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CD-Reviews :: KILL PROCEDUR ....

KILL PROCEDURE

BRINK OF DESTRUCTION (51:14 min.)

FC METAL / SOULFOOD
In den letzten Jahren habe ich selten ein Album besprochen, bei dem es so viele Anknüpfungspunkte für mich gibt. Ohne die Info gelesen zu haben, lege ich die CD ein und denke beim Opener ´Hate Spilled Over´ zunächst, es mit einer neuen Megadeth-Scheibe zu tun zu haben. Man mag ja über Dave Mustaine sagen was man will, aber sein Gesang ist verdammt charakteristisch. Also schnell einen Blick ins Booklet und auf den beiliegenden Waschzettel werfen. Mittlerweile läuft der dritte Track ´Spells Death´ und das dreist geklaute Riff von Slayers ´Dead Skin Mask´ turnt mich ein wenig ab. Auch wenn "Brink Of Destruction" bereits 20 Jahre auf dem Buckel hat und damals nicht veröffentlicht wurde, so hatten Megadeth und Slayer zu dieser Zeit bereits ihre Stil prägenden Meisterwerke veröffentlicht und Nachwuchsbands bedienen sich bis heute aus diesem reichhaltigen Fundus. Gleichwohl ist Lou St. Paul, der Sänger und Gitarrist von KILL PROCEDURE, ein richtiges Metal-Urgestein und hat 1993 bereits "Heart Of A Killer" von Wintersbane eingespielt, das jedem Headbanger, der etwas auf sich hält, bekannt sein dürfte. "Brink Of Destruction" sollte seiner Zeit eigentlich der Nachfolger dieses Killerdebüts werden, aber das Label lehnte das Material ab. Aus heutiger Sicht erscheint dies kaum nachvollziehbar, denn sowohl musikalisch als auch produktionstechnisch ist das Album ein wahres Kleinod US-amerikanischer Metalkunst. Kein Wunder, dass gerade Eric Cerda, der Chef von FC Metal, diesem Scheibchen nun zu späten Ehren verhilft, hielt er als Chef von DCA Recordings bereits in den Grunge-geschwängerten Neunzigern die US-Metal-Fahne hoch, indem er Bands wie Lethal, Psyco Drama oder Magnitude 9 signte. Der Name seines neuen Labels kommt ebenfalls nicht von ungefähr, strebt Cerda doch die Verquickung von Metal und Fußball an. Ein weiterer Anker für mich und viele andere Fußball vernarrte Metalheads. KILL PROCEDURE passen perfekt in dieses Konzept, liefern sie doch einige Hymnen ab, wie zum Beispiel das Titelstück oder ´Careful What You Wish For´, die sich hervorragend zum Mitgrölen eignen. Das coole Cover und liebevoll gestaltete Booklet, samt Bandfoto von vor 20 Jahren, runden diese gelungene Veröffentlichung ab. Schön, dass es nach so langer Zeit doch noch damit geklappt hat, es wäre schade drum gewesen.
7,5/10 - AF.


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