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CD-Reviews :: Index: 'C' :: CULT OF LUNA

CULT OF LUNA

SAME (60:25 min.)

EARACHE /
Endlich mal wieder eine Scheibe für die Stunden zu zweit. Die Stunden nach der atomaren Apokalypse, in denen ihr mit dem einzigen anderen Überlebenden eures Viertels darauf wartet, dass eure Körper von der Strahlung zerfressen werden und ihren kümmerlichen Rest Leben endlich aushauchen... Es ist wirklich ein räudiges Brett, was die Schweden auf ihrem wiederveröffentlichten Debüt aus dem Jahr 2001 auffahren. Leider lassen die "Vocals" meine Finger so manchmal in Richtung Stop-Taste zucken, denn der dafür Verantwortliche brüllt sich eine Stunde lang dermaßen die Seele aus dem Leib, dass manch zartbesaitete Seele garantiert das kalte Grausen bekommt. Andererseits herrscht auf dem Album eine verdammt dichte Atmosphäre, da die überlangen Songs vor Düsternis und Verzweiflung nur so strotzen. Noisecore nennt man so etwas wohl, und die immer wieder angeführten Neurosis können als Vergleich durchaus herhalten. Je öfter ich mir dieses Gemetzel einfahre, desto mehr meine ich zu erkennen, dass zumindest die instrumentale Seite wirklich klasse ist. Es wird auf den Klampfen geschrubbt, dass es nur so rauscht. Besonders nett übrigens die gelegentlichen ruhigen Verschnaufpausen und die hin und wieder auftauchenden morbiden Geigen. Hat was! Hypnotisch, heftig, doomig sind Attribute, die mir durch den Kopf schießen. Wenn nur nicht dieses eindimensionale Gebrüllkotze manchmal arg an den Nerven zerren würde... Vielleicht hätte ich mehr Verständnis dafür, wenn ich wüsste, was der Kerl da eigentlich von sich gibt. So kann ich noch nicht mal ausmachen, ob es sich um eine existierende Sprache oder bloße animalische Laute handelt. Vom Leben hoffnungslos angepisste Zeitgenossen und Brüllfetischisten dürften umso mehr Vergnügen mit Cult Of Luna haben, weswegen ein 14-minütiges Monument wie "Sleep" (KEINE Psychotic Waltz Cover-Version und definitiv auch kein Schlaflied!) für diese womöglich absoluten Klassiker-Status erlangen könnte. Meiner einer hingegen kann sich dieses Werk nur in bestimmten Gemütslagen besonderer Stabilität geben. Vielleicht sollte man eine Karaoke-Version veröffentlichen... Die Wertung ist in diesem Fall mal wieder vollkommen subjektiv und eigentlich sinnlos. Ich gebe ´ne Acht für die Musik und eine Eins für den "Gesang". Macht bei einer bestimmten Gewichtung sechs Punkte.
6/10 - CB


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