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CD-Reviews :: Index: 'P' :: PRO-PAIN

PRO-PAIN

AGE OF TYRANNY / THE TENTH CRUSADE (39:28 min.)

RAW HEAD INC. / SOULFOOD
Dass Pro-Pain ihrem Stil in einem Zeitraum von fünfzehn Jahren auf mittlerweile zehn Alben in der Tat treu geblieben sind, liegt sicherlich auch daran, dass Gary Meskil (Bass und Gesang) und Tom Klimchuck (Leadgitarre) über den gesamten Zeitraum den Weg zusammen gegangen sind. Flüssiger, kompakter und mitreißender Hardcore, der in dieser Weise nur von Pro-Pain kommen kann. Von einigen als „prollig“ bezeichnet, von anderen als einfallslos abgestempelt erwidert der Pro-Pain-Infizierte: „Na und?“ Jetzt mal ehrlich: Ordentlich nach vorne gehendes, dich die Fäuste ballen lassendes Boxenoutput, das zudem noch mit einem leidenschaftlichen Gesang, der selbstverständlich ohne irgendwelchen elektronischen Effekte daherkommt, begleitet wird, ist nun einmal das Markenzeichen von Pro-Pain. Wer damit nichts am Hut hat ist hier natürlich an der falschen Adresse. Es dürfte weiterhin bekannt sein, dass Pro-Pain sich textlich nicht mit transzendentalen Dingen befassen, sondern mit dem Hier und Jetzt. So auch auf „Age Of Tyranny.“ Der Begriff „The Tenth Crusade“ dient dabei der Analogiebildung zwischen den historischen Kreuzzügen und dem von Bush geführten Kampf gegen den Terror. Während sich auf ihrem Debüt „Foul Taste Of Freedom“ das Lied „Iraqnophobia“ befindet, welches die Textzeile „Soldiers deployed on foreign sand / Fighting for your freedom your oil and your land“ enthält, findet sich auf dem neuen Werk passender Weise ein Lied namens „Iraqnam“. Geile Wortschöpfung, wer kann da noch von Einfallslosigkeit sprechen, wenngleich die Ebene Musik sicherlich von der Ebene Text zu unterscheiden ist. Das Einzige was mich auf der neuen Pro-Pain tatsächlich überrascht hat, ist der Einsatz eines Eierbeißers (sorry ladies!) auf Lied Nummer vier. Im Klartext: Für den Refrain von „Beyond The Pale“ haben sich Meskil & co. Matt Bizilia von Icarus Witch ins Haus geholt. Heiliges Blechle – das ist gewöhnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz bleibt das Lied ein Brenner. Dass mir so was noch passieren würde…. Wer Pro-Pain noch nicht kennen sollte, darf sich Folgendes merken: Anspieltipps sind vollkommen überflüssig, bei Pro-Pain kommt nichts durch die Hintertür. Das ist in etwa so, wie mit gutem schottischen Islay Single Malt: du stehst entweder voll drauf oder kannst gar nichts damit anfangen.
8/10 - MO


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