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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CHRISTMAS ROC ....

CHRISTMAS ROCK NIGHT 2001
Ennepetal, Haus Ennepetal

07.12.2001 - 09.12.2001
Die Christmas Rock Night in Ennepetal hat eine lange Tradition, gehört dieses Festival doch gemeinsam mit der Owener Rocknacht zu den wichtigsten Veranstaltungen der christlichen Rockszene in Deutschland. Zum ersten Male über drei Tage, bot die CRN auch dieses Mal wieder die Creme de la Creme der internationalen christlichen Szene, wobei die auf ehrenamtlichen Engagement beruhende Organisation wieder einmal keine Wünschen offen ließ. LIVING SACRIFICE, einer der wohl besten Thrash Metal-Bands dieses Planeten, mußten ihre Teilnahme leider absagen, was umso bedauerlicher war, da die Amerikaner eine der kompromißlosesten Thrash-Bands überhaupt sind und selbst eine Band wie SLAYER, zumindest auf CD, blass aussehen lassen. Der livehaftige Beweis muß demnach weiter auf sich warten lassen.
TOURNIQUET, die sich in gewohnt souveränder Manier bereits am Freitag auf der Main Stage austoben durften, schoben am Samstag auf der Alterna Stage in beinahe schon intimer Atmosphäre unter subtropischen Bedingungen eine Extraschicht, wobei die Band zwar spieltechnisch, nicht aber durch die Songauswahl überzeugen konnte. TOURNIQUET wären besser beraten, ihre Hardcore- und Alternative-Einflüsse auf ein erträgliches Maß zurückzuschrauben und sich auf ihre technischen Fähigkeiten zu besinnen, um endlich mal wieder mehr Songs vom Schlage eines "Pathogenic Ocular Dissonance" anbieten zu können. MORPHIA, Doom Death-Band aus Holland, überzeugten zwar vom Songwriting,
litten aber unter erheblichen Sounddeffiziten, die die Sologitarre über Gebühr in den Vordergrund schob und somit das musikalische Fundament vollkommen überlagerte. Schade, denn MORPHIA zählen sicherlich zu den besseren Bands dieses Genres, die neben der erfoderlichen Härte auch über ein ansprechendes Melodiepotential verfügt. Zu den Überraschungen zählten PROJECT 86, als Ersatz für LIVING SACRIFICE verpflichtet, die mit ihrem RAGE AGINST THE MACHINE-artigem Sound und einer unbändigen Spielfreude voll zu überzeugen wußten. Unumstrittener Headliner waren (natürlich) SAVIOUR MACHINE, die sich zum ersten Mal seit drei langen Jahren wieder in Deutschland blicken ließen und sich mit einer mitreißenden Show erneut ein Denkmal setzen konnten. Ohne Make-Up und große showtechnische Einlagen brillierte die Band um Eric Clayton, die durch Carljohann Grimmark (Narnia) an der Gitarre und Thomas Weinesjö (Veni Domine) am Schlagzeug, der gerade mal eine Probe mit der Band spielen konnte, ergänzt wurde. "American Babylon", das nach den Terroranschlägen des 11. September eine ganz neue Bedeutung erlangte, eröffnete einen knapp siebzig Minuten dauernden Set, der aufgrund seiner Kürze in Sachen Songauswahl nichts zu wünschen übrig ließ.
"Legion", "Behold A Pale Horse", "Carnival Of Souls" oder das wieder einmal bewegende "Love Never Dies" zählen fraglos zu den absoluten Klassikern der Band, wobei der Eindruck der Unnahbarkeit, den SAVIOUR MACHINE durch die showtechnischen Einlagen und das Make-Up Eric Clayton´s auf zurückliegenden Tourneen immer wieder hinterließen, durch die spielerische Qualität, das Charisma und vor allem das live nach wie vor unglaubliche Stimmvolumen Clayton´s, dieses Mal deutlich weniger zu Tage trat. Als Zugabe folgten die fast schon unvermeidlichen "A World Alone" und "Jesus Christ" und wieder einmal hinterließen SAVIOUR MACHINE ein bewegtes und beeindrucktes Publikum. Fazit: die CRN war das gewohnt gute Festival mit Herz, zahlreichen Verkaufsständen und umfangreichem Rahmenprogramm, wobei ich persönlich es jedoch vorziehen würde, das Ganze wieder auf zwei Tage zu begrenzen.
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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