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CD-Reviews :: Index: 'T' :: TREMONTI

TREMONTI

CAUTERIZE (44:00 min.)

FRET12 / HAR´T
Mark Tremonti scheint vor Kreativität und Energie nur so überzuschäumen. Wie sonst ist es zu erklären, dass er neben CREED und ALTER BRIDGE auch bei seiner Soloband TREMONTI hartnäckig am Ball bleibt. Nach dem 2012 erschienenen Debütalbum "All I Was" ist "Cauterize" sein zweites Solowerk und schon nach den ersten Durchläufen fragt man sich, wozu Mark sich überhaupt noch mit seinen beiden Hauptbands herumärgert. Nachdem Miles Kennedy zuletzt mehr durch Gastspiele bei SLASH auf sich aufmerksam machte und Scott Stapp endgültig dem Drogen- und Größenwahn anheim gefallen zu sein scheint, wäre es doch nahe liegend ganz alleine sein Glück zu versuchen. Schließlich ist Tremonti auch bei AB und CREED fast alleine für das Songwriting verantwortlich und gesangstechnisch zeigt der gelernte Gitarrist sich auf "Cauterize" so stark verbessert, dass niemand ernsthaft Kennedys Genöhle oder Stapps Pathos vermissen kann. Eigentlich klingen seine Vocals heuer wie eine ideale Mischung aus den beiden Vorgenannten. Die Frage ist natürlich, ob er das auch livehaftig zu bringen im Stande ist. Außerdem muss der Gute ja von irgendwas leben und wird somit wohl kaum auf die o.g. Markennamen verzichten. Was TREMONTI sowieso auszeichnet ist ein zielsicheres Gespür für Songs, die wie vertonte Fotoalben aus dem Leben eines typischen Arbeiterklasseburschen klingen. Und das Beste daran: Man nimmt es dem sympathischen Autodidakt ab. Seinen Signaturesound hat er nicht nur selbst entwickelt, sondern er stellt sein Spiel auch jederzeit in den Dienst des Songs, ohne durch übertriebene Soli sein Ego zu beweihräuchern. Egal, ob einem beim Opener ´Radical Change´ lupenreine Thrash-Metal-Riffs um die Ohren gehauen oder ob auch mal ruhige Töne wie in ´Dark Trip´ angeschlagen werden, dieses Album macht vom ersten bis zum letzten Track tierisch Spaß. Fast selbstredend bleiben Meisterwerke wie CREEDs "Human Clay" oder das AB-Debüt weiterhin unerreicht, aber TREMONTI ist auf dem besten Weg auch diese Messlatten in Zukunft zu überspringen. Ach ja, Mitstreiter hat der Meister natürlich auch wieder um sich geschart. Den bekanntesten Namen trägt sicher Bassist Wolfgang van Halen, obschon Mark den Bass auch selbst hätte einspielen können (und vielleicht hat er dies ja sogar). Aber ein bissl Namedropping kann nun mal nicht schaden und wer hätte nicht gerne den Sohn seines größten Idols in den eigenen Reihen?
8,5/10 - AF.


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