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CD-Reviews :: Index: 'T' :: THUNDER

THUNDER

RIP IT UP (51:20 min.)

EARMUSIC / EDEL
Um ein Album mit der Textzeile "I´m not gonna live forever, but that´s alright with me" zu eröffnen, bedarf es wohl einer gewissen Lebensweisheit. Selbige dürften die Briten im Laufe ihrer wechselhaften Karriere durchaus aufgeklaubt haben. "Rip It Up" strahlt denn auch dieselbe sympathisch, mit juvenilem Anstrich versehene Altersweisheit aus wie das Vorgängerwerk "Wonder Days" - herrlich selbstironisch spielt die Band mit dem Umstand, dass alles, was sie (und alternde Groupies - "She Likes The Cocaine") heutzutage ausspuckt, als "Alterswerk" gelten muss. Dementsprechend entspannt schreitet die Band denn auch durch die Historie des Hardrock, lugt im Titeltrack mit mehr als nur einem Auge in Richtung amerikanischem Bluesrock (dito: "Shakedown"). Aber gerade in der zur Schau gestellten Entspanntheit liegt mitunter auch die Krux von "Rip It Up": der martialische Titel steht der musikalischen Darbietung diametral gegenüber. Auch melodischer Hardrock darf schließlich pfundig aus den Boxen pressen. Zwar standen Thunder noch nie für breitbeinige Riffattacken (ihre Inspiration lag von jeher eher bei Free, Bad Company oder Slade denn bei Thin Lizzy oder im Proto-Metal), aber um dezente musikalische Zurückhaltung letztgültig auszugleichen bedarf es inspirierter Ideen, die diesmal leider erst in der zweiten Albumhälfte durchschlagen - dafür aber mitunter mit voller Wucht, etwa im schön riffenden Albumhighlight "Heartbreak Hurricane", den entspannten Doors-Reminiszenzen von "In Another Life" oder den geschmackvollen Boston/Journey-Arrangements von "The Chosen One". Mit "The Enemy Inside" wird dann auch endlich mal geradeaus gerockt. Gerade dann jedoch, wenn man sich auf die ursprünglichen Einflüsse beruft, kommt die Band insbesondere im Riffbereich nicht über Stangenware hinaus ("Tumbling Down" wird gerade noch durch Danny Bowes´ Hook gerettet). Überhaupt sorgt der Frontmann diesmal dafür (nicht zuletzt im souligen Rausschmeißer "There´s Always A Loser", dessen dem Genre angemessen emotionales Solo jedoch auch nicht unerwähnt bleiben soll), dass sich "Rip It Up" auf der letzten Rille als gutklassiges Album durchschlägt.
7/10 - PM.


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