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CD-Reviews :: Index: 'T' :: TOTENMOND

TOTENMOND

UNTER KNOCHEN (60:54 min.)

MASSACRE / SOULFOOD
Metalcore aus Deutschland war immer ein zuversichtliches Aushängeschild für die Formation Totenmond, die mich mit ihrem Vorgängeralbum „Auf Dem Mond Ein Feuer“, das vor drei Jahren erschien, vollends in ihren Bann zog, obwohl es gänzlich aus Cover-Versionen bestand. Heuer ist ein neuer Basser an Bord, der auf den Namen Senf hört. Ob er schon für die deutlich härtere Gangart verantwortlich ist, wage ich zu bezweifeln, denn das hätten die Pazzer-Brüder auch ohne ihn hingekriegt. Die leichten Punk-Anstriche, die man im ersten Abschnitt der Bandgeschichte vorfand, sind auf „Unter Knochen“ nur noch selten auszumachen. Am ehesten noch beim Track „Permafrost“. Derweil zieht der Rest des Materials ein eigentümliches Gebräu mit sich. Das über sieben Minuten lange Opus „Zu Gast Bei Den Toten“ endet in einer minutenlangen, ausufernden und extrem nervenden, weil tierisch langweiligen, Gitarrenklangcollage. Das fast zwei Minuten erklingende „Hirdraußaischheimad“ (nee, is´ klar!) geht in etwa den gleichen Weg und beinhaltet lediglich einen Haufen Gegrunze. „Leuchtquell“ kommt fast fünf Minuten ohne Gesang aus und kann als Fast-Instrumental-Track kaum überzeugen. Hört sich eher an wie ein Proberaumübungsstück, das einfach so im Studio übernommen wurde. „Der Ich-Parasit“ setzt sich in die gleichen Nesseln und „Kreuz Oder Kopf“ begrenzt sich auf etwas Geflüster in einer Tropfsteinhöhle (oder sollte das ein Outro sein?), das mit einer anschließenden, unvorteilhaften Wartezeit verknüpft wurde (Vorsicht, Hidden Track), um in einem schlecht produzierten Keller-Geholze zu enden. Da bleibt mit den Songs „Unter Knochen“, „Menschenfresser“ und „Finster Mammut“ zwar noch Platz für ordentlichen Sound, aber auch die Tracks sind bei weitem nicht das Gelbe vom Ei. Nach einer derart langen Wartezeit auf ein neues Album hätte durchaus mehr drin sein müssen. Totenmond 2004 überzeugt so gut wie gar nicht. Härte allein macht keinen Sinn, wenn die guten Songs fehlen.
3/10 - SBk


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