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CD-Reviews :: Index: 'T' :: THE BEAUTIFUL ....

THE BEAUTIFUL DISEASE

HAVE A NICE DAY (63:31 min.)

UNIDENTIFIED / SX-DISTRIBUTION
Das Suizid durchaus seine komischen Seiten haben kann, je nach dem wie man ihn darstellt, beweisen auch The Beautiful Disease auf ihrem neuen Album. Mit genügend Ironie versehen kann selbst das ernsteste, düsterste Thema seine bunten, skurrilen Seiten bekommen. Und genau das ist es aber auch; was es dem größten Teil der sog. „schwarzen Szene“ schwer machen wird sich dieser Musik zu nähern. The Beautiful Disease wirken wie eine seltsame Mischung aus Dingen, Emotionen, Gedanken und musikalischen Fragmenten, die man sonst nie hernehmen würde um eine CD zu beschreiben. Der Klang medizinischer Geräte, während man langsam dahin dämmert, das entrückte, glückselige Lächeln eines Kiffers, die klimpernde Spieluhr aus der Kindheit, dazu das hämische Lachen eines manischen Harlekins, vereint mit elegischen Seventies Gitarren, ein wenig Artrock, virtuos, verspieltem Avantgardejazz, ein Hauch Wave, etwas Trip Hop und kalte Elektronik, die sich drehenden Farben tausender Frühlingsblumen, Max & Moritz, Klarinetten, Klavier, Gitarren, Synthies, Tablas, Sitars, eine Kirmesorgel, die fast schon nervende, ningelnde Stimme eines altklugen Kindes... Und so dreht sich das Universum immer schneller, obwohl die Musik insgesamt eher ruhig, sanft, relaxt und melancholisch ausfällt, verschwimmt doch alles vor dem Inneren Auge. Zusammengehalten von dieser hospitalischen Stimme, die Schizophrenie, Verrücktheit , Entrücktheit und Abgeklärtheit gleichermaßen ausstrahlt, sich nicht ernst zu nehmen scheint, oder zumindest die Themen („Immortal Suicide“) und Märchen („Princess Never)“ die sie erzählt nicht sehr ernst nimmt. Nein, The Beautifal Disease sind nicht böse und zynisch. Ihr Humor ist seltsam fremd, fast schon albern, ihre Verspieltheit scheint direkt aus der Therapie einer psychatrischen Anstalt zu kommen. Ihr Umgang mit surrealen Themen und Begebenheiten hat nichts Schweres, nichts Bedeutungsschwangeres, alles hält sich in der Schwebe, wirkt fremd und exotisch, gewinnt aber sehr schnell an Faszination. Einer Faszination der man sich nach dem dritten, vierten Mal nicht mehr entziehen kann, die einen hinein saugt in diese bunte, skurrile Welt in der die Luftballons über dem schrillen Jahrmarktskarussell, die grinsende Fratze des Clowns „Pennywise“ aus „Es“ tragen und die Träume, so bunt sie auch sein mögen, eher Alpträume sind...
... und einen schönen Tag wünschen!
10/10 - TS


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