen wir nichts zu hören. Dabei dachte ich, dass W.A.S.P. ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum feiern. Anlass genug um live eine absolute Party steigen zu lassen. Habe ich nicht recht in Erinnerung, dass Germany der zweitgrößte Metal-Markt ist? Da sollte ein Herr Lawless in hiesigen Breitengeraden dankbarer auf der Bühne agieren. Aber dafür ließ der Meister in Sachen Musik nichts anbrennen. Das voller Programm an Oldies, "Blind In Texas", "I Wanna Be Somebody", "Wild Child", und "L.O.V.E. Machine" wurde geboten, als auch neues Material vom aktuellen Album "Dominator", dass wirklich hammerhart ertönt und sich fast nahtlos in die alten Tracks einreiht. Die neuen Recken an Blackies Seite sind mir namentlich alle unbekannt, schlugen sich aber um längen besser ich Sachen Stageacting als ihr Boss. Ich hoffe das ich nochmal die Gelegenheit bekomme W.A.S.P. in grandioser Action zu erleben. So wie es mir immer berichtet wurde.
(SBK)
(also ich fand´s geil - trotz Diven-Gehabe SBT)
Die Schweden HAMMERFALL kamen mit einem beachtlichen Drum-Set-Aufbau auf die Bretter. Jeder Buchstaben ihres Bandnamen zierte eine eigene Bass-Drum. Rock ´n` Roll für das Auge. Hier war das Publikum schon gespaltener Meinung, ob HAMMERFALL oder EDGUY den Posten des Headliners und Co-Headliners hätten tauschen sollen. Doch Horst entscheidet. Auf jeden Fall bot HAMMERFALL einen soliden Auftritt, der alle Klischees der Band abdeckte. Eine effiziente Bühnenshow, schön kostümiert und strammes Gepose. Etwas schwer hatte es Neuzugang (war aber früher schon bei den Jungs) Fredrik Larsson, der den Wildfang Magnus Rosèn am Bass ersetzen musste. Leider hielt sich der Mann am Viersaiter etwas zurück und ließ seine Kollegen die Plätze im Rampenlicht. Sänger Joacim Cans bestand die Show mit Bravour und ballerte Tracks wie "Templars Of Steel", "Let The Hammer Fall", "Hammerfall" und sogar die Ballade "Glory To The Brave" in die gierige Meute. Als eine de r wenigen Bands bediente HAMMERFALL das Publikum auch mit einem Instrumental-Stück namens "Reign Of The Hammer". Natürlich durften die Burschen eine Zugabe geben, die lauthals gefordert wurde und mit zwei weiteren Songs geboten wurde.
(SBK)
Ob EDGUY als Headliner taugten? Für die Mehrzahl der Festivalbesucher offenbar schon, auch wenn darüber im Vorfeld genug geredet wurde und bestimmt nicht jeder nachträglich zum Fan mutierte. Dennoch, bereits vor Erklingen des Intros herrschte ungeduldige aber gute Stimmung im gut gefüllten Zuschauerraum und beim Opener “Mysteria“ ging die sprichwörtliche Post ab. Die Hessen freuten sich sichtlich darüber, sich ihren Traum des Headliners zu erfüllen und so strotzten sie vor Spielfreude und kamen kaum aus dem Grinsen hinaus. “ Tears Of A Mandrake”, “Superheroes”, „Fallen Angels”, “Out Of Control” und “Avantasia“ (vom gleichnamigen Projekt), wurden auch entsprechend von den Fans bejubelt. Bei der Performance gab es überhaupt nichts zu bemängeln. Jede Note wurde kraftvoll, ambitioniert und weitgehend exakt von den Brettern gedroschen. Sehr sympathisch rannte, bangte, hüpfte Tobias Sammet , Flummiartig über die Bühne und kommunizierte reichlich mit dem Publikum. Ok, dass er sich fälschlicherweise als schwul darstellte war wohl eher ein Unfall und ob die Singspiele sein müssen bleibt Geschmackssache. Zu bemängeln gab es höchstens das überflüssige Drumsolo und das mangelhafte Charisma der Band, die eher wie die Jungs von nebenan, denn wie Rockstars wirken. Das umjubelte Finale bildete natürlich „King Of Fools“, um das 07er Bang Your Head Festival mit dem obligatorischen Feuerwerk zu beenden.
(SBT)
HF, SSO, SBK, SBT - Pics: SBK, SBT


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