Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

CD-Reviews :: Index: 'T' :: THE TEA PARTY

THE TEA PARTY

THE OCEAN AT THE END (56:44 min.)

INSIDE OUT / UNIVERSAL
Die Erwartungen von (einer nicht geringen Zahl an) Fans zu befriedigen, die Alben wie "Edges Of Twilight" und "Interzone Mantras" für nahezu makellose Meilensteine moderner Rockmusik halten, ist wahrlich nicht leicht. Demnach sahen sich The Tea Party mit ihrem ersten Album nach zehn Jahren und der zwischenzeitlichen Auflösung einer herkulischen Aufgabe gegenüber. Dass eine der Bewältigungsstrategien lautet, "The Ocean At The End" mit dem von Led Zeppelin-Zitaten durchsetzten "L.O.C." einzuläuten, zeugt vom Selbstbewusstsein der Band. Gleich die ersten Töne verdeutlichen, was man als Verehrer der Kanadier so sehr vermisst hat: das traumwandlerisch sichere Zusammenspiel der Musiker, in dessen dichtem Gewebe deren außergewöhnliche Fähigkeiten dennoch frei zur Entfaltung kommen, die mystische, durch fernöstliche Einflüsse verstärkte Aura des Songwritings, Jeff Martins beschwörenden Gesang. Aber gelingt es den Dreien tatsächlich, an alte Glanztaten anzuknüpfen? Diese Frage muss leider deutlich verneint werden, denn dafür haben sich zu viele durchwachsene Kompositionen eingeschlichen ("Cypher" etwa, oder die folgende, zwar mit einem feinen Bassriff aufwartende, dafür aber arg handzahm geratene Ballade "The Maker"), die eben nicht die wie selbstverständlich aus der Hüfte geschossene melodische Meisterschaft früherer Großtaten versprühen. Zwar bezeichnet Martin "The Ocean At The End" als "Rock´n´Roll-Album," in Wahrheit jedoch stünde mehr Attitüde dem Album über weite Strecken gut zu Gesicht - zu oft werden gerade die Gitarren im Zaum gehalten ("Brazil" - doofe Chants auch). Demgegenüber sorgen Großtaten wie "The Black Sea" oder das endlich einmal aus sich heraus gehende, da weniger verkopfte "The 11th Hour" für die ersehnten Aha-Effekte, während "Water´s On Fire" schließlich auch Martins Balladengenie offenbart. Was bleibt also? Ehrlich gesagt: Ernüchterung, denn "The Ocean At The End" fehlt deutlich hörbar, wie schon einigen von Martins Soloalben, die klare musikalische Linie. Vieles bleibt Stückwerk ("Submission" zum Beispiel belebt die Soundexperimente von "Triptych" wieder, verlässt sich dabei allerdings zu sehr auf Effekthascherei), weniges bleibt hängen. Auch wenn der Titeltrack zum Abschluss noch einmal für atmosphärische, an Pink Floyd gemahnende Ausrufezeichen sorgt, so geht das Album als solches beileibe nicht als Highlight in der Bandhistorie über die Ziellinie.
6,5/10 - PM.


[ Zurück zum Index: 'T' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler