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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANG YOUR HEA ....

BANG YOUR HEAD 2007 - Day 1
Balingen Messegelände

22.06.2007
BANG YOUR HEAD! Dieses Motto verfolgt die Obliveon Crew bereits seit Jahren. Und so machten wir uns traditionsgemäß auch dieses mal auf nach Süddeutschland, um eines der besten deutschen Festivals zu besuchen. Die erhofften Glanzpunkte waren klar definiert, denn allein der Name Black Sabbath verhieß so einiges. Weitere Spaß-Hoffnungsträger wie WASP oder THUNDER waren aber in der Minderzahl, sprich die Vorfreude auf das Billing hielt sich in Grenzen, egal denn bis dato hatten wir es immer noch geschafft, uns reichlich zu amüsieren. Also ab in den Stau und loß ging’s in das übliche metallene Schlachtgetümmel.

Als Opener des diesjährigen Bang Your Head Festivals ging die italienische „Kultband“ ADRAMELCH pünktlich auf die Bühne. Leider hatten sich noch nicht viele Metalfans aus ihren Zelten auf dem Gelände eingefunden. Die Combo bemühte sich mit Songs von ihren beiden Alben „Irae Melanox“ und „Broken History“ die Zuschauer zu begeistern. Leider merkte man der Band an, dass sie nicht über viel Routine verfügt. Sänger Vittorio Ballerio wies eine schlechte Kondition auf und lag bei höheren Gesangspassagen einige Male daneben, die Gitarren klagen verstimmt und machten die Performance bei zudem schlechten Sound zunichte. So kam es, dass am Ende des Gigs auch noch nicht mehr Zuschauer vor der Bühne verweilten. (SSO)

Als nach kurzer Umbaupause WOLF die Bühne betraten war der Platz vor der Bühne schon deutlich voller geworden. Leider kam auch mit Wolf der große Regen, der leider eine gute und ausgelassene Stimmung bei den Fans nicht richtig aufkommen ließ und fast jeder auf der Suche nach einem trockenen Plätzchen war. Die Band ließ sich jedoch nicht beirren und zog ihr Programm mit Songs wie „The Bite“, „Evil Star“ oder „Wolf`s Blood“ erfahren durch. Überraschend war die gute Darbietung von Sänger Niklas A. Olsson, den man schon wesentlich schlechter gesehen hat. Dieser Band hätte man einfach besseres Wetter gewünscht, obwohl Bassist Mikael Goding die Fans immer wieder mit Sprachgesängen „No Rain, No Rain!“ anheizte, was leider erst beim letzten Lied eintraf. (HF)
Mit nachlassendem Regen kam dann auch erstmal bei GIRLSCHOOL Partystimmung im Publikum auf. Anfangs war noch ein katastrophaler Sound vorhanden, der sich aber im Laufe des Gigs wesentlich besserte. Die Damenriege schaffte es mit ihren alten Hits wie „C`mon let`s go“, „Hit & Run“ oder „Screaming Blue Murder“ die Fans aus ihren Regenverstecken zu locken. Das alles überragende „Emergency“ und „Race With The Devil“ zeigten wieder einmal mehr: die Ladys können immer noch rocken! (HF)
Als ich früher in Kanada auf der High-School war, gab es einen Hit, den ich nie vergessen werde: "Cheated" von PRAYING MANTIS. Sie gehören wie Iron Maiden zu den Pionieren des New Wave Of British Heavy Metal. Ihr Album "Time Tells No Lies" lief sich auf meinem Plattenspieler neue Riefen. Die Brüder Tino und Chris Troy endlich einmal live zu sehen, war für mich ein persönliches Highlight, auch wenn ihr Sänger Mike Freeland optisch noch recht verhalten und spröde wirkt. Dafür war der komplette Gesang (ja auch die vierstimmigen Backing-Vocals), mehr als begnadet. Alles live und perfekt präsentiert. Das konnte den Briten an diesem Wochenende wohl niemand mehr nachmachen. Die Songauswahl war das einzige was mich persönlich irritierte, denn das alte Material meiner Teenage-Phase wurde fast völlig ignoriert. Es scheint wohl doch eher der Fall zu sein, dass die Neueren Alben hier größeren Anklang fanden. Na ja, und der Patzer mit Queen`s "We Wil l Rock You", eingebaut in den Track "Rise Up", kann ich den Jungs nur schwer verzeihen. Das war mir persönlich etwas peinlich. Dafür bedanke ich mich bei den Brüdern Tino und Chris für absolut geile Stimmung Backstage und den herrlichen Fotos die wir gemacht haben. Dieses Jahr fanden eh wieder wesentlich mehr Musiker den Weg ins VIP-Zelt, was die Stimmung deutlich auflockerte. Sollte irgendjemand den alten Iron Maiden-Recken Dennis Stratton vermisst haben, dann liegt es daran, dass er durch Andy Burgess zumindest spielerisch kompetent ersetzt wurde. Nur showmäßig sollte dieser Bursche aktiver werden. Trotz allem ein würdiger Gig.
(SBK)
Mit LETHAL zeigten die Macher des Bang Your Heads wieder einmal ein Händchen für eine fast vergessene Perle des US-Metals. Die Combo um Frontsirene Tom Mallicoat zelebrierte regelrecht die Songs ihres Jahrhundertalbums „Programmed“. Tom lief bei Songs wie „Arrival“, „Immune“ oder auch „Killing Machine“ zu Höchstform auf und auch spielerisch boten seine Mannen an Gitarre, Bass und Drum aller erste Sahne. Dieser Auftritt wird einem lange noch in Erinnerung bleiben. Schade war nur, dass sich Herr Mallicoat stets unter seinem großen Stroh-Cowboyhut und hinter seiner Sonnenbrille versteckte. (HF)
Bei mittlerweile sehr warmen Temperaturen und gut gefülltem Gelände spielten VICIOUS RUMORSalles in „Schutt und Asche“. Die Band um Gitarrist Geoff Thorpe und Sangesgott James Rivera war bestens gelaunt und legte eine Spielfreude an den Tag wie man sie nicht alle Tage sieht. Dies übertrug sich auch auf den Großteil des Publikums, welches jeden einzelnen Song wie z. B. „Soldiers Of The Night“, „Digital Dictator“ oder „Don`t Wait For Me“ feierte. Durch die leider begrenzte Spielzeit hat man ein Programm gewählt was fast nur aus den Hits der letzten 20 Jahre bestand, einzig vom neuen Album kamen „Sonic Rebellion“ und „The Immortal“ zum Einsatz, man hätte dieser Band gerne noch länger gelauscht. VICIOUS RUMORS waren sicherlich eines der Highlights des Festivals. (HF)
EVERGREY durfte ich das letzte Mal live im Vorprogramm von Kamelot sehen. Damals fand ich die Schweden mit ihrem düsteren Sound noch wesentlich interessanter. Vielleicht war es auch nur die falsche Uhrzeit um Sänger Tom Englund mit seinem Power-Goth-Metall zu lauschen. Da Bassist Fredrik wieder das Hammerfall-Line-Up komplettierte, half heuer bei EVERGREY ein neuer Mann, Christian Grönlund, an den vier Saiten aus, der das Posen fleißig geübt hat, aber anscheinend für die falsche Band. Irgendwie paßt er nicht zum Rest der Truppe. Dabei gefiel er mir bei seiner alten Band Freak Kitchen auf dem Sweden Rock Festival noch um Längen besser. Dennoch, keine Frage, die Band brachte das Publikum zum Bangen ohne Ende. Abgesehen von dem altbekannten Material, das lauthals begrüßt wurde, gab es einiges an neuen Tracks die schon mit Spannung im Vorfeld erwartet wurden. Die Melancholie ist nach wie vor Hauptbestandteil dessen was die Band komponiert und mit den Texten stellt sich der Vierer-Act eh auf die anspruchsvollere Seite im Vergleich zu den restlichen Bands. Aber dafür bedarf es trotz der großen Leistung dieser Formation wahrscheinlich eher die Hallenatmosphäre.
(SBK)
Nach Evergrey blieben die Schweden am Ruder , denn es folgten DARK TRANQUILLITY die unter der strahöenden Sonne richtig Druck machten. Egal ob die Jungs neueres Material wie ‚Terminus’, ‚Blind At Heart’ und ‚Focus Shift’ von der aktuellen „Fiction“ CD brachten, oder ob sie altbekannte Songs wie ‚My Negation’, „Misery’s Crown“, „The Endless Feed“ oder das finale „ The New Build“ wuchtig ins Publikum bliesen, der Erfolg war ihnen sicher. Klar konnten nicht alle etwas mit den härteren Klängen etwas anfangen aber Fronter Mikael Stanne erreichte mit seiner Bewegungsfreude und dem ständigen Drang zum Publikum sicher nicht nur bisherige Fans , sondern auch einige, die von den Nordlichtern bis dato noch nichts gehört hatten. Denn DARK TRANQUILLITY boten schlicht eine kurzweilige, wenn auch nicht spektakuläre Show, die dankenswerter weise ohne Klischees auskam und Werbung für den melodischen Death-Thrash machte.
(SBT)
Die Briten THUNDER hatte ich das letzte Mal live im Vorprogramm von Lee Aaron gesehen. Fuck, bin ich alt. Die Herren aus Groß-Britannien allerdings auch. Somit hielt sich der optische Anspruch auf Action in Grenzen. THUNDER sind auch eher eine hart rockende Band die mit ihren Songs das Herz der Fans erreichen. Und dennoch merkte man während des Auftritts wie die Stimmung der Masse ständig stieg, denn Musik aus diesem Genre war leider für ein partytaugliches Festival wie das Bang Your Head, Mangelware. Horst meinte in einem Interview das die Abwechslung des Musikstils noch nie so vielfältig war, wie dieses Jahr. Mitnichten Sir. Sieben Power-Metal-Combos ist schon ein hartes Stück. Da kamen die Boys mit ihrem Fronter Danny Bowes gerade richtig ins Ziel. Charmant und mit viel Enthusiasmus bekamen wir die allseits bekannten Erfolge wie "Low Life In High Places", "You Can`t Keep A Good Man Down" und das geniale "Love Walked In", zu Ohren. Das man als Auftakt zum Gig mit AC/DC`s "Thunderstruck" vom Band benutzte war ein kluger Schachzug um die Party in Gang zu bringen. Das nahm den Jungs auch kein Hardliner übel. Trotz aller vorherigen Unkenrufe war Danny mit Sicherheit einer der besten Entertainer des Festivals. Horst Franz sollte für das nächste Jahr lieber mehr Bands diesen Kalibers auswählen, dann wird auch das allgemeine Interesse an dem einst unschlagbaren Festival wieder größer. Das neue Festival Rock Of Ages bietet mit Bands wie BAP und Barclay James Harvest kaum Ersatz. Denn zumindest 90% meiner Kollegen fuhren dieses Jahr zu unseren Nachbarn in die Niederlande (Biddinghuizen) um abzufeiern.
(SBK)
Die Todes-Schweden von AMON AMARTH spielen sich irgendwann noch mal selbst ins Walhalla, denn momentan kann man den nordischen Todesblei-Menschen kaum noch entkommen. Und um es kurz zu machen: sie waren auch auf dem Bang Your Head 2007 wie immer: wildes posing, hartes Gedresche und tiefes Gegrowle vom sympathischen Frontbartmann Johan Hegg. Bei ‚Death In Fire’, gab es dann tatsächlich auch die passenden Pyroeinlagen. Den Fans, die anscheinend einfach nicht genug bekommen können, wurden natürlich bekannte Songs wie etwa “Fate Of Norns“, “Pursuit Of Vikings“ oder “Asator“, um die Ohren gedroschen. Dabei genießen sie mittlerweile einen erstaunlichen Status unter den Death Metal Jüngern, der mir nur begrenzt verständlich ist aber das ist nicht maßgeblich. Mit „With Odin On Our Side’, ‚An Ancient Sign Of Coming Storm’ bieten die irgendwie nicht richtig böse wirkenden Jungs von AMON AMARTH ihrem Publikum genau das, was es von ihnen erwartet. Auf-die-Schnauze-Death, der dankbar angenommen wird und momentan an der Speerspitze der Death Metal Bewegung steht. Also: weitermachen.
(SBT)
(Noch) einmal BLACK SABBATH zu sehen, wenn auch unter dem Namen HEAVEN & HELL, war für viele der eigentliche Grund nach Balingen zu pilgern, denn dieser Name schwankt irgendwo zwischen legendär und Erfurcht gebietend. Die Herren Iommi, Butler, Dio und Appice dann tatsächlich auf der Bühne zu sehen, war dann allerdings eher ernüchternd. Zwar stiegen HEAVEN & HELL pünktlich (!!!) und standesgemäß mit “Mob Rules“ ein und machten ordentlich Dampf aber dieses Niveau konnte schlicht nicht gehalten werden. Waren Songs wie ”Sign Of The Southern Cross“ oder ”Children Of The Sea” noch echte Highlights, flaute die Stimmung bei “ Falling Off The Edge Of The World”, ”Voodoo”, und auch ”Die Young” merklich ab. Klar haben BLACK SABBATH nur drei Alben mit Ronnie James Dio als Vokalisten aufgenommen‚ doch hätten sich viele gewünscht auch den ein oder anderen Song aus der Ozzy Ära zu hören. Ob es nun Ego- oder Vertragsprobleme waren oder ob HEAVEN & HELL einfach nur authentisch sein wollten, man weiß es nicht. Showtechnisch boten die Herren eine bemerkenswerte Lightshow, bei der Plattencover, sich drehende Schädel, Kreuze und so weiter and das burgartige Backdrop geworfen wurde. Nett anzusehen aber auch nicht spektakulär. Egal, warteten reichlich Fans doch auf den Gottsong überhaupt, den sich Dio auch bei seinen Solokonzerten nie entgehen lässt: Heaven & Hell“. Eine ca. zwanzig Minuten andauernde Version (gefühlt waren es schon bald 45 Minuten!!) war aber einfach des guten zuviel. Denn Solo folgte auf Solo, wobei Tony Iommi’s Gitarre in großen Teilen eigentlich eher „sphärisch“ vor sich hin quietschte und weder Virtuosität bewies noch die Stimmung verbesserte. Meine Herren, so ruiniert man selbst einen der besten Songs, die je geschrieben wurden. Ein versöhnliches Ende bot dann das recht schnelle “Neon Knights“. Fazit: ein anständiger Gig, der aber die hochgesteckten Erwartungen zumindest bei mir nicht erfüllen konnte.
(SBT)
HF, SSO, SBK, SBT - Pics: SBK, SBT


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